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Veröffentlicht am 13.11.2022

Vorweihnachtszeit in Snowflake Valley geniessen

Weihnachtsküsse in Snowflake Valley
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Snowflake Valley - einen schöneren Namen kann es kaum geben für eine schneereiche Gegend in Montana. Hier hat Emma ihr Elternhaus und ihre Freunde, und hierhin kehrt sie zu den Feiertagen immer gerne zurück. ...

Snowflake Valley - einen schöneren Namen kann es kaum geben für eine schneereiche Gegend in Montana. Hier hat Emma ihr Elternhaus und ihre Freunde, und hierhin kehrt sie zu den Feiertagen immer gerne zurück. In diesem November beschliesst sie jedoch ihren Onkel Henry zu unterstützen und bis Ende Jahr vor Ort zu bleiben. Onkel Henry gehört die lokale Gazette, deren Abonnentenzahlen immer weniger werden. Als Journalistin weiss Emma, dass heutzutage ohne Internetauftritt nichts geht, weshalb sich Emma entscheidet, bis Ende Jahr eine Online-Version der Zeitung aufzubauen, damit Henry die Gazette nicht einstellen muss.

Alles würde gut laufen, doch das Internet vor Ort ist einfach zu schwach. Nur Neuzuzüger Jared hat sich eine Glasfaserleitung legen lassen. Er staunt nicht schlecht, als Emma eins Tages vor seiner Haustüre steht und ihn um WLAN-Asyl bittet. Seine Ruhe und Ordnung ist somit vorbei - Emma erobert sein Haus (und bald auch sein Herz) wie ein Wirbelwind. Emma scheinen die Ideen nicht auszugehen und sie ist zudem, wie ganz Snowflake Valley, ein Weihnachtsfreak. Er, der in seiner Kindheit von Land zu Land reiste, und nie irgendwo zuhause war, ist der Weihnachtsgrinch himself. Und somit ein Fall für die Weihnachtswichtel aus Snowflake Valley, was Jared bald ungläubig zu spüren bekommt.

Autorin Ella Thompson schuf das perfekte Setting für ihren Weihnachtsroman - ein kleiner Ort umgeben von einem See, vielen Bäumen (für die vielen Lichterketten), einem gemütlichen Café und praktisch nur netten Menschen. Die Bewohner von Snowflake Valley lieben die Weihnachtszeit über alles: dekorieren, backen etc. - das alles ist ein Muss. Dieser schönen Atmosphäre können sich die Leserinnen nicht entziehen.

Von der ersten Seite an ist man gespannt auf die Geschichte von Emma und Jared. Beide sind sich ähnlich, sie lieben ihren Job, sind am liebsten freiberuflich unterwegs. Nur kürzer treten, das muss Emma noch lernen, das hat Jared schicksalsweise gelernt. Sie bringt ihm dafür Weihnachten näher - und sorgt dabei für viel Humor.

Romantik ist mit inbegriffen und so hat man "Weihnachtsküsse in Snowflake Valley" in kürzester Zeit ausgelesen. Ihr wollt garantiert nicht mehr von eurem bequemen Lesesessel aufstehen, ausser euch, wie Emma und Jared sich manchmal einen Kaffee oder einen Punsch zu holen. Eierlikör könnte man auch bereitstellen, so für alle Fälle. Weihnachtsguatzli sowieso.

Fazit: Lust auf eine verträumte und romantische Weihnachtslektüre? Dann dürft ihr euch Snowflake Valley nicht entgehen lassen.
5 Punkte.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Perfekter Einstieg in die Weihnachtszeit

Winterträume am Kamin
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"Winterträume am Kamin" ist mein erster gelesener Weihnachtsroman in diesem Jahr und die Freude darüber, dass es gleich ein Volltreffer ist, umso grösser. Mitten im sehr warmen Oktober, betört vom goldenen ...

"Winterträume am Kamin" ist mein erster gelesener Weihnachtsroman in diesem Jahr und die Freude darüber, dass es gleich ein Volltreffer ist, umso grösser. Mitten im sehr warmen Oktober, betört vom goldenen Herbst, hab ich ihn gelesen. Und trotz schöner Herbstatmosphäre hab ich von Seite zu Seite mehr Lust dazu bekommen die Weihnachtsdekoration aus dem Keller zu holen.

Ivy kauft sich ungesehen eine alte Farm, bewusst, dass sie viel daran machen muss. Nicht ahnend aber, dass weit mehr Renovationen als gedacht auf sie warten. Doch sie lässt den Kopf nicht hängen, auch dann nicht, als es ein Problem mit den Möbeln gibt.

Derweil freundet sie sich mit Phoebe an, auch mit dem Immobilienhändler Ezra. Und jeder weitere, den sie kennenlernt, fragt, ob sie die Weihnachtstradition der ehemaligen Farmbesitzer aufrecht erhalten wird. Darauf weiss sie keine Antwort, ausser "dieses Jahr nicht". Als sie beim Ausräumen ein altes Samichlaus-Kostüm findet und darin einen Zettel eines Mädchens, der sie ungemein berührt, weiss Ivy, dass sie unbedingt heraus finden muss, wer dieses Mädchen war. Und so nimmt dieses spezielle Weihnachtsmärchen aus der Feder von Mary Kay Andrews ihren Lauf.

