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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2022

Tolles humorvolles Buch

Vilma zählt die Liebe rückwärts
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Die 35 jährige Vilma lebt in Oslo, ist Klavierlehrerin und hat ihre feste Ansichten und Strukturen im Leben.
Eines Tages klopfen zwei Männer an der Türe und übergeben ihr einen Stapel Briefe zusammen mit ...

Die 35 jährige Vilma lebt in Oslo, ist Klavierlehrerin und hat ihre feste Ansichten und Strukturen im Leben.
Eines Tages klopfen zwei Männer an der Türe und übergeben ihr einen Stapel Briefe zusammen mit der Nachricht, diese seien von ihrem unbekannten verstorbenen Vater. Was daraus folgt ist eine Geschichte voller Veränderungen und Überraschungen.

Mein Eindruck:

Vilma hat diesen ganz besonderen Reiz und Charme einer "Die zauberhafte Welt der Amelie". Sie ist herrlich originell, einzigartig und unkonventionell. Die Handlung ist ein toller Mix aus Storytelling und einer sehr guten Prise Humor, die die ganze Geschichte trägt und das Buch zu einem top Leseerlebnis werden lässt. Das Buch hat durch die Protagonistin und den Schreibstil eine tolle Grundlage und Atmosphäre, die das Lesen zu einem echten Leseerlebnis und einer Lesefreude werden lässt.

Wer Amelie mag, wird Vilma lieben.

Ich hatte eine tolle humorvolle Lesezeit und empfehle euch das Buch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Ein tolles Buch mit exzellenter Grundlage

Lektionen
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Wer die Bücher von Ian McEwan kennt, weiß, dass er die Sprache nutzt um seine Romane lebendig werden zu lassen. Sprache spielt mit den Protagonist:innen und lässt sie durch dieses Instrument wie Marionetten ...

Wer die Bücher von Ian McEwan kennt, weiß, dass er die Sprache nutzt um seine Romane lebendig werden zu lassen. Sprache spielt mit den Protagonist:innen und lässt sie durch dieses Instrument wie Marionetten wirken. Mit Lektionen hat der Autor ein Werk geschaffen, das ein sehr breites Spektrum an Leben integriert - fast ein ganzes Leben.

Der Protagonist ist Teil der Welt und seines Lebensumfelds. Er erlebt, leidet, ist Teil und doch fern. Er erlebt Freude und Schmerz, während sich die Weltgeschichte um ihn herum weiter verändert.

Das Buch ist eine Mischung aus aktiven und passiven Erlebnissen und Momenten des Protagonisten und hat trotz seiner hohen Seitenzahl immer einen guten Bogen, der zum Weiterlesen einlädt.

Es hat mir sehr gut gefallen und ist eine top Mischung aus Fiktion, Weltgeschehen und Realität. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 05.11.2022

Ein tolles Buch!

Feldpost
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Kurz vor Weihnachten 2000 - die Anwältin Cara Russo sitzt in einem Café, als ihr eine unkannte Frau einen Aktenkoffer mit alten Liebesbriefen und Dokumenten darin hinterlässt. Cara macht sich auf die Suche ...

Kurz vor Weihnachten 2000 - die Anwältin Cara Russo sitzt in einem Café, als ihr eine unkannte Frau einen Aktenkoffer mit alten Liebesbriefen und Dokumenten darin hinterlässt. Cara macht sich auf die Suche und beginnt zu recherchieren. Was sie entdeckt ist eine tragische und verbotene Liebesgeschichte zweier Männer, in Zeiten des Nationalsozialismus.


Mein Leseeindruck:

Was an diesem Buch besonders interessant und hervorzuheben ist, ist die sehr gute, qualitative und tiefgehende Recherche der Autorin. Diese Recherche ebnet den Weg für eine sehr detaillierte feinfühlige und auch gewissenhafte Ausdrucksweise der Sachverhalte und Dialoge. Die Geschichte des Buches hat eine sehr große Präsenz und Authentizität. Die Szenen wirken daher sehr real und plastisch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gespickt von Fakten und Tatsachen.

Das Buch ist untergliedert in eine Perspektive der Vergangenheit sowie der jungen Vergangenheit (das Jahr 2000).

Mechtild Borrmann hat mit ihrem neuen Roman wieder einen Meilenstein an gekonnter Literatur verfasst, die ich sehr gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 03.11.2022

Lebe dein Leben

Café Leben
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Henrietta ist 32 Jahre alt und führt zusammen mit ihrem Hund Dave ein zurückgezogenes und ruhiges, fast einsames Leben. Empathie und Emotionen liegen ihr nicht. Durch häufige Lücken in ihrer Vita, ist ...

