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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2023

Ich bin immer noch sprachlos

Sieben Minuten nach Mitternacht
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Ja, tatsächlich bin ich sprachlos. Sprachlos von diesem wunderbaren aber tieftraurigen und doch so hoffnungsvollem Buch. Sprachlos von den Bildern, die Patrick Ness da zu Papier gebracht hat.
Ich liebe ...

Ja, tatsächlich bin ich sprachlos. Sprachlos von diesem wunderbaren aber tieftraurigen und doch so hoffnungsvollem Buch. Sprachlos von den Bildern, die Patrick Ness da zu Papier gebracht hat.
Ich liebe den Schreibstil des Autors sowieso und hatte mit dieser Geschichte irgendwie etwas Fantastischeres erwartet. Bekommen habe ich dagegen eine so wahre und echte Geschichte, dass es stellenweise weh tut.
Mit Connor habe ich richtig mitgelitten. In diesem Buch geht es für mich weniger um seinen Charakter an sich als um seinen Umgang mit der Situation. Er ist eigentlich ein wirklich herzenguter Charakter, der dann aber unerwartet handelt. Aber wenn man weiß, was sich in seinem Kopf so los ist, ergibt es eben doch Sinn.
Außerdem ist da ja noch der "Yew Tree", also die Eibe, bzw. das Monster, das drei ganz unterschiedliche Geschichten für Connor hat. Alle haben sie aber eines gemeinsam: Es ist tiefer und komplizierter als es auf den ersten Blick scheint. So habe ich die Geschichten immer sehr interessiert und aufmerksam gelesen.
A monster calls/Sieben Minuten nach Mitternacht ist nicht leicht, es liegt schwer im Magen und im Herzen. Aber auf eine Art, wie ich bei Büchern schätze und liebe.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Grandioses Finale

Chaos Walking
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Was. ein. Finale! Nachdem ich Band 1 geliebt habe, Band 2 gegenüber aber kritisch gegenüber stand, hatte ich so meine Zweifel, ob Band 3 mir wieder besser gefallen würde. Und was soll ich sagen? Es hat ...

Was. ein. Finale! Nachdem ich Band 1 geliebt habe, Band 2 gegenüber aber kritisch gegenüber stand, hatte ich so meine Zweifel, ob Band 3 mir wieder besser gefallen würde. Und was soll ich sagen? Es hat mir gefallen!

Patrick Ness ist ein genialer Autor, der einen sehr eigenen Schreibstil hat. Was mich besonders fasziniert ist aber die Art, wie er Charaktere beschreibt und agieren lässt. Es gibt so viele Parallelen zwischen verschiedenen Figuren, die dann aber vollkommen anders handeln, was ich total interessant finde! Der Hauptmerk liegt natürlich wieder bei Todd und Viola. Beide entwickeln sich im Verlaufe des Buches, aber sie „verbessern und optimieren“ sich nicht ständig. Sie machen auch mal Fehler und Rückschritte.

Obwohl es ab und an den Anschein macht, als würde man auf der Stelle stehen, ergibt das im großen und Ganzen Sinn und beschreibt eigentlich genau das, was die Handlung ausmacht. Schwierig, das ohne Spoiler zu erklären 😀 Ich habe das Buch jedenfalls nicht einmal als langatmig empfunden und konnte gar nicht aufhören.

Die letzte Seite des Buches kam dann also doch irgendwie zu schnell. Ich als bekennender Endenanzweifler und größter Kritiker letzter Kapitel bin in diesem aber Fall ziemlich zufrieden mit diesem bittersüßen Ende

Fazit: Dank sei Patrick Ness, dass er mit diesem Band so ein grandioses Finale für diese wunderbare Reihe geschaffen hat, die ich wirklich liebe. Der Schreibstil ist definitiv gewöhnungsbedürftig ebenso wie Todd als Hauptcharakter. Aber ich kann euch nur empfehlen dem Ganzen eine Chance zu geben.

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Veröffentlicht am 20.12.2022

Edinburghs Geheimnisse

Anatomy
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„Tote beißen nicht. Sie tun dir gar nichts. Es sind die Lebenden, die dir weh tun.“ – J.

Ich kann nicht behaupten, dass Anatomy für mich eine positive Überraschung war, denn irgendwie hatte ich bereits ...

„Tote beißen nicht. Sie tun dir gar nichts. Es sind die Lebenden, die dir weh tun.“ – J.

Ich kann nicht behaupten, dass Anatomy für mich eine positive Überraschung war, denn irgendwie hatte ich bereits im Gefühl: Das mit uns beiden, das wird was! Und mein Bauchgefühl lag dieses Mal richtig!

Das Setting des Edinburgh im Jahre 1817 gefällt mir schon unheimlich gut. Unheimlich ist aber auch das Stichwort, denn die Geschichte wird düster und ist nicht ganz ohne. Die Atmosphäre ist immer etwas dunkel und geheimnisvoll, die Stadt scheint nur so davor zu triefen. Und mittendrin befindet sich unsere Protagonistin Hazel, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Chirurgin zu werden.

Hazel ist eine fantastische Protagonistin mit viel Mut und Willen, aber nicht ohne Respekt. Sie setzt sich für ihre Ziele ein, ist klug und strebsam und erkennt auch mal ihre Fehler, was ich sehr an ihr mag. Beim Lesen habe ich mich immer wieder über die Männer und Frauen aufgeregt, die Hazel unterschätzen und ihr ihr Können absprechen, da sie nun mal eine Frau ist und wir wissen ja: Wir Frauen können sowas nicht. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass ich ab und an echt vergessen habe, dass das ja wirklich so gewesen ist und in einigen Teilen der Welt noch immer so ist.

