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Veröffentlicht am 08.08.2022

Krimi in den 50er Jahren

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Vera Malottke, eine Edelprostituierte, kommt in ihrer Wohnung zu Tode und Martha Frisch findet sie mit ihrer Nachbarin Traudl. Die polizeilichen Ermittlungen werden aufgenommen. Im Leer der 50er Jahre ...

Vera Malottke, eine Edelprostituierte, kommt in ihrer Wohnung zu Tode und Martha Frisch findet sie mit ihrer Nachbarin Traudl. Die polizeilichen Ermittlungen werden aufgenommen. Im Leer der 50er Jahre werden diese allerdings durch Klüngeleien des Kommissars Onnen mit den Herren der besseren Gesellschaft, die alle zu den Verdächtigen gehören, ihn aber von seiner Nazivergangenheit reinwuschen, stark behindert. Nur allzugerne sähe er einen Vorbestraften als Täter hinter Gittern. Zum Glück helfen Martha, ihr Großneffe und ein von ihr beauftragter Anwalt mit, die Unschuld dieses jungen Mannes zu beweisen und den Fall aufzuklären.

Die Geschichte bringt einem Martha, sowie die Zeit, in der sie lebt, und die Menschen in ihrer Umgebung näher, wobei es mir persönlich nicht gefiel, dass die Geschichte in jene Zeit versetzt wurde, in der noch andere Moralvorstellungen galten und Frauen weniger Rechte hatten und eine andere Rolle erfüllen mussten als heute. Was die Autorin damit bezweckt wurde mir bis zum Schluss nicht wirklich klar

Gute gefallen hat mir der Aufbau der Geschichte hingegen dahingehend, dass der Leser bis zum Ende mitfiebern kann, wer denn nun der Täter ist. Auch, dass nicht durchgehend aus derselben Perspektive erzählt wird, sondern die einzelnen Protagonisten sich abwechseln, macht die Geschichte lebendig. Und nicht zuletzt fand ich die Stimme der Leserin und ihre Art des Vortrags meist angenehm.

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Veröffentlicht am 12.11.2022

Spannend, aber ...

Die Spur der Luchse
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Während Umweltaktivisten im Wald gegen den Bau einer Bahntrasse durch denselben demonstrieren, da er unter anderem das Habitat der Luchse zerstückeln würde, verschwinden in diesem Wald 4 Jugendliche auf ...

Während Umweltaktivisten im Wald gegen den Bau einer Bahntrasse durch denselben demonstrieren, da er unter anderem das Habitat der Luchse zerstückeln würde, verschwinden in diesem Wald 4 Jugendliche auf einer Schulexkursion. Besonders brisant dabei ist, dass eine der Jugendlichen die Tochter eines rechtspopulistischen Politikers ist.

Die Geschichte beginnt nach einem Vorspann, in dem es um einen Juwelenraub geht. Man erfährt zuerst einiges über die Probleme beim Bahntrassenbau, was für meinen Geschmack deutlich knapper hätte gehalten werden können. Als die Jugendlichen verschwinden hat man als Leser schon einige Erzählstränge gefunden, die erst einmal nicht wirklich zusammenzupassen scheinen. Nun machen sich die Kommissarinnen und ihre Mitarbeiter daran, den Fall zu lösen. Spannungen und Befindlichkeiten sind für den Leser nur verständlich, wenn er die vorherigen Bände kennt, aber es werden auch immer mal wieder Erklärungsbrocken eingebaut.

Sehr sonderbar erschien es mir, dass alle Polizisten völlig alleine suchen - auch im dunklen Wald - und auch meist alle anderen über ihre Recherchen im Unklaren lassen. Verstärkt wird das dann noch, als die leitende Kommissarin mit einer "schweren Gehirnerschütterung" und frisch operierten Gelenken nicht nur 18-Stunden-Tage vollgepumpt mit Opiaten durcharbeitet, sondern auch noch auf eigene Faust durchs Gelände tapert. Da wurde für meinen Geschmack deutlich zu dick aufgetragen.

Die verschiedenen Erzählstränge werden zwar nach einem langen, spannenden Mittelteil zusammengefügt, passen aber nur daher zusammen, da hier viel getrickst und konstruiert wurde, was das Miträtseln zu einem gewissen Grad ad absurdum führt. Zudem wird ein Strang ungeklärt in der Luft hängen gelassen.

Zu allem Überfluss endet das Buch mit neuen Erzählsträngen, die wohl den nächsten Band vorbereiten sollen.

Ich schwanke hier zwischen 2 und 3 Sternen und vergebe die 3 nur aufgrund der lang aufrechterhaltenen Spannung. An einem anderen Tag in anderer Laune wären es wohl nur 2 geworden. Auch bei der sprachlichen Umsetzung sind mir kleinere Mängel aufgefallen. Den Plan, die vorherigen Bände auch zu lesen, habe ich im Laufe der Geschichte wieder aufgegeben.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Spannender Krimi

Mord im Hintergrund
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Dies war mein erster Fall dieses "Ermittlerduos mit vier Pfoten".
Insgesamt positiv zu bewerten fand ich die sehr authentisch wirkende Arbeit der Kriminalkommissare. Man merkt, dass der Autor sich hier ...

Dies war mein erster Fall dieses "Ermittlerduos mit vier Pfoten".
Insgesamt positiv zu bewerten fand ich die sehr authentisch wirkende Arbeit der Kriminalkommissare. Man merkt, dass der Autor sich hier von jemandem vom Fach beraten ließ. Auch die juristischen Fachbegriffe und die Beschreibung der Auswirkungen von Rizin, waren gut recherchiert.
Wenn man sich an ungewöhnlich genutzter Sprache und Sprachfehlern nicht stört und auch bei einigen wenigen inhaltlichen Ungenauigkeiten ein Auge zudrücken kann, erwartet einen eine spannende, schnell zu lesende Geschichte. Von Vorteil wäre es sicher, wenn einen auch Privatleben des einen Kommissars, das im Wesentlichen täglich gleich abläuft, und die Wegbeschreibungen durch Nürnberg interessieren.

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