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Veröffentlicht am 14.06.2020

Ein Reinfall!

Wildflower Summer – In deinen Armen
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Preis: € 12,99 [D]
Verlag: Kyss
Seiten: 368
Format: Taschenbuch
Reihe: Band 1/2
Erscheinungsdatum: 19.05.2020

Inhalt:

Unendliche Freiheit und grenzenlose Liebe - die neue Reihe der SPIEGEL-Bestseller-Autorin ...

Preis: € 12,99 [D]
Verlag: Kyss
Seiten: 368
Format: Taschenbuch
Reihe: Band 1/2
Erscheinungsdatum: 19.05.2020

Inhalt:

Unendliche Freiheit und grenzenlose Liebe - die neue Reihe der SPIEGEL-Bestseller-Autorin von «Redwood Love»
Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …

Design:

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Das Holz im Hintergrund erinnert stark an die Redwood-Reihe. Die vielen kleinen Blüten in verschiedenen Rosatönen passen zur Schrift. Insgesamt gefällt mir das gesamte Design wirklich gut. Positiv ist auch, dass das Buch klimaneutral gedruckt wurde. Von außen ist das Material matt, nur die Schrift und die Blumen erheben sich glänzend davor. Dieser Kontrast ist schön und dezent gehalten.

Meine Meinung:

Der Titel hört sich doch schon einmal romantisch an, nicht wahr? Voller Vorfreude stürzte ich mich auf das Buch, sobald ich es in Händen hielt.
Olivia Cattenach ist Waise und lebt mit ihrer Tante Mae auf der Wildflower Ranch. Ihren Bruder hat sie im Krieg verloren. Sie hat schottische Vorfahren und ist natürlich rothaarig, wild, klein, zierlich, mit weißer Haut und hat die Zügel der Farm straff in der Hand. Sie weiß, was sie will.
Nate Roland ist mit ihrem Bruder zusammen im Krieg gewesen und war dabei, als er starb. Er ist im Gegensatz ein gewaltiger Riese, muskelbepackt, tätowiert und mit Glatze unterwegs. Ungleicher könnten die beiden nicht sein.
Als dritter im Bund kommt Nakos hinzu, der seit ihrer Kindheit in Olivia verliebt ist. Er zeichnet sich vor allem durch einen extremen Beschützerinstinkt aus, der von Nate sogar noch getoppt wird. Das wird recht schnell verhaltensauffällig und maßlos übertrieben, schon fast krankhaft und erdrückend.

Der Schreibstil war locker und leicht zu lesen. Allerdings waren mir die Beschreibungen der Umgebung der Ranch zu wenig. Irgendwie hatte ich bei Redwood das Gefühl, dass sie die Orte viel mehr beschrieben hat, was mich mehr darin eintauchen ließ. Hier kommen leider immer nur ähnliche Beschreibungen immer und immer wieder. Auch die Nebencharaktere blieben eher farblos. Am besten hat mir tatsächlich der Hund gefallen.

Mit den beiden Protagonisten wurde ich nicht warm. Besonders das Bemühen der Autorin unbedingt einen bösen Charakter zu erschaffen geht ziemlich schief. Auf Biegen und Brechen besteht Nate darauf, dass er "kein guter Mann" sei. Hätte ich bei dieser Formulierung ein Trinkspiel veranstaltet, hätte man mich mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Tragödie der Hintergrundgeschichte von Nate Roldan war unausgereift und zu flach.

Hier muss ich einen kleinen Schwenk zu der Redwood Reihe machen. Die habe ich geliebt, da die Kerle darin einfach mal gut waren. Nette Männer, die zwar ihre Problemchen hatten, aber die grundsätzlich einfach gute Charaktere waren. Was für eine Erfrischung in der Welt der Liebesromane, in der der Kerl immer einen kleinen bis größeren Dachschaden hat und die Frau versucht ihn von seinen Dämonen zu befreien. Natürlich nur um zu erkennen, dass er im tiefsten Grund seines Herzens immer gut war. Puh. Schubladenschreiben hoch 10. Und genau das haben wir hier auch.

