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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2023

Kannst Du Deiner Erinnerung trauen?

Erinnere dich!
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Als Arno Seitz eine Einladung zum Klassentreffen erhält, brechen bei ihm alte Wunden auf. Denn 20 Jahre zuvor verschwand seine damalige Freundin Maja kurz nach dem Abitur bei einer gemeinsamen Wanderung ...

Als Arno Seitz eine Einladung zum Klassentreffen erhält, brechen bei ihm alte Wunden auf. Denn 20 Jahre zuvor verschwand seine damalige Freundin Maja kurz nach dem Abitur bei einer gemeinsamen Wanderung mit Freunden spurlos verschwand. Dann wird ihm ein Handy zugeschickt, über dem ihm eine unbekannte Person Nachrichten und Fotos schickt und ihn auffordert, sich an das, was damals wirklich geschah, zu erinnern. Gemeinsam mit den Freunden von damals und Majas jüngerer Schwester macht sich Arno zu Ehren Majas erneut auf die Wanderung – und wird bald von verstörenden Erinnerungen gequält.

Max Reiter hat einen faszinierenden, spannenden Thriller über Manipulation und Erinnerung geschrieben, der zum Nachdenken anregt. Wie leicht lassen sich Erinnerungen verändern, sind die Dinge, die wir zu wissen glauben, wirklich wahr? Kann man dem eigenen Gedächtnis trauen? Und wie kann ein Mensch mit der Ungewissheit leben? Dabei kommt dieser Thriller komplett ohne Action oder Gewalt aus, denn alles spielt sich ausschließlich in den Gedanken Arnos ab. Das funktioniert sehr gut, die Personen erscheinen zum großen Teil authentisch und ich konnte gut mit Arno mitfühlen. Das Thema Gedanken- bzw. Erinnerungsmanipulation fand ich hochinteressant und auch ein wenig beängstigend.

Mein Fazit: faszinierender, spannender Thriller, der tief in die Psyche des Menschen dringt.

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Guter Thriller mit Gruselfaktor

Die Verborgenen
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Stell Dir vor, ein Fremder dringt in Dein Haus ein, lebt unbemerkt unter Deinem Dach, bedient sich an Deinen Lebensmitteln, wäscht sich mit Deiner Seife, steht nachts an Deinem Bett. Und erfährt alle Deine ...

Stell Dir vor, ein Fremder dringt in Dein Haus ein, lebt unbemerkt unter Deinem Dach, bedient sich an Deinen Lebensmitteln, wäscht sich mit Deiner Seife, steht nachts an Deinem Bett. Und erfährt alle Deine kleinen und großen Geheimnisse. Genau das passiert der Familie Hoffmann, als ein sogenannter #phrogger auf die Tochter Tabea und Mutter Franziska aufmerksam wird. Systematisch versucht der Eindringling, das Leben der Familie zu zerstören, angetrieben von Rachegedanken.

In seinem neuen Thriller hat Linus Geschke sich dem Leben hinter der Fassade gewidmet. Familie Hoffmann scheint auf den ersten Blicke eine glückliche Familie zu sein, doch ein Blick hinter die Kulissen offenbart etwas ganz anderes. Diesen Blick ermöglicht uns ein fremder Eindringling, der ein echter Gruselfaktor ist. Erzählt wird das Ganze aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten, so dass sich ganz allmählich ein Gesamtbild herauskristallisiert. Dazu gibt es noch den ungeklärten Mord an einem jungen Mädchen – alle Zutaten für einen guten Thriller sind also vorhanden. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch und die Charaktere sind allesamt authentisch, wenn auch nicht unbedingt Sympathieträger.

Mein Fazit: ein guter Thriller mit interessantem Thema. Die Spannungskurve hätte aber etwas mehr nach oben gehen können.

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Veröffentlicht am 22.04.2023

Temporeicher Agententhriller

Seventeen
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Vergesst James Bond – dieser Mann ist gefährlicher! Sein Name tut nichts zur Sache. Er ist Seventeen, der beste Auftragskiller der Welt. Als sein „Agent“ ihm den Auftrag erteilt, seinen Vorgänger Sechzehn ...

Vergesst James Bond – dieser Mann ist gefährlicher! Sein Name tut nichts zur Sache. Er ist Seventeen, der beste Auftragskiller der Welt. Als sein „Agent“ ihm den Auftrag erteilt, seinen Vorgänger Sechzehn zu finden und zu ermorden, beginnt für den namenlosen Killer ein Kampf um Leben und Tod. Denn dieser gibt sich natürlich nicht einfach geschlagen und auch andere Killer wittern ihre Chance, selber an die Spitze zu kommen. Während Sechzehn um sein Leben kämpft erinnert er sich daran, wie er zu dem wurde, der er jetzt ist. Und er beginnt zu zweifeln.

