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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2023

Hat mir leider nicht gefallen

Auf Samtpfoten durch die Geschichte
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Gleich vorweg, die Idee, die Weltgeschichte aus der Sicht einer Katze zu erzählen, hat mir gut gefallen. Daher war auf das Buch neugierig.

Doch leider hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Zum einen ...

Gleich vorweg, die Idee, die Weltgeschichte aus der Sicht einer Katze zu erzählen, hat mir gut gefallen. Daher war auf das Buch neugierig.

Doch leider hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Zum einen bekommen wir, nach einer Einleitung, nur in sechs Epochen Einblick und zum anderen ist das Layout so richtig gewöhnungsbedürftig.

Die sechs Epochen sind:

Das Goldene Zeitalter
Ruhmreiche Pfade
Triumph und Tragödie in Europa
Auf großer Fahrt
Wiedergutmachung
Ein Neuanfang

Meine Meinung:

Wie schon erwähnt, gefällt mir das Layout gar nicht. Die einzelnen Texte sind von allerlei Schnick-Schnack wie ornamentgeschmückte Rahmen verziert. Auch der zweispaltige angeordnete Text wirkt eher wie eine Zeitung als ein Buch. Nebenbei sind die Texte zusätzlich noch durch mittig angeordnete Fotos unterbrochen. Und diese Fotos! Die Qualität der Abbildungen ist ziemlich mau. Das liegt vermutlich zum Teil an der Auflösung und zum Teil daran, dass die Fotos zu bunt und mit allerlei Krimskrams überfrachtet sind. Zuerst dachte ich ja, der Autor hat sich in einer Bildbearbeitungssoftware versucht, doch im Nachwort erzählt Paul Koudounaris, dass es sich auf den Fotos um (s)eine echte Katze handelt, die er für die Fotos verkleidet hat. Das grenzt für mich schon an Tierquälerei.

Im Nachwort ist dazu zu lesen:

„Die Fotos sind jedoch mehr als schlichte Porträts. Sie sind ein lebendiges Beispiel der Kommunikation zwischen den Arten, die das Band zwischen uns noch verstärkt.“

Den Eindruck habe ich nicht, denn Baba streckt dem Autor und Fotografen sehr häufig die Zunge heraus. Wohlfühlen sieht anders aus - das ist meine Interpretation so mancher Fotos.

Der Versuch, mit der Stimme der Katze Baba, sie wird hier als (Mit)Autorin bezeichnet, in mehr oder minder launigen Worten seinen Leser Geschichte näher zu bringen, ist in meinen Augen nicht wirklich gelungen. Möglicherweise wird es Leser geben, denen dieses Buch gefällt, ich gehöre nicht dazu.

Fazit:

Die Aufmachung des Buches als Hardcover mit seiner glänzenden Oberfläche und dem Lesebändchen täuscht über die amerikanische(?) Sicht hinweg. Leider kann ich für den Inhalt nur 2 Sterne vergeben. Aber, vielleicht gehöre ich ja einer falschen Zielgruppe an.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Leider keine Empfehlung

Die Kirschen in des Mörders Garten
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In den letzten Monaten sind einige Krimis, die im Umfeld von (Schreber)Gärten, spielen, herausgekommen. Verschiedene Städte, verschiedene AutorInnen - unterschiedlich Resonanz.

Dieser hier ist meiner ...

In den letzten Monaten sind einige Krimis, die im Umfeld von (Schreber)Gärten, spielen, herausgekommen. Verschiedene Städte, verschiedene AutorInnen - unterschiedlich Resonanz.

Dieser hier ist meiner Meinung nach nicht so recht gelungen. Es beginnt schon mit dem Titel, der ein wenig holpert: „Die Kirschen in DES Mörders Garten“. Beide Artikel weggelassen, klänge es ein wenig flotter „Kirschen in Mörders Garten“.

Doch nun zum Inhalt:

Marie Busch, Schlosserin und Metallkünstlerin, ist gerade auf dem Weg zu ihrer Tante Linde in den Kleingarten „Am Pappelwäldchen“, als eine tote Frau im hochwasserführenden Rhein entdeckt wird. Marie und Linde glauben, die Tote zu kennen, zumindest ihr Halstuch. Die Polizei in Person von KHK Raphael Hofmann nimmt den Hinweis nicht ernst. Ernst wird es erst, nämlich für Marie, als sich herausstellt, dass ihre Feile die Tatwaffe ist. Damit rückt Marie auf der Liste der Verdächtigen ein hübsches Stück nach oben. Holzmann versucht, das fehlende Motiv durch blöde Sprüche zu tarnen.