Leider wurden häufig Standardsätze aus Liebesromanen genutzt. Zum Beispiel schmiegt sie sich immer wieder an ihn oder klettert an ihm hoch. Auch dass er sie andauernd Baby nennt konnte ich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr lesen.
Richtig schlecht fand ich dann allerdings die Sexszenen. Nach der ersten Hälfte des Buches drehen die beiden Protagonisten auf und landen mehrmals in der Kiste. Und bei den Szenen geht es auch nicht um Liebe oder liebevollen Sex, sondern ums reine F..... (etwas anderes kennt er ja nicht aufgrund seiner furchtbaren Vergangenheit).
Generell habe ich das Gefühl, dass die gesamte Beziehung der beiden nur darauf fußt, dass sie sich sexuell voneinander angezogen fühlen. Immerhin versucht sogar Olivias Tante sie bereits am Anfang des Buches zu verkuppeln, damit sie endlich mal wieder Spaß hat. Diese Szenen haben mir absolut den Spaß am Buch vermiest und jegliches Gefühl genommen. Ich wollte nur noch, dass es endlich vorbei ist. Es fehlte einfach der Tiefgang. Und so einfallslos wie die Autorin beim Dirty Talk war, so zahlreich waren die angeblich verbrannten oder zu Staub zerfallenen Höschen. Stichwort: Wiederholungen.
Man könnte fast meinen, dass die ansonsten so dominante Olivia einfach mal jemanden gebraucht hat, der ihr außerhalb des Alltags auf der Farm zeigt wo der Hammer hängt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nate und Olivia geschildert. So weiß der Leser auch direkt Bescheid, was die beiden eigentlich beschäftigt. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir auch immer noch, aber ich hatte schlicht und ergreifend nach Redwood etwas ganz anderes erwartet. Ich glaube, dass sehr viele Fans der Reihe von diese Buch enttäuscht sein werden. Ich bin mir echt unsicher, ob ich den zweiten Band noch lesen werde. Vermutlich warte ich erste Rezensionen ab, bevor ich enttäuscht werde.

Fazit:

Es ist sicher gemein zwei unterschiedliche Reihen einer Autorin miteinander zu vergleichen. Aber das passiert automatisch, wenn man von der ersten so begeistert war. Meine Erwartungen waren wirklich hoch. Allerdings kann dieses Buch leider in keinem Bereich mit den Redwood Büchern mithalten und ist auch nicht damit vergleichbar. Wer das erwartet, wird hart enttäuscht. Daher bekommt das Buch von mir 1,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.01.2023

Abgebrochen

The Atlas Six
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Nach dem Hype um das Buch, das ich übrigens auch auf Englisch als Hardcover besitze, hatte ich riesige Erwartungen. Die Inhaltsangabe hat mich sehr angesprochen und ich freute mich riesig, als es endlich ...

Nach dem Hype um das Buch, das ich übrigens auch auf Englisch als Hardcover besitze, hatte ich riesige Erwartungen. Die Inhaltsangabe hat mich sehr angesprochen und ich freute mich riesig, als es endlich auf Deutsch erschien. Diese Freude währte allerdings nicht lange.

Der Anfang war ein wenig schleppend. Alle Personen werden ausführlich vorgestellt und in die Geschichte eingeführt. Ich fand die vielen schnellen Wechsel zwischen den Personen verwirrend. Positiv ist dafür, dass jeder zu Wort kommt und man von jeder Person einen Eindruck erhält.

Als die Vorstellungsrunde vorbei war, ging es endlich an die Akademie. Hier erwartete ich, dass es endlich losgeht mit der Spannung und der Story. Doch weit gefehlt. Langweile und eine zähe Geschichte etablierte sich. Es geht vor allem um die zwischenmenschliche Beziehungen. Gefühlt gibt es keinerlei wirkliche Handlung in der ersten Hälfte, sondern es dreht sich nur darum wer mit wem auskommt und was sie voneinander denken. Durch das "eingesperrt sein" hatte ich irgendwie den Eindruck von Big Brother.