Mit Seventeen hat der britisch-kanadische Drehbuchautor John Brownbow einen spannenden und äußerst temporeichen Thriller im Agenten- und Killer-Milieu geschrieben, der sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Pageturner entwickelt. Dieser Roman hat alles, was dazu gehört: Actionszenen, ein wenig Erotik und Liebe, schnelle Autos, viel Geld und einige blutige Szenen. Die Personen sind glaubwürdig, vor allem Seventeen ist trotz seines Berufes ein echter Sympathieträger.
Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt und freue mich schon darauf, dass ein Buch über seinen Nachfolger „Achtzehn“ im Entstehen sein soll.

Mein Fazit: Spannender und temporeicher Agententhriller. Lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.01.2023

Isländische Familiengeheimnisse

Verschwiegen
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Polizistin Elma kehrt nach dem Ende einer langjährigen Beziehung aus Reykjavik in den kleinen Ort Akranes zurück. Hier ist alles eher ruhig und beschaulich, jeder kennt jeden. Doch dann erschüttert der ...

Polizistin Elma kehrt nach dem Ende einer langjährigen Beziehung aus Reykjavik in den kleinen Ort Akranes zurück. Hier ist alles eher ruhig und beschaulich, jeder kennt jeden. Doch dann erschüttert der Fund einer ermordeten Frau in der Nähe des Leuchtturms das ruhige Dorfleben. Auch sie ist in Akranes aufgewachsen, doch hatte sie alle Brücken hinter sich abgebrochen. Was führte Elisabeth zurück in den ihr verhassten Heimatort und was führte zu ihrem gewaltsamen Tod? Die Ermittlungen führen Elma und ihre Kollegen zurück in die Vergangenheit und zu einem Geheimnis, das Kinderseelen und Familien zerstört.

Verschwiegen ist ein ruhig erzählter, psychologisch gut durchdachter Krimi, dessen Spannungsborgen sich langsam entwickelt. Die Atmosphäre ist bedrückend und nicht zuletzt auch durch die immer wieder durchschimmernden privaten Probleme Elmas immer wieder traurig. In eingestreuten Rückblenden werden die Hintergründe des Mordes nach und nach enthüllt und die Geschichte so langsam aber stetig vorangetrieben. Interessant sind auch die Einblicke in das isländische Leben. Einzig die vielen schwierigen Namen haben es mir manchmal ein wenig schwer gemacht, der Handlung zu folgen. Man kann jetzt schon auf Band 2, der im Herbst erscheinen wird, gespannt sein.

Mein Fazit: ruhiger, gut durchdachter Island-Krimi. Lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Die Frau hinter dem Mythos

Ein Abend mit Marilyn
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Es ist der 31.5.1962. In einem italienischen Restaurant in New York wartet eine illustre Runde auf ein weltbekanntes Geburtskind. Der Regisseur Billy Wilder, Schauspiellehrerin Paula Strasburg und Joe ...

Es ist der 31.5.1962. In einem italienischen Restaurant in New York wartet eine illustre Runde auf ein weltbekanntes Geburtskind. Der Regisseur Billy Wilder, Schauspiellehrerin Paula Strasburg und Joe Di Maggio, der Baseballstar Amerikas warten ebenso auf das Erscheinen von Norma Jean Baker wie auch der große Sir Lawrence Olivier. Während Norma Jean – oder besser Marilyn Monroe – sich wie immer um Stunden verspätet, versinken die Geburtstagsgäste in Erinnerungen an ihre Erlebnisse mit Marilyn.

Ein Abend mit Marilyn zeigt die wohl bekannteste Blondine aller Zeiten von einer anderen Seite. In Erinnerungen wird die nicht gerade schöne Kindheit und Jugend des auffallenden Mädchens zwischen Pflegeeltern, bester Freundin der Mutter und Waisenhaus gezeigt. Auch erlebt man die Schauspielerin als zutiefst unsicheren Menschen, der ständig nach Perfektion und Anerkennung strebt und ohne Pillen nicht zurechtkommt. Auch wenn es sich um einen Roman handelt, steckt doch einiges an Wahrheit in diesem Buch. Die Personen sind allesamt real und auch sehr authentisch beschrieben. So könnte der Abend stattgefunden haben, der letzte Geburtstag dieser einzigartigen Frau, die 2 Monate später mit gerade mal 36 Jahren starb.

Mein Fazit: ein gut lesbarer, interessanter Roman über Marilyn Monroe, der auch Lust macht, die alten Filme wieder anzusehen. Lesenswert.

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