Wenig später wird bei einigen Kleingartenbesitzern eingebrochen. Es scheint, außer dem Geld aus der Vereinskasse, die bei Linde geparkt ist, nichts zu fehlen. Dann geht es Schlag auf Schlag! Auf einer (für mich) improvisierten Vereinssitzung, geht es hoch her. Linde wird als Säckelwartin abgewählt und Holger, ein Wichtigtuer, übernimmt den Job und verspricht den Kleingärtner das Blaue vom Himmel.

Am selben Abend bricht noch der Vereinsvorsitzende zusammen, wenig später fällt Linde von der Leiter und der Ausflug in Tulpenparadies wird zum finanziellen Fiasko. Alles nur Zufall?

Marie beginnt selbst zu recherchieren und deckt zahlreiche Ungereimtheiten auf.

Meine Meinung:

Mir hat der Krimi nicht wirklich gefallen. Er enthält ziemlich viele Klischees und merkwürdige Charaktere. Die Polizisten, allen voran Holzmann, der sich augenblicklich auf Marie einschießt. Auch Koray Levent vom LKA, der verdeckt ermittelt scheint ob seiner Geheimniskrämerei sonderbar.

Auch Maries Ehemann gehört, obwohl meisten abwesend, in die Kategorie Käuze. Die mehrfachen Erwähnungen seines Laufsports (Marathon!) ist für die Handlung unwichtig. Die Wiederholungen selbst, nerven. Wir, die Leserschaft, kann sich so etwas merken.

Ganz schräg finde ich, wie die Vereinssitzung abgelaufen ist. Ich kenne mich zwar im deutschen Vereinsrecht nicht aus, aber Fristen zur Einberufung einer Sitzung mit entsprechender Tagesordnung sollte die deutschen Kleingärtner wohl auch kennen. Eine Wahl per Akklamation (also per Handzeichen) kann in Österreich nur dann erfolgen, wenn VOR der Sitzung der Wahlvorschlag bekannt gemacht worden ist. Ebenso muss es Rechnungsprüfer geben, die die Vereinskasse prüfen usw. usw. - also Vereinsrecht ist nicht für schwache Nerven. Dass manchmal gemogelt wird, ist klar, aber so unprofessionell geht gar nicht.

Der Schreibstil wirkt auf mich stilistisch noch nicht ganz ausgereift. Der Krimi ist mäßig spannend und zieht sich für mein Dafürhalten ein wenig. Die detaillierte Beschreibung der Speisen (Schwarzwälder Kirsch versus Karottenkuchen mit Dinkelmehl) bringen die Handlung nicht weiter. (Ich nehme übrigens die Schwarzwälder Kirsch-Torte).

Für einen Cozy-Krimi fehlt ihm leider der Humor. Natürlich kann nicht jede Autorin eine Tatjana Kruse sein, die mit ihren humorvollen Krimis ihre Leser regelmäßig zum Wiehern bringt.

Fazit:

Einer der wenigen Fälle, in denen ein Krimi aus dem Haus Emons, das üblicherweise für packende Krimis steht, für mich persönlich ein Flop ist. Schade! Leider reicht es nur für 2 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2022

Leider nichts für mich

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Der Beschreibung nach habe ich hier eine spritzige Gaunerkomödie erwartet. Doch leider bin ich hier ziemlich enttäuscht worden. Mit dem Klamauk und dem eigenartigen Humor à la Louis de Funès, den ich schon ...

Der Beschreibung nach habe ich hier eine spritzige Gaunerkomödie erwartet. Doch leider bin ich hier ziemlich enttäuscht worden. Mit dem Klamauk und dem eigenartigen Humor à la Louis de Funès, den ich schon als Kind nicht ausstehen konnte, bin ich nicht zurecht gekommen.

Weder finde ich die Handlung spritzig noch sind mir die Charaktere sympathisch. Das gilt vor allem für den Guilliaume Lipaire, der eigentlich ein Deutscher namens Wilhelm Liebherr ist, und als Hausmeister einer Ferienhaussiedlung die Häuser illegal untervermietet, sich an Speis und Trank der Bewohner bedient und auch sonst allerlei windige Geschäfte betreibt. Sein Compagnon ist Karim, der ziemlich dämlich dargestellt wird, und sich ständig von Monsieur Lipaire schulmeistern lassen muss. Beide sind mir in ihrer trotteligen Art ziemlich auf die Nerven gegangen.

Die Handlung habe ich auch nicht wirklich spannend gefunden.

Fazit:

Nein, das wird wohl das einzige Buch dieses Autoren-Duos bleiben - egal ob Allgäu oder Côte d’Azur. Leider reicht es nur für 2 Sterne.

