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Veröffentlicht am 04.12.2022

Eine mitreißende Familiengeschichte!

Die Töchter der Ärztin
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Die Geschichte der Ärztin Ricarda Thomasius geht endlich weiter. Nachdem ich die drei Bände um Ricarda verschlungen hatte, geht es hier um ihre Töchter Henny und Antonia. Es ist schön, wenn man die drei ...

Die Geschichte der Ärztin Ricarda Thomasius geht endlich weiter. Nachdem ich die drei Bände um Ricarda verschlungen hatte, geht es hier um ihre Töchter Henny und Antonia. Es ist schön, wenn man die drei Bücher kennt, aber nicht zwingend notwendig, da die wichtigsten Begebenheiten so nach und nach in die Geschichte einfließen.

In Berlin Ende der 20er Jahre baut Henny sich gerade eine eigene Praxis als Onkologin auf und versucht ihre jüngere Schwester Antonia mit in die Praxis zu locken, damit diese ihre Dissertation dort schreiben und auch als Ärztin praktizieren kann. Diese zieht es aber nach Afrika, wo sie geboren wurde, um dort ihre Wurzeln zu finden.

Im weiteren Verlauf des Buches wird immer zwischen Berlin und Afrika gewechselt, es passieren überall aufregende Dinge, die den Familienzusammenhalt auf eine harte Probe stellen.

Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, die Protagonisten sind mir (nicht zuletzt durch die Vorkenntnisse) sehr ans Herz gewachsen. Wer schon die Polizeiärztin-Reihe gelesen hat, wird auch von dort Bekannte wiedertreffen, was für mich den Lesegenuss noch einmal verschönert hat. Auch andere bekannte Persönlichkeiten, die es wirklich gegeben hat, tauchen hier auf. Eine tolle, einfühlsame aber nicht kitschige Familiengeschichte, deren zweiter Teil leider noch ein knappes Jahr auf sich warten lässt.

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Veröffentlicht am 25.11.2022

Zwischen Wahrheit und Fiktion - sehr spannend umgesetzt!

Kinder des Aufbruchs
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Die mir schon bekannten Zwillingsschwestern Alice und Emma leben mit ihren Familien nach geglückter Flucht in West-Berlin. 1967 passiert so viel in Berlin, dass sich die Autorin eigentlich gar nichts mehr ...

Die mir schon bekannten Zwillingsschwestern Alice und Emma leben mit ihren Familien nach geglückter Flucht in West-Berlin. 1967 passiert so viel in Berlin, dass sich die Autorin eigentlich gar nichts mehr ausdenken musste. Demonstrationen gegen den Schah von Persien mit anschließendem Krawall und der Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg, danach etliche mehr oder weniger gewalttätige Demonstrationen. Das Attentat auf Rudi Dutschke und die beiden Schwestern immer mittendrin. In diesem Roman werden auf wunderbare Weise die damals wirklich existierenden Personen mit den fiktiven Personen verflochten, zum Teil auch mit direkten Begegnungen und Gesprächen (im Anhang gibt es ein Personenverzeichnis, bei dem man gut sehen kann, wer "echt" war). Das fand ich richtig gut. Die Bespitzelungen, denen die Schwestern ausgesetzt waren, aber auch die vielen Informationen zu Fluchtversuchen und dem "Untergrund" Berlins machen die ganze Geschichte sehr spannend. Wenn man dann nebenbei noch durchs Internet stöbert und sich die einen oder anderen Bilder und Berichte dazu anschaut, wirkt das Buch noch authentischer. Klar wird vielleicht auch ein bisschen was im Umfeld der Schwestern für manche Geschmäcker zu schön beschrieben, aber ich finde, dass muss auch so sein. Die Zeiten der gegenseitigen Bespitzelungen waren schon schlimm genug, da möchte man doch nebenbei auch noch ein bisschen was Schönes lesen!

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen! Es hat mich wunderbar unterhalten und mir gleichzeitig die Geschichte meines Geburtsjahres vermittelt. Wer den ersten Teil "Kinder einer neuen Zeit" noch nicht gelesen hat, sollte dies schnellstens nachholen! Die Erzählung der Kindheit der beiden Schwestern war ebenfalls sehr gut und emotional. Ist aber nicht zwingend Voraussetzung für die Lektüre dieses Buches.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Spannend mit viel Lokalkolorit

Tod auf der Kokerei
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Im mittlerweile dritten Teil ermittelt die pensionierte Frederike Stier bei einem Todesfall, der von der Polizei als Selbstmord abgetan wird. Da es sich bei der Toten um die Tochter ihres guten Freundes ...

