Erwachsenen-Fantasy von Holly Black, darauf habe ich mich sehr gefreut. Und die Prämisse klang vielversprechend, mit Mord, Geheimnissen, Schattenhandel und Gefahr.
Leider bin ich dennoch einfach nicht ...
Erwachsenen-Fantasy von Holly Black, darauf habe ich mich sehr gefreut. Und die Prämisse klang vielversprechend, mit Mord, Geheimnissen, Schattenhandel und Gefahr.
Leider bin ich dennoch einfach nicht mit der Geschichte warmgeworden und ich kann gar nicht genau den Finger dauflegen, wieso. Vielleicht lag es daran, dass mir die Figuren allesamt recht eindimensional vorkamen und vor allem die Protagonist bis zum Ende blass bliebe. Vielleicht lag es auch am Worldbuilding, beim dem ich lange gebraucht habe durchzusteigen und das mich in seiner ganzen Art nicht richtig in Bann ziehen konnte, weil es mir insgesamt unrund vorkam.
Zudem habe ich mir von der Handlung viel mehr versprochen, diese wurde erst so gegen Ende wirklich spannen und viele der versprochenen Spannungselemente wurden nur leicht aufgegriffen. Generell hat mir an dem ganzen Buch ein wenig das Innovative gefehlt und es gibt nichts was die Geschichte herausstechen lässt bzw. von anderen abgrezen lässt.
Sie war insgesamt schon unterhaltsam und auch nicht schlecht geschrieben, aber definitiv nicht das erhoffte Highlight.
Eine Insel mit magischen Wettbewerben, von Flüchen heimgesuchte Königreiche und eine junge Herrscherin die sich all dem stellen muss und dabei auch noch Liebe findet -das klang für mich nach einer sehr ...
Eine Insel mit magischen Wettbewerben, von Flüchen heimgesuchte Königreiche und eine junge Herrscherin die sich all dem stellen muss und dabei auch noch Liebe findet -das klang für mich nach einer sehr vielverprechenden Fantasy Geschichte.
Vielleicht waren meine Erwartungen entsprechend etwas zu hoch, aber insgesamt ließ mich das Buch leider eher enttäuscht zurück.
Das so faszinierende Setting mit den unterschiedlichen Reichen und Völkern wurde kaum ausgearbeitet, sodass mir vieles ein Rätsel blieb und ich nie richtig in die Welt abtauchen konnte. Auch der Wettkampf auf der Insel Lightlark war sehr antiklimaktisch und hat mich kaum mitgenommen. Während der ganzen Geschichte hat einfach der Nervenkitzel gefehlt.
Vielleicht lag das auch daran, dass ich mit der Protagonistin Isla nie so ganz mitfühlen konnte und mich deshalb ihre Erlebnisse weitestgehend kaltließen. Auch ihre sich anbahnende Romanze konnte mich deshalb nicht begeistern und der Funke in dieser Hinsicht ist bei mir nie übergesprungen.
Das klingt jetzt alles sehr negativ, dabei war das Buch gar nicht schlecht, es hatte durch aus seine charmanten Ideen. Aber es war eben auch nicht das erwartete Highlight und hat mir persönlich in vielen Aspekten zu wenig gegeben. Unterhaltsam kann die Geschichte dennoch sein.
Schon einige Bücher von Stefanie Hasse konnten mich von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugen. Aber tatsächlich habe ich noch nie Fantasy von ihr gelesen und war umso gespannter, wie sie eine ...
Schon einige Bücher von Stefanie Hasse konnten mich von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugen. Aber tatsächlich habe ich noch nie Fantasy von ihr gelesen und war umso gespannter, wie sie eine komplett neue Welt aufbauen und füllen würde. Jetzt weiß ich: Stefanie Hasse kann das und sie kann das sogar gut!
Die Geschichte spielt in Alania, einem an das antike Rom erinnernde Land, welches vier Völker beherbergt. Diese bekamen von den Göttern jeweils eine Gabe geschenkt, allerdings schien eine der Gaben etwas mächtiger als die anderen zu sein, was zu Neid und Krieg führte. Eine daraus resultierende Konsequenz ist nun, dass Männer und Frauen im Palast von Dariana getrennt leben. Und in diesem Palast wachsen Malena und Valerian heran, die beide einmal Herrscher werden sollen und hoffen, mit einem Wunsch die Dinge wieder ins Lot zu bringen- natürlich stellt sich das als etwas kompliziert heraus…
Ich muss zugeben, dass ich ein wenig Zeit gebraucht habe, um in die Welt und Geschichte hineinzufinden und mit den Figuren warm zu werden. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt! Denn die Geschichte ist sehr vielfältig, was auch an den drei Erzählperspektiven liegt, die immer neue Aspekte aufzeigen und Handlungsstränge verfolgen. Zwar gab es zu Beginn durch die personale Erzählweise eine gewisse Distanz zu den Figuren, aber mit fortschreitender Handlung konnte sie überwunden werden und dieser Schreibstil verlieh dem ganzen etwas Episches.