Nach der ersten Hälfte des Buches wurde der Lesefluss bei mir immer schleppender. Irgendwann habe ich das Buch nach mehreren Monaten abgebrochen. Ich habe es einfach nicht geschafft dieser langweiligen Geschichte weiter zu folgen. Es gab nicht einen Punkt an dem Buch, der mich dazu motiviert hätte, weiter zu lesen. Keiner der Charaktere konnte mich für sich gewinnen, die Story ist wirklich sterbenslangweilig und ich kann mir den Hype um das Buch nicht erklären. Es passiert nichts! Wirklich schade!

Meine Erwartungen rund um die Geheimgesellschaft der Bibliothek von Alexandria wurden überhaupt nicht erfüllt. Dazu kommt ein Schreibstil, mit dem ich nicht warm wurde und Charaktere, die sich wie im Kindergarten verhalten.

Fazit:

Eine Kaugummi-Geschichte ohne wirklichen Inhalt. Band 2 werde ich mir nicht antun. Leider ist das der Flop des Jahres 2022 für mich gewesen. Daher vergebe ich nur einen Stern.

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Veröffentlicht am 12.07.2022

Flop

Sommersprossen – Nur zusammen ergeben wir Sinn
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 16,99 [D]
Verlag: FISCHER Krüger
Seiten: 400
Format: Ebook
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 27.10.2021

Inhalt:

Allegra hat ihre Sommersprossen ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 16,99 [D]
Verlag: FISCHER Krüger
Seiten: 400
Format: Ebook
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 27.10.2021

Inhalt:

Allegra hat ihre Sommersprossen von ihrem Vater geerbt. Für sich selbst hat sie die Verbindung zwischen den wichtigen Punkten im Leben noch nicht raus. Sie ist nach Dublin gezogen, um ihre Mutter zu finden. Hier arbeitet sie als Hilfspolizistin, verteilt auf ihren täglichen Runden Strafzettel. Allegra lebt ziemlich allein, lässt niemanden nah an sich heran. Bis ihr eines Tages ein arroganter Ferrari-Fahrer diese Fünf-Menschen-Weisheit an den Kopf wirft. Allegra geht die Frage nicht mehr aus dem Kopf: Wer sind eigentlich die wichtigsten Menschen in meinem Leben? Eine Geschichte, die uns auf unsere ganz persönliche Suche schickt und zeigt: Wir sind wie Sternbilder am Nachthimmel, nur in Verbindung miteinander ergibt unser Leben Sinn.

Meine Meinung:

Sommersprossen - der Titel verrät schon einiges über die Protagonistin, denn ihr Spitzname ist Freckles aufgrund der vielen Sommersprossen, die ihre Haut zieren. Wir erleben mit, dass sie sich bereits in ihrer Jugend ritzt um aus den Malen am Arm dauerhaft Sternenbilder zu zeichnen. Schnell merkt man, dass Allegra Probleme mit anderen Menschen hat und in ihrer eigenen Welt lebt.

Die erste Hälfte des Buches ist allein der Hintergrundgeschichte und der Vorbereitung auf die eigentliche Handlung gewidmet. Das war ehrlich gesagt schon etwas zäh. Es passiert zwar was und wir erfahren einiges, aber ich hatte die ganze Zeit das Bedürfnis danach, dass es endlich losgeht.

In der zweiten Hälfte des Buches passiert zwar etwas mehr, aber insgesamt hält sich die Handlung doch sehr in Grenzen. Leider war es irgendwann so langweilig, dass ich das Buch für mehrere Monate pausiert habe, bevor ich es dann in einem Schwung beendet habe. Doch das lag nicht an plötzlich auftretender Spannung - nein, es war eher die Pflastermethode. Schnell durch, damit man es dann geschafft hat. So sollte man kein Buch "genießen", doch für mich war es die einzige Möglichkeit es noch zu beenden. Ansonsten hätte ich es vermutlich komplett abgebrochen.