Im mittlerweile dritten Teil ermittelt die pensionierte Frederike Stier bei einem Todesfall, der von der Polizei als Selbstmord abgetan wird. Da es sich bei der Toten um die Tochter ihres guten Freundes Hartmut handelt, versucht sie den näheren Begleitumständen auf die Spur zu kommen. Dabei kommt sie mit vielen Personen aus dem näheren Umfeld der Toten zusammen, um durch geschicktes Fragen und kombinieren eventuell doch noch einen Mord nachzuweisen.

Frederike Stier ist eine recht eigenwillige Person, aber sehr sympathisch und engagiert. Mir gefällt ihre Art zu ermitteln sehr gut, wie mir auch das ganze Buch sehr gut gefallen hat. Es geht gleich ohne Vorgeplänkel mit dem Leichenfund los und bleibt eigentlich fast nahtlos spannend. Nebenschauplatz ist Frederikes Privatleben, was sehr schön mit in die Handlung eingeflochten wurde. Die Beschreibungen und Erklärungen des Autors rund um die Zeche Zollverein machen Lust, die Gegend einmal kennenzulernen. Mir jedenfalls...

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Berührende Geschichte

Die Sehnsucht nach Licht
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Kati Naumanns Geschichte über den Bergbau im Erzgebirge verflechtet auf wunderbare Weise tatsächliche Geschichte mit fiktiven Figuren. Habe ich am Anfang noch gedacht, ja, ganz interessant, so sind mir ...

Kati Naumanns Geschichte über den Bergbau im Erzgebirge verflechtet auf wunderbare Weise tatsächliche Geschichte mit fiktiven Figuren. Habe ich am Anfang noch gedacht, ja, ganz interessant, so sind mir nach und nach die wunderbar beschriebenen Personen immer mehr ans Herz gewachsen.

Das Buch ist ja in zwei Zeitebenen geschrieben und beginnt mit einem Prolog aus längst vergangener Zeit. Danach geht es in der Gegenwart (2019) weiter und im Laufe des Buches wird immer wieder hin und her gesprungen. Dadurch bekommt man beim Lesen gute Einblicke, wie die Situation der Bergleute in den 20er Jahren bis hin zum Ende der DDR war. Bei manchen Schilderungen von Bergunglücken aber auch Krankheiten der Leute damals lief es mir kalt den Rücken hinunter. Es wurde so sorglos sowohl mit unterirdischem Abbau als auch mit Radioaktivität umgegangen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vom Schreibstil über die Protagonisten und natürlich auch die Handlung. Kati Naumann hat sorgfältig recherchiert und Interessierte können sich im Internet durch etliche Seiten klicken, die Bilder zu den hier erhaltenen Informationen liefern.

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Gelungene Fortsetzung

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Diesen dritten Teil der Weißensee-Serie empfehle ich eher denjenigen, die auch die ersten beiden Teile schon gelesen haben. Man versteht dann manche Zusammenhänge einfacher.

Der Prolog verweilt noch kurz ...

Diesen dritten Teil der Weißensee-Serie empfehle ich eher denjenigen, die auch die ersten beiden Teile schon gelesen haben. Man versteht dann manche Zusammenhänge einfacher.

Der Prolog verweilt noch kurz im Jahr 1919, aber dann kommt ein Sprung nach 1929, in die langsam untergehende Weimarer Republik. Die Kinderklinik hat sich gut entwickelt, aber natürlich werden auch die Menschen älter und so geht die langjährige Oberin in den verdienten Ruhestand. Neue Oberin wird Marie-Luise Fischer (nein, nicht die Schriftstellerin!), die den Schwestern Emma und Marlene schon in ihren Anfangszeiten Schwierigkeiten bereitet hat und dies auch weiterhin versucht.

In diesem Buch wird sehr liebevoll der Alltag in der Kinderklinik erzählt, mit allen Höhen und Tiefen sowie guten und schlechten Veränderungen. Aber auch das Privatleben von Marlene und Emma kommt hier nicht zu kurz - im Gegenteil. Die Schwierigkeiten, in die Emmas Sohn Theo gerät sowie andere familiäre Probleme werden hier behandelt. Ich möchte aber hier nicht näher auf alles eingehen, sonst macht das Lesen ja keinen Spaß mehr.

Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen und einige Dinge, die ich mir während des Lesens so überlegt hatte, sind dann tatsächlich so eingetreten. Von Anfang bis Ende fühlte ich mich sehr gut unterhalten und konnte mich auch gut in die Geschichte hineinfühlen mitsamt feuchten Augen im Epilog...

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