Henrietta ist 32 Jahre alt und führt zusammen mit ihrem Hund Dave ein zurückgezogenes und ruhiges, fast einsames Leben. Empathie und Emotionen liegen ihr nicht. Durch häufige Lücken in ihrer Vita, ist sie auf der Suche nach einem neuen Job, und sie findet ihn. Das Projekt Lebensbuch, im Café Leben, für todkranke Menschen, die ihren Hinterbliebenen gerne ein ganz besonderes Andenken hinterlassen möchten. Dort lernt sie Annie kennen, die ihr vom Verlust ihrer Schwester berichtet. Eine Geschichte, die nicht nur Annies Leben verändert hat, bzw. wird.

Mein Leseeindruck:

Die beiden Protagonistinnen sind so different und auf ihre ganz eigenen Art und Weise eigen, dass es sehr interessant ist sie auf ihrem gemeinsamen Weg - 7 Sitzungen - zu begleiten. Schön ist es, die Entwicklung und Annäherung der beiden so unterschiedlichen Frauen zu erleben und ihren Weg zu sich selbst zu lesen und zu erfahren, den Annie durch ihre Offenheit bezüglich des Verschwindens ihrer Schwester anstieß. Der Schreibstil passt sich den Charakteren sehr gut an.

Henrietta lässt die Geschichte um Kath nicht mehr los und so beginnt sie mit viel Engagement und Elan Nachvorschungen anzustellen. Das Buch hat dadurch einen Touch Kriminalroman. Das Thema Tod und Krankheit sind Teil dieses Buches, aber durch viele andere Aspekte, wie Verantwortung, Familie und auch die eigene Individualität, nicht überladend dominant.

Das Highlight des Buches ist die Botschaft, die es vermitteln will: Jeder Mensch hat eine Geschichte! Lebe dein Leben, träume deine Träume, sei aktiv und schreibe deine eigene Geschichte, die deines Lebens. Die Autorin hat im Nachwort noch ein paar sehr persönliche Zeilen verfasst, die das ganze Thema des Buches noch einmal deutlich beleuchten und die Relevanz des Themas hervorheben.

Trotz ein paar kleiner Aspekte, die für mich nicht ganz 100% rund waren, gebe ich dem Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung, da der Gesamteindruck stimmig ist.

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Veröffentlicht am 30.10.2022

Ein Regency Roman mit Charme, Charakter und Tiefgang

Verführung und Verrat. Die Somerset-Saga (2)
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Rebecca Seagrave ist jung, schön, intelligent, ambitioniert und ehrgeizig. Ihr Ziel ist es politisch aktiv zu werden und denen, deren Stimme in damaliger Zeit nicht gehört wird, eine Stimme zu geben. Bei ...

Rebecca Seagrave ist jung, schön, intelligent, ambitioniert und ehrgeizig. Ihr Ziel ist es politisch aktiv zu werden und denen, deren Stimme in damaliger Zeit nicht gehört wird, eine Stimme zu geben. Bei ihrem Vorhaben kreuzt ihr der gutaussehende Henry, Duke of Sommerville, immer wieder den Weg ... und der, hat ganz andere Ziele, als einer Frau einfach so das Feld zu überlassen. Als er ihr ein unmoralisches Angebot macht, kommen die Dinge anders als von den Beiden geplant ... und das Schicksal nimmt seinen Lauf.


Mein Leseeindruck:

Emma Hunters zweiter Band der Regency Reihe ist weit mehr als ein feel good Roman aus dieser Epoche. Sie hat es geschafft, dem Buch einen ganz eigenen Tiefgang zu verleihen und ihren Charakteren eine Feinfühligkeit, Sensibilität, Verletzlichkeit, Stärke und Schönheit einzuhauchen, die dieses Buch zu einem absoluten Lese-Highlight werden lassen. Die Figuren haben Charakter, Mut und Stärke und auf der anderen Seite ihre ganz eigenen stillen Kämpfe und verletzlichen menschlichen Seiten, die gerade die Hauptprotagonistin Rebecca als ein Sinnbild für viele Menschen/Frauen werden lässt.

Das Buch erzählt mehr als eine Liebes/Enemies2Lovers Geschichte, und steht in seiner Botschaft für Mut, Selbstliebe, (Selbst-) Akzeptanz und Sensibilität. Zudem hat das Buch Züge von feinem Feminismus. Der Schreibstil ist charmant, einnehmend, flüssig, mit einem sehr guten Spannungsbogen.

Das Buch kann unabhängig von Band 1 gelesen werden. Um die Freundschaft und Geschichte der Ladies Rebecca, Isabella und Betty in seiner Gesamtheit zu sehen, was sich wirklich lohnt, empfehle ich euch unbedingt auch den ersten Band zu lesen. Er ist wirklich toll!

Somerset Verführung und Verrat erhält von mir die Auszeichnung Lese-Highlight 2022 und eine klare Leseempfehlung.

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