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Veröffentlicht am 02.09.2024

Das Smartphone von Marc Meller - ein neues spannendes Werk

Das Smartphone
5

Das muss man wirklich sagen, es war wieder sehr spannend bis zum Schluss.

Doch beginnen wir von vorne, erst einmal das Buch als solches hat mir persönlich sehr gut gefallen, das Cover ist ähnlich aufgebaut ...

Das muss man wirklich sagen, es war wieder sehr spannend bis zum Schluss.

Doch beginnen wir von vorne, erst einmal das Buch als solches hat mir persönlich sehr gut gefallen, das Cover ist ähnlich aufgebaut wie bei seinem Debüt-Roman, passt sehr gut zur Story und ist nicht zu bunt und auch nicht zu düster. Ich finde das Cover sehr gelungen, besonders die hervorgehobene Schrift und die Zeichnung im Hintergrund finde ich sehr positiv dargestellt.

Was mir vom Aufbau und der Gestaltung des Textes gut gefallen haben, waren einmal die Schriftart sowie Schriftgröße und die Länge der einzelnen Kapitel, nicht zu lang und auch nicht zu kurz. Dadurch konnte man auch gut mal das Buch kurz weglegen, ohne jetzt darauf zu warten, dass endlich das Kapitel zu Ende geht.

Kommen wir nun zur Story und dem "roten Faden" als solches, es war nicht langatmig geschrieben sondern wie ich auch schon im Debüt-Roman "das Schlaflabor" lesen durfte, war es sehr flüssig geschrieben, man konnte den Text sehr gut lesen. Der Titel ist auf dem ersten Blick erst einmal nicht klar zur Story erkennbar, doch wenn man dann am Ende zur Software kommt, die einen ausspioniert, dann passt es wieder sehr gut zum Smartphone. Ich kann mir persönlich sehr gut vorstellen, dass es solche Szenarien in Zukunft öfter geben könnte. Das Smartphone ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und ja, warum nicht auch ein solches Szenario.

Die Hauptfigur Paula spielt ihre Rolle brilliant, es wirkt sehr authentisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Lennard, Emil und Eric waren ebenfalls sehr gut dargestellt und ihre Vergangenheiten wurden sehr gut in die Story mit eingebaut, was mir besonders gut gefallen hat. Auch was die "echten" und "nicht echten" Polizisten angeht, sehr gut gespielt und umgesetzt.

Mein persönliches Fazit: Ich fand es sehr spannend geschrieben, hat mich erneut von Beginn an gefesselt und ich fand es nie langweilig, musste immer weiterlesen. Großartig vorhersehen konnte ich das Ende nicht, doch ich möchte nicht allzu viel verraten, hier könnte man eventuell noch einen anderen Ausgang finden, dafür war das Ende dann doch zu schnell erreicht. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht.
Im großen und ganzen bei einer maximalen Bewertung von 5 Sternen, bin ich bei 4,5 von 5. Bravo Marc Meller, wieder sehr gelungen, hat mich sehr gefreut diesen Roman lesen zu dürfen.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
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  • Spannung
Veröffentlicht am 09.11.2022

Schlafstörungen - keine unbekannte Krankheit - spannender Thriller

Das Schlaflabor
5

Tom Sonnborn, Protagonist in diesem Thriller, leidet an massiven Schlafstörungen. All seine Versuche der Spirale des „Nicht-Schlafen-Könnens“ zu entkommen, blieben erfolglos, so dass er am Ende nur noch ...

Tom Sonnborn, Protagonist in diesem Thriller, leidet an massiven Schlafstörungen. All seine Versuche der Spirale des „Nicht-Schlafen-Könnens“ zu entkommen, blieben erfolglos, so dass er am Ende nur noch einen Ausweg sah, sich in eine Spezialklinik in der Schweiz einweisen zu lassen. Es scheint wirklich zu funktionieren. Als er wieder Zuhause ist, mutiert er zum Langschläfer und schläft endlich seit Langem wieder richtig gut. Als er eines Morgens aber blutverschmiert aufwacht und er verdächtigt wird, jemanden ermordet zu haben, beginnt für ihn eine Reise, wo er nicht nur auf Hilfe angewiesen ist, sondern auch böse Überraschungen erlebt.