Hazel bekommt auch einen Love Interest, allerdings ist die Romanze zum Glück eher im Hintergrund und Hazels Liebe zur Medizin steht im Vordergrund. Jack ist aber ein großartiger, eher stiller und lieber Mensch. Die Beziehung zwischen den beiden finde ich sehr schön und authentisch. Die Figur des Bernard empfand ich dagegen oft als sprunghaft und wackelig. Da hätte ich mir mehr, nennen wir es mal Charakterkonstanz, gewünscht.

Bei Anatomy konnte ich ganz wunderbar Theorien spinnen. Davon haben sich einige bewahrheiten können, andere habe ich in ähnlicher Weise vermutet. Ich bin ehrlich: Das Ende hat mich eher wenig überrascht, was mich aber nicht so sehr stört. Das Buch ist bis zum Ende eher ein historischer Roman, bekommt aber im Finale einen kleinen Fantasy-Touch. Ich glaube, das kann man lieben oder hassen. Da ich aber seltsamerweise eh davon ausgegangen bin, dass ich Fantasy lese, hat es mich gar nicht gestört. Allerdings wird mir eine Sache am Ende etwas zu einfach gelöst.

Fazit: Ich habe diese Geschichte wirklich gern gelesen und bin sehr gespannt auf den zweiten Band. Leider muss man sagen, dass der Klappentext etwas viel verrät. Aber: Ein angenehmer Schreibstil, ein interessanter Plot, eine Stadt voller Geheimnisse und eine süße, passend dezente Lovestory – Was will ich denn mehr?

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Vorhang auf für Kate & Anderson

Kate in Waiting
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Ich lieb's, ich lieb's, ich lieb's!

Von diesem Buch hatte ich ehrlich gestanden gar nicht allzu viel erwartet: Eine süße Story und unterhaltsame Stunden. Das habe ich bekommen, aber ich bekam noch mehr!

Zunächst ...

Ich lieb's, ich lieb's, ich lieb's!

Von diesem Buch hatte ich ehrlich gestanden gar nicht allzu viel erwartet: Eine süße Story und unterhaltsame Stunden. Das habe ich bekommen, aber ich bekam noch mehr!

Zunächst einmal ist Kate für mich eine wundervolle junge Protagonistin. Um ehrlich zu sein fühlt sich mein 16-jähriges Ich Kate viel zu verbunden :D Ich mag einfach ihre Verliebtheit in die Liebe und wie sie langsam dahinter kommt, was der Unterschied zwischen Liebe und Verknalltkeit ist. Ich liebe ihre Liebe zum Theater und zu Musicals und wie sie unbedingt auf der Bühne stehen möchte. Nicht nur um bejubelt zu werden, sondern um für das Bejubelt zu werden, was sie liebt zu tun. Und ich liebe ihre Freundschaft zu Anderson.

Der Konflikt, der sich zwischen den beiden anbahnt, ist dabei viel tiefgründiger und berechtiger, als zuerst angenommen. Durch diese wirklich verzwickte Situation, hat die Story für mich die passende Portion Drama. Dazu kommt noch eine Menge Humor, der vielleicht manchmal etwas drüber ist. für mich aber perfekt und erfrischend.

Ich habe jede Seite dieser niedlichen Story genossen und hätte Kate und Anderson auch bei ihrem nächsten Stück noch gern begleitet.

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Veröffentlicht am 04.10.2022

Gewohnt großartig

Nothing more to tell
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Seit ich One of us is lying gelesen habe, muss einfach jedes neue Buch der Autorin einziehen. Ich liebe ihre Jugendthriller und so war auch NMTT wieder genau nach meinem Geschmack.
Vor Allem liebe ich ...

Seit ich One of us is lying gelesen habe, muss einfach jedes neue Buch der Autorin einziehen. Ich liebe ihre Jugendthriller und so war auch NMTT wieder genau nach meinem Geschmack.
Vor Allem liebe ich auch hier wieder, dass die Protagonisten und die Geschichten aller, die in den Fall verstrickt sind, im Vordergrund stehen. Das gibt den Figuren und so auch der Story selbst Tiefe und sorgt natürlich gleichzeitig dafür, dass man gern in die Irre geführt wird.
So hatte ich auch dieses Mal wieder mehrere Verdächtige und viele Theorien. Tatsächlich bleibt dieses Mal sehr lange offen, wer denn nun wie mit drin steckt. Das hat mich im ersten Moment etwas genervt, bis ich dann dachte, wie genial es denn ist, dass ich bis zum Ende noch nicht alles weiß. Tatsächlich lag ich mit der Person/den Personen (wir wollen ja nicht spoilern, wer und wie viele involviert sind) sogar von Anfang an richtig, hatte aber ein anderes Motiv und hab das dann doch noch so zwei bis viertausendmal über den Haufen geworfen.
Mit Brynn bekommen wir wieder eine gewohnt starke Protagonistin, die aber auch Schwäche zeigt. Die Idee, warum Brynn an dem Fall arbeitet, fand ich sehr gut, da das auch viele Türen im Buch geöffnet hat ohne dass ich dauern hinterfragt habe, warum eine Teenagerin da eigentlich ermittelt. In Tripp kann man sich übrigens durchaus verlieben. Trotzdem sind die Protagonisten und Figuren denen aus anderen Werken der Autorin aber sehr ähnlich.
Fazit: Never change a running system? Für mich funktionieren diese Bücher einfach unheimlich gut. Und auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass sich etwas wiederholt, bietet jedes Buch seine eigene Story und einen ganz eigenen Reiz.

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