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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2018

3,5 Sterne

NACHTWILD
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Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie viele Punkte ich dem Buch "Nachtwild" geben soll. Aber genauer:

Was mir gefallen hat war zum ersten natürlich das tolle Cover. Ich mag Raubkatzen und es ist passend ...

Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie viele Punkte ich dem Buch "Nachtwild" geben soll. Aber genauer:

Was mir gefallen hat war zum ersten natürlich das tolle Cover. Ich mag Raubkatzen und es ist passend zum Titel und zum Setting. Und der Klappentext versprach dann auch eine ungewöhnliche Ausgangslage. Eine, die ich mir aber hervorragend selber vorstellen kann, denn ich besuche regelmäßig große Zoo's und die Vorstellung dort nachts unterwegs zu sein, ist verlockend.

Der Schreibstil ist gut lesbar und es geht auch schnell zur Sache. Vor allem die Mutter und ihr Sohn werden intensiv beschrieben und ich merkte schnell, dass es mehr um die psychologische Gefahr als um Action ging, denn obwohl es natürlich Tote gibt und Verstecken und Fliehen vor den Mördern, so ging es doch mehr darum zu zeigen, wie die beiden interagierten und versuchten, den Attentätern zu entkommen, als darum einen Kampf und tatsächliche Konfrontationen zu schildern.

Das war auch einer der Punkte, die mich etwas gestört haben. Es passiert relativ wenig in dieser Geschichte. Ich hätte mit mehr Dramatik gerechnet. Es ist kein wirklicher Pageturner, die Spannung zog sich in die Länge. Außerdem wurde viel zu wenig aus dem Setting gemacht. Das fand ich besonders schade, denn ich hätte da so einige Ideen gehabt, in welchen Gehegen und mit welchen Tieren die Geschichte gespickt sein könnte und hier wurde meiner Meinung nach einiges an Potential verschenkt.

Ich schwanke also zwischen 3 und 4 Sternen. 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.08.2017

unterhaltsam

Nothing Like Us
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Lena träumt von einer Karriere als Köchin. Ihr größter Wunsch erfüllt sich, als sie im großen West-Hotel ein Praktikum in der Küche bekommt. Zuerst muss sie aber mal Putzen und Vorräte sortieren, was sie ...

Lena träumt von einer Karriere als Köchin. Ihr größter Wunsch erfüllt sich, als sie im großen West-Hotel ein Praktikum in der Küche bekommt. Zuerst muss sie aber mal Putzen und Vorräte sortieren, was sie ziemlich nervt. Außerdem trifft sie dort den gutaussehenden Sander, der scheinbar ein fauler Praktikant ist, der sich vor der Arbeit drückt. Sie weiß nicht, dass der junge Mann in Wirklichkeit der Erbe des Hotelbesitzers ist.

Die Ausgangslage ist nicht neu und zugegeben etwas 08/15. Es gibt auch einige Dinge, die ich sehr unrealistisch oder unnötig fand. Warum z.B. MUSS denn die Geschichte in New York spielen? Weder wird sie dadurch spannender noch kann ich mir erklären, wie die kleine Lena sich eine der teuersten Städte der Welt so einfach leisten kann, geschweige denn, wie ausgerechnet eine Deutsche hier ein Praktikum machen darf. Und es gibt natürlich jede Menge Zufälle, die dazu führen, dass sie ewig nicht weiß, wer Sander ist.

Gefallen haben mir die Dialoge. Die sind frech und witzig und Lena lässt sich von Sander nicht unterbuttern. Auch gibt sie seinem Werben nicht gleich auf den ersten 50 Seiten nach, wodurch die knisternde Spannung länger bestehen bleibt. Dass es erst mal zum Bruch kommt, nachdem sie die Wahrheit erfährt, war klar. Und das Ende ist nicht richtig weichgespült, was mir auch ganz gut gefällt.

Fazit: Im Genre Jugend-Liebesroman durchaus lesenswerte Geschichte.

