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Veröffentlicht am 18.01.2023

Mir ging ordentlich die Muffe!

Zu wenig Zeit zum Sterben
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Mit diesem Fall hat sich Cavanagh selbst übertroffen. Denn niemand geringeres als die Russen-Mafia hat Eddie Flynn am Wickel. So soll er eine Bombe ins Gericht schmuggeln, um damit einen Zeugen auszuschalten. ...

Mit diesem Fall hat sich Cavanagh selbst übertroffen. Denn niemand geringeres als die Russen-Mafia hat Eddie Flynn am Wickel. So soll er eine Bombe ins Gericht schmuggeln, um damit einen Zeugen auszuschalten. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, haben die Russen auch noch Eddies Tochter Amy in ihrer Gewalt. Für Eddie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, wobei für ihn nur eins zählt: das Leben seiner Tochter zu retten, egal was mit ihm passiert...

Also mir ging ordentlich die Muffe! Von Anfang bis Ende habe ich gefühlt den Atem angehalten, weil ich so unter Adrenalin stand. Allein die Vorstellung, wie Eddie sich gefühlt haben muss, mit einer Bombe an seinem Körper vor Gericht zu stehen, war schon harter Tobak. So oft dachte ich: "Das ist dein Ende, Eddie!" und wurde eines Besseren belehrt. Was für ein faszinierender Charakter - und definitiv auch (mein) Held!

Zitat:
"Als ich mit geschlossenen Augen in der Limousine saß, während wir auf das Gericht zurasten, wusste ich, dass ich den richtigen Schritt gemacht hatte. Die Russen zu erledigen war der einzige Weg, die Sicherheit meiner Familie zu gewährleisten.“

Eddie gibt in diesem Teil einiges aus seinem Leben preis. Er erzählt über seine Kindheit, wie er sich seinen Lebensunterhalt verdienen musste und wie er seinen Freund und Richter Harry Ford kennenlernte. Dieser spielt auch in diesem Buch wieder eine entscheidende Rolle und beweist erneut, wie wichtig ihm seine Freundschaft zu Eddie ist.

Zitat:
„Harry hatte mich an jenem Tag gerettet, als er mir einen Job anbot. Er hatte mein Schicksal in der Hand gehalten und mein Leben verändert.“

Cavanaghs Schreibstil überzeugt in diesem Teil wieder mit Eloquenz und Spannung. Seine eingebauten Cliffhanger sorgen beim Leser definitiv für Schnappatmung und den perfekten Lesespaß!

Fazit: Eins ist sicher: Wenn ich Mal einen Anwalt brauchen sollte, werde ich definitiv Eddie Flynn engagieren. Wer die Reihe noch nicht begonnen hat, sollte spätestens jetzt einsteigen - und am besten alle Bände hintereinander durchsuchten.

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Pageturner-Reihe!

Der Erstgeborene
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Cyrus Haven ist zurück! Der charmante Psychologe und sein Mündel Evie haben ihr Leben gerade wieder auf die Reihe bekommen, als ihn plötzlich die Vergangenheit einholt. Cyrus' Bruder Elias, der vor 20 ...

Cyrus Haven ist zurück! Der charmante Psychologe und sein Mündel Evie haben ihr Leben gerade wieder auf die Reihe bekommen, als ihn plötzlich die Vergangenheit einholt. Cyrus' Bruder Elias, der vor 20 Jahren die ganze Familie ausgelöscht hat, soll entlassen werden. Für Cyrus eine schwere Situation, denn er weiß nicht, ob er seinem Bruder die Tat verziehen hat. Hat Elias sich tatsächlich geändert? Kann er Evie diese Situation überhaupt zumuten? Und vor allem, wie nahe will er seinen mörderischen Bruder an sich selbst heranlassen?

Cyrus zeigt in diesem Teil allerhand Emotionen. Sei es seine Beziehung zu Evie oder aber die Gewissensbisse, die er seines Bruders wegen hat. Man spürt einfach, wie er hin- und hergerissen ist und will eigentlich nichts anderes tun, als ihm zu helfen. Auch die Ermittlungen in seinem aktuellen Fall zerren an seinen Nerven und bringen ihn nicht nur um schlaflose Nächte, sondern auch Evie in große Gefahr…

Evie ist für mich ein ganz spezieller und besonderer Charakter. Ich habe sie in Band 1 super schnell ins Herz geschlossen, weil sie genau das braucht. Menschen, die sie akzeptieren, wie sie ist. Mit Cyrus hat sie so einen Menschen gefunden und bringt dies auch herzzerreißend zum Ausdruck:

„Dann habe ich Cyrus getroffen und erkannt, dass ich nicht allein bin. Ich habe nicht bloß meinen Schmerz gespürt, sondern auch seinen. Seine Gedanken. Seine Gefühle. Seine Erfahrungen. Ich war nicht mehr das einzige bewusst empfindende Wesen im Universum – wir waren zu zweit.“ (Zitat)

Der Schreibstil von Robotham begeistert mich einfach immer wieder. Er peitscht seine süchtigen Leser durch die Seiten und gibt ihnen genau den Stoff, den sie haben wollen und brauchen. Ob es die Beziehung zwischen Cyrus und Evie ist oder diesmal auch der zurückgekehrte Bruder: Robotham verleiht einfach jeder Geschichte die perfekte Atmosphäre und sorgt zudem für die richtige Portion Spannung!

Fazit: Wer die Reihe noch nicht kennt, der sollte tatsächlich jetzt einsteigen. Tolle Charaktere, turbulente Ermittlungen und einzigartige Kriminalfälle sorgen hier für echten Nervenkitzel. Ich wäre dann bereit für Teil 4!!!

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Witziger, unterhaltsamer Whodunnit

Die Dreitagemordgesellschaft
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Agatha Christies Haushälterin ermittelt. Wumms! Das allein hat mich schon angefixt, sodass ich mir das Buch näher angesehen hab.

Das Anwesen passt für mich perfekt zu einem Krimi-Plot: ein Anwesen in ...

Agatha Christies Haushälterin ermittelt. Wumms! Das allein hat mich schon angefixt, sodass ich mir das Buch näher angesehen hab.

Das Anwesen passt für mich perfekt zu einem Krimi-Plot: ein Anwesen in den Hügeln von Devonshire. Das ausgerechnet der berühmten Schriftstellerin Agatha Christie gehört. Wer möchte da nicht einmal Tee trinken, in Unterlagen schnüffeln und Telefongesprächen lauschen? Von der hauseigenen Bibliothek ganz zu schweigen! Und in dieser findet Phyllida einen fremden Toten. Um nicht unnötig Aufsehen zu erregen, beschließt die Haushälterin, in die Fußstapfen des einzig wahren Hercule Poirot zu treten. Mein Herz hat Luftsprünge gemacht vor Freude. Was für ein genialer Plot!

Dieser Roman ist viel mehr als ein simpler Landhauskrimi. Hier werden ganz klassische Whodunnit-Elemente mit viel Humor und Charme verknüpft, sodass daraus eine Story wird, die man einfach wegsuchtet. Dabei ist mir Phyllida sehr ans Herz gewachsen. Ich mag ihre etwas schrullige, unkonventionelle, aber gütige Art, ihre unbeholfenen Versuche, eine neue Agatha Christie zu sein. Ihre Figur wurde authentisch, modern und dennoch klassisch entworfen. Insbesondere die Dialoge mit dem Butler Mr. Dobble haben mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht.

Auch der Fall an sich ist ziemlich unterhaltsam. Schließlich wurde der Fremde mit einem Füllfederhalter erstochen. Da gibt es mit Sicherheit weniger spektakuläre Mordwaffen. In all dem Trubel ist es nun an der Haushälterin, herauszufinden, wer der Mörder oder die Mörderin ist. Bei mehreren Verdächtigen kein leichtes Unterfangen. Ich hab ganz solidarisch mit Phyllida meine grauen Zellen angestrengt, mich aber dann doch von der Autorin in die Irre führen lassen. Am Ende wartet noch eine überraschende Wendung auf den Leser. I luv it!
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 20.12.2022

Herrlich-schaurige Story mit coolen Beilegern

Weisser Schrecken
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Kennt ihr eigentlich den Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem Nikolaus? Während der Weihnachtsmann ausschließlich Geschenke bringt, hat der Nikolaus auch den Ruf, unartige Kinder zu bestrafen. ...

Kennt ihr eigentlich den Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem Nikolaus? Während der Weihnachtsmann ausschließlich Geschenke bringt, hat der Nikolaus auch den Ruf, unartige Kinder zu bestrafen. Wer sich damit beschäftigt, wird früher oder später über weitere Namen stoßen: Knecht Ruprecht, Krampus, Bartl. Die Geschichten und Legenden dahinter wurden in diesem Schauerroman aufgegriffen.

