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Veröffentlicht am 19.12.2022

schöne Lektüre für zwischendurch

Das kleine Bücherdorf: Winterglitzern
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Als Vicky eines Abends nach Hause kommt, zeigt ihr der Portier ihres Hauses den Brief eines Jungen, der diesen an seine verstorbene Mutter geschickt hat. Dabei ein Foto des Jungen mit einer seltenen Erstausgabe ...

Als Vicky eines Abends nach Hause kommt, zeigt ihr der Portier ihres Hauses den Brief eines Jungen, der diesen an seine verstorbene Mutter geschickt hat. Dabei ein Foto des Jungen mit einer seltenen Erstausgabe von Alice im Wunderland. Als ihr Vater das Foto sieht, schickt er Vicky nach Schottland, sie soll die Ausgabe für sein Autktionshaus besorgen. Doch dort angekommen, kommt es zu Missverständnissen, die Vicky nicht gleich aufklärt und so landet sie bei Graham im Laden als Aushilfe und anstatt mit ihm über das Buch zu verhandeln, lernt sie ihn und seinen Sohn Finlay immer besser kennen.

Mir hat die Geschichte an sich recht gut gefallen, die Figuren waren gut gezeichnet und auch das schottische Bücherdorf stand mir vor Augen. Ein bisschen anstrengend fand ich Vickys Anfälle von schlechtem Gewissen, die sie immer wieder hat, dabei aber das eigentlich Missverständnis nie aufklärt. Aber gut nur so funktioniert der Plot und am Ende hat das Buch dann auch einen runden Abschluss gehabt. Ich bin auch gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird, bei dem dann Grahams Schwester Shona im Fokus stehen wird. Ich hoffe, sie ist netter, als sie in diesem Band rüber kommt, ich fand sie hier doch ziemlich anstrengend.

Ich kann das Buch durchaus empfehlen. Die Stimmung im Bücherdorf kommt gut rüber und die Einwohner sind ein interessantes Völkchen, bei dem es Spaß macht deren Traditionen zu folgen. Ich hoffe im nächsten Band auch Graham, Finlay und vielleicht auch Vicky wiederzutreffen.

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Veröffentlicht am 11.12.2022

interessante Gespräche

"Guten Abend, meine Damen und Herren"
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Dagmar Berghoff war lange Jahre das Gesicht der Tagesschau und jeden Abend zu Gast in Millionen deutscher Wohnzimmer. Für Constantin Schreiber war sie auch immer ein Vorbild, was er auch immer in Interviews ...

Dagmar Berghoff war lange Jahre das Gesicht der Tagesschau und jeden Abend zu Gast in Millionen deutscher Wohnzimmer. Für Constantin Schreiber war sie auch immer ein Vorbild, was er auch immer in Interviews so betont hat.

Nach solch einem Interview kontaktiert ihn Dagmar Berghoff und sie verstehen sich gut, so entsteht die Idee, die Gespräche fortzusetzen, aufzuzeichnen und ein Buch daraus zu machen.

Entstanden ist dabei ein Rückblick auf Berghoffs Leben und auch auf die Geschichte der Tagesschau. Nach Jahrzehnten aufgeteilt sprechen die beiden über die jeweiligen Ereignisse. Die Kapitel beginnen immer mit einem Rückblick auf die jeweiligen Ereignisse, ergänzt um die Fernseh- und Kino Highlights des jeweiligen Zeitraums.

Mit 168 Seiten kann man natürlich keine umfangreiche Biografie erwarten, es ist eher ein Streifzug durch Berghoffs Leben. Ich hätte hier gern mehr erfahren, mehr Anekdoten aus ihrem Leben gelesen. Schließlich war sie ja nicht nur Miss Tagesschau, sondern eine durchaus vielseitige Moderatorin, die bestimmt viel über das deutsche Fernsehen in drei Jahrzehnten zu erzählen hat.

Von mir aber durchaus eine Leseempfehlung für dieses schmale Büchlein.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Cosy Crime

Je süßer das Gift
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Mags hat sich breitschlagen lassen und geht mit Miss Clara auf eine Busreise durch diverse britische Gärten. Unterwegs kommt es zu einigen unschönen Vorfällen, die damit gipfeln, dass ein Mitglied der ...

Mags hat sich breitschlagen lassen und geht mit Miss Clara auf eine Busreise durch diverse britische Gärten. Unterwegs kommt es zu einigen unschönen Vorfällen, die damit gipfeln, dass ein Mitglied der Reisegruppe ums Leben kommt. Als Mags ihre Zweifel an einem Selbstmord äußert, wird sie von den ermittelnden Beamten abgewiesen. Doch Mags wäre nicht Mags, wenn sie nicht mit Hilfe von Verbündeten hinter die wahren Umstände kommen würde.

