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Veröffentlicht am 18.04.2023

Runder Abschluss

Das verschwundene Fräulein
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Norderney Juli 1914: Während die Adeligen auf der Insel die Sommerfrische zelebrieren, treffen mit den Schiffen der Kaiserlichen Marine erste Vorzeichen des drohenden Krieges im Seebad ein. Dann verschwindet ...

Norderney Juli 1914: Während die Adeligen auf der Insel die Sommerfrische zelebrieren, treffen mit den Schiffen der Kaiserlichen Marine erste Vorzeichen des drohenden Krieges im Seebad ein. Dann verschwindet Ilse von Manteuffel, die Tochter des Flottenadmirals, spurlos. Kurz darauf erhält ihre Familie einen schockierenden Brief – in drei Tagen soll die junge Frau sterben. In der Hoffnung, Ilses Leben zu retten, begeben sich Kriminalassistent Christian Hinrichs und seine Partnerin Viktoria Berg auf die Suche. Doch welches Motiv hegt der Entführer? Ist er gar ein feindlicher Spion? Aber auch in der Familie der Entführten lauern dunkle Schatten … (Inhaltsangabe lovelybooks)

Viktoria Berg und Christian Hinrichs ermitteln in ihrem vierten und gleichzeitig letzten Fall. Eine meiner Lieblingsreihen findet mit diesem Buch ihren Abschluss.

Ich bin so hin- und hergerissen, was dieses Buch betrifft. Es war so atmosphärisch und so emotional. Elsa Dix hat so einen fesselnden und packenden Schreibstil. Die Seiten verfliegen nur so und schon hat man das Buch durchgelesen. Allerdings konnte ich keine volle Punktzahl geben. Die teilweise Distanz und fast schon Kälte zwischen den beiden Hauptfiguren hat mir sehr zugesetzt. Die Ehrlichkeit und Leidenschaft zwischen ihnen waren wie weggewischt, als hätte es sie nie gegeben. Dabei haben sie so lange für ihre Liebe gekämpft. Sicher, die Umstände und Ermittlungen taten ihr übriges und es gab einfach nicht den richtigen Moment. Ich bin schon fast davon ausgegangen, es gibt kein Happyend mehr.

Der Fall war sehr spannend. Es gab reichlich Verdächtige, Geheimnisse und Enthüllungen während Christians Ermittlungen. Und am Ende gab es einen runden und versöhnlichen Abschluss. Ich hätte die beiden sehr gerne noch weiter verfolgt, selbst zu Kriegszeiten.

Ich möchte Elsa Dix für diese wunderschöne Reihe danken und ich bin gespannt auf ihre weiteren Projekte.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Dämonen der Vergangenheit

Verschwiegen
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Als in der Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Polizistin Elma, die selbst in Akranes ...

Als in der Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Polizistin Elma, die selbst in Akranes aufgewachsen und nach dem Ende ihrer Beziehung aus Reykjavík in den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist, übernimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren Kollegen Saevar und Hördur. Gemeinsam stoßen sie auf ein Geheimnis in der Vergangenheit der Toten, dessen Folgen bis heute nachwirken. Im Zuge der weiteren Ermittlungen entdecken Elma und ihr Team nach und nach eine Reihe weiterer, lang verborgener Verbrechen, die die gesamte Community der Stadt erschüttern. Aus den oft bruchstückhaften Erinnerungen von Zeuginnen und Beteiligten müssen sie die Vorkommnisse von damals rekonstruieren. Dabei bleibt nichts so, wie es zunächst scheint, und auch die Ermittlerinnen haben immer wieder mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. (Inhaltsangabe lovelybooks)

Nach einem etwas zähen und langatmigen Anfang, in dem sehr viele Personen eingeführt und einige Handlungssträngen eröffnet wurden, dazu noch einige Geheimnisse angedeutet wurden, konnte mich dieser Kriminalroman doch noch begeistern. Mit der Protagonistin Elma und einigen von den anderen Figuren wurde ich schnell warm. Die Autorin hat Elma sehr authentisch und sympathisch gehalten. Die Geschichte ist eine Reise in eine sehr tragische Vergangenheit voller Dämonen, die heute noch einige Leben beeinflusst. Der Schreibstil ist flüssig und sehr fesselnd. Ich habe vor allem mit Elma, Sara und Elisabet mitgefiebert, deren Geschichte mich berührt und bewegt haben. Allerdings ist das Ende nicht so zufriedenstellend, da viele Fragen offen bleiben und ich nicht das Gefühl hatte, dass hier die Gerechtigkeit gesiegt hat. Ich hoffe darauf, dass es im nächsten Teil Antworten geben wird oder Sachen erneut aufgegriffen werden.