Ivy kann sich dem Charme des alten Hauses und seiner in Kartons aufbewahrten Schätze nicht entziehen, und die Leserinnen dem Charme dieser bezaubernden Geschichte auch nicht. Ich jedenfalls hätte nicht nur am liebsten schon die ganze Weihnachtsdekoration rauf geholt, sondern mich während der Lektüre auf so eine - aber bereits renovierten - Farm geträumt. Mit Hühnern und Hund Punkin, genau wie Ivy.

Der Kurzroman wartet mit 240 Seiten auf - die hat man viel zu schnell gelesen. Am Ende hofft man auf eine Fortsetzung, denn man hat die Dorfbewohner lieb geworden und möchte gerne wissen, wie es vor Ort mit den Nebenfiguren weiter geht.

Fazit: Romantische und kuschelweiche Landhausstory.
5 Punkte.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Überzeugt mit überraschenden Zutaten

Sternenmeer
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Genauso wie Luc sich freut - das Kribbeln spürt - wenn er einen neuen Fall bekommt, so geht es auch mir, wenn ich einen neuen "Luc Verlain"-Krimi in der Hand halte.

Dieses Mal, passend zum fast zeitgleich ...

Genauso wie Luc sich freut - das Kribbeln spürt - wenn er einen neuen Fall bekommt, so geht es auch mir, wenn ich einen neuen "Luc Verlain"-Krimi in der Hand halte.

Dieses Mal, passend zum fast zeitgleich erschienenen (viel mehr als ein) Kochbuch "Chez Luc", dreht sich alles ums Thema Kulinarik. Ein Restaurantkritiker wird in einem Drei-Sterne-Restaurant vergiftet. Sofort wird vermutet, dass die eben genossene Foi Gras Schuld ist - der Entenzüchter, ein Sohn des Sternekochs, wird nämlich bedroht.

Luc beendet seinen Vaterschafturlaub vorzeitig, mit diesem Kribbeln eines neuen Falles in den Fingern und auch Anouk lässt sich den Fall nicht entgehen. Zum ersten Mal ermitteln sie als ganze Familie gemeinsam.

Schnell steht fest, dass die Vergiftungs-Sache viel komplizierter ist als gedacht, weil sich der zweite Sohn des Sternekoch verdächtig macht. Aber auch die angestellten Köche, allen voran der Sous-Chef oder die neueste Köchin im Team, könnten ihre Finger irgendwie mit im Spiel haben.

Alexander Oetker lässt die Polizeibrigade genau ermitteln und lässt sie mal hier, mal da vorwärts kommen oder stecken bleiben. Sorgt mit Aubry, den er wieder mitmischen lässt, für genügend Pfeffer. Hugo wäre dieses Mal der Zucker und die kleine Aurélie das Sahnehäubchen.

Wie es ein Chefredakteur Luc und Anouk vermittelt, sollte jedes Gericht für eine versteckte Geschmacks-Überraschung sorgen, mit der man nicht rechnet - übertragen auf Kriminalromane sollte ein guter Krimiautor dasselbe mit seinen Fällen machen. Somit könnte sich Oetker in die Riege der Drei-Sterne-Köche einordnen, denn genau das macht auch Oetker mit seinen Fällen: immer noch eine Überraschung einbauen, die man nicht vorhergesehen hatte. Der Fall ist spannend und interessant und mit dieser Spezialzutat gefüllt, deshalb gibt es von mir fünf Sterne für "Sternenmeer".

Und weil bald Weihnachten ist (an anderen Zeitpunkten im Jahr gibt es ja noch Geburtstage, Beförderungen, Genesungen, Pensionierungen und vieles mehr zu feiern): Am besten man verschenkt das Kochbuch "Chez Luc" nicht alleine, sondern in Kombination mit "Sternenmeer" - oder umgekehrt. Beim sechsten Fall bekommt man auf jeden Fall Hunger und beim Kochbuch Lust auf Luc's Fälle.

Fazit: Um im Küchenjargon zu bleiben: "Sternenmeer" überzeugt mit bestens dosierte Gewürzen und überraschenden Zutaten. Im Gegensatz zur Sterneküche aber erschwinglich für jede/n!
5 Punkte.

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Veröffentlicht am 30.10.2022

Viel mehr als nur ein Kochbuch

Chez Luc
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Nachkochen konnte ich bisher leider noch kein Rezept aus diesem grossartigen Buch - gross im wahrsten Sinne des Wortes, ich bekomm es nämlich kaum auf ein Foto. Meine Familie isst nicht gerne Fisch und ...