Diesmal ermittelt Mags nicht in Stonehaven, sondern unterwegs, was es möglich macht auf Seiten der Polizei neue Figuren einzuführen. Allerdings muss ich sagen, dass mir der Krimi in diesem Band fast ein wenig zu kurz kam. Die Auflösung am Ende ist zwar wie gewohnt spektakulär, allerdings ist man an Mags Überlegungen als Leser kaum beteiligt. Trotzdem ist das Buch schön geschrieben, man hatte nur ein wenig den Eindruck, dass der Autorin etwas die Inspiration gefehlt hat, wie man Mags in einen weiteren Kriminalfall verwickeln kann.

Ich habe das Buch gerne gelesen und würde gerne weiter mehr über Mags und Sam lesen. Von daher bin ich gespannt, ob es weitere Bände der Reihe geben wird.

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Informatives Sachbuch

Im Rausch des Vergnügens
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Ian Mortimer nimmt uns mit auf eine Reise ins England der Regency Zeit. Dabei ist zu beachten, dass diese Zeitspanne einen Zeitraum von ca. 40 Jahren umfasst, in dem sich ziemlich viel verändert. Von daher ...

Ian Mortimer nimmt uns mit auf eine Reise ins England der Regency Zeit. Dabei ist zu beachten, dass diese Zeitspanne einen Zeitraum von ca. 40 Jahren umfasst, in dem sich ziemlich viel verändert. Von daher muss man immer beachten, in welcher Zeit genau man sich befindet.

Das Buch umfasst eine breite Auswahl an Themengebieten. Man lernt alles über das damalige Gesellschaftssystem, die Unterschiede zwischen London, anderen Städten und dem Leben auf dem Land. Das Essen, das Wohnen und auch die medizinische Forschung sind Themen, die der Autor aufs genaueste beleuchtet.

Das Buch ist auf jeden Fall ein Quell des Wissens über diese Zeit. Man bekommt doch ein gutes Gespür für das Leben. Allerdings ist es kein Buch zum am Stück lesen, dafür sind es dann doch zu viele Informationen. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht immer wieder darin zu blättern. Sicher ist es auch ein gutes Nachschlagewerk, wenn man sich mit Büchern aus und über diese Zeit beschäftigt. Der Ausführliche Bildteil am Ende gibt auch noch einen guten Eindruck.

Von daher kann ich das Buch durchaus empfehlen, es gibt einen sehr detaillierten Einblick in die Zeit Jane Austens.

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Was Freundschaft kann

Das Wunder von Bahnsteig 5
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Iona liebt es jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Ihr Mitfahrer bekommen von ihr alle einen Spitznamen verpasst, aber ansprechen würde sie sie nie. Doch eines Tages verschluckt sich einer ihrer ...

Iona liebt es jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Ihr Mitfahrer bekommen von ihr alle einen Spitznamen verpasst, aber ansprechen würde sie sie nie. Doch eines Tages verschluckt sich einer ihrer Mitfahrer an einer Traube und erstickt fast. Durch den Einsatz von Sanjay, einem Krankenpfleger, kann der Erstickungstod verhindert werden und nach und nach knüpfen die Mitreisenden immer mehr Kontakte zueinander.

Iona ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Gruppe von Menschen, zu der außer Sanjay auch noch Piers, Emmie, Martha und zu guter Letzt auch David gehören. Sanjay hat sich in Emmie verkuckt und Iona versucht die beiden zu verkuppeln. Piers ist derjenige, der sich an der Traube verschluckt und dessen Leben durch Sanjays Rettungsaktion eine Wende nimmt. Martha ist Schülerin und wird in der Schule gemobbt. Iona nimmt sie unter ihre Fittiche und versucht ihr aus dieser Situation zu helfen. Und auch Iona hat so ihre Probleme, auch wenn die anderen sich das eigentlich nicht vorstellen können.

Es geht in diesem Buch um ganz viele Themen, Mobbing in der Schule und im Beruf, Jobverlust, toxische Beziehungen und einiges mehr. Ich fand die einzelnen Schicksale der Protagonisten sehr interessant und auch die Art und Weise, wie aus vielen einzelnen Zugfahrern eine Gruppe wird, die sich gegenseitig unter die Arme greift. Durch den Wechsel der Perspektive mit jedem Kapitel lernt man die Protagonisten auch gut kennen und sieht, wie sehr das Auftreten die Umwelt doch täuschen kann. Denn jeder aus der Gruppe hat so seine Vorurteile den anderen gegenüber, die sich meist als ziemlich haltlos herausstellen.

Trotzdem muss ich sagen, war mir gerade Iona teilweise einfach zu übergriffig und zu künstlich auf jung getrimmt. Das hat mich in der Mitte der Geschichte ziemlich genervt. Gegen Ende nimmt die Story dann an Fahrt auf und am Ende kann man das Buch dann auch versöhnt zuschlagen.

Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung. Es war ein gut zu lesendes Buch, in dem es um Freundschaft und die Kraft einer Freundesgruppe geht.

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