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Veröffentlicht am 19.11.2022

Psychokrimi mit sehr vielen gesellschaftsrelevanten Themen [#5 - Paul Sito]

Tief am Grund des Sees
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>> Obwohl es sich um einen neuen Fall handelt, der in sich abgeschlossen ist, empfehle ich mindestens den Vorgängerband (4.) "Still schweigt der See" vorher zu lesen, um die Figuren zu verstehen. Die ...

>> Obwohl es sich um einen neuen Fall handelt, der in sich abgeschlossen ist, empfehle ich mindestens den Vorgängerband (4.) "Still schweigt der See" vorher zu lesen, um die Figuren zu verstehen. Die Ermittlungen im aktuellen Fall werden stark von den früheren Erfahrungen geprägt. <<

Ich kenne alle Bücher dieser Reihe und auch die neue Reihe mit Cora Merlin und schätze den Stil der Autorin sehr. Sie schreibt flüssig und verarbeitet in ihren Krimihandlungen, die eher Richtung Psychothriller gehen, auch immer gesellschaftsrelevante Themen. Das gefällt mir normalerweise recht gut, aber hier war es mir zu viel. Die Ermittler haben sich viele Gedanken über rechte Hetzkampagnen im Netz, denen auch eine Kollegin zum Opfer fällt, Antifeminismus, Männerrechtsbewegungen/Incels und auch Tierschutz ( Versuchstiere) gemacht. Sie waren alle noch von den Ereignissen in Band 4 "gebrandmarkt". Das hat zwar gut zur Handlung gepasst, aber thematisch war es mir zu viel. Dafür ziehe ich einen Stern von der Gesamtbewertung ab.

Der Kriminalfall, wobei es sich anfangs um zwei Fälle handelt, die dann zusammenlaufen, war gut aufgebaut. Etwas später im Verlauf kommt noch ein alter Fall dazu, der verblüffende Ähnlichkeiten zum aktuellen Geschehen hat. Eine junge Familie verschwindet spurlos und im Verlauf der Handlung baut sich ein furchtbares Bild auf, das man sich überhaupt nicht vorstellen möchte. Grausam, was sich Menschen gegenseitig antun können.

Die Handlung selber ist düster, schwermütig und ab einem gewissen Punkt auch fesselnd. Es geht darum, ob die Familie noch lebend gefunden werden kann.

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Veröffentlicht am 07.11.2022

Dupin ermittelt bzw. schnüffelt heimlich [#6 - Kommissar Dupin]

Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall
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Laufzeit: 9 Stunden 20 Minuten (ungekürzt) - - Sprecher: Gerd Wameling

Ich höre mich nach und nach durch diese Reihe und bin jetzt beim 6. Fall angelangt. Der Autor zeigt uns in jedem Band eine ...

Laufzeit: 9 Stunden 20 Minuten (ungekürzt) - - Sprecher: Gerd Wameling

Ich höre mich nach und nach durch diese Reihe und bin jetzt beim 6. Fall angelangt. Der Autor zeigt uns in jedem Band eine andere Ecke der Bretagne mit all ihren Besonderheiten. Diesmal schickt er den Kommissar mit seiner Freundin Claire nach Trégastel in den Urlaub. Wir erfahren was über den besonderen rosa Granit und die Landwirtschaft in dieser Region.

Da es Kommissar Dupin schwerfällt sich zu entspannen, wird er ganz hellhörig als er von einer verschwundenen Marienstatue hört und einem Anschlag auf eine Lokalpolitikerin. Später kommt noch ein Vermissten- und zwei Todesfälle dazu.

Den Kriminalfall fand ich im Nachhinein nicht besonders gut gelungen, aber alles drum herum hat für mich gepasst. Georges Dupin hat wieder kleine Pinguine gesehen und allerlei Köstlichkeiten verspeist.

Für mich war das bis jetzt der schwächste Band, aber trotzdem hab ich ihn gerne angehört.

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Veröffentlicht am 05.11.2022

wenig Krimi - viel über Musik und geplatzte Träume [#3 - Erki Neubauer]

Wiener Blues
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>Der Kriminalroman würde von mir 3 Sterne bekommen. Da mir aber der musikalische Rahmen sehr gut gefallen hat und ich an Bands wie Birthcontroll oder JethroTull erinnert wurde, gibt`s dafür einen Extrastern ...

>Der Kriminalroman würde von mir 3 Sterne bekommen. Da mir aber der musikalische Rahmen sehr gut gefallen hat und ich an Bands wie Birthcontroll oder JethroTull erinnert wurde, gibt`s dafür einen Extrastern und somit wohlwollende 4 Sterne.<

Mir ist beim Stöbern dieses Buch in die Hände gefallen und die Idee von einem Krimi im Musiker-Milieu fand ich ansprechend. Vor allem, weil ich die Rockmusik, der 70er-Jahre ( Info Klappentext) gerne mag.

Ich glaube vor Jahren habe ich mal "Der Knochentandler", Band 2 dieser Reihe gelesen, aber ich kann mich nicht mehr wirklich an die Figuren erinnern. Man kann diesen 3. Band gut ohne Vorkenntnisse lesen, weil die Geschichte in sich abgeschlossen ist.

