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Veröffentlicht am 30.12.2022

Die Geheimnisse der Münchener Gesellschaft

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Die Krankenschwester Anna beginnt 1912 ihren ersten Arbeitstag in der Münchener Gerichtsmedizin. Die Tote ist keine Unbekannte. Anna glaubt nicht, dass es sich hier um Selbstmord handelt. Zusammen mit ...

Die Krankenschwester Anna beginnt 1912 ihren ersten Arbeitstag in der Münchener Gerichtsmedizin. Die Tote ist keine Unbekannte. Anna glaubt nicht, dass es sich hier um Selbstmord handelt. Zusammen mit Skandalreporter Fritz ermittelt sie inmitten der Münchener Gesellschaft.

Anna wird als Frau und für ihr junges Alter erstaunlich gut in der Gerichtsmedizin aufgenommen. Die männlichen Ärzte schätzen ihre Fähigkeiten. Vielleicht ein bisschen Wunschdenken für das Jahr 1912, mir hat es aber gefallen. Die Autorin schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser in die Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg zurückversetzt. Der gesellschaftliche Stand der beiden Hauptcharaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ist gut beschrieben. Anna stammt aus ärmlichen Verhältnissen und trifft auf die Welt der Adligen. Doch auch dort bedeutet Reichtum nicht unbedingt Glück. Trotz der Unterschiede entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft.

Der Roman ist weniger Krimi mit echtem Spannungsaufbau, sondern vielmehr ein Abbild der Zeit mit Wohlfühlcharakteren. Gute Unterhaltung für einen entspannten Lesenachmittag.

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Veröffentlicht am 21.12.2022

Ein Ausflug in die Welt der Bücher

Ivy - Der Fluch des Efeus
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"Die Literatur ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. Sie spiegelt die aktuelle Lebenslage unserer Vorfahren wider."

Ivy erhält zu ihrem 18. Geburtstag ein goldenes Efeublatt, ohne zu wissen wofür dies ...

"Die Literatur ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. Sie spiegelt die aktuelle Lebenslage unserer Vorfahren wider."

Ivy erhält zu ihrem 18. Geburtstag ein goldenes Efeublatt, ohne zu wissen wofür dies steht. Dann taucht Elian auf und teilt ihr mit, sie sei die Nachfahrin einer Buchfigur und ihre Geschichte sei in Gefahr. Zusammen müssen sie für die Rettung der Bücher kämpfen. Allerdings darf sie Elian nicht zu nahe kommen, da ansonsten ein Fluch ausgelöst wird.

Die Idee des Buches konnte mich sofort überzeugen. Der Einstieg war super spannend, ich wollte das Buch zu Beginn gar nicht aus der Hand legen. Das Konzept ist gut umgesetzt, der Leser erfährt erst im Laufe der Geschichte um welche Bücher es sich handelt und welche Fähigkeiten die einzelnen Nachfahren haben. Der Spannungsbogen bleibt so durchgehend erhalten. Der Schreibstil ist einfach und lässt sich gut lesen. Ivy war mir direkt sympathisch, auch wenn ich nicht immer alle ihre Handlungen nachvollziehen kann. Die Lovestory konnte mich schlussendlich jedoch nicht überzeugen.

Für YA Fantasyfans sehr zu empfehlen und ein gelungener Auftakt der Trilogie. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil. Vielen Dank an den Scylla Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Spannendes Abenteuer in der Welt der Schattenwesen

Die Schattenwölfin
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"Die Menschen waren nur so stark wie der mächtigste unter ihnen und die Menschheit hatte schon lange ihre Macht verloren."

Jill ist ein Schattenwolf. Doch das darf eigentlich nicht sein, denn nur Männer ...

"Die Menschen waren nur so stark wie der mächtigste unter ihnen und die Menschheit hatte schon lange ihre Macht verloren."

Jill ist ein Schattenwolf. Doch das darf eigentlich nicht sein, denn nur Männer tragen das Schattengen in sich. Frauen geben ihre Seele, stärken durch Nachwuchs ihren Clan. Um ihr Geheimnis zu bewahren, flieht Jill und versteckt sich unter den Menschen. Bis die Wölfe in die Stadt kommen und die Vergangenheit sie einholt.

