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Veröffentlicht am 05.12.2022

Spannung a‘la Agatha Christie

Die Dreitagemordgesellschaft
1

Auf Mallowan Hall hat sich eine illustre Festgesellschaft eingefunden,was für die Vielzahl an Angestellten erhebliche Mehrarbeit bedeutet.Das trifft besonders auf die Haushälterin Mrs Phyllida Bright ...

Auf Mallowan Hall hat sich eine illustre Festgesellschaft eingefunden,was für die Vielzahl an Angestellten erhebliche Mehrarbeit bedeutet.Das trifft besonders auf die Haushälterin Mrs Phyllida Bright zu,ist sie es doch,die alle Fäden in der Hand hält.Da passt es überhaupt nicht, dass diese am Morgen in der Bibliothek eine Leiche findet, die mit einem Füllfederhalter ermordet wurde. Eine Riesensauerei und so macht sich Phyllida zuerst einmal Gedanken über die Reinigung des Teppichs,um dann unverzüglich die Polizei zu verständigen.Es stellt sich schnell heraus, dass sich der Tote unter einer falschen Identität eingeschlichen hat, was für weitere Spekulationen sorgt. Kurz darauf gibt es eine weitere Leiche und die Polizei legt sich nicht so ins Zeug ,wie Phyllida es erhofft.Da ihre Chefin mit dem Schreiben eines neuen Romans beschäftigt ist ,muß die resolute Haushälterin selbst aktiv werden,was sich bei der Vielzahl der Verdächtigen,als schwierig erweist.

Die Autorin nimmt sich viel Zeit ,um ihre Geschichte zu erzählen,was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Geschickt legt sie immer wieder falsche Fährten, um ihre Leser*innen beim Miträtseln zu verwirren.Neben der eigentlichen Krimi Handlung gibt es auch viel über die Geschehnisse vor Ort zu erfahren. Die einzelnen Gäste, sowie das Personal, werden ausführlich durchleuchtet, Downton Abbey lässt grüßen. besonders gefallen haben mir die kleinen Wort Scharmützel zwischen Phyllida und dem neuen Chauffeur Mister Bradford.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen,was sowohl an den authentischen Protagonisten,als am immer wieder einfließenden englischen Humor lag. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.12.2022

Guter Start eines neuen Teams

Der Nordseeritzer
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Kriminalkommissar Jan Graf geht mit seinem Hund spazieren,als er einen Mann sieht,der sich am Roten Kliff auf Sylt von der Klippe stürzen will,trotz seiner Bemühungen kann er es nicht verhindern.Schnell ...

Kriminalkommissar Jan Graf geht mit seinem Hund spazieren,als er einen Mann sieht,der sich am Roten Kliff auf Sylt von der Klippe stürzen will,trotz seiner Bemühungen kann er es nicht verhindern.Schnell ist ihm und seiner Kollegin Stefanie Teufel klar, dass dies nicht freiwillig geschah, sondern dass er in den Tod getrieben wurde.Als es weitere Tote gibt, deutet vieles darauf hin, dass die Spuren weit in die Vergangenheit reichen.Im Zentrum der Verdächtigen steht der so genannte „Nordseeritzer“, der sich nach langer Haft gerade wieder auf freiem Fuß befindet.

Mir hat das neue Team sehr gut gefallen. Sowohl die beiden Kommissare als auch der Computerspezialist Peeke arbeiteten erfolgreich zusammen.

Als Leserin musste man sich sehr konzentrieren um der verwicklungsreichen Handlung folgen zu können. Es herrschte durchgehend hohe Spannung, viele falsche Spuren tauchten auf und zum Schluss wartete die Autorin mit einer Überraschung auf. Ich habe mich für mehrere Stunden gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 27.11.2022

Was hält eine Liebe aus?

Vom Lieben und Lassen
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Katharina ist erfolgreich im Beruf, verheiratet und hat zwei Töchter. Als Paartherapeutin hilft sie anderen Menschen,die sich in einer Krise befinden. Auf einem Klassentreffen nach 27 Jahren, trifft sie ...

Katharina ist erfolgreich im Beruf, verheiratet und hat zwei Töchter. Als Paartherapeutin hilft sie anderen Menschen,die sich in einer Krise befinden. Auf einem Klassentreffen nach 27 Jahren, trifft sie ihre Jugendliebe Mats wieder und plötzlich fahren ihre Gefühle Achterbahn. In ihrer Ehe hat sich Gewohnheit eingeschlichen, ein Seitensprung ihres Mannes, der eigentlich verziehen war, nagt plötzlich wieder an ihr und ihre pubertierenden Töchter erleichtern ihr Leben auch nicht gerade. In dieser Situation tut es sehr gut, sich als Frau wieder begehrt zu fühlen. Doch reicht das aus, um eine langjährige Beziehung zu beenden?

Ich habe mich von der ersten Seite an in diesem Buch sehr wohl gefühlt,woran der empathische Schreibstil den größten Anteil hatte. Die Probleme,mit welchen die Protagonisten in dieser Geschichte konfrontiert sind,gibt es im wahren Leben reichlich und der Umgang damit ,ist sicher sehr sehr vielfältig.In diesem Fall lässt die Autorin uns eine Zeit lang am Leben der Protagonisten teilnehmen, durchleuchtet pro und contra,rückt den Wert von Freundschaft und gewachsener Liebe in den Fokus ,um dann mit einem sehr versöhnlichen Ende aufzuwarten.

Ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen,es hat mir schöne Lesestunden bereitet.

Veröffentlicht am 23.11.2022

Begegnung mit einer begnadeten Dichterin

Die Suche nach Heimat
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In diesem Buch hat sich die Autorin mit dem Leben der jüdischen Dichterin Mascha Engel/Kaléko beschäftigt.Im überwiegenden Teil ging es dabei um die Jahre 1928-1938, ein Lebensabschnitt, in welcher die ...

In diesem Buch hat sich die Autorin mit dem Leben der jüdischen Dichterin Mascha Engel/Kaléko beschäftigt.Im überwiegenden Teil ging es dabei um die Jahre 1928-1938, ein Lebensabschnitt, in welcher die Protagonistin ihre glücklichste und gleichzeitig schmerzlichste Zeit in Berlin verbringt.

Sie wuchs in einer Familie auf, in welcher sie wenig Liebe und kaum Anerkennung erhielt, lediglich zu ihrer jüngsten Schwester Puttel hatte sie sehr gutes Verhältnis. Es drängte sie immer schon dazu,ihre Gedanken und Gefühle in Form von Gedichten auszudrücken.ImRomanischen Café ,in welchem sich die Künstlerszene Berlins trifft,knüpft sie wichtige Kontakte und lernt außerdem den Hebräischlehrer Saul Kaléko kennen, der ihr nach kurzer Zeit einen Heiratsantrag macht.Sie fühlt sich bei ihm geborgen,er läßt ihr alle Freiheiten und unterstützt sie bei ihren beruflichen Erfolgen.Als sie dem charismatischen Musiker Chemjo begegnet ,gerät sie in eine gefühlsmäßige Zwickmühle.Außerdem wird sie als Jüdin ,auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs,mit der vollen Härte des Naziregimes konfrontiert.

Der tolle Schreibstil ließ mich von der ersten Seite an in die Geschichte eintauchen ,mein Kopfkino lief auf Hochtouren.Obwohl ich eigentlich gar keine besondere Beziehung zu Gedichten habe, wurden sie mir hier auf eine Weise präsentiert, die mich wirklich begeistert hat.Sie spiegelten das Seelenleben ,sowohl das der Protagonistin,als auch ihrer Freunde und nahmen oft Bezug auf das jeweilige Zeitgeschehen.An manchen Stellen rundeten sie ein vorhergehendes Kapitel auf besondere Weise ab.

Ein besonderes Highlight waren die Begegnungen der Protagonistin mit den Künstlern ihrer Zeit,wie Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Thomas Mann, um nur einige zu nennen.

Die Autorin vereint auf gekonnte Weise das Portrait einer beeindruckenden Künstlerin, mit einer Liebesgeschichte und dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte.

Das Buch lässt mich sehr zufrieden und tief bewegt zurück. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.11.2022

Immer wieder Freitags

Freitags bei Paolo
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Inhalt übernommen:

Marie und Clemens haben sich in der Millenniumsnacht 2000 kennen- und lieben gelernt. Seither pflegen sie ein Ritual: Freitags treffen sie sich immer bei ihrem Lieblingsitaliener – ...

Inhalt übernommen:

Marie und Clemens haben sich in der Millenniumsnacht 2000 kennen- und lieben gelernt. Seither pflegen sie ein Ritual: Freitags treffen sie sich immer bei ihrem Lieblingsitaliener – bei Paolo. Und sie schwören sich: Wenn es irgendwann in ihrer Beziehung nicht mehr knistert, wollen sie es beenden. Nach zwanzig Jahren ist es dann so weit: Sie beschließen, getrennte Leben zu leben, müssen aber bald erkennen, was für ein Wagnis sie eingegangen sind. Denn bei aller gefühlten Freiheit bleibt die Frage: Wie sieht ein erfülltes Leben voller Liebe und Zufriedenheit denn wirklich aus?

Meine Meinung:

Obwohl ich persönlich nicht so viel Wert auf das Cover eines Buches lege,fand ich dieses sehr gelungen. Die Aufteilung ,nicht nach Kapiteln ,sondern nach der Anzahl der Freitage,ist originell.

Auch die Herangehensweise des Autors an diese Liebesgeschichte, ist etwas anders.Er kommt ohne jeglichen Kitsch aus,dafür schildert er das Leben seiner Protagonisten mit viel Empathie ,wobei der Humor und die Situationskomik eine größere Rolle spielen. Die unterschiedlichen Personen ihres Freundeskreises werden auch gut in die Geschichte integriert. Dass diese tolle Liebesgeschichte, um welche die Protagonisten sicher von vielen beneidet werden, so plötzlich endet, vermag man sich gar nicht vorzustellen.

Aber auch das Leben nach vielen „glücklichen Freitagen“,mit einigen Zweifeln und mehreren Versuchen zu einem erfüllten Leben danach, wurde gut präsentiert.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich empfehle es gerne weiter.