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Chianti

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2017

Mitreißender Auftakt!

Infiziert (Bd.1)
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Seit fast einem Jahr wird Callie vermisst.
Shay hat sie am Tag ihres Verschwindens gesehen und kontaktiert ihren Bruder Kai, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, seine Schwester lebend zu finden.
Doch ...

Seit fast einem Jahr wird Callie vermisst.
Shay hat sie am Tag ihres Verschwindens gesehen und kontaktiert ihren Bruder Kai, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, seine Schwester lebend zu finden.
Doch während sich die beiden auf die Suche nach Hinweisen machen, breitet sich eine tödliche Krankheit in Schottland aus, die vor niemanden haltmacht.

"Infiziert" ist der Auftakt von Teri Terrys Dark Matter Trilogie und wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Shay McAllister und Calista Tanzer erzählt.

Callie ist vor fast einem Jahr verschwunden und Shay erkennt die Zwölfjährige auf einer Vermisstenanzeige wieder, denn sie hat Callie an genau dem Tag gesehen, an dem sie entführt wurde.
Mit Callies Bruder Kai macht sich Shay auf die Suche nach neuen Hinweisen, als eine tödliche Krankheit, die sogenannte Aberdeen-Grippe sich in Großbritannien ausbreitet, an der auch Shay erkrankt. Ganze Teile des Landes werden unter Quarantäne gestellt und bis jetzt ist noch kein Heilmittel bekannt.

Shay ist sechzehn Jahre alt und besitzt ein fotografisches Gedächtnis, das sich im Laufe der Handlung oft als sehr nützlich erweist. Kai ist ein richtiger Beschützertyp, dem das Verschwinden seiner Schwester sehr zusetzt. Callie hat trotz ihrer jungen Jahre schon viel erlebt und lässt sich nicht unterkriegen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, was mir aber gut gefallen hat.
Shay und Kai fühlen sich sehr schnell zueinander hingezogen, nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass gerade eine tödliche Krankheit umgeht, die alle bedroht. Aber mir ging die Entwicklung zwischen den beiden doch viel zu schnell und die Liebesgeschichte ließ mich dann auch irgendwie kalt.

Kaum mit dem Buch begonnen, hat mich die Geschichte sofort mitgerissen! Dadurch, dass sich Callie und Shay mit dem Erzählen abgewechselt haben, hat man besonders am Anfang sehr viel erfahren. Unter anderem auch, was mit Callie passiert ist und wie ihr Verbleib mit dem Ausbruch der Epidemie zusammenhängt.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und auch die Thematik fand ich sehr interessant! Eine Epidemie, bei der fast alle Menschen, die erkrankt sind, sterben und wo die Suche nach einem Heilmittel erst beginnt. Aber Teri Terry hat auch ein paar übersinnliche Elemente mit in die Geschichte einfließen lassen, insgesamt ein gelungener und spannender Genre-Mix!

Fazit:
"Infiziert" von Teri Terry ist ein mitreißender Auftakt!
Durch die kurzen Kapitel konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und die Geschichte konnte mich wirklich fesseln! Die Thematik hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit Callie, Shay und Kai im zweiten Band weitergehen wird!
Ich vergebe vier Kleeblätter.

Veröffentlicht am 10.07.2017

Entführt in die Welt von tausendundeiner Nacht ...

Ein Kuss aus Sternenstaub
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Seit fünfhundert Jahren hat die Dschinny Zahra ihre Lampe nicht mehr verlassen.
In den Ruinen der einst mächtigen Stadt Neruby wird ihre Lampe von dem jungen Dieb Aladdin gefunden, der von nun an ihr Gebieter ...

Seit fünfhundert Jahren hat die Dschinny Zahra ihre Lampe nicht mehr verlassen.
In den Ruinen der einst mächtigen Stadt Neruby wird ihre Lampe von dem jungen Dieb Aladdin gefunden, der von nun an ihr Gebieter ist und drei Wünsche frei hat.

"Ein Kuss aus Sternenstaub" ist ein Einzelband von Jessica Khoury, der aus der Ich-Perspektive der Dschinny Zahra erzählt wird. Hier war es etwas besonderes, dass es wirkte, als würde Zahra einer alten Freundin die Geschichte erzählen, denn ihre Habiba wird immer wieder angesprochen. Anfangs etwas ungewöhnlich, aber es hat einfach gepasst und mir richtig gut gefallen!

