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Veröffentlicht am 16.12.2022

Der Traum von einer großen Familie

Eine Badewanne voll Glück
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Als Gertraud Schöpflin und und ihr Mann heiraten gehören Kinder ganz selbstverständlich zur Zukunftsplanung dazu. Doch das Leben ist anders und jahrelang bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Doch ...

Als Gertraud Schöpflin und und ihr Mann heiraten gehören Kinder ganz selbstverständlich zur Zukunftsplanung dazu. Doch das Leben ist anders und jahrelang bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Doch dann geschieht das Wunder, eine junge Frau gibt ihr Neugeborenes zur Adoption frei und legt es in Gertrauds Hände. Ein kleiner Junge aus einem weißrussischen Waisenhaus komplettiert die Familie… und dann hält das Leben noch weitere Überraschungen bereit…

„Eine Badewanne voll Glück“ erzählt offen und ehrlich vom Umgang mit unerfüllten Träumen und von einem Gott, der Wunder tut. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, fesselte mich von Beginn an und ich bin tief eingetaucht in die so persönliche Geschichte der Familie Schöpflin. Die Autorin lässt teilhaben an Hoffnung und Sehnsucht, Trauer und Freude. Sie erzählt von den Wegen, die Gott führt hin zu zwei Adoptionen, von dem Staunen über die größer werdende Familie, aber auch ganz offen über Probleme. Passende Bibelstellen zeigen woher die Zuversicht und die Kraft für den vollen Familienalltag kommt, was das Fundament der Familie Schöpflin ist.
Am Ende des Buches gibt es vertiefende Impulse und Fragen zu den einzelnen Kapitel, die Mut machen sich den eigenen Träumen zu stellen und vor Schwierigkeiten nicht zurück zu schrecken.

„Eine Badewanne voll Glück“ ist ein offenes, ehrliches, sehr persönliches Buch und ich kann nur Danke sagen, dass alle Familienmitglieder dem Erzählen ihrer Geschichte zugestimmt haben. So ist ein mutmachendes Buch entstanden, dass ich gern gelesen habe und weiterempfehle.

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  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 27.11.2022

Mutige Frauen im Mittelalter

Die Tochter der Hungergräfin
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Der Roman „Die Tochter der Hungergräfin“ basiert auf der wahren Geschichte der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Als der Erbgraf im Alter von nur 7 Jahren ...

Der Roman „Die Tochter der Hungergräfin“ basiert auf der wahren Geschichte der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Als der Erbgraf im Alter von nur 7 Jahren stirbt, endet die männliche Erbfolge und die Gräfin und ihre beiden Töchter Ernestine und Johannette sehen sich vielen Feinden gegenüber. Alle, egal ob Verwandtschaft oder die Kurfürsten, strecken die Hände nach der Grafschaft aus. Ein Bischof versucht sogar sie auf ihrem Schloss auszuhungern und bald befindet sich die Gräfin mit ihren Töchtern auf der Flucht. Als sie endlich einen sicheren Ort gefunden haben, beginnt die Gräfin einen beispiellosen Kampf um das Erbe ihrer Töchter.

„Die Tochter der Hungergräfin“ ist das 1. Buch der Autorin Annette Spratte, dass ich las, aber es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Die Autorin überzeugt mit einer gut recherchierten Geschichte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und mit viel Orts- und Sachkenntnis, sowie mit einem angenehm lesbaren Schreibstil. So konnte ich das Buch oft kaum aus der Hand legen.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Junggräfin Ernestine erzählt, die zu Beginn des Romans erst 10 Jahre alt ist und die in den beschriebenen 16 Jahren eine tiefgreifende Verwandlung erlebt. Absolut beeindruckt hat mich aber vor allem die Gräfin Louise Juliane, die sich mutig gegen eine männerdominierte Welt zur Wehr setzt und mit Diplomatie und vielen Briefen und Widersprüchen um das Erbe ihrer Töchter kämpft. So ist mir die Gräfin sehr sympathisch. Ernestine ist ebenso willensstark wie ihre Mutter, doch muss sie noch viel lernen und an sich arbeiten um später eine gute Herrscherin zu sein. Es ist interessant diese Entwicklung mitzuverfolgen. Der Spannungsbogen bleibt während des gesamten Romans recht hoch und ich habe mit den Protagonisten gebangt und auf einen guten Ausgang gehofft.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Die Geschichte einer Bergmännerfamilie

Die Sehnsucht nach Licht
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„Nichts auf der Welt ging verloren. Wie hatte der Junge gesagt? Man musste einfach an der richtigen Stelle nachsehen.“ (s.S. 34)

2019: Luisa Steiner führt Besuchergruppen durch das Schaubergwerk im sächsischen ...

„Nichts auf der Welt ging verloren. Wie hatte der Junge gesagt? Man musste einfach an der richtigen Stelle nachsehen.“ (s.S. 34)

2019: Luisa Steiner führt Besuchergruppen durch das Schaubergwerk im sächsischen Bad Schlema. An einem Nachmittag ist ein neugieriger Junge in der Gruppe. Angeregt durch das Gespräch mit ihm, beschließt Luisa sich auf die Suche nach Rudolph, den 1951 spurlos verschwundenen Bruder ihrer alten Großtante Irma zu machen. Während Luisa Fragen stellt und recherchiert, erlebt der Leser im 2. Erzählstrang (1908 - 1989) die Geschichte der fiktiven Familie Steiner mit. Die schwere Arbeit der Bergmänner, die Entdeckung der gesundheitsfördernden Radonquelle, die den kleinen Ort in ein beliebtes Kurbad verwandelt, der 2. Weltkrieg und die nachfolgende DDR-Zeit, in der Uran abgebaut wurde und die Kinder auf radioaktiven Halden spielten…. Und mittendrin die Familie mit ihrem Alltag, Liebe, Hochzeiten, Kindern, Entscheidungen und einen sehr guten Zusammenhalt…

