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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Leider viel zu langatmig

Die Stockholm-Protokolle
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Ich war echt gespannt auf das Buch – ein Politthriller mit brisantem Thema, Machtstrukturen, Geheimnissen und einer investigativen Journalistin im Mittelpunkt.
Und ich habe dem Buch auch eine faire Chance ...

Ich war echt gespannt auf das Buch – ein Politthriller mit brisantem Thema, Machtstrukturen, Geheimnissen und einer investigativen Journalistin im Mittelpunkt.
Und ich habe dem Buch auch eine faire Chance gegeben. Die erste Hälfte habe ich gelesen, durchgezogen, gehofft, dass der Knoten platzt. Aber leider ist genau das nicht passiert.
Der Einstieg ist sehr politisch geprägt, mit vielen Informationen und Hintergründen, die durchaus interessant sind, aber auch fordern. Man merkt, dass hier viel Insiderwissen steckt und der Inhalt eine gewisse Tiefe hat. Der Schreibstil ist dabei wirklich gut – flüssig, durchdacht und auf einem guten Niveau.
Trotzdem hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die eigentliche Spannung auf der Strecke bleibt. Über weite Teile hinweg passiert schlicht zu wenig. Statt eines mitreißenden Plots stehen oft die Konflikte zwischen Julia und Alfred im Vordergrund – wer arbeitet, wer sich um die Kinder kümmert – und genau das ist mir zu sehr in den Fokus gerückt.
Gerade für einen Thriller hat mir die Dynamik gefehlt. Nach rund 150 Seiten ohne wirklichen Fortschritt oder packende Wendungen habe ich das Buch schließlich abgebrochen – etwas, das ich wirklich ungern tue. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass es einfach keinen Sinn mehr macht weiterzulesen.
Ich glaube, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt und dass Leser, die sich stark für politische Themen interessieren, hier mehr herausziehen können. Für mich persönlich war es jedoch zu langatmig und zu wenig fesselnd. Wirklich schade.

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Veröffentlicht am 17.12.2023

Leider zu viele Baustellen

Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie
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Eieiei. Was war denn das? Dieses Buch hat mir eine Berg und Talfahrt beschert. Mal las es sich gut und unterhaltsam - mal stand es kurz vor dem Abbruch. Doch was genau war mein Problem mit diesem Buch? ...

Eieiei. Was war denn das? Dieses Buch hat mir eine Berg und Talfahrt beschert. Mal las es sich gut und unterhaltsam - mal stand es kurz vor dem Abbruch. Doch was genau war mein Problem mit diesem Buch? Wir erleben hier Protagonisten, die sehr klischeehaft charakterisiert dargestellt werden. Von dem typischen smarten, überaus beliebten, er kann alles - den werde ich niemals haben können - Boy, mit seinen leuchtenden Augen, über, zu dem naiven, dümmlichen, jammernden - ich weiß von nichts - Girl. Leider konnte ich sehr viele Gedankengänge, Handlungen und Gespräche von Lilly nicht nachvollziehen. Sie wirkten oft deplatziert für eine bereits 17jährige. Da geschehen zb. Wunderwerke vor ihren Augen, welche sie nicht nur einmal emotionslos abwinkte „Hexerei gibt es nicht“. Lilly? Da flog gerade eine Tasche an dir vorbei! Dabei frage ich mich zudem, wieso Protagonisten mit eingebaut wurden, ohne eine Rolle zugeschrieben zu bekommen. Als Beispiel nenne ich hier die Mutter und Schwester von Lilly. Eigentlich wichtige Rollen, jedoch nicht weiter relevant für einen Beziehungsstatus. Gerade der Zwist mit der Mutter wird keinerlei Bedeutung beigemessen. Lilly erfährt nebenbei (*Spoiler) „Achja übrigens, du bist eine Hexe…deine Mom auch, aber das wollte sie dir nicht sagen.“ Lilly trägt es unheimlich mit Fassung „Ok!“. Nicht mal ansatzweise ein rebellisches Teenagerverhalten gegen die Mutter. Auch die beste Freundin wird einfach abgespeist, „Achja, komme nicht mit zum studieren. Musst du allein durch.“, um am Ende kurzweilig traurig zu sein, dass diese nur kurz „Happy Birthday“ schrieb und nicht stundenlang mit ihr telefonierte. Aber auch das ist nach einem Satz überwunden. Entweder ist Lilly gefühlskalt oder einfach nur stumpf. Ihr merkt, dass Lilly und ich keine besten Freunde werden…erst recht nicht, nachdem sie es geschafft hat, dass ich ihren Hund ab den ersten 20 Seiten hasste. Ich liebe Hunde und komme darauf absolut nicht klar, wie man mit Worten eine Abneigung schaffen kann. Auf fast jeder Seite habe ich gefühlt 20 mal die Worte „Hundelady“ lesen müssen. Alles in allem sind die Protagonisten zu blass, zu klischeebehaftet, zu realitätsfremd, zu unlogisch.
Aus der Story hätte man echt was gutes zaubern können. Auch mit den vielen Parallelen zu Harry Potter, wäre das für mich ok gewesen. Jedoch war mir das zu viel abgekupfert. Quasi Harry Potters Geschichte, als Hexer, von 7 Bänden, auf eines reduziert. Viel zu schnell runter erzählt, zu viele Wortdopplungen und der Schreibstil ist auch nicht meines.
Ich könnte noch viel mehr erwähnen, möchte aber auch erwähnen, dass ich zum Ende des Buches mich mehr anfreunden konnte. Wirklich schade, da ich mir sehr viel mehr erhofft hatte. Der zweite Band liegt bereits ready und werde hoffentlich mehr Begeisterung finden.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Leider nicht meines