Die Autorin entführt den Leser in eine Welt von tausendundeiner Nacht und wir lernen die Dschinny Zahra kennen, die seit über viertausend Jahren an ihre Lampe gebunden ist. Zahra ist eine sehr stolze und starke Protagonistin, die ich auf Anhieb mochte! Sie besitzt ein gutes Herz, auch wenn sie das eher versteckt.
Fünfhundert Jahre musste Zahra in ihrer Lampe ausharren, bis der junge und gewitzte Dieb Aladdin ihre Lampe entdeckt. Gemeinsam gelangen die beiden an den Königshof von Parthenien, wo die Prinzessin Caspida gegen die Intrigen ihrer Verwandtschaft ankämpfen muss.

Aladdin macht seinem berühmten Namen alle Ehre und konnte mich mit seinem Charme schon schnell in seinen Bann ziehen! Aber auch Zahra war dagegen nicht immun, doch die erste Regel der Dschinn lautet, dass sie keine Menschen lieben dürfen.
Zahra und Aladdin haben mir zusammen richtig gut gefallen, weil zwischen den beiden eine tolle Dynamik herrschte. Die Dschinny lässt sich von ihrem Gebieter nichts gefallen und so hatte ich viel Spaß mit den beiden!

Die Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass sie ein wenig gebraucht hat, um wirklich in Schwung zu kommen. Aber das wunderbare orientalische Setting und die spannenden Charaktere haben dafür gesorgt, dass es nicht langweilig wurde!
Auch Zahras Vergangenheit hat mich neugierig gemacht! Man erfährt schon früh, dass ihre letzte Gebieterin und Freundin Roshana durch Zahra verraten wurde und ich war sehr gespannt, was wirklich dahinter steckt.

Fazit:
"Ein Kuss aus Sternenstaub" von Jessica Khoury entführt den Leser in die magische Welt von tausendundeine Nacht. Aber nicht nur das Setting verzaubert, auch die Charaktere machen Spaß! Die Geschichte brauchte etwas, um in Schwung zu kommen, aber ich hatte viel Freude mit Zahra, Aladdin und Caspida, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Gelungener Abschluss!

Die Königin der Schatten - Verbannt
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Um ihr Königreich vor der Mortarmee zu schützen, hat Kelsea sich auf einen Deal mit der Roten Königin eingelassen und ist nun ihre Gefangene. Doch die Königinnen-Garde rund um Mace und Pen schmiedet schon ...

Um ihr Königreich vor der Mortarmee zu schützen, hat Kelsea sich auf einen Deal mit der Roten Königin eingelassen und ist nun ihre Gefangene. Doch die Königinnen-Garde rund um Mace und Pen schmiedet schon eifrig Pläne, um ihre Königin aus Mortmesne zu befreien.

"Verbannt" ist der dritte und abschließende Band von Erika Johansens Die Königin der Schatten Trilogie. Mir haben die ersten beiden Bände so gut gefallen, dass ich es kaum noch erwarten konnte, endlich den dritten Band zu lesen! Ich wollte wissen, wie es mit Kelsea weitergehen würde und es gab noch so viele unbeantwortete Fragen! Wer steckt hinter dem Fetch? Was hat es mit Rowland Finn auf sich? Wer war Kelseas Vater? Was ist Evelyn Raleighs Geschichte? Und natürlich die Frage, ob Kelsea sich befreien und ihr Königreich Tearling retten würde! Ich konnte es also kaum erwarten, mit diesem Buch zu beginnen!

Auch dieser Band wurde aus mehreren personalen Erzählperspektiven erzählt und so durften wir unter anderem in die Sichten von Kelsea Glynn, Pater Tyler, Aisa, dem Fetch, der Roten Königin und der Torwache Javel eintauchen.
Auch die Vergangenheit spielte wieder eine große Rolle in diesem Abschluss. Während wir im zweiten Band Lily Mayhew und mit ihr die Zeit vor der Überfahrt kennenlernen durften, lernten wir im dritten Band Katie Rice kennen, ein Kind der ersten Generation. Durch ihre Perspektive lernte man das Leben nach der Überfahrt in Neulondon kennen.

Insgesamt haben mir die häufigen Sichtwechsel gut gefallen, weil man dadurch einen sehr guten Überblick über die Handlung bekommen hat. Am liebsten habe ich aus Kelseas Sicht gelesen, aber auch die Rote Königin war ein sehr interessanter Charakter, weil man viel über ihre Vergangenheit erfahren hat!
Ich hatte allerdings auch ein wenig das Gefühl, dass die Geschichte besonders im Mittelteil nicht wirklich vorangekommen ist. Man wechselt immer wieder in eine andere Perspektive, jeder Charakter kommt ein Stück voran, aber es zog sich doch ein wenig. Trotzdem habe ich mich nie gelangweilt! Bei manchen Charakteren habe ich mich anfangs noch gefragt, welche Rolle sie überhaupt in der Geschichte spielen und hatte dann doch viel Freude dabei zuzusehen, wie sie ihren Platz gefunden haben.

