Profilbild von ninas_bucher_basar

ninas_bucher_basar

Lesejury Star
offline

ninas_bucher_basar ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ninas_bucher_basar über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2022

Solide, aber noch mit Luft nach oben

Das Hospital von Edinburgh
0

Wirklich warm werde ich auch in diesem Band nicht mit dem Schreibstil von T.L. Huchu - aber man gewöhnt sich an alles. Denn auch wenn die Erzählweise nicht ganz mein Geschmack ist, gefallen mir dafür der ...

Wirklich warm werde ich auch in diesem Band nicht mit dem Schreibstil von T.L. Huchu - aber man gewöhnt sich an alles. Denn auch wenn die Erzählweise nicht ganz mein Geschmack ist, gefallen mir dafür der Plot und inzwischen auch die Charaktere so gut, dass ich über die holprige Sprache hinwegsehen kann. Was mit konkret nicht daran gefällt - es ist schwer zu benennen. Protagonistin Ropa hat einen sehr direkten und unverblümten Sprachstil, flucht oft und bedient sich einer nicht so feinen Sprache. Und obwohl ich diese Art von Erzählweise eigentlich auch gerne lese (z.B. bei Jay Kristoff oder Stephen King) ist hier die Umsetzung meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, weil es phasenweise echt plump klingt. Davon abgesehen jedoch mag ich die Edinburgh Nights Saga inzwischen sehr gerne - denn egal wie Ropa sich ausdrückt, sie ist einfach eine authentische und nahbare Person, die sich mit ihren Taten nach und nach in mein Herz gestohlen hat. Das gleiche gilt für ihre neuen Freunde, die sie durch ihr Praktikum jetzt öfter um sich hat. Es entsteht in diesem Buch mehr und mehr eine echte Freundschaftsclique, die einzigartig und unglaublich lustig ist. Es kommt außerdem zu vielen magischen und spannenden Situationen, die das enorme Potenzial dieser Reihe aufzeigen - besonders die Gartenszene hat mich echt aus den Socke gehauen, weil ich die Idee dahinter einfach liebe - leider war sie mir etwas zu kurz und ich konnte sie kaum genießen. Noch immer bleiben einige Fragen offen zum Worldbuilding und langsam glaube ich, dass T.L. Huch absichtlich so lückenhaft die Welt beschrieben hat. Man kann nie gänzlich hinter den Vorhang dieser Welt schauen, bekommt nur Brotkrumen zugeworfen mit Informationen und das macht es unglaublich spannend. Ich möchte mehr über diese Welt erfahren! Vermutlich werden wir in band 3 wieder etwas mehr erfahren und vielleicht ergibt das bisher lückenhafte Bild dann endlich ein ganzes - ich bin gespannt. Alles in allem hat mir dieser Band ähnlich gut gefallen wie der erste, besonders toll war es, dass wir diesmal mehr über die Bibliothek und Magie erfahren haben. Die Titel des Reihe haben aber wirklich nur sehr wenig mit dem Inhalt zu tun, denn auch diesmal war das Hospital nicht das Zentrum der Handlung, sondern nur ein kleiner Aspekt der Geschichte. Ich freue mich auf das große Finale, das hoffentlich bald auch auf Deutsch erscheinen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2022

Viel Potenzial verschenkt

The Atlas Six
0

The Atlas Six - Ein Buch, das durch TikTok erst so richtig groß wurde. Und weil so ziemlich jede*r darüber spricht, waren meine Erwartungen quasi gigantisch. Ein Buch, dass alle lieben, MUSS ja gut sein ...

The Atlas Six - Ein Buch, das durch TikTok erst so richtig groß wurde. Und weil so ziemlich jede*r darüber spricht, waren meine Erwartungen quasi gigantisch. Ein Buch, dass alle lieben, MUSS ja gut sein - oder?

Potential hat "The Atlas Six" auf jeden Fall: Dark Academia ist ja gerade auch ein richtiger Trend und die Idee ist auch extrem gut. Neben dem Cover war das Konzept der Geschichte der Hauptgrund, warum ich es lesen wollte. Leider konnte mich das Buch dann nicht so sehr überzeugen, wie ich erwartet hatte. Aber fangen wir bei den Dingen an, die mir gut gefielen:

Olivie Blake schreibt sehr gut und sehr spannend! Das hier ist quasi ein Debütroman und das merkt man ihr überhaupt nicht an. Sie schafft es, eine mysteriöse und düstere Grundstimmung zu zaubern, die ich sehr mochte. Man sah die Charakter manchmal deutlich und manchmal wie im Nebel und man war sich als Leser nie bewusst, wer gerade was im Schilde führt und das macht es sehr spannend.