Veröffentlicht am 20.12.2022

Leider nichts für mich

Bittersüße Weihnachtszeit
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Der Klappentext verspricht einen fesselnden Weihnachtskrimi mit einer Prise Humor und Romantik. Leider ist davon wenig bis nichts zu spüren.

Der Dresdner Striezelmarkt mit seinen Punschständen sowie der ...

Der Klappentext verspricht einen fesselnden Weihnachtskrimi mit einer Prise Humor und Romantik. Leider ist davon wenig bis nichts zu spüren.

Der Dresdner Striezelmarkt mit seinen Punschständen sowie der Schneesturm in Prag sollen wohl für weihnachtliche Stimmung sorgen. Ob der Ereignisse kann dies allerdings nicht aufkommen.

Die Charaktere sind, entgegen der sonstigen Krimis von Andrea Nagele, außer nervig nur nervig. Das beginnt schon bei Emma, der alleinerziehenden Mutter, die sich von den Marotten der vierjährigen Lucy sowie von ihrem Ex-Mann tyrannisieren lässt. Wie kann man einer Vierjährigen das alles durchgehen lassen? Der Ex-Mann Josef ist ein Ekelpaket wie er im Lehrbuch steht. Seine Ex-Frau ständig - auch vor Fremden als „Dummerchen“ zu bezeichnen, ist wohl mehr als abscheulich. Da ist es plausibel, dass Lucy ihrer Mutter gegenüber ähnliche Töne anschlägt.

Josef ist auch seiner neuen Frau Mary gegenüber unmöglich. Sie ist höchstschwanger und muss mit ihm nach Prag fahren, wo die kleine Lucy nun verschwunden ist. Josefs Frauenbild ist einfach furchtbar. Dass Emma dann noch schnell für Mary Blut spenden muss, ist höchst unglaubwürdig. Blutgruppe Null (Universalspenderblut) sollte in jedem Krankenhaus in ausreichender Menge vorhanden.

Einzig die Wortspielerei mit Josef und Mary, die nun zu Weihnachten ihr gemeinsames Baby erwarten, das sie dann noch Jesus nennen, hat mir ein leichtes Schmunzeln entlockt.

Fazit:

Nein, das war leider nichts für mich, schade. Es reicht gerade einmal für 2 Sterne.

Veröffentlicht am 09.11.2022

Hat mich nicht ganz gepackt

Canaria Mortal
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Der Journalist Felix Faber tauscht das graue Wetter Deutschlands gegen die Sonne Gran Canarias und arbeitet bei einer jungen, eher linksorientierten Zeitung. Recht bald gerät er bei seinen Kollegen unter ...

Der Journalist Felix Faber tauscht das graue Wetter Deutschlands gegen die Sonne Gran Canarias und arbeitet bei einer jungen, eher linksorientierten Zeitung. Recht bald gerät er bei seinen Kollegen unter Verdacht, Geheimnisse aus der Redaktion auszuplaudern, die nicht unbedingt mit dem Zeitungsgeschäft zu tun haben. Er lässt sich von seiner Kollegin überreden, den Mord an einer jungen Frau selbst zu recherchieren und unversehens sitzt er zwischen allen Stühlen.

Meine Meinung:

Gleich vorweg, der Krimi hat mich nicht überzeugt. Die Krimi soll den Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe bilden. Zumindest suggerieren das die nicht fertig verknüpften Handlungsstränge. Ich fühle mich, ob der losen Enden ein wenig unzufrieden zurückgelassen.

Dabei hätte aus der Grundidee, Korruption, Flüchtlinge und den rechtsgerichteten Zeitungen - also lauter brisante Themen - eine tolle Story werden können.

Leider sind auch die Charaktere eher flach. Felix Faber wirkt wie ein großer Schuljunge auf mich - naiv, leichtgläubig und unbedarft. Seine Undercover-Mission kann nur zum Scheitern verurteilt sein, denn er stellt sich doch ziemlich dilettantisch an. Ich kann auch nicht wirklich erkennen, das die Journalisten der Zeitung wirklich arbeiten. Für mich überwiegt der Eindruck, dass sie lieber in Bars herumhängen und schon am frühen Vormittag ein (oder zwei) Glas Wein trinken. Anfangs wundert sich Felix noch, dann ist es im egal oder hat sich daran gewöhnt? Diese Mentalitätsunterschiede hätten Stoff für funkensprühende Dialoge bieten können. Leider nur lauwarme Kost.

Fazit:

Leider habe ich nicht das bekommen, was ich erwartet habe und kann daher nur 2 Sterne vergeben.