Das letzte Drittel des Buches konnte mich wieder komplett in seinen Bann ziehen! Die Geschichte von Tearling ist einfach richtig spannend und ich liebe die Welt, in die Erika Johansen den Leser entführt. Man hat viel über die Vergangenheit erfahren, aber auch in der Gegenwart spitzte sich die Lage immer weiter zu! Kelsea ist eine Gefangene der Roten Königin, die nach ihrem Rückzug aus Tearling immer mehr die Kontrolle über ihre Untertanen und ihr Königreich verliert.
Die Geschichte konnte mich immer mehr begeistern, aber dann kamen die letzten dreißig Seiten.
Ich weiß, dass es ein gutes Ende ist, das Sinn macht und irgendwo auch zu der Geschichte passt.
Aber mir kam das Ende zu abrupt und es kann mich leider nicht zufriedenstellen. Auf viele wichtige Fragen hat man eine Antwort bekommen, aber längst nicht auf alle. Ich mochte die Entwicklung der Geschichte am Ende nicht und wäre mit einem anderen Ende, vielleicht auch nur einem zusätzlichen Epilog wahrscheinlich glücklicher gewesen. So bin ich etwas unschüssig, weil mir der dritte Band eigentlich so gut gefallen hat!

Fazit:
"Die Königin der Schatten - Verbannt" von Erika Johansen ist ein großartiger dritter Band, der für meinen Geschmack im Mittelteil ein wenig gezogen hat, aber mich trotzdem fesseln konnte!
Ich liebe die Welt und die Geschichte von Tearling und fand es klasse, dass man beides noch besser kennenlernen durfte und viele Antworten bekommen hat.
Mit dem Ende bin ich persönlich nicht glücklich, ich wünsche mir ehrlich gesagt sogar, dass die Geschichte eine andere Richtung eingeschlagen und ein anderes Ende genommen hätte.
Doch das ändert nichts daran, dass "Verbannt" ein gelungener und spannender Abschlussband ist. Deshalb vergebe ich vier Kleeblätter.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Toller Auftakt!

True North - Wo auch immer du bist
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Audrey Kidder staunt nicht schlecht, als sie für ihren Job nach Vermont fährt und gleich auf der ersten Farm, die sie besuchen muss, auf ihre Ex-Affäre Griffin Shipley trifft.
Zwischen ihrer letzten Begegnung ...

Audrey Kidder staunt nicht schlecht, als sie für ihren Job nach Vermont fährt und gleich auf der ersten Farm, die sie besuchen muss, auf ihre Ex-Affäre Griffin Shipley trifft.
Zwischen ihrer letzten Begegnung liegen fünf Jahre, doch die Zeit hat nichts daran geändert, dass die beiden sich stark zueinander hingezogen fühlen.

"Wo auch immer du bist" ist der Auftaktband von Sarina Bowens True North Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Audrey und Griff erzählt wird.

Audrey hat mit ihrer föhlichen Art einfach nur Spaß gemacht! Sie ist ein Sonnenschein, den so leicht nicht unterkriegen kann, weder ihre schwierige Mutter, noch die Boston Premier Group, ihrem Arbeitgeber. Audrey ist von zwei Colleges geflogen und hat dann auf einer Kochschule ihre Liebe zum Kochen entdeckt. Ihr größter Wunsch ist es ein eigenes Restaurant zu eröffnen, doch die BPG lässt sie nicht mal in einer Küche arbeiten, sondern schickt sie nach Vermont, um dort Farmer zu überzeugen ihre Produkte zu einem geringen Preis an die BPG zu verkaufen.
So trifft Audrey auch den grummeligen Griff wieder, mit dem sie auf dem College ein paar heiße Nächte verbracht hat. Sie haben sich seit fünf Jahren nicht gesehen, doch die enorme Anziehungskraft ist geblieben. Griff wollte eigentlich Footballspieler werden, doch der plötzliche Tod seines Vaters hat ihn auf die Farm seiner Familie zurückgebracht, wo er nun leidenschaftlich Cider herstellt.

