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Malaika