Ein guter Reihenauftakt, der Lust auf weitere Teile macht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Toni und Henny - zwei ungleiche Schwestern

Die Töchter der Ärztin
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Berlin und Afrika, 1928. Henny und Antonia sind die Töchter der berühmten Ärztin Ricarda Thomasius. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie die Liebe zur Medizin. Während Henny sich ...

Berlin und Afrika, 1928. Henny und Antonia sind die Töchter der berühmten Ärztin Ricarda Thomasius. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie die Liebe zur Medizin. Während Henny sich in Berlin eine Praxis für Onkologie aufbaut und für Furore sorgt, träumt die jüngere Toni davon, an den Ort ihrer Kindheit, Ostafrika, zurückzukehren. Nun, mit 27, ist sie auf dem Schiff, das sie diesem Traum näher bringt – gegen den Willen ihrer Mutter, die lange in Afrika gelebt hat. In Daressalam angekommen, fühlt Toni sich sofort zu Hause. Doch die Liebe zu einem geheimnisvollen Mann und ihre unkonventionelle Hilfe für Einheimische bringen sie in große Gefahr. Als Nachricht aus Afrika kommt, dass Toni verschollen ist, muss Familie Thomasius eine Entscheidung treffen … (Inhaltsangabe lovelybooks)

Dies ist eine neue Reihe von Helene Sommerfeld und erzählt die Geschichten von Toni und Henny weiter, von Ricarda Thomasius' Töchtern. Man kann diese Reihe auch als Fortsetzung sehen, denn Rica und Siegfried kommen ebenfalls vor.

Dem Autorenpaar ist diese Fortsetzung sehr gut gelungen. Die Handlung wechselt stets zwischen Berlin und Afrika und wird sehr lebhaft und bunt beschrieben. Ich hatte stets das Gefühl, alles direkt mitzuerleben. Es passiert so einiges, weshalb es auch nie langweilig wurde. Die Schwestern sind sehr unterschiedlich, was alles nur noch abrundet. Toni war mir schon immer sympathisch, mit Henny werde ich weiterhin nicht warm, wünsche ihr dennoch nur das beste. Bei Henny widerspricht sich so einiges und sie wirkt des öfteren kalt. Dagegen fieberte ich direkt mit Toni und ihrer Reise mit und habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut. Es hat mich gefreut, dass man auch weiterhin Rica und Siegfried und natürlich Freystetten mit einbindet. Allerdings habe ich mich das öfteren gefragt, was aus Siegfrieds Schwester geworden ist und ob Käthe noch lebt. Beide Figuren habe ich in der Ärztinreihe sehr gemocht. Über Georgs Leben in München hätte ich ebenfalls gerne mehr erfahren. Ich hoffe, in der Fortsetzung nächstes Jahr ein wenig Aufklärung zu lesen.

Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung für dieses Buch. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung im November 2023.

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Veröffentlicht am 17.09.2022

Gute Fortsetzung

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Glück der Kinder (Hafenärztin 2)
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Hamburg, 1911: In Deutschlands größtem Auswandererhafen kümmern sich die Ärztin Anne Fitzpatrick und die angehende Pädagogin Helene Curtius um Familien. Anne und Helene sorgen sich vor allem um die Kinder, ...