Ich mochte nicht nur Griffin und Audrey total gerne, auch die Atmosphäre des Buches hat mir richtig gut gefallen! Zum Großteil spielt die Geschichte in Vermont, auf Griffins Farm, wo er Äpfel anbaut und seinen hochwertigen Cider herstellt. Die Liebe zu den Lebensmitteln spielte in dem Buch eine große Rolle, auch weil Audrey das Kochen liebt und Griff seine selbst angebauten Produkte. Aber auch die freundliche Familie Shipley hat dazu beigetragen, dass ich "True North - Wo auch immer du bist" wirklich genossen habe und es zu einem Wohlfühlbuch geworden ist!

Fazit:
"True North - Wo auch immer du bist" von Sarina Bowen hat mir richtig gut gefallen!
Audreys und Griffins Liebesgeschichte fand ich klasse und besonders die fröhliche Audrey konnte mich begeistern! Das Buch war total angenehm zu lesen, irgendwie ein richtiges Wohlfühlbuch und so vergebe ich gute vier Kleeblätter, denn es war viel zu schnell zuende!

Veröffentlicht am 19.06.2017

Hat mir viel besser gefallen, als der erste Band!

These Broken Stars. Jubilee und Flynn (Band 2)
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Eigentlich wollte Flynn nur Informationen sammeln, als er in einer Bar auf Captain Lee Chase trifft.
Um nicht als Rebell verhört zu werden, entführt Flynn die Offizierin und nimmt sie mit in seine Welt.
Die ...

Eigentlich wollte Flynn nur Informationen sammeln, als er in einer Bar auf Captain Lee Chase trifft.
Um nicht als Rebell verhört zu werden, entführt Flynn die Offizierin und nimmt sie mit in seine Welt.
Die beiden stehen auf unterschiedlichen Seiten eines blutigen Krieges, doch als sie eine verhängnisreiche Entdeckung machen, werden sie plötzlich zu Verbündeten.

"These Broken Stars - Jubilee und Flynn" ist der zweite Band von Amie Kaufmans und Meagan Spooners Starbound Trilogie und erzählt die Geschichte von Captain Jubilee Chase und dem Rebellen Flynn Cormac. Das Buch wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt.

Der erste Band um Lilac und Tarver ist ehrlich gesagt hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben, aber hat mir dann auch nicht so schlecht gefallen, denn dem zweiten Band wollte ich auf jeden Fall eine Chance geben! Und ich bin gerade sehr froh über meinen Entschluss, denn die Geschichte von Jubilee und Flynn hat mir deutlich besser gefallen!

Während Jubilee ein Wunderkind des Militärs und mit ihren achtzehn Jahren bereits Offizierin ist, steht der Rebell Flynn genau auf der anderen Seite. Seit Jahren bekämpfen sich die Fianna und das Militär auf dem Planeten Avon, der seit Jahrzehnten seinem Terraformierungsplan hinterherhinkt. Etwas hält Avons Entwicklung auf und obwohl sie auf verschiedenen Seiten stehen, versuchen Jubilee und Flynn gemeinsam herauszufinden, wer oder was dahinter steckt.
Jubilee ist eine starke und selbstbewusste Frau, die weiß, wie man kämpft und tötet, aber auch sehr hilfsbereit und aufopfernd ist. Flynn liebt sein Volk, die Fianna und möchte ihnen ein besseres Leben ermöglichen, am liebsten ohne Kampf. Ich mochte die beiden richtig gerne und konnte absolut mit ihnen mitfiebern!

Während mich die Handlung des ersten Bandes nicht wirklich packen könnte, konnte mich der zweite Band fast komplett mitreißen! Die Lage auf Avon ist angespannt, eine Rebellion steht kurz bevor und Jubilee und Flynn sind selten Atempausen vergönnt. Die beiden sind ständig auf der Flucht oder müssen um ihr Leben und für ihre Überzeugungen kämpfen, da wurde es niemals langweilig!
Auch die galaktische Welt, in der uns die Autorinnen entführen, hat mir wieder richtig gut gefallen und ich bin gespannt, wie die Geschichte im abschließende Band um Gideon und Sofia weitergehen wird!

Fazit:
"These Broken Stars - Jubilee und Flynn" von Amie Kaufman und Meagan Spooner hat mir sehr viel besser gefallen, als der erste Band!
Ich mochte Flynn und Jubilee richtig gerne und konnte mit ihnen mitfiebern. Die Geschichte war sowieso sehr spannend und konnte mich einfach packen.
Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter an einen zweiten Band, der mir viel besser gefallen hat, als ich gehofft habe!