Marc Meller hat mit dem Buch „Das Schlaflabor“ einen über weite Strecken sehr spannenden Thriller geschrieben. Ich konnte mich kaum zurückhalten, wenn am Ende eines Kapitels wieder eine Frage aufgetaucht ist, so dass ich das Buch nur sehr schwer weglegen konnte.
Das Thema Schlafstörungen ist mit Sicherheit kein neues Thema und wird aus meiner Sicht immer präsenter. Nicht nur die Corona Pandemie, sondern auch Veränderungen im Arbeitsleben, wie mehr Stress, größerer Leistungsdruck, nur um ein paar zu nennen, beeinflussen die Psyche eines Jeden und je nachdem wie empfänglich die Person ist, kommt es dann zu Schlafstörungen, da wir heute nicht mehr Abschalten können, wenn wir das Unternehmen nach einem anstrengenden Arbeitstag verlassen oder den Rechner im Mobile Office herunterfahren.
Der Protagonist Tom Sonnborn ist ein gutes Beispiel dafür, wie er mit Stress umgeht, wie das Privatleben sein inneres Gemüt beeinflusst und wie er für die Therapie empfänglich ist? Tom wird vom Autor Marc Meller sehr gut beschrieben, man kann ihn sich sehr gut im eigenen Unternehmen vorstellen. Auch die weiteren Personen im Buch werden sehr gut beschrieben.
Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass der Autor auch immer wieder die medizinischen Ausdrücke erklärt hat. Dadurch kann man die Krankheit „Schlafstörung“ besser verstehen. Was steckt genau dahinter, was ist für was im Gehirn verantwortlich? Dies wurde, auch für mich als Laien, in diesem Bereich sehr verständlich erklärt.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war das Cover. Schriftform und Farbmischung sowie die Hervorhebung von Autor und Titel sind mir besonders aufgefallen und machen bereits, ohne den Inhalt zu kennen, neugierig.
Marc Meller hat es sehr verstanden, am Ende eines Kapitels mich neugierig zu machen, was weiter passiert.

Wer das Thema Schlafstörungen kennt oder einfach mal einen guten Thriller lesen möchte, für den ist das Buch absolut zu empfehlen. Bis kurz vor Schluss fand ich es persönlich sehr spannend, dann flachte es leider ein wenig ab. Man hatte immer den Eindruck, da kommt noch etwas und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Von daher würde ich 4,5 von 5 Sternen vergeben.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2026

Einsam wie der Tod, von Bernhard Stäber, ein Norwegen-Krimi besonderer Art

Einsam wie der Tod
4

Die Journalistin Sanna ist schockiert: In einem reißerischen Video behauptet ein YouTuber, dass Sannas und Elins Vater noch lebt! Doch der Mann, der seine Familie terrorisierte und misshandelte, wurde ...

Die Journalistin Sanna ist schockiert: In einem reißerischen Video behauptet ein YouTuber, dass Sannas und Elins Vater noch lebt! Doch der Mann, der seine Familie terrorisierte und misshandelte, wurde vor langer Zeit für tot erklärt. Sanna will mit der Vergangenheit abschließen und bittet ihren Partner, den Privatdetektiv Wolf, den Fall neu aufzurollen und zu überprüfen, ob an dem Verdacht etwas Wahres dran ist. Doch dafür muss Wolf in Sannas traumatische Vergangenheit eintauchen - und was er dort findet, wird alles verändern. Der atmosphärische und spannende dritte Band der Norwegen-Krimi-Reihe von Bernhard Stäber um das ungleiche Ermittlerduo Wolf und Sanna.

Von Beginn an nimmt uns der Autor mit in die Vergangenheit, ins Jahr 2009, wo etwas Schreckliches passiert ist, was man sich nicht vorstellen mag und doch ist es geschehen. Die Story findet im Jahre 2024 seine Fortsetzung, wo ein nie geglaubter Gedanke droht, Wirklichkeit zu werden: „Er“ ist wieder zurück, doch wer ist er und wo versteckt er sich?

Bernhard Stäber versteht es mit Worten umzugehen und lässt die Story flüssig verfolgen. Immer wieder baut sich ein neuer Spannungsbogen auf und lässt uns nicht los, man möchte immer weiterlesen, und möchte nichts verpassen. Der Aufbau der Story ist geschickt gewählt, so dass man nicht direkt das große Geheimnis präsentiert bekommt und bis weit über 80% des Buches gelesen haben muss, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dann dämmert es langsam, wie raffiniert das „Monster“ es geschafft hatte, damals zu überleben.

Doch was ist wirklich passiert im Mai 2009 und welche Auswirkungen hat dies auf die beiden jungen Mädchen, auch noch nach vielen Jahren des Versuchs des Vergessens? Warum können sie nicht abschließen und wie kann es sein, dass das „Monster“ noch nach vielen Jahren wieder so präsent ist?

In diesem Krimi fand ich besonders interessant, wie die unterschiedlichen Formen der psychischen Krankheiten beschrieben wurden, welche ich in der Theorie dank meines Studiums zum psychologischen Berater erlernen durfte und nun auch ein gutes Beispiel beschrieben bekommen habe. Der Autor konnte dies besonders gut beschreiben, was mit einem Menschen passiert und wie er diese Krankheit wahrnimmt. Oft liest man, dass eine solche Krankheit leider das Problem des ganzen Übels gewesen war, hier ist sie zum Glück so stark ausgeprägt, ansonsten wäre zum Ende ein noch schlimmeres Übel aufgekommen.