Allegra als Person hat mir leider überhaupt nicht gefallen, sie ist wirklich sehr speziell. Sie hat massive Ecken und Kanten und kommt mit der normalen Gesellschaft nicht klar. Das ist zwar grundsätzlich für mich kein Problem, dich der Funke sprang zwischen uns beiden nicht über. Durch ihre spezielle Art hat sie auch kaum Freunde. Als sie dann vor die Frage gestellt wird wer ihre fünf Hauptbezugspersonen sind (man ist der Querschnitt dieser 5 Personen), kann sie eigentlich nur ihren Vater als Konstante in ihrem Leben aufzählen. Und so macht sie sich auf und versucht sich selbst zu verbessern und aufzuwerten, indem sie interessantere Freunde / Bekannte findet.
Was sich in der Theorie als interessante Idee anhört, wird im Roman leider nicht gut umgesetzt. Briefe an Politikerinnen und andere hohe Tiere? Als ob man dadurch eine Beziehung aufbauen würde.

Und dann ist da noch die Geschichte mit ihrer Mutter, die sie als Kind zurückgelassen hat. Dieser Part der Story hat mich richtig genervt. Von den wissentlichen Lügen, über die Auflösung am Ende - einfach schrecklich.

Der Sprachstil ist auch sehr merkwürdig, extrem holprig und zusammenhanglos.

Fazit:

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und fand bisher alle gut. Doch dieses ist leider ein totaler Flop für mich. Langatmig, unsympathische Charaktere, oberflächlich und emotionslos. Daher vergebe ich nur einen Stern.

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Schwer enttäuscht

Kissing in the Rain
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 20,95 [D]
Verlag: argon hörbuch
Dauer: 10 Stunden / 480 Seiten
Format: Hörbuch
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 18.05.2021

Inhalt:

Camryn Kovic ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 20,95 [D]
Verlag: argon hörbuch
Dauer: 10 Stunden / 480 Seiten
Format: Hörbuch
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 18.05.2021

Inhalt:

Camryn Kovic hat eine große, verrückte und laute Familie. Und als Camryns Freund eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester Schluss macht, weiß sie genau, dass das die verdammte Feier ruinieren wird. «Camryn, warum bist du noch nicht verheiratet? Camryn, warum kannst du keinen Mann halten? Camryn, warum ziehst du dich nicht etwas hübscher an? Camryn, der Trauzeuge ist noch Single!» Dass ihre Schwester vorschlägt, sie solle mit einem Fake-Freund zur Hochzeit kommen, ist trotzdem irre. Irre, aber nachvollziehbar. Und deshalb lässt Camryn sich darauf ein. Was soll schon schiefgehen? Abgesehen davon, dass ihr niemand glaubt, dass sie mit Troy, einem Freund aus Kinderzeiten, zusammen ist. Dass Troy sie deswegen vor der versammelten Familie küsst. Und dass dieser dämliche Kuss etwas mit ihr anstellt, das ganz und gar nicht geplant war …

Meine Meinung:

Camryn ist das typische schwarze Schaf. Sie schafft es nie die Erwartungen ihrer serbischen Familie zu erfüllen. Kein Mann, keine Modelfigur, keine Kinder, etc. Die Liste könnte man endlos weiterführen. Als ihr Freund kurz vor der Hochzeit ihrer Schwester mit ihr Schluss macht, trifft sie mit Troy, einem Freund aus Kindertagen, eine Abmachung: sie schwindeln der Familie vor, dass sie ein Paar sind, damit Cam in Ruhe gelassen wird. Dass dieser Plan nicht problemlos vonstatten läuft, versteht sich von selbst.

Troy wurde in seiner Jugend immer wieder in der Familie von Cam untergebracht und gilt daher praktisch als Familienmitglied. Er erschien mir als Charakter leider total unglaubwürdig. Er ist so, wie Frauen sich sensible, mitfühlende und romantische Männer in ihrem kühnsten Träumen vorstellen. Sensibler geht es kaum. Harte Schale, Kern aus Gelee ist hier Programm. Allerdings so übertrieben, dass ich es ihm nicht abgenommen habe. Er überdenkt alles tauschendmal und spricht aber gleichzeitig nicht über seine Probleme oder Gefühle.