Mit „Sehnsucht nach Licht“ ist der Autorin Kati Naumann erneut ein spannender Roman und ein packendes Zeitzeugnis gelungen. Schon das Cover ist wunderschön und passt gut zum Inhalt des Buches. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr genau recherchiert und mir gut bekannt, da ich in dieser Gegenden aufgewachsen bin und immer noch lebe.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und der Roman lässt sich gut lesen. Ist es am Anfang eine interessante Familiengeschichte, so erhöht sich die Spannung immer mehr und blieb auch bis zum Schluss erhalten. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Man spürt ihre Liebe zum Berg und ihren Familienzusammenhalt egal was kommt. Ich habe mit den Charakteren hofft und gebangt, gelitten und geweint, aber ebenso gelacht und mich gefreut….

„Sehnsucht nach Licht“ erzählt eine spannende Familiengeschichte vor einem wechselvollen historischen Hintergrund. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Ein großer Weihnachtswunsch, viel Schnee und ein wunderbares Fest

Die Weihnachtsfamilie
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Emily ist Personenschützerin und soll kurz vor Weihnachten die siebenjährigen Zwillinge von Hamburg ins Berchtesgadener Land zu ihrer Mutter bringen. Als Emily die Kinder vom Vater übernimmt hat sie keine ...

Emily ist Personenschützerin und soll kurz vor Weihnachten die siebenjährigen Zwillinge von Hamburg ins Berchtesgadener Land zu ihrer Mutter bringen. Als Emily die Kinder vom Vater übernimmt hat sie keine Ahnung, dass dieser Auftrag ganz anders verläuft als geplant. Die Zwillinge Joshua und Stella wünschen sich nichts sehnlicher als das Weihnachtsfest mit beiden Eltern zu verbringen und mit schlauen Plänen versuchen sie ihr Ziel zu erreichen…. Und irgendwann sitzen mehr Personen in den tief verschneiten Bergen fest als geplant und Emily muss sich ihren eigenen Weihnachtserinnerungen stellen….

„Die Weihnachtsfamilie“ ist eine wunderbare Geschichte über eine Patchworkfamilie und den Zauber von Weihnachten. Von der 1. Seite an hat mich die Geschichte gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Emily ist eine sympathische junge Frau, die ihren Job liebt, aber Weihnachten hasst. So kommt ihr der Auftrag kurz vorm Fest gerade recht. Die Zwillinge Stella und Joshua habe ich sofort ins Herz geschlossen und musste oft schmunzeln mit welcher Energie und mit wie viel Kreativität sie versuchen ihre Eltern wieder zusammen zu bringen. So gestaltet sich Emilys Auftrag als ganz anders als erwartet… zumal auch noch ein Wintereinbruch mit viel Schnee für Chaos sorgt. Letztlich sitzt die ganze Patchworkfamilie in den verschneiten Bergen fest und die Kinder freuen sich… die Lösung sieht dann aber doch anders aus als erwartet…

„Jeder Tag hält eben eine Überraschung bereit“, meinte Rick mit einem Lächeln. „Und an Weihnachten gibt es bekanntlich die größten Überraschungen.“ (s.S. 288)

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Protagonisten waren realistisch dargestellt und hatten ihre Ecken und Kanten. Sehr gut gefiel mir wie Emilys Kindheitsweihnachtserinnerungen eingebunden wurden in die heutige Geschichte. Das Buch hielt bis zum Ende manche überraschende Wende bereit, so dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Gern empfehle ich den Roman weiter und vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Ein Buch voller Ermutigung

Denn Gott ist mit dir
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Gott ist mit uns, egal was das Leben gerade für uns bereit hält – um diese ermutigende Botschaft geht es in neuen Buch des amerikanischen Pastors und Autors Max Lucado. Der Autor hat verschiedene Geschichten ...

Gott ist mit uns, egal was das Leben gerade für uns bereit hält – um diese ermutigende Botschaft geht es in neuen Buch des amerikanischen Pastors und Autors Max Lucado. Der Autor hat verschiedene Geschichten aus dem Johannesevangelium ausgewählt und sie gekonnt zu heutigen Erleben in Bezug gesetzt. Immer wieder ist es Jesus, der sich Menschen zuwendet, sie und ihre Problem sieht und ihnen hilft, sie heilt. Die klare Botschaft des Buches lautet: Gott sieht uns auch heute, er ist an unserer Seite und er möchte uns helfen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen, die Beispiele aus seinem eigenen Leben oder Umfeld sprechen mich an und die Botschaft ist klar. Obwohl der Schreibstil dazu einlädt zügig zu lesen, habe ich das Buch Kapitel für Kapitel gelesen und mir Zeit genommen über den Inhalt nachzudenken. Es ist so wohltuend sich vor Augen zu halten, dass ich nie allein bin, dass Gott mich sieht, bei mir ist und mir hilft. Am Ende des Buches gibt es dazu auch weiterführende Fragen, allerdings fehlt zum Beginn des Buches bzw. am jeweiligen Kapitelende ein Hinweis darauf.

„Denn Gott ist mit dir“ ist ein Buch voller Ermutigung, dass ich gern gelesen habe und weiterempfehle.

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