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Veröffentlicht am 23.03.2023

Ein berüchtigter Serienkiller auf der Flucht

Morddurst
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Das Cover ist sehr aussagekräftig und zeigt ein Werkzeug, welches sich der Killer Richard Dorn zu eigen macht. Nachdem der sogenannte Aderlass-Mörder in den vorherigen Bänden gefasst wurde, sitzt er nun ...

Das Cover ist sehr aussagekräftig und zeigt ein Werkzeug, welches sich der Killer Richard Dorn zu eigen macht. Nachdem der sogenannte Aderlass-Mörder in den vorherigen Bänden gefasst wurde, sitzt er nun im Hochsicherheitstrakt in einem Frankfurter Gefängnis. Und dann gelingt ihm das Unfassbare: er kann fliehen und befindet sich nun auf der Flucht.
Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs und die Fallanalystin Lara Schuhmann sind ihm auf den Fersen und der Gejagte zieht eine blutige Spur durch die Stadt.
Mit seinen 620 Seiten zieht der Autor einen in seinen Bann und man jagt dem Mörder nach, sucht nach Spuren und Hinweisen, aber stellenweise ist es mir zu langatmig. Zumal dies mein erstes Buch von Hecker war und ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass es von Vorteil gewesen wäre, wenn ich die beiden Vorgängerbände gelesen hätte.
Dennoch war es spannend zu lesen, wie der Autor seine ursprüngliche Berufung mit hat einfließen lassen – viel fachärztliches Wissen, gut verpackt und plausibel beschrieben. Man merkt ihm an, dass er mit Leib und Seele Arzt ist und seine Leidenschaft Thriller zu schreiben nimmt man ihm voll ab.
Mich hat er nicht ganz so fesseln können, wie ich es von anderen Thrillern kenne – und es waren für meinen Geschmack etwas zu viele Seiten die gefüllt werden wollten. Aber die Exkursion innerhalb der Geschichte haben mich sehr interessiert. Wie kommt eine Frau dazu, einem Serienkiller Briefe ins Gefängnis zu schicken. Und was macht das mit dem Täter?
Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Abstrichen

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Veröffentlicht am 08.02.2023

Ein Einblick in das Leben von Arno Geiger

Das glückliche Geheimnis
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Ich muss sagen, mich hat der Titel angesprochen: das glückliche Geheimnis. Etwas, was jeder haben sollte. Eine Sache, von der nicht jeder weiß und die doch mein Leben ausmachen, mich sogar beflügeln den ...

Ich muss sagen, mich hat der Titel angesprochen: das glückliche Geheimnis. Etwas, was jeder haben sollte. Eine Sache, von der nicht jeder weiß und die doch mein Leben ausmachen, mich sogar beflügeln den Alltag zu bewältigen.
Schnell wird klar, dass es sich um so etwas wie eine Autobiographie handelt, damit hatte ich nicht gerechnet. So erfahren wir viel von dem Werden und Sein des Autoren und da dies mein erstes Buch von ihm war, konnte ich nicht recht nachvollziehen, ob es sich bei den erwähnten Werken tatsächlich um Veröffentlichungen handelt, oder ob das fiktiv war.
Ich hatte mir erhofft, mehr über dieses Geheimnis zu erfahren, nicht nur die schnöde Umschreibung seines Tuns. Er streunert durch die Vororte und stöbert und wühlt in dem Altpapier der Menschen, immer auf der Suche nach dem großen Fund. So sind es Bücher, Bilder und Briefe, die er vor der Vernichtung rettet – aber ich hoffte, mehr über den gefundenen Inhalt zu erfahren… da äußert er sich äußerst verhalten.
Dafür erfahren wir viel von seinem Liebesleben – einen Tick too much, für meinen Geschmack. Seine Geliebten haben auch keine Namen, nur Buchstaben, was mich immer ein wenig irritiert hat. Schreibt er sonst so offen, bleibt er an dieser Stelle verschlossen.
Stellenweise gerät er ins philosophieren und manchmal konnte er mich damit gut abholen, an anderer Stelle war es mir zu abgehoben, was das Lesen zähflüssig machte.
Ich habe mich stellenweise gut unterhalten gefühlt und an anderer Stelle dachte ich mir, dass es mir fast zu intim ist, für jemanden, den ich nicht kenne und nach diesem Buch auch nicht unbedingt kennenlernen möchte. Das hat mir an Lektüre gereicht.

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Über die Suche nach dem eigenen Ich

Der Junge im Fluss
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Nachdem mich das erste Buch des Autors so gefesselt und beeindruckt hatte, war ich sehr gespannt auf ein neues Werk. Ich wollte wissen, ob er mich wieder so abholt und weiterbringt und habe mich voller ...