Ein actionreiches Abenteuer inmitten von Schattenwesen, Hexen und menschlichen Rebellen. Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Der Wechsel zwischen Handlung in der Gegenwart und Vergangenheit steigert noch die Spannung.
Jill war mir von Anfang an sympathisch. Sie steht für ihre Freunde ein und hat ihren menschlichen Teil nicht verloren. Zwischenzeitlich fand ich sie allerdings, gemessen an ihrem langen Leben und den dadurch gesammelten Erfahrungen, sehr naiv.
Ihre beste Freundin Mia fand ich einfach nur anstrengend und unfassbar nervig. John, der ehemalige Verlobte von Jill, gibt einen wunderbar bösen Gegenspieler ab.

Der Cliffhanger am Ende war wirklich gemein. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Absolute Empfehlung an alle Fantasy-Fans!

Vielen Dank an die Autorin, die mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Berlins nicht nur goldene Zwanziger Jahre

Labyrinth der Freiheit
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"Prinzessin, wenn du kämpfen musst, dann zählt nur, dass du gewinnst. Nicht, wie du gewinnst. Darum gibt es nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. Verstanden?"

Wir befinden uns in Berlin im Jahr 1922 und ...

"Prinzessin, wenn du kämpfen musst, dann zählt nur, dass du gewinnst. Nicht, wie du gewinnst. Darum gibt es nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. Verstanden?"

Wir befinden uns in Berlin im Jahr 1922 und direkt zu Beginn der Geschichte mitten in einem Mordanschlag. Die Angst vor weiteren Anschlägen der rechten Gruppierung geht nicht spurlos an den drei Hauptcharakteren vorbei. Wir verfolgen ihre Handlungen dabei aus der Sicht von Carl, der in Zeiten des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm bei der UFA arbeitet und dort die Wutausbrüche des Regisseurs ertragen muss. Isi, die ohnehin nicht auf den Mund gefallen ist und unter Stresssituationen in einen herrlichen Berliner Dialekt wechselt, wird regelrecht streitsüchtig und bringt sich damit immer mehr in Gefahr. Artur, der Polizei nicht nur als Immobilien- und Barbesitzer sondern vielmehr als Gangster bekannt, schwört Rache. Eine wirklich sehr unterhaltsame Mischung, die durch den einfachen und flüssig zu lesenden Schreibstil gestützt wird.

Außerdem schafft es der Autor ein authentisches Bild der Zwanziger Jahre vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Dies besteht nicht nur aus rauschenden Festen und schillernden Clubs. Das Land kommt politisch nicht zur Ruhe, die Kriegsschuld Deutschlands und die damit verbundenen Reparationszahlungen sorgen für ständig wachsende Inflationsraten. Das Volk hungert.
Dieser Roman verbindet eine spannende Geschichte um drei Freunde mit zahlreichen geschichtlichen Details. Ein Muss für alle Fans der Zwanziger Jahre.

Vielen Dank an den Verlag, welcher mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

Liebeserklärung an die queere Community

I Kissed Shara Wheeler
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„I have done some of the best work of my life because of you. And I know you have done some of the best work of your life because of me. I don’t know a better way to explain what love means to two people ...

„I have done some of the best work of my life because of you. And I know you have done some of the best work of your life because of me. I don’t know a better way to explain what love means to two people like us.“

Die Königin der Highschool Shara Wheeler ist verschwunden und lässt vor allem drei Menschen verwirrt zurück. Sie hat nämlich nicht nur ihren Freund, sondern auch ihre Rivalin und den Kiffer von nebenan geküsst. Als Krönung hinterlässt sie für die drei so unterschiedlichen Teenager Hinweise, um Shara zu finden. Eine unterhaltsame Schnitzeljagd beginnt. Die Autorin schafft es lebendige Figuren zu erschaffen, in die ich mich ohne Probleme hineinversetzen konnte. Hier wurden nicht nur typische YA Charaktere erschaffen, die den immer gleichen Smalltalk machen. Es geht um Politik, Religion und Identitätsfindung. Sich selbst in dem Alter zu finden ist unfassbar schwer, das Buch beschreibt diese Phase seh gut. Denn sie ist nicht immer nett, höflich und bunt, sondern auch mal schmerzhaft, wütend und dunkel.
Eine Liebeserklärung an die queere Community, die ich jedem empfehlen würde.

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