Und damit kommen wir zum großen Problem: Cam spricht ebenfalls nicht über ihre Gefühle. Diese mangelnde Kommunikation gepaart mit dem fehlenden Selbstbewusstsein von Cam führt den Leser in eine Spirale der Verunsicherung. Das war einfach nur frustrierend zu lesen. Als würden die beiden mit Gewalt ihre Beziehung sabotieren wollen.
Ich kann zurückhaltende und deprimierte, womöglich depressive Menschen gut nachvollziehen, da ich selbst so gestrickt bin. Aber ganz ehrlich: das war einfach übertrieben. Cam lässt sich von ihrer Familie alles gefallen. Egal, ob ihre Oma sie beschimpft oder die Familie immer wieder Salz in die offenen Wunden streut.

Die Entwicklung der Geschichte und somit auch die der Beziehung zwischen Cam und Troy, war nicht überraschend und absolut vorhersehbar. Ich konnte mich darauf verlassen, dass die beiden immer die falschen Entscheidungen treffen würden um sich selbst oder den anderen zu sabotieren. Das ist schon fast eine Kunst. Daher konnte ich beim Ende auch nur noch die Augen verdrehen. Es gibt bei den beiden wirklich nur Extreme. Das hat mir überhaupt nicht gefallen.

Leider muss ich aber sagen, dass die Sprecherin das Schlimmste an dem Buch war. Ich habe das Hörbuch hinterher mit 1,5 bis 1,75-facher Geschwindigkeit gehört, da ihre Pausen zwischen den Sätzen so endlos lang sind. Sie lässt sich sehr viel Zeit beim Vorlesen und bei normaler Geschwindigkeit wäre ich fast eingeschlafen. Auch, weil die Geschichte inhaltlich so jammernd ist und die Sprecherin das natürlich übernimmt. Es hört sich so an, als suhle sie sich im Leid der Protagonisten. Theatralisch und übertrieben. Auch die Stimmen der anderen Angehörigen fand ich gruselig. Besonders das kleine Mädchen ist so quietschig, dass sich mir die Zehennägel aufgerollt haben. Für mich steht fest: ich werde nie wieder ein Buch dieser Sprecherin hören, so leid es mir tut.

Fazit:

Weder inhaltlich, noch von der Sprecherin her, hat mir dieses Buch gefallen. Ich war einfach nur froh, als ich die Geschichte endlich hinter mir hatte. Dabei liebe ich die Redwood Reihe der Autorin. Doch dieses Buch ist eine maßlose Enttäuschung. Es gab nicht ein Element, das mir gefallen hat. Ich kann daher nur einen Stern vergeben.

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Veröffentlicht am 27.09.2020

Frauenverachtend

Paper Princess
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Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Piper
Seiten: 384
Format: Ebook
Reihe: Band 1 / 6
Erscheinungsdatum: 01.02.2017

Inhalt:

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie ...

Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Piper
Seiten: 384
Format: Ebook
Reihe: Band 1 / 6
Erscheinungsdatum: 01.02.2017

Inhalt:

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Design:

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Die angedeutete goldene Krone vor dem gelben Hintergrund it schlicht, fällt aber auf. Mein Mann hat allerdings noch etwas anderes entdeckt: es sieht so aus, als ob drei zusammengedrückte Dekolletés abgebildet wären. Stimmt, da hat er Recht. ^^

Meine Meinung:

Ganz ehrlich, dieses Buch liegt seit seinem Erscheinungstermin auf meinem Sub. Ich hatte es mir direkt gekauft und bin bisher nicht dazu gekommen, es zu lesen. Ich hatte etwas Angst davor, dass es zu jugendlich sein könnte. Nun, dreieinhalb Jahre später, habe ich es schließlich gelesen.

Gerade in den ersten 20% des Buches hat sich meine Vermutung leider bestätigt. Das Buch ist sehr seicht geschrieben und dabei auch noch vulgär und mit andauernden Wiederholungen. Allen Leuten, außer Ella, geht es scheinbar nur um Sex oder Geld. Und das bleibt das ganze Buch über so.