Das sorgte aber eben auf dafür, dass ich keine richtige Bindung zu einem der Protas aufbauen konnte. Durch den Perspektivenwechsel (6 verschiedene Erzählweisen) geht kein Kapitel so wirklich in die Tiefe. Darunter leidet das Buch massiv. Und eine Sache fehlte mir ganz besonders: Wenn wir schon Dark Academia bekommen, warum wird dann alles nur so überflächlich beschrieben? Dieses Buch spielt innerhalb eines Jahres und man lernt kaum etwas über den Alltag Der Protas, über die Besonderheiten ihres Unterrichts, ihrer Arbeit. Es fehlen kleine, detaillierte Szenen, die diesen Ort so besonders machen sollten. Und: Es fehlt der Plot! Es gibt keinen sichtbaren roten Faden, der sich durch die Handlung zieht. Man liest und denkt sich die ganze Zeit über: Worauf läuft das alles hinaus? Und weil das nicht erkennbar ist, fehlte mir teilweise die Motivation, weiter zu lesen.

Fazit: Unheimliches Potenzial, aber viel wurde leider verschenkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2020

Spannung geht etwas verloren

Die Wälder
0

Nachdem Melanie Raabe viele Krimi- und Thriller-Fans mit ihrem Werk „Der Schatten“ so begeistert hat, war ich jetzt auch sehr gespannt auf ihr neuestes Buch. „Die Wälder“ klang nach einem düsteren und ...

Nachdem Melanie Raabe viele Krimi- und Thriller-Fans mit ihrem Werk „Der Schatten“ so begeistert hat, war ich jetzt auch sehr gespannt auf ihr neuestes Buch. „Die Wälder“ klang nach einem düsteren und spannenden Thriller voller Geheimnisse. Und obwohl ich phasenweise den Schreibstil der Autorin extrem mochte, gab es auch genauso oft Momente, in denen ich mich beim Lesen etwas gelangweilt habe und partou nicht in die Geschichte gefunden habe. Die Protagonistin Nina war mir besonders am Anfang sehr sympatisch und aufgrund der schnellen Handlung und detaillierten Schreibweise kam schnell Spannung auf. Doch dann kam der Moment, als ich die ersten Formulierungen aufschnappte, die den Schreibstil für mich etwas ruiniert haben. Melanie Raabe neigt in diesem Buch zu Dopplungen und nutzt viel zu einfache Satzkonstruktionen, die sich nur sehr holprig lesen lassen.

Der Mittelteil war dann relativ wirr und durcheinander. Ich konnte der Handlung nur schwer folgen, vielleicht ging auch deswegen etwas die Spannung flöten. Viele Ereignisse wirkten konfus und undurchdacht. Die Auflösung am Ende war dann auch noch recht unspektakulär und ernüchternd. Es gibt viele spannende Momente in „Die Wälder“, diese sollte man jedoch nicht unbedingt auf ihren Realitätsgehalt testen – nur wenn man dieses Buch als eine reines Unterhaltungswerk sieht, kann man es genießen. Die Logiker unter euch werden bestimmt die ein oder andere Stelle finden, über die man beim genauen Nachdenken stolpert. Denn manche Situationen sind bei genauerem Hinsehen schon etwas abstrus. „Die Wälder“ ist ein lockerer Thriller für zwischendurch, aber definitiv nicht das beste Werk von Melanie Raabe. Wenn ihr ein Buch der Autorin lesen wollt, dann wagt euch zuerst an eines ihrer anderen Bücher.

3,5/5 Sterne

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2019

Deutlich schwächer als der erste Band

Die Krone der Dunkelheit
0

Mit dem Beginn ihrer Reihe „Die Krone der Dunkelheit“ (die inzwischen ja nicht mehr nur drei, sondern jetzt vier Teile umfassen soll), hat mich Laura Kneidl unfassbar begeistert. Auch wenn beim Lesen so ...