Veröffentlicht am 10.07.2017

spannend

Teufelskälte
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Im zweiten Kriminalfall mit dem Ermittler Tommy Bergmann geht es gleich ans Eingemachte. Denn ein scheinbar gelöster Fall muss neu aufgerollt werden, da weiter Morde nach ähnlichem Muster darauf hindeuten, ...

Im zweiten Kriminalfall mit dem Ermittler Tommy Bergmann geht es gleich ans Eingemachte. Denn ein scheinbar gelöster Fall muss neu aufgerollt werden, da weiter Morde nach ähnlichem Muster darauf hindeuten, dass der damals rechtskräftig Verurteilte zu Unrecht hinter Gitter sitzen könnte.
Neu im Team ist Susanne Bech. Schön und kompetent und Tommy ist schnell für sie entflammt, obwohl er sich doch eigentlich mehr auf den Fall konzentrieren sollte.
Mir gefällt der Schreibstil von Gard Sveen. Er ist zwar typisch nordisch, da der Kommissar depressive Züge hat und ein schwieriges Privatleben, aber der Fall ist spannend und die Ermittlungen lassen den Leser miträtseln. Außerdem baut er ein paar falsch Spuren und mehrere Verdächtige in die Story ein und beachtet die Kniffe der Thrillerkunst zu denen auch gehört, dass man den Mörder nicht zu früh identifizieren kann.
Guter zweiter Fall. Etwas unzufrieden bin ich freilich mit dem Schluss. Es scheint in Mode zu kommen, dass man die Romane mit einem offenen Ende versieht. Nach Kepler und McFadyen hat sich auch Sveen dazu entschlossen. Das finde ich etwas ärgerlich. Ich hoffe mal, die Fortsetzung lässt nicht allzu lange auf sich warten.

Veröffentlicht am 31.05.2026

nicht überzeugend

Fliegt, Wilde Schwäne
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Von moehawk
Ich kenne das Buch "Wilde Schwäne" nicht. Also ich habe es nicht gelesen aber weiß, dass es dieses als Vorläufer gibt. Mich interessieren Bücher über China sehr und deshalb habe ich bei diesem ...

Von moehawk
Ich kenne das Buch "Wilde Schwäne" nicht. Also ich habe es nicht gelesen aber weiß, dass es dieses als Vorläufer gibt. Mich interessieren Bücher über China sehr und deshalb habe ich bei diesem nicht nein gesagt.

Von Anfang an habe ich mich leider mit dem Erzählstil schwergetan. Für meinen Geschmack ist er viel zu nüchtern und aus einer Perspektive, die von den Figuren weit entfernt scheint. Es liest sich eher wie ein Sachbuch und nur schwer konnte ich die Gefühle der Hauptcharakteres einordnen und einschätzen.

Die Entwicklung Chinas wird aus einer sehr selektiven Sicht beschrieben. Dadurch bekommt man irgendie viel zu wenig Einblicke in das große Ganze. Am Ende habe ich nicht gedacht, dass ich wirklich Neues gelernt und gelesen habe. Die Story blieb trotz viele Details doch mehr an der Oberfläche bzw. im Rahmen einer einzigen Familie. Da hätte man den Zoom gerne noch weiter öffnen können.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Luft nach oben

Strandopfer
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Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen ...

Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen sind die deutsche BKA-Komissarin Lena Schuldt und der polnischen Komissar Adam Krawczyk. Ein Mord und ein verschwundenes Mädchen führen die beiden zusammen. Beide haben dicke Vergangenheits-Päckchen zu tragen und sind erst mal eher unsympathisch.

Ansonsten passiert erst mal wenig und die fehlende Spannung ist auch mein größter Kritikpunkt. Ich überlege die ganze Zeit, warum die Histos von Goldammer mir besser gefallen haben. Wahrscheinlich, weil die Vergangenheit per se interessanter ist, da man hier neue Infos bekommt. In der Gegenwart ist einem ja das Meiste bekannt, der Crime entsteht also nur durch Recherche und Mordfall. Leider war das eher profan und unspektakulär. Da ist noch Luft nach oben bei Teil 2.