EAST. Welt ohne Seele
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Jens Henrik Jensen gehört seit „Oxen“ mit zu meinen liebsten Autoren. Umso mehr freute ich mich über ein neues Buch und einer völlig neuen Story von ihm. Das Cover machte mich Neugierig und somit startete ...

Jens Henrik Jensen gehört seit „Oxen“ mit zu meinen liebsten Autoren. Umso mehr freute ich mich über ein neues Buch und einer völlig neuen Story von ihm. Das Cover machte mich Neugierig und somit startete ich in ein neues Abenteuer. Die ersten Seiten gestalteten sich schwierig. Der Schreibstil war so völlig anders, als ich es von Jensen gewohnt war und er schreibt schon recht außergewöhnlich. Klar können altbekannte Stilrichtungen nicht immer dauerhaft durchgeführt werden, da sich ein Autor auch entwickelt, jedoch war ich in diesem Kontext richtig verwirrt. Es war so ganz anders. Abgehakt, durcheinander und distanziert kalt. Ich wurde so gar nicht warm damit und das hielt leider bis zum Ende an, auch wenn es später durch den Inhalt ein Stück weit leichter wurde. Aber auch Inhaltlich war ich ziemlich aufgeschmissen. Die Protagonisten absolut unnahbar. Ich konnte keine positive bzw. negative Beziehung aufbauen. Keinerlei Charakter, nur leblose Kreaturen, die lediglich eine Flasche in die rechten Hand und ein schwieriges Leben in der anderen Hand haben. Also der typische Ermittler, nur das dieser hier für mich nicht greifbar war. Nicht einmal der Name möchte mir gerade einfallen. Jensen ist auch hier wieder hochkomplex politisch unterwegs. Wer seine Bücher lesen möchte, muss sich darauf einstellen. Nur in diesem Kontext war mir alles zu verwirrend, unverständlich, zu weit weg um zu verstehen. Jensen setzt hier vieles voraus, was die Geschichte des Landes angeht. Super recherchiert und interessant, wenn man dafür ein Faible hat. Ich dachte wirklich, dass dies nicht durch Jensen verfasst worden ist, und machte mich im Internet schlau. Und siehe da, der Grund war gefunden. Es ist eine über 20 Jahre alte Geschichte von Jensen. Quasi seine Anfänge als Autor. Das habe ich nicht gewusst, da ich meist Bücher unvoreingenommen lese, ohne mich groß durch Inhalt, Bewertungen etc. beeinflussen zu lassen. Das macht für mich das Buch nicht besser aber vieles verständlicher. Auch wenn ich Jensen als Autor sehr schätze, werde ich diese Reihe nicht weiter verfolgen, bzw. empfehlen können. Ich hoffe nicht, dass dieses Buch andere abschrecken wird, zb. „Oxen“ zu lesen. Das wäre mehr als schade!

Leider ein Fehlgriff für mich.

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Veröffentlicht am 05.10.2022

Was für ein verwirrendes Buch

Krähenmädchen
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„Krähenmädchen“ lag schon sehr lange auf meinem SUB und wollte unbedingt gelesen werden. Nachdem ich nur gutes über dieses Buch gehört habe, konnte ich es kaum abwarten. Der Einstieg viel mir recht leicht, ...