Hamburg, 1911: In Deutschlands größtem Auswandererhafen kümmern sich die Ärztin Anne Fitzpatrick und die angehende Pädagogin Helene Curtius um Familien. Anne und Helene sorgen sich vor allem um die Kinder, von denen viele traumatische Erfahrungen gemacht haben. Plötzlich häufen sich unter den Ärmsten unerklärliche Todesfälle. Kommissar Berthold Rheydt sieht sich die Sache genauer an und stellt fest: Die Opfer wurden vergiftet. Wer hat ein Interesse daran, die Menschen scheinbar wahllos zu töten? Als die drei auf ein toxisches Interessensgeflecht stoßen, begreifen sie: An dem Geschäft mit den Auswanderern lässt sich eine Menge Geld verdienen … (Quelle Klappentext Vorablesen)

Da ich den ersten Band dieser Reihe geliebt habe, habe ich mich sehr auf den zweiten Band gefreut und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Abwechselnd wird erneut aus wechselnden Perspektiven erzählt und ständig wechselt der Fokus, ob nun auf Anne, Helene oder Berthold. Begeistert hat mich hier, dass man als Leser weitaus mehr über Anne erfährt, was ja im ersten Teil noch nicht der Fall war. Der Schreibstil nimmt einen erneut ungemein ein, weswegen ich die ganze Geschichte als total bildhaft und bunt empfand. Ich konnte mir quasi alles vor meinem geistigen Auge vorstellen. Man merkt, dass die Autorin Hamburg liebt. Alle drei Protagonisten setzten sich für die Schwächeren ein. Sie nehmen nicht alles so hin, sondern arbeiten stets an Lösungen.

Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen und freue mich jetzt auf den dritten Teil. Von mir gibt es eine Lese- und Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.06.2022

Wunderschöne Geschichte

Die Frauen vom Inselsalon
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Norderney, Anfang des 20. Jahrhunderts: Für die Fischertochter Frieda geht ein Traum in Erfüllung – sie bekommt eine Stelle im Friseursalon Fisser und damit Zugang zu einer neuen, aufregenden Welt. Ihr ...

Norderney, Anfang des 20. Jahrhunderts: Für die Fischertochter Frieda geht ein Traum in Erfüllung – sie bekommt eine Stelle im Friseursalon Fisser und damit Zugang zu einer neuen, aufregenden Welt. Ihr Glück ist perfekt, als sie den charmanten Joseph Graf Ritz zu Gartenstein kennenlernt. Doch der Standesunterschied macht eine Ehe unmöglich, und bald muss Frieda eine folgenschwere Entscheidung treffen. Auch Friedas Freundin Grete, Tochter einer wohlhabenden Berliner Familie, hat große Pläne. Sie will sich den Vorstellungen ihrer Eltern widersetzen und auf der Insel eine Ausbildung beginnen. Dass sie dabei einem fortschrittlichen jungen Arzt nahe sein kann, macht sie nur noch entschlossener. Doch alles kommt anders, als gedacht: Der Erste Weltkrieg bricht aus, und die Männer versprechen: Weihnachten sind wir zurück! (Quelle Inhaltsangabe Lovelybooks)

Insgesamt betrachtet ein wunderschöner Roman über zwei Mädchen, namens Frieda und Grete, und den Inselsalon auf der Insel Norderney. Erzählt wird immer abwechselnd aus drei Perspektiven, aus Friedas, aus Gretes und der des Salons. Die Autorin liebt Norderney sehr, das merkt man beim Lesen. Allerdings haben die Figuren deutlich an Tiefe verloren, aufgrund des auffallenden Lokalkolorits und der Liebe zu ausführlichen historischen Details. Das fand ich nicht so schön. Ich hatte das Gefühl, Lokalkolorit und die Historik kamen ständig an falscher Stelle, was den Fluss der Geschichte sehr störte. Man begleitet die Mädchen als Teenager bis hin zum Erwachsenwerden und der ersten großen Liebe. Sie gehen durch Höhen und Tiefen, die schön anschaulich beschrieben wurden. An manchen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich habe mit ihnen bis zur letzten Seite mitgefiebert und mitgelitten. Beide machen eine extreme Entwicklung durch. Vor allem gefallen hat mir die Freundschaft zwischen den Mädels und wie sie sich während der ganzen Jahre entwickelt und sehr vertieft hat.

Das erste Drittel konnte mich leider nicht überzeugen, doch dann wuchs die Spannung und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Aus diesem Grund gut gemeinte 4 Sterne von mir. Ich freue mich auf den zweiten Teil, der ja bald erscheint.

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