Ella ist ein junges, 17-jähriges Mädchen, das sich nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter mit Strippen über Wasser hält. Wie aus dem Nichts taucht auf einmal ein reicher Gönner auf, der angeblich ihr Vormund ist. Da sie sich nicht von ihm helfen lassen will, wirft er sie sich einfach in Strapsen über die Schulter und entführt sie. Natürlich stilecht fährt er mit seinem Chauffeur in ein Transportflugzeug und fliegt sie aus, da er und sein verstorbener Geschäftspartner (angeblich Ellas Vater) eine Firma besitzen, welche Flugzeuge unter anderem für das Militär baut.

Puh, das war schon alles sehr an den Haaren herbeigezogen. Und so geht es weiter. Das Verhalten von Ella zum Beispiel passt vorne und hinten nicht zusammen. Auf der einen Seite ist sie die bad ass bitch, die ohne Probleme als 17-Jährige schon in einem Stripclub ihren Unterhalt verdient, und auf der anderen Seite heult sie fast los wenn jemand Müll in ihr Schließfach tut.
Und ich frage mich ganz ehrlich, warum sie nicht auf die Idee kommt, dass ihr irgendein Teil des Unternehmens zustehen würde oder ihr womöglich ein Anteil am Erbe ihres Vaters gehören müsste. Sie ist doch so schlau und hat überall Fortgeschrittenenkurse belegt. Aber an so etwas denkt sie nicht.

Allgemein hatte ich sehr große Probleme damit, dass wirklich immer und immer wieder darauf herum geritten wird, dass sie für Geld getanzt hat. Sowohl von ihrer Seite aus, als auch natürlich von allen anderen.
Das Buch ist so voll von sexuellen Anspielungen und Handlungen, dass es eigentlich mit einem Hinweis versehen werden müsste. Besonders bedenklich finde ich, dass Callum als Vater überhaupt kein Problem damit hat noch im Beisein von Ella oder seinen Söhnen zur Sache zu kommen und diese dann die Flucht ergreifen. Außerdem ist er aufgrund seiner andauernden Trunkenheit wirklich kein gutes Vorbild. Und er soll sich um ein Mündel kümmern? Bis auf Geld hat er ihr doch nichts zu bieten. Irgendwie fühlt er sich auf als ob auch er noch ein 17-jähriger Junge sei.
Über seine Söhne will ich mich gar nicht lange auslassen. Absolut verzogen. Und dann sind sie auch noch alle soooo sexy - besonders Reed, der Bad Boy schlechthin. Ganz ehrlich? Klischeehafter kann es nicht werden.

Bei 50% des Buches war ich soweit es abzubrechen. Wenn ich ganz hart sein würde, wäre meine Beschreibung Folgende: unreife, unsympathische Charaktere und eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte mit gigantischen Logiklücken und reichlich Sex.

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass ich unbedingt wissen muss, wie es ausgeht. Ich war einfach nur froh, als es endlich vorbei war. Ehrlich gesagt habe ich es auch nur beendet, weil ich noch die leise Hoffnung hatte, dass es sich vielleicht doch in eine andere Richtung entwickeln würde. Hat es aber nicht. Ich habe gemerkt, wie ich beim Lesen immer wieder die Lippen geschürzt habe und mich über viele Dinge geärgert habe.

Dieses Zitat fasst meinen Eindruck des Buches tatsächlich recht gut zusammen:
"Irgendwie kann ich mich nicht recht entscheiden, was ich angenehmer finde. Den leisen Royal-Haushalt mit einem stoisch schweigenden Reed oder eher sein Geschrei und seine Drohungen, die er mit obszönem Penisgewackel unterstreicht." (bei 65% des Buches)

Fazit:

Ich bin unglaublich enttäuscht und geradezu schockiert, dass so ein frauenverachtendes Buch verlegt wurde. Es geht entweder um Drama, Geld oder um sexuelle Aspekte. Was für ein Bild wird den jungen Mädchen damit vermittelt? Mir hat wirklich überhaupt nichts an dem Buch gefallen, höchstens den leichten Schreibstil kann man hervorheben. Daher vergebe ich auch nur einen Stern.