„Krähenmädchen“ lag schon sehr lange auf meinem SUB und wollte unbedingt gelesen werden. Nachdem ich nur gutes über dieses Buch gehört habe, konnte ich es kaum abwarten. Der Einstieg viel mir recht leicht, welches sich jedoch nach und nach zum Gegenteil entwickeln sollte. Der Schreibstil war ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es fand für mich kein leichter Lesefluss statt, welches aber auch an dem Aufbau des Buches lag. Die Protagonisten waren nicht wirklich greifbar und sehr oberflächlich angekratzt. Ich konnte zu niemandem eine Beziehung aufbauen. Sie liefen quasi nebenher, kamen und gingen. Hinzu kommt, dass stetig neue Namen auftauchten und dies die Story leider eher verkomplizierte. Zum Inhalt kann ich sagen, dass das eigentliche Potential absolut nicht ausgeschöpft wurde. Denn mit der Story hätte man super arbeiten können. Jedoch stellte sich der Inhalt für mich so dar, als wenn 3 Personen für sich die Geschichte geschrieben haben und am Ende einfach Kapitel oder Sätze irgendwie zusammengewürfelten. Es war für mich oft sehr verwirrend und kompliziert dargestellt. Ich wusste oftmals nicht, wo ich mich gedanklich befinden soll. Hier hätten Überschriften mit Daten, Namen und Orten sehr viel ausgemacht. Denn meist stellte sich erst mitten im Kapitel ein „Ah“ Erlebnis ein. Zudem wurden für mich zu viele belanglose Dinge beschrieben, die sicherlich die Geschichte menschlicher darstellen sollte (zwischenmenschliche Begebenheiten), jedoch völlig deplatziert oder unnötig. Auch ist die eigentliche Ermittlungsarbeit absolut in den Hintergrund geraten. Hier und da werfen wir mal tote Kinder ein, damit wir wieder zum eigentlichem Inhalt kommen. So kam es mir ab Mitte des Buches vor. Zum Ende hin wurde es noch einmal sehr interessant, was jedoch viel zu spät einsetzte. Klar! Der absolut plötzliche Cliffhanger darf natürlich nicht fehlen, um das Interesse für das nächste Buch aufrecht zu erhalten. Denn für mich endete das Buch plötzlich und völlig unerwartet. Warum dies ein Bestseller ist, kann ich leider nicht nachvollziehen. Dennoch werde ich den zweiten Band lesen, um zu schauen, ob es sich noch positiv verbessert. Denn Potential nach oben ist jede Menge gegeben.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Thema Sichtung und interessant. Umsetzung Mangelhaft.

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Die Emer-Murphy-Serie 1)
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Als ich diese Buch sah, wusste ich gleich, dass ich es unbedingt lesen muss. Das Cover ist wirklich super gelungen und macht richtig neugierig, plus Klappentext. Perfekt! Leider ist es auch so ziemlich ...

Als ich diese Buch sah, wusste ich gleich, dass ich es unbedingt lesen muss. Das Cover ist wirklich super gelungen und macht richtig neugierig, plus Klappentext. Perfekt! Leider ist es auch so ziemlich dabei geblieben. Ich kam ziemlich schwer in die Story rein. Das lag vor allen Dingen an den vielen Nebenszenarien, dem Schreibstil, der sprachlichen Umsetzung, den Namen der Protagonisten und der eigentlichen Handlung.
Die Namen haben mich anfänglich oft verwirrend zurück gelassen. Nicht nur die vielen Auftritte von Protagonisten haben meinen Lesefluss gestört, es waren zum Teil auch die Namen derer. Mal war es der Vorname, dann Nachname, oder der Cosename. Ich war häufig damit beschäftigt, zu überlegen, wer gerade agiert. Ich mag es nicht, wenn ich nicht sofort mein „Bild“ von dem Prota vor Augen habe. Darüber hinaus wurde in den einzelnen Kapiteln hin und her gesprungen, was den zeitlichen Rahmen oder Sichtweisen der Protagonisten angeht. Zum Teil wirkte das Buch durcheinander und verwirrend. Die Protagonisten selbst besitzen wenig tiefe, plätschern blass vor sich hin und wirken unsympathisch bzw. unnahbar. Dazu kommen die vielen unnötigen Nebensätze und Problematik der Protagonisten hinzu. Es interessierte mich einfach nicht. Vielleicht war es auch einfach falsch in die Story eingeflochten worden. Interessant und auflockernd empfand ich zb. die Forumseinträge und Spekulationen der Mitglieder, auch wenn einige etwas aufgesetzt wirkten. Für einen Thriller kam bei mir überhaupt keine Spannung auf. Es passierte quasi nicht viel. Und die eigentliche Story rund um Poppy fehlte für mich komplett. Meine Vorstellung Poppys Entführung durch das Internet „live“ zu verfolgen fehlte gänzlich. Das was die Überschrift aussagt ist hier im dunklen verblieben. Schade!

Das Debüt von Kristine Getz war leider für mich nicht überzeugend. Im Grunde genommen eine langweilige, konstruierte, nicht kontinuierliche Story, die das eigentliche Thema völlig aus den Augen verloren hat. Dabei ist es brandaktuell und wichtig. Die Idee ist Mega! Die Umsetzung dessen mangelhaft.

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