Nachkochen konnte ich bisher leider noch kein Rezept aus diesem grossartigen Buch - gross im wahrsten Sinne des Wortes, ich bekomm es nämlich kaum auf ein Foto. Meine Familie isst nicht gerne Fisch und Meeresfrüchte und bei den anderen Rezepten müsste ich als Allergikerin zu viel ändern. Einige Rezepte habe ich mir aber notiert und die werde ich bei passender Gelegenheit nachkochen - oder backen. Dennoch, also wenn man wie ich, nur etwa eine Handvoll Gerichte nachkochen kann, ist dieses Buch trotzdem ein grosser Genuss, weil es eben so viel mehr als nur ein Kochbuch ist.

Autor Alexander Oetker lässt seinen Protagonisten Kommissar Luc zusammen mit seinem Vater auf eine Reise gehen - für einmal jagen sie keinen Kriminalfällen nach, sondern gutem Essen.

Und diesem wird in diesem "Aquitaine-Kochbuch" fürstlich gehuldigt. Alexander Oetker spricht, wie Luc es ja auch oft macht, mit Winzern, Köchen, Fischer, Metzgern und vielen weiteren Menschen, die ihren Beruf lieben und beste Produkte erzeugen oder diese zu exzellenten Gerichten verarbeiten.

Neben einigen Szenen aus den Luc Verlain-Krimis werden wie in einem Bildband Stimmungsbilder präsentiert und Rezepte ins rechte Licht gesetzt.

Viel zu schade, um das Buch einfach als Coffee Table Book, quasi als Dekoration, hinzustellen, es will immer wieder zum Schmökern in die Hand genommen werden.

Fazit: Ein inspirierendes Kochbuch für die einen, ein tolles Erinnerungsbuch für Frankreich-Reisende und wunderschöner Bildband für die anderen. Ein Geschenk für sich selbst oder jeden anderen Gourmet und Frankreich-Fan in der Familie und im Freundeskreis.
5 Punkte.

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Veröffentlicht am 13.09.2022

Abenteuer in Costa Rica

Sommer im Paradies
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Von Costa Rica hat mir vor vielen Jahren eine damalige Bekannte erzählt, die ein Jahr vor Ort war. Ich war begeistert von den Fotos und ihren Berichten und dachte mir, wenn ich mal nach Südamerika reisen ...

Von Costa Rica hat mir vor vielen Jahren eine damalige Bekannte erzählt, die ein Jahr vor Ort war. Ich war begeistert von den Fotos und ihren Berichten und dachte mir, wenn ich mal nach Südamerika reisen würde, dann nach Costa Rica. Doch bisher hat es noch nicht geklappt mit einer realen Reise. Als ich sah, dass "Sommer in Paradies" in Costa Rica spielt, wusste ich, dass ich es lesen muss, damit ich wenigstens lesend nach Costa Rica komme.

Der grösste Teil des Romans spielt in Costa Rica, doch am Anfang sitzen wir noch in London und bekommen mit, wie Tara und ihre Freundin Holly Medizin studieren und zudem im Spital arbeiten. Tara ist mit Alex zusammen, sie möchte ihn nun endlich ihren Eltern vorstellen.

Jahre später möchte sich Tara auf Costa Rica erholen, dort wo sie schon als Kind mit ihrer Familie oft war. Zusammen mit ihrem aktuellen Partner Rory, ihrer langjährigen Freundin Holly und deren Familie. Doch Tara ist mit Leib und Seele Kinderärztin, weswegen sie den Sohn eines Bekannten untersuchen möchte, obwohl sie Urlaub hätte. Sie sieht schnell, dass der Junge sehr krank ist und möchte ihn für genauere Untersuchungen in ein Spital bringen. Doch da im Dorf die Meinung des Schamanen wichtiger ist, wird auf ihn gehört. Tara bricht es das Herz und sie weiss, dass die Zeit knapp ist, weswegen sie auf eine gefährliche Idee kommt. Kurze Zeit später steht Alex vor ihr...

Die ist aber längst nicht die ganze Geschichte, es passiert so einiges. Die Autorin bringt eine knisternde Atmosphäre aufs Papier, nicht weil eine Liebesgeschichte sehr präsent wäre, sondern weil viele Abenteuer auf die Charaktere warten.

Auch die Leserinnen werden durch Karen Swans lebendigen und farbenfrohen Schreibstil direkt in den Dschungel geholt. Es gab eine Situation im Buch, die ich viel zu dramatisch und völlig unnötig fand - und ich würde sie noch immer blöd finden, wenn es viel später nicht eine sehr gute Begründung dafür gegeben hätte. Es macht also alles Sinn, was vorkommt. Die faszinierende Handlung beinhaltet neben den vielen zu bestehenden Abenteuern unter anderem Natur- und Umweltschutz, moderne Medizin gegen traditionelle Medizin, ein bisschen Lovestory und vieles mehr.

Neben Tara und Alex gibt es etwa zwei Handvoll weitere wichtige Charaktere - man weiss nie, welchen man trauen kann und welchen nicht. Dies macht die Story gleich noch spannender, denn man weiss nie, was als Nächstes passiert.

Fazit: Absolut faszinierender und fesselnder Abenteuerroman mit Costa Rica als Schauplatz - sollte man lesen!
5 Punkte.

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