Der Klappentext fasst den Inhalt schon perfekt zusammen. Erki Neubauer ist Langzeit-Student und irgendwie auch ein Lebenskünstler, der aktuell eine Praktikanten-Stelle beim Radiosender Donauwelle hat. Im Keller muss er alte Tonbänder digitalisieren und stößt da auf einen Song, der ihn berührt und den keiner kennt. Er geht der Geschichte des Songs und der Band nach und kurz darauf, stürzt der ehemalige Sänger aus einem Hotelfenster.

Parallel begleiten wir den ehemaligen Manager der besagten Band und der hat eigene Probleme, für deren Lösung er zur Not auch über Leichen gehen würde.

Für mich war die Geschichte zwar nett zu lesen, aber es war definitiv zu wenig Krimi. Weder Erki, noch der Kommissar Jerabek, tragen viel zur Lösung der Falls bei.

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Ermittlungen auf hoher See und auf abgelegenen Inseln [#5 - Kommissar Dupin]

Bretonische Flut. Kommissar Dupins fünfter Fall
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Laufzeit: 12 Stunden 54 Min., ungekürzte Ausgabe. - - Sprecher: Gerd Wameling

Bei diesem Fall habe ich vorab schon die Verfilmung gesehen und wusste daher, in welche Richtung die Ermittlungen schlussendlich ...

Laufzeit: 12 Stunden 54 Min., ungekürzte Ausgabe. - - Sprecher: Gerd Wameling

Bei diesem Fall habe ich vorab schon die Verfilmung gesehen und wusste daher, in welche Richtung die Ermittlungen schlussendlich gehen. Das war aber überhaupt kein Problem, weil das (Hör)-Buch viel weiter ausholt und es wieder um Besonderheiten der Bretagne geht. Diesmal um Delfine, Fischerei und wieder mal um alte Sagen. Der Kriminalfall kommt erst im letzten Drittel richtig in Fahrt.

Der Klappentext verrät schon genug und daher schreibe ich nichts extra zur Handlung.

Wenn man schon ein paar Bände der Reihe kennt, wird man eigentlich nicht wirklich überrascht, aber trotzdem gut unterhalten.

Ich habe das Hörbuch ganz bequem nebenher angehört und bei mir erreicht der Autor immer das gewünschte Ergebnis. Die Bretagne mit ihren ganzen Eigenheiten und Schrulligkeiten wird mir immer näher und es stimmt was auf dem Klappentext steht. Es wächst die Lust das alles mal in Echt anzuschauen.

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Veröffentlicht am 29.10.2022

eigenwillige Typen - - interessantes Thema - - aber bestimmt nicht jedermanns Geschmack

Rheinische Lösung
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Dieses Buch ist für mich schwer zu beschreiben und zu bewerten. Im Mittelpunkt der Handlung steht Karl Ruf. Seine Familie hat sich weltweit einen Namen gemacht, weil sie Sicherheitssysteme für militärische, ...

Dieses Buch ist für mich schwer zu beschreiben und zu bewerten. Im Mittelpunkt der Handlung steht Karl Ruf. Seine Familie hat sich weltweit einen Namen gemacht, weil sie Sicherheitssysteme für militärische, diplomatische und staatliche Einrichtungen baut. Irgendwie ist die Familie aber in Ungnade gefallen und steht jetzt vor dem finanziellen Ruin. Ein lukrativer Auftrag könnte die Situation wieder ins Positive drehen. Karl Ruf soll einen Käufer für das Patent einer künstlichen Intelligenz ( genannt: polymorpher Agent 'PA' ) finden.

Der israelische Geheimdienst ist interessiert, aber durch alte Verbundenheit bietet Karl das Produkt dem NATO-Bündnis an. Als die Erfinder und deren Geschäftspartner erkennen, wie viel Geld für sie im Raum steht, wird die eigene Gier eine große Bedrohung.

Die 'künstliche Intelligenz' selber spielt erst mal nur eine Nebenrolle. Es wird manchmal über die Auswirkungen philosophiert und auch über die Risiken diskutiert. Es gibt vor allem durch die Musik viele Rückblicke in die 70er und 80er Jahre ohne Internet und daraus folgernd die Frage "War es früher vielleicht doch besser?" Hauptsächlich geht es um Karl Ruf selber. Er ist ein smarter Businessmen, hochausgebildeter Major und Kampfsportler, leidenschaftlicher Motorradfahrer und die Frauenherzen fliegen ihm nur so zu. Dazu ist es noch hochintelligent, was den KI-Entwickler mehr als verstört.

Ich mag Geschichten über Einzelgänger und Einzelkämpfer, die einen hohen moralischen Kompass haben. Daher war mir Karl wirklich sympathisch.

Zum Ende hin werden nicht alle Fragen geklärt und es wird auf eine Fortsetzung verwiesen: PA II - Träume Da sollte dann auch der Vermerk vom Klappentext 'Angelehnt an eine wahre Begebenheit' genauer erklärt werden.

Das Buch selber ist wirklich gut geschrieben. Obwohl es nicht spannend im klassischen Stil ist, daher für mich auch kein Thriller, hat sich bei mir ein Sog entwickelt, der mich sehr flott hat lesen lassen.

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