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Veröffentlicht am 17.03.2023

Ergreifend

Morgen, morgen und wieder morgen
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Inhalt: Ostküste, Mitte der 90er: Sam hat gerade sein Harvard-Studium aufgenommen, als er Kindheitsfreundin Sadie wiedertrifft. Seine frühere Super-Mario-Gegnerin designt heute Computerspiele, und schnell ...

Inhalt: Ostküste, Mitte der 90er: Sam hat gerade sein Harvard-Studium aufgenommen, als er Kindheitsfreundin Sadie wiedertrifft. Seine frühere Super-Mario-Gegnerin designt heute Computerspiele, und schnell zeigt sich, dass die beiden auch auf kreativer Ebene ein gutes Team sind. Doch als ihr erstes gemeinsames Spiel zum Hit wird, ereignen sich Schicksalsschläge, die ihre Verbundenheit zu bedrohen scheinen.

Dieser Roman hat mich zutiefst bewegt. Ich habe gelacht und geweint und ich war überrascht, denn: Er lässt sich meines Achtens nur schwer in ein Genre einordnen. „Morgen, morgen und wieder morgen“ ist wie geschaffen für alle Kinder der 90er, erinnert streckenweise an einen historischen Roman mit einer Liebeserklärung an die Popkultur und, obwohl er mir das Herz gebrochen hat, ist er eigentlich gar kein Liebesroman. Vor allem aber zeigt er die diversen Facetten von Freundschaft in einer Tragik und Melancholie, aber auch Tiefgründigkeit, wie sie mir noch nicht begegnet ist.

Was sich kompliziert und verworren anhört, las sich einfach unglaublich gut. Dieser Roman ist so speziell und ungewöhnlich wie sein Cover und nach den ersten Seiten konnte ich ihn nicht mehr aus den Händen legen. Süchtig nach dem „Wie geht es weiter“, den unglaublich markanten Figuren (, obwohl sie mir oft unsympathisch waren), dem Lesefluss, den Perspektivwechseln, dem intelligenten Sprachstil und der Hommage an die 90er Jahre war ich wie in einem Rausch. Das Buch hatte einen wirklich langen Nachhall.

Obwohl ich massiven vorab-Lorbeeren und -Hypes sehr kritisch gegenüberstehe, reihe ich mich ein in die Menge, die diesen Roman anpreist. Muss man einfach gelesen haben!

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Erwartungen getroffen

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)
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Inhalt: Im Puzzlezimmer der luxuriösen Seniorenresidenz Coopers Chase stapeln sich die Akten ungelöster Mordfälle. Und weil Joyce nun einmal ein Faible für Celebritys hat, ermittelt der Donnerstagsmordclub ...

Inhalt: Im Puzzlezimmer der luxuriösen Seniorenresidenz Coopers Chase stapeln sich die Akten ungelöster Mordfälle. Und weil Joyce nun einmal ein Faible für Celebritys hat, ermittelt der Donnerstagsmordclub jetzt in dem Fall Bethany Waites. Die junge Journalistin nämlich war die Kollegin des attraktiven Anchormans der Lokalnachrichten und wurde vor fast zehn Jahren ermordet, weil sie den Strippenziehern eines riesigen Steuerbetrugs zu nahegekommen ist. Schneller als den Beteiligten lieb sein kann, wird aus dem cold case ein sehr heißer. Dann verschwindet auch noch Elizabeth und wird vor eine grausame Wahl gestellt: Töten oder getötet werden. Nicht, dass sie als ehemalige Geheimagentin keine Erfahrungen darin hätte, aber der Donnerstagsmordclub wäre nicht der Donnerstagsmordclub, wenn er keinen eleganteren Weg aus dieser Zwickmühle finden würde und ganz nebenbei die Bedrohung für seine Zwecke zu nutzen wüsste.

Der bereits dritte Teil des Donnerstagsmordclubs wurde von mir heiß ersehnt und hat mich nicht enttäuscht! Die skurrilen Rentner kreieren auch diesmal wieder eine amüsante und schwarz-humorige Szenerie, dass kein Auge trocken blieb. Ich fühle mich zwischen Elizabeth und Co. schon richtig heimisch und bin süchtig nach ihren Kriminalfällen! Ich hoffe, dass uns der Autor viele weitere Romane bescheren wird und vergebe gerne 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.02.2023

Fesselnder Familienroman

Blankenese - Zwei Familien
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In Blankenese im Jahr 1919 trifft John, der Sohn der bekannten Reederei Casparius, auf die freche Leni Hansen. Diese stammt aus einer bodenständigen Familie der Arbeiterklasse – ihr auf hoher See verstorbener ...