Der versierte Horror-Leser erkennt ziemlich schnell deutliche Parallelen zu Stephen King's ES. Und auch Freunde von Stranger Things werden hier auf ihre Kosten kommen. Wir haben eine Gruppe von Jugendlichen, die - zunächst unfreiwillig, später bewusst - auf das Böse trifft, das alle 16 Jahre in Perchtal aufkreuzt. Was dann passiert, hat mich entsetzt und am Verstand einiger Menschen zweifeln lassen. Mir ist natürlich bewusst, dass hier auch fiktive Elemente einfließen, aber wenn man in der Zeit zurückblättert, wird man Berichte über ähnliche Vorkommnisse finden. Allein die Vorstellung...

Zitat Seite 389:
"Dein Leben gehört nicht dir. Es gehört einer höheren Macht."

Der Autor hat seine Geschichte primär in der Vergangenheit angesiedelt, nimmt uns aber manchmal mit in die Gegenwart. Die Zeitwechsel erkennt man an der Schriftfarbe. Begleitet wird der Text von zahlreichen Illustrationen - so hängen beispielsweise Eiszapfen von oben herab - und richtig coolen Beilegern in Gestalt von Briefen, Karten, Notizzetteln und anderen Materialien, die sich auf den Buchinhalt beziehen. Das Ganze macht optisch einiges her!

Mir waren die Hintergründe zu den Sagen und Bräuchen zu viel, weswegen ich diese Passagen irgendwann nur noch überflogen habe. Ansonsten findet man hier jede Menge Gruselstoff, eine finstere kalte Atmosphäre, gut durchdachte Charaktere - und ein mystisches Monster, das die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt.

Fazit: Mich hat WEISSER SCHRECKEN von der ersten Seite an gepackt und bestens unterhalten. Perfekt für die kalten Tage und um sich mal wieder herrlich zu gruseln.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Rasanter Thriller mit Kopfkino-Alarm

Fifty-Fifty
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Durch „Thirteen“ bin ich erstmals auf die Reihe um den Anwalt Eddie Flynn aufmerksam geworden. Schnell konnte mich der Autor mit seinem Können überzeugen und hat mit diesem Buch tatsächlich nochmal eine ...

Durch „Thirteen“ bin ich erstmals auf die Reihe um den Anwalt Eddie Flynn aufmerksam geworden. Schnell konnte mich der Autor mit seinem Können überzeugen und hat mit diesem Buch tatsächlich nochmal eine Schippe obendrauf gesetzt.

Sofia und Alexandra stehen beide im Verdacht, ihren Vater grausam erstochen zu haben. Beide beteuern ihre Unschuld und geben der jeweils anderen die Schuld am Mord. Beweise gibt es genug, jedoch belasten diese sowohl die eine als auch die andere Schwester. Für Eddie Flynn und die Neuanwältin Kate Brooks beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel. Denn keiner von beiden weiß, ob er eine Mörderin vertritt…

Eddie Flynn war mir in den vorherigen Büchern schon ans Herz gewachsen. Doch dieser Teil hat ihn mir noch nähergebracht, weil der Leser seine emotionale Seite voll zu spüren bekommt und hautnah miterlebt, wie sehr der Fall an ihm nagt. Auch Kate Brooks ist eine außergewöhnliche Frau, die mir sofort sympathisch war. Obwohl die beiden gegeneinander antraten, sind sie sich mit Harmonie, Respekt und Menschlichkeit begegnet, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hoffe sehr, dass wir Kate Brooks in weiteren Teilen nochmal begegnen werden.

Die Handlung lebt von der Spannung, die sich bis zum Schluss konstant oben hält. Geschickte Wendungen und ein fesselnder Schreibstil führen den Leser und auch die Ermittler in die Irre und sorgen so für den perfekten Nervenkitzel. Ich war selbst total überfordert mit der Überlegung, welcher Schwester ich denn nun mein Vertrauen schenken soll. Am Ende war ich froh, diese Entscheidung nicht getroffen haben zu müssen.

Der Schlussteil war besonders nervenaufreibend und hat mich ganz schön Energie gekostet. Nachdem das Urteil gefallen war, fiel auch bei mir eine Last von den Schultern. So bereitete ich mich schon auf einen möglichen Epilog vor, als Cavanagh mir mit einem letzten Showdown noch einmal einen ordentlichen Adrenalinschub verpasste.

Fazit: „Fifty-Fifty“ ist ein unglaublich rasanter und spannender Thriller, der mir kaum Zeit zum Atmen ließ. Wer Lust auf eine atemberaubende Gerichtsverhandlung und coole Charaktere hat, der ist hier vollkommen richtig.

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