Nachdem mich das erste Buch des Autors so gefesselt und beeindruckt hatte, war ich sehr gespannt auf ein neues Werk. Ich wollte wissen, ob er mich wieder so abholt und weiterbringt und habe mich voller Vorfreude an die Lektüre gemacht.
Wir lernen Ben kennen, der weitab von allem auf einer kleinen Insel lebt und ein Bewahrer ist. Er bricht erst aus seiner selbstgewählten Isolation auf, als er Besuch von seinem Bruder Max bekommt, der ihn auf eine Reise schickt.
Ein hochphilosophisches Buch, welches mir stellenweise zu abstrakt und verworren erschienen ist. Wir begleiten Ben auf der Suche nach der Zeit und ihrer Umkehrung. Er kommt auf seinem Weg in eine Stadt, in der er ein Rätsel zu lösen hat, bei dessen Auflösung ihm sein Bruder eine große Hilfe ist.
Die Geschichte hat mich nicht gepackt und wahrscheinlich habe ich sie einfach nicht verstanden. Was mich aber begeistert hat, war das Buch an sich mit seinen liebvollen Illustrationen. Es ist wahrlich ein Kleinod Buchbinderkunst und hat mich sehr überzeugt.
Vielleicht muss ich das Buch einfach in einem anderen Lebensabschnitt nochmal lesen, damit es sich mir erschließt?! Für das erste war ich überfordert und konnte nicht ganz folgen.
Die Quintessenz hat mich dennoch angesprochen – wenngleich ich den Ausführungen nicht immer folgen konnte und für mich nicht schlüssig war.

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Veröffentlicht am 10.12.2022

ein kleiner Abriss durch die weihnachtliche Geschichte und ihre Bräuche

Alle Jahre wieder
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Bei diesem kleinen Büchlein werden wir Zeuge eines Telefonates zwischen einem Vater und seiner Tochter, in dem es hauptsächlich um die Frage geht, ob die Tochter über Weihnachten nach Hause kommt und was ...

Bei diesem kleinen Büchlein werden wir Zeuge eines Telefonates zwischen einem Vater und seiner Tochter, in dem es hauptsächlich um die Frage geht, ob die Tochter über Weihnachten nach Hause kommt und was sie sich wünscht.
Die Beiden tauchen ein in Erinnerungen an längst vergangene Weihnachtsfeste und gerade der Vater schwelgt in Geschichten aus der Vergangenheit. Ganz nebenbei werden so manche Sitten und Gebräuche erläutert, wo sie ihren Ursprung haben und wie sich alles so entwickelt hat im Laufe der Jahrzehnte.
Ich hatte manchmal das Gefühl, dass dieses Gespräch gar nicht für meine Ohren bestimmt ist und ich habe mich wie ein unfreiwillig Mithörenden gefühlt und zeitweise war es mir etwas zu sprunghaft und fahrig.
Es war nett, durch die Lektüre nochmal die eigenen Gewohnheiten und Traditionen zu überdenken und vielleicht neu zu bewerten, aber mehr Mehrwert hat mir diese Lektüre nicht geboten.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Faszinierende Geschichte, aber mich hat sie nicht ganz überzeugt

Die Leuchtturmwärter
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Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war ...

Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war passiert?
Um diese Tatsache spinnt sich der Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt und der sehr plastisch das Leben eines Leuchtturmwärters und seiner Familie schildert. Es geht um den Job als solchen, der so manche Entbehrung und so manche einsame Zeit mit sich bringt. Konfrontiert mit der ganzen Kraft des Meeres – abgeschnitten von der Außenwelt. Und dann verschwinden die Drei.
Jahre später versucht ein Schriftsteller nochmal neu zu ergründen, was damals vorgefallen sein könnte und dann werden wir mit den Erinnerungen und auch mit einigen Offenbarungen der hinterbliebenen Witwen konfrontiert.
Ja und dann, man möchte so langsam auch wissen, was vorgefallen ist – kommt die Enthüllung – aber irgendwie so kurz und knapp, dass ich sie erst überlesen hatte und dann, als mir klar wurde, dass ich, als Leser es nun weiß, aber nicht die Frauen, die ihre Männer betrauern mussten, stellte sich ein sehr unbefriedigendes Gefühl ein.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das Buch nun schlussendlich finden soll, wie ich es bewerten soll. Daher habe ich meine Rezension lange vor mir hergeschoben. Da ich eine große Leuchtturm Liebhaberin bin und dieser für mich in der Symbolik viel bedeutet, hatte mich der Titel angesprochen. Und ja, meine verklärte Sicht ist etwas geradegerückt worden. Es war ein entbehrungsreicher Job, mit viel Verantwortung und mit langen Zeiten der Einsamkeit und der Eintöne, während die Frauen ebenfalls allein mit Haus, Garten, Kindern waren.
Stellenweise habe ich mit den Protagonisten schwergetan und wusste dann nicht mehr so genau, wer nun zu wem gehörte und mich hat letztendlich nur meine Neugier davor bewahrt, die Lektüre vorzeitig zu beenden. Und da das Buch so gelobt wurde, fällt es mir auch schwer, ehrlich meine Meinung zu schreiben. Aber die Leser sind ja unterschiedlich – mit hat es nicht ganz überzeugt.

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