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Veröffentlicht am 09.11.2022

Schlafstörungen - keine unbekannte Krankheit - spannender Thriller

Das Schlaflabor
5

Tom Sonnborn, Protagonist in diesem Thriller, leidet an massiven Schlafstörungen. All seine Versuche der Spirale des „Nicht-Schlafen-Könnens“ zu entkommen, blieben erfolglos, so dass er am Ende nur noch ...

Tom Sonnborn, Protagonist in diesem Thriller, leidet an massiven Schlafstörungen. All seine Versuche der Spirale des „Nicht-Schlafen-Könnens“ zu entkommen, blieben erfolglos, so dass er am Ende nur noch einen Ausweg sah, sich in eine Spezialklinik in der Schweiz einweisen zu lassen. Es scheint wirklich zu funktionieren. Als er wieder Zuhause ist, mutiert er zum Langschläfer und schläft endlich seit Langem wieder richtig gut. Als er eines Morgens aber blutverschmiert aufwacht und er verdächtigt wird, jemanden ermordet zu haben, beginnt für ihn eine Reise, wo er nicht nur auf Hilfe angewiesen ist, sondern auch böse Überraschungen erlebt.

Marc Meller hat mit dem Buch „Das Schlaflabor“ einen über weite Strecken sehr spannenden Thriller geschrieben. Ich konnte mich kaum zurückhalten, wenn am Ende eines Kapitels wieder eine Frage aufgetaucht ist, so dass ich das Buch nur sehr schwer weglegen konnte.
Das Thema Schlafstörungen ist mit Sicherheit kein neues Thema und wird aus meiner Sicht immer präsenter. Nicht nur die Corona Pandemie, sondern auch Veränderungen im Arbeitsleben, wie mehr Stress, größerer Leistungsdruck, nur um ein paar zu nennen, beeinflussen die Psyche eines Jeden und je nachdem wie empfänglich die Person ist, kommt es dann zu Schlafstörungen, da wir heute nicht mehr Abschalten können, wenn wir das Unternehmen nach einem anstrengenden Arbeitstag verlassen oder den Rechner im Mobile Office herunterfahren.
Der Protagonist Tom Sonnborn ist ein gutes Beispiel dafür, wie er mit Stress umgeht, wie das Privatleben sein inneres Gemüt beeinflusst und wie er für die Therapie empfänglich ist? Tom wird vom Autor Marc Meller sehr gut beschrieben, man kann ihn sich sehr gut im eigenen Unternehmen vorstellen. Auch die weiteren Personen im Buch werden sehr gut beschrieben.
Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass der Autor auch immer wieder die medizinischen Ausdrücke erklärt hat. Dadurch kann man die Krankheit „Schlafstörung“ besser verstehen. Was steckt genau dahinter, was ist für was im Gehirn verantwortlich? Dies wurde, auch für mich als Laien, in diesem Bereich sehr verständlich erklärt.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war das Cover. Schriftform und Farbmischung sowie die Hervorhebung von Autor und Titel sind mir besonders aufgefallen und machen bereits, ohne den Inhalt zu kennen, neugierig.
Marc Meller hat es sehr verstanden, am Ende eines Kapitels mich neugierig zu machen, was weiter passiert.

Wer das Thema Schlafstörungen kennt oder einfach mal einen guten Thriller lesen möchte, für den ist das Buch absolut zu empfehlen. Bis kurz vor Schluss fand ich es persönlich sehr spannend, dann flachte es leider ein wenig ab. Man hatte immer den Eindruck, da kommt noch etwas und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Von daher würde ich 4,5 von 5 Sternen vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.12.2025

Am Anfang ein wenig zäh, nach hinten heraus besser und spannend

Flutrache
1

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig ...

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig in die Story rein und wurde noch nicht so wirklich abgeholt. Je weiter ich gelesen hatte, desto besser wurden die Zusammenhänge beschrieben und Stück für Stück setze sich das Puzzle zusammen. Die Spannung baute sich bei mir immer mehr auf und war zuletzt auf einem guten hohen Niveau.

In Summe war die Story sehr interessant, kann mir gut vorstellen, dass es solche Menschen aus der alten DDR-Zeit noch gibt und das Geld so zur Seite geschafft wurde, als vor mehr als 30 Jahren die Mauer in Berlin gefallen war.

Für mich waren die Charaktere sehr gut dargestellt, Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp verkörpert den typischen vielbeschäftigten Cop, welcher Glück hat, eine solche Unterstützung von einer Lokaljournalistin, in Persona von Gertrud Boekhoff, zu haben. Sie sind ein sehr gutes Team und harmonieren auf ganzer Ebene.

Der Erzählstil war leider nicht immer sehr flüssig und hat mich ab und an etwas irritiert, gerade mit den sehr kurzen Sätzen oder manche Übergänge kamen mir ein wenig abgehakt rüber. Größtenteils war es aber gut zu lesen und manchmal musste ich ein wenig schmunzeln über den doch etwas besonderen Humor des Kommissars.

Sehr positiv hat mir das Cover gefallen, es zeigt die raue Seite von Ostfriesland, die mir besonders gut gefällt. Zudem hat es mich neugierig gemacht, und größtenteils wurde ich in Bezug auf die Spannung gut unterhalten.

Vielen Dank für die zum größtenteils über weite Strecken sehr spannend und interessant geschriebene Story.

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