Bernhard Stäber ist es vollumfänglich gelungen, ein schreckliches Familiendrama in eine spannende Story zu verpacken. Das Ganze noch geschickt in den beiden beschriebenen Zeiträumen aufeinander abgestimmt, ergibt für mich ein sehr gelungenes Werk. Vielen Dank für die gute Unterhaltung

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  • Spannung
Veröffentlicht am 02.04.2026

Tainted Love, von Vincent Tal, der Auftakt einer neuen Krimi-Serie

Tainted Love
1

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende ...

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende der Welt markiert. Hier leben Martin Ritter, Bibliothekar mit einem Faible fürs Fotografieren, und seine Freundin Christine Lehmann, eine scharfsichtige Journalistin. Sie sind Suchende, die sich in einer schrecklichen Nacht, in der ein kleines Mädchen verschwand, kennen- und lieben lernten.

Jetzt bringt die Sonne, die seit Wochen auf die Wälder niederbrennt, in einem See einen luxuriösen Wagen ans Licht. Wer hat ihn versenkt? Was ist mit dem Fahrer geschehen? Martin und Christine suchen Antworten - und stoßen auf dunkle Zeichen von Liebe und Mord.

Der Schreibstil ist sehr locker und für mich stimmig zur damaligen Zeit und dem Genre Krimi, nicht langatmig, was mir sehr gut gefallen hat. Die beiden Hauptdarsteller Martin und Christine kommen sich während der Story immer näher und vertrauen sich mehr und mehr. Ohne zu viel zu spoilern, ich würde nicht unbedingt in ein Haus einziehen, wo vorher jemand gestorben ist, vor allem nach dieser Art und Weise.

Ich konnte mich sehr gut in die Zeit vom Sommer 1986 hineinversetzen, der Song Tainted Love, welcher hier als Titel des Buches verwendet wurde, passt für die Zeit, wie die Faust aufs Auge. Weiter wurden Räume beschrieben, wo ich mich in Erinnerungen wieder gefunden hatte. Wer hat nicht zu damaliger Zeit in einer Telefonzelle gestanden und Münzen eingeworfen, um mit jemanden zu telefonieren?

Von Beginn an konnte ich sehr flüssig von Kapitel zu Kapitel lesen und war sehr überrascht, wie schnell ich mit dem Buch durch war. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und haben mich dann leider etwas enttäuscht, wie es dann doch sehr schnell zum wahren Täter gekommen ist. Hier hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht. Dafür fand ich das Miteinander von Martin und Christine etwas langatmig, ist dem geschuldet, da es hier ein neuer Auftakt einer Krimi-Serie ist.

Für Fans von Krimis und solche, die sich gerne an die damalige Zeit zurück erinnern wollen, kann ich diesen Auftakt empfehlen. Es bleibt spannend, wie es mit den beiden Hauptdarstellern Martin und Christine weiter geht und welchen Fall sie noch zusammen ermitteln werden. Und abschließende Frage, die übrig bleibt, was ist mit dem Vater von Martin wirklich passiert?

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Am Anfang ein wenig zäh, nach hinten heraus besser und spannend

Flutrache
1

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig ...

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig in die Story rein und wurde noch nicht so wirklich abgeholt. Je weiter ich gelesen hatte, desto besser wurden die Zusammenhänge beschrieben und Stück für Stück setze sich das Puzzle zusammen. Die Spannung baute sich bei mir immer mehr auf und war zuletzt auf einem guten hohen Niveau.

In Summe war die Story sehr interessant, kann mir gut vorstellen, dass es solche Menschen aus der alten DDR-Zeit noch gibt und das Geld so zur Seite geschafft wurde, als vor mehr als 30 Jahren die Mauer in Berlin gefallen war.

Für mich waren die Charaktere sehr gut dargestellt, Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp verkörpert den typischen vielbeschäftigten Cop, welcher Glück hat, eine solche Unterstützung von einer Lokaljournalistin, in Persona von Gertrud Boekhoff, zu haben. Sie sind ein sehr gutes Team und harmonieren auf ganzer Ebene.

Der Erzählstil war leider nicht immer sehr flüssig und hat mich ab und an etwas irritiert, gerade mit den sehr kurzen Sätzen oder manche Übergänge kamen mir ein wenig abgehakt rüber. Größtenteils war es aber gut zu lesen und manchmal musste ich ein wenig schmunzeln über den doch etwas besonderen Humor des Kommissars.

Sehr positiv hat mir das Cover gefallen, es zeigt die raue Seite von Ostfriesland, die mir besonders gut gefällt. Zudem hat es mich neugierig gemacht, und größtenteils wurde ich in Bezug auf die Spannung gut unterhalten.

Vielen Dank für die zum größtenteils über weite Strecken sehr spannend und interessant geschriebene Story.

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