Ohnehin haftete dem ganzen Setting mit den antiken Elementen, Göttergaben, Wünschen und Flüchen stets etwas Episches an und hat mich schließlich richtig fasziniert. Hinzu kam ein ordentlicher Spannungsbogen, der zwar nicht übermäßig straff gespannt war, aber mich dennoch von Seite zu Seite getragen hat. Und zum Ende hin nahm die Handlung dann nochmal Fahrt auf, ehe alles -wie sollte es auch anders sein? - mit einem großen Cliffhanger endete.
Neben Politik und Geheimnissen erwartet einen hier auch eine kleine Liebesgeschichte, die definitiv nicht im Vordergrund steht, trotzdem erwähnenswert ist, da ich sie gut gestaltet finde. Die Charaktere haben einfach gut zueinander gepasst und ihre Gefühle füreinander haben sich nachvollziehbar entwickelt, was dem Buch als solches mehr emotionale Tiefe verliehen hat. Ebenso wie die geschwisterliche Freundschaft zwischen Malena und Valerian, die die Seiten ebenfalls belebt hat.
Schlussendlich gab es viel Inhalt auf diesen etwas mehr als 300 Seiten. Und wenn man die anfänglichen Schwierigkeiten überwindet und sich zurechtfindet, wird man mit einem epischen Plot belohnt und darf eine hervorragend konstruierte Welt kennenlernen, die ich gerne im Folgeband noch weiter erkunden werde.
Grace geht in einem Internat zur Schule und fühlt sich in ihrer Rolle als rebellische, sarkastische Außenseiterin wohl. Bis sie plötzlich doch Gefühle entwickelt und zulässt, die alles durcheinander bringen...
Ich ...
Grace geht in einem Internat zur Schule und fühlt sich in ihrer Rolle als rebellische, sarkastische Außenseiterin wohl. Bis sie plötzlich doch Gefühle entwickelt und zulässt, die alles durcheinander bringen...
Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mit Grace warm zu werden oder sie zumindest zu verstehen, denn bei ihr ist der Zynismus eine Lebeneinstellung und sie ist von ihrer ganzen Art gleichsam unangenehm wie unkonventionell, was sie ziemlich einzigartig macht aber teilweise fast etwas übertrieben wirkte. Was immer ein "normaler" Mensch in bestimmten Situationen tun würde -Grace macht mit ziemlicher Sicherheit etwas anderes. Sicherlich ist ihre Selbstständigkeit in der Regel etwas positives, aber manchmal war sie doch etwas asozial und ignorant den Gefühlen ihrer Mitmenschen gegenüber.
Zum Glück hat sich ihr Verhalten entwickelt, und sie ist zwar immer sie selbst geblieben aber im Verlauf der Geschichte doch als Mensch gewachsen.
Für mich persönlich hatten die Geschichte an sich und Grace vielleicht insgesamt etwas zu viele Ecken und Kanten um sie wirklich gerne zu lesen und die Geschichte als solches war jetzt auch nicht super spanned oder originell, weshalb ich sie nicht uneingeschränlt empfehle. Aber wer mal eine andere Protagonistin such und nicht unbedingt in das absolute Wohlfühlbuch abtauchen möchte, der kann hier vielleicht viel Spaß haben.
Izumi ist eigentlich eine ganz gewöhnliche, amerikanische Teenagerin - nur dass sie asiatische Wurzeln hat und deshalb leider doch immer ausgegrenzt wird und Stereotypen vorgehalten bekommt. Als dann herauskommt, ...
Izumi ist eigentlich eine ganz gewöhnliche, amerikanische Teenagerin - nur dass sie asiatische Wurzeln hat und deshalb leider doch immer ausgegrenzt wird und Stereotypen vorgehalten bekommt. Als dann herauskommt, dass sie eine japanische Prinzessin ist, ändert sich ihr Leben von Grund auf und wieder steht sie als die Amerikanerin in der japanischen Königsfamilie allein auf weiter Flur.
Dieses Spannungsverhältnis macht einen besonderes Reiz des Buches aus und es war interessant aus Izumis westlicher Perspektive dieses andere Land und seine eigene Kultur kennenzulernen. Dabei wurden viele Unterschiede deutlich, aber auch Gemeinsamkeiten, und ich konnte viel über Japan lernen.
Die restlichen Themen (Erwachsen werden, Vater-Tochter-Beziehung,...), waren zwar eher weniger mein Fall, aber sie waren gut in den Kontext eingepasst und haben das ihrige zur Geschichte beigetragen.
Da hatte ich eher Probleme mit der Protagonistin, die bisweilen doch sehr naiv und fast etwas dümmlich rüberkam. Sie entwickelt sich zwar im Laufe der Geschichte, aber so richtig warm geworden bin ich mit ihr leider nicht. Dies ist auch einer der Gründe für mich, vermutlich nicht die Fortsetzung zu lesen, denn ich glaube nicht, dass a noch viel interessantes für mich kommen wird.
Wer mal einen kurzen Ausflug nach Japan machen möchte oder generell gerne Coming of Age Storiesliest, wird sicherlich gefallen an diesem Buch finden, wobei es auch gut als Einzelband stehen kann und nicht unbedingt noch Folgebände braucht.