Mit dem Beginn ihrer Reihe „Die Krone der Dunkelheit“ (die inzwischen ja nicht mehr nur drei, sondern jetzt vier Teile umfassen soll), hat mich Laura Kneidl unfassbar begeistert. Auch wenn beim Lesen so einige Parallelen zu anderen Romanen, Serien oder Filmen erkennbar werden, gefiel mir der Hauptplot im ersten Band so gut, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Leider musste ich schon nach wenigen Seiten von „Magieflimmern“ merken, dass die Fortsetzung der Autorin leider nicht ganz so gut gelungen ist. Band 2 beginnt nach einem eigentlich extrem dramatischen Cliffhanger eher unspektakulär. Und auch dreihundert Seiten später wird die Story auch nicht fesselnder. Die Charakter sind weiterhin sympatisch, aber die Handlung ist inzwischen sehr vorhersehbar geworden. Inzwischen hat man das Erzählschmema durchschaut und dadurch geht viel an Potenzial verloren – dieser Teil macht genauso weiter wie sein Vorgänger und mir fehlte eine Innovation.

Kneidls Schreibstil ist weiterhin wortgewand, bildhaft und seht atmosphärisch, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt. Allerdings kamen mir viele Szenen komplett überflüssig und unnötig lang gezogen vor. Das Buch war insgesamt einfach zu dick, es wurde zuviel geredet und es passierte zu wenig. Daher stehe ich inzwischen der Aufteilung auf vier Bände sehr kritisch gegenüber. Ich habe Sorge, dass so weiterhin extrem unnötige Szenen vorkommen werden, die der Spannung eher hinderlich sein werden.

Das Ende jedoch war wieder auf gewohnte Art extrem spannend ud super gut gemacht. Warum nicht früher so?

3,5/5 Sterne

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 09.09.2019

Etwas vorhersehbar, aber tolle Message

The Light in Us
0

The Light in us – eine schöne, aber doch recht vorhersehbare New Adult Story. Grund für mein Interesse an diesem Buch war natürlich einmal das Cover – ich bin wie so oft dank der Optik auf ein doch eher ...

The Light in us – eine schöne, aber doch recht vorhersehbare New Adult Story. Grund für mein Interesse an diesem Buch war natürlich einmal das Cover – ich bin wie so oft dank der Optik auf ein doch eher durchschnittliches Buch reingefallen. Da aber auch noch eine extrem gehypter Autorenname auf dem Cover stand, konnte ich nicht Wiederstehen und musste einen Versuch wagen. All in von Emma Scott liegt schon seit einer Weile auf meinem SuB. Der Schreibstil der Autorin konnte mich aber zumindest so weit überzeugen, dass ich gerne weitere Bücher von ihr lesen möchte. Die Love-Story war dann leider nicht so ganz überzeugend, strotzte nur so von Klischees und erinnerte mich einfach zu sehr an „Ein ganzes halbes Jahr“. Natürlich musste der Typ extrem attraktiv und gut im Bett sein, natürlich war das Mädchen total fröhlich und chaotisch und bunt und schafft es den Einsiedler aus seinem trostlosen Leben zu retten. Die Annäherung der beiden ging mir aber viel zu schnell und viel zu einfach, aus anfänglicher Abneigung wurde ganz plötzlich extreme Anziehung ohne wirkliche Erklärung. Aber es gab einen großen Pluspunkt, und das war für mich die Nebengeschichte. Beide Protagonisten haben in ihrem Leben etwas verloren, aber es wird sehr schön gezeigt, dass Schicksalsschläge noch lange nicht das Leben beenden müssen, dass es danach noch weiter geht und es sich lohnt, Mut zu haben. Und ganz wichtig: Nur weil man einen Mann kennenlernt, den man liebt und mit dem man zusammen sein will, sollte man deswegen noch lange nicht seine Träume aufgeben! Charlotte ist zwar nicht die sympathischste Protagonistin, aber ihre Entwicklung am Ende hat mir dann doch sehr gut gefallen. Natürlich war alles sehr vorhersehbar und manchmal war auch nicht alles logisch und ich musste so ziemlich jede erotische Szene überblättern, weil sie so unangenehm und unrealistisch waren, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mochte die Message.

3,5/5 Sterne

Vielen Dank an Lyx und Bastei Lübbe für dieses Rezensionsexemplar