In Blankenese im Jahr 1919 trifft John, der Sohn der bekannten Reederei Casparius, auf die freche Leni Hansen. Diese stammt aus einer bodenständigen Familie der Arbeiterklasse – ihr auf hoher See verstorbener Vater war einstmals Kapitän der Casparius-Flotte. Als John und Leni miteinander anbändeln haben sie jedoch nicht nur gegen den Widerstand zu kämpfen, der auf dem Unterschied der sozialen Schichten beruht, aus denen sie stammen. Denn, was sie nicht wissen, ist, dass Lenis Mutter der Reederei vorwirft, ihren Mann auf dem Gewissen zu haben…

„Blankenese – Zwei Familien“ ist ein historischer Roman von Michaela Grünig. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive der Hauptfiguren wiedergegeben und beginnt im Jahr 1919 und endet kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges.

Zunächst war ich etwas enttäuscht, denn der Roman plätscherte auf den ersten 100 Seiten etwas vor sich hin und wirkte vorwiegend wie ein Frauenroman, weil sich alles mehr oder weniger um die Liebesromanze zwischen John Casparius und Leni Hansen gedreht hat. Mit Aufkeimen der ersten Strömungen des Nationalsozialismus, der nach und nach in jede Gesellschaftsschicht einrieselt und schlussendlich Überhand gewinnt, wurde der Roman allerdings immer fesselnder. Nach dem ersten Drittel konnte ich den Roman nicht mehr aus den Händen legen! Der Autorin ist es unfassbar einfühlsam gelungen, sich in die verschiedensten Persönlichkeiten und Umstände der damaligen Zeit einzuarbeiten und darzustellen, warum manche Menschen sich vom Nationalsozialismus haben einnehmen lassen und wie schwer es für andere war, diesem zu trotzen. Ein Fokus liegt dabei vor allem auf den Erlebnissen der jüdischen Bevölkerung, die zunehmend drangsaliert wird – dies in seinen Wurzeln jedoch auch schon vor Machtgewinn der NSDAP. Sowohl die politische Situation als auch die Geschehnisse der einzelnen Romanfiguren hat die Autorin unfassbar packend und nahbar beschrieben, dass ich kaum noch an etwas anderes denken konnte. Mich hat der Roman sehr bewegt und ich habe oft um meine Lieblingsfiguren gebangt. Die verschiedenen Charaktere der Geschichte sind unglaublich vereinnahmend, insbesondere weil jeder eine eigene Entwicklung erfährt. Auch unsympathische Figuren sind gut ausgearbeitet worden, sympathische wachsen einem direkt ans Herz. Viele überraschende Wendungen und Vorkommnisse lassen diesen Roman zudem vielfältig und dramatisch werden. Großartig!

Obwohl es noch keine Ankündigung für einen Folgeband gibt, gehe ich schwer davon aus, dass es einen geben wird. Denn Teil 1 endet mit einem fiesen Cliffhanger und ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht und wie (und ob) die Familie die Zeiten des Nationalsozialismus übersteht.

Zusammengefasst war dieser Roman für mich eine absolut positive Überraschung und ist meines Erachtens schon jetzt ein Jahreshighlight seines Genres! Packend und bewegend lässt einen dieser Roman so schnell nicht wieder los!

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Veröffentlicht am 04.02.2023

Faszinierende Reise ins Unterbewusstsein

Die magischen Träume des Malcolm Bell
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Durch eine Mutprobe kommt Malcolm in den Besitz von 2 „Trauminatoren“, die einem während des Schlafens Klarträume ermöglichen sollen. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Seb wagt er dieses Abenteuer und ...

Durch eine Mutprobe kommt Malcolm in den Besitz von 2 „Trauminatoren“, die einem während des Schlafens Klarträume ermöglichen sollen. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Seb wagt er dieses Abenteuer und erlebt mit ihm die verrücktesten Träume. Schnell üben die „Trauminatoren“ ihren Sog auf die beiden aus und eines Tages passiert es: Seb bleibt im Traum feststecken und wacht nicht mehr auf…

„Die magischen Träume des Malcolm Bell“ ist ein fantasievoller Abenteuerroman von Ross Welford für Kinder ab 10 Jahren. Mit klarem und altersgerechtem Sprachstil begleitet man dabei Malcolm, der aus der Ich-Perspektive seine Geschichte erzählt. Anhand verschiedener Rückblenden wird der Verlauf der Handlung nach und nach aufgearbeitet. Um hierbei den Überblick zu behalten, muss man auf die Kapitelüberschriften gut Acht geben. Doch auch der Lesefluss erleichtert es einem, bei der Geschichte am Ball zu bleiben.

Sehr schnell wird die Geschichte rasant und spannend. Die (Alb-)Träume sind dabei stets bunt und abwechslungsreich gestaltet worden. Der thematische Bereich umfasst vorwiegend die Kategorien Freundschaft, Geschwisterliebe, Träume und Kontrolle bzw. Kontrollverlust. Der Autor macht jedoch auch vor schwierigen Themen wie Depressionen, Abhängigkeit, Scheidung und Tod nicht Halt. Diese werden aber sanft eingebettet und mit viel Einfühlungsvermögen dargestellt. Auch die Träume, die zuletzt oft zu Albträumen mutieren, könnten sehr aufwühlend sein. Mir persönlich hat aber gut gefallen, dass der Autor schonungslos offen bleibt und Kindern auch etwas zutraut, ohne (meiner Meinung nach) zu überreizen. Nicht zuletzt dienen immer wieder eingearbeitete ulkige Situationen zum Abbau der Anspannung und auch das Finale ist sehr besonders, positiv und bietet einen harmonischen Ausklang des Abenteuers.

Malcolm selbst wurde mir erst im Laufe der Geschichte sympathisch – zunächst ist er ein kleiner Chaot und lässt sich durch Dritte sehr beeinflussen. Als er jedoch Bekanntschaft mit der neuen Schülerin Susan macht, die in sich ruht und stets ein Fels in der Brandung ist, vollzieht Malcolm nach und nach eine schöne Wandlung.

Besonders gut gefallen hat mir die Klarheit der Sprache und die Tiefsinnigkeit einiger Begegnungen, wie z.B. mit Susan und ihrer Großmutter. Durch ihre achtsame und teils buddhistische Verhaltensweise bilden sie einen angenehmen Gegensatz zu Malcolms bunten, unruhigen und verrückten Träumen. Hiermit bringen sie Ruhe in die Geschichte und bieten Malcolm neue Denkanstöße und Verhaltensweisen. Der Roman ist hierdurch neben der abenteuerreichen Spannung abwechslungsreich gemacht und wirkt dennoch stets wie aus einem Guss.

Mich selbst hat die Geschichte sehr gefesselt und die fantasievolle Ausgestaltung und der Reichtum an Ideen hat mir extrem gut gefallen. Ich wurde sehr positiv überrascht und halte den Roman nicht nur für kleine, sondern auch für erwachsene Träumer sehr geeignet!

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Pure Weihnachtsstimmung

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
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Inhalt: Ungleicher als die junge Studentin Febe mit dem Shakespeare-Faible und der aufstrebende Spieleentwickler Liam kann man kaum sein. Doch weil Febe Weihnachten sonst nur mit ihrem Hund feiern würde ...

Inhalt: Ungleicher als die junge Studentin Febe mit dem Shakespeare-Faible und der aufstrebende Spieleentwickler Liam kann man kaum sein. Doch weil Febe Weihnachten sonst nur mit ihrem Hund feiern würde und eine Prise Bares gut gebrauchen kann, willigt sie in ein ungewöhnliches Vorhaben ein: Sie begleitet Liam als Fake-Freundin zum alljährlichen Familienweihnachtsfest im noblen South Kensington. Das Ziel: Liams Exfreundin Charlotte eifersüchtig zu machen, die inzwischen mit seinem Bruder verlobt ist. Der Plan scheint aufzugehen, denn je mehr die Funken zwischen Liam und Febe sprühen, desto mehr scheint es Charlotte wieder zu ihm zu ziehen. Doch je näher Febe Liam kennenlernt, desto weniger will sie ihn wieder hergeben …

Dieser Roman hat es mir überraschenderweise wirklich angetan! Eine klassische Liebesromanze, die an jeder Ecke nur so vor Weihnachtsgefühl sprüht. Während mir die beiden Hauptfiguren zu Beginn des Romans noch unglaublich unsympathisch wurden, schaffte es die Autorin mir die beiden im Laufe der Geschichte immer näher zu bringen. Nach und nach entpuppten die beiden sich mit verschiedenen Charaktermerkmalen und Vorgeschichten zu zwei wirklich niedlichen Figuren, zwischen denen schnell die Funken sprühen. Auch wenn die Geschichte grundsätzlich vorhersehbar war, gab es viele tolle Einzelsituationen und hat mir viel Weihnachtsstimmung vermittelt. Sehr süß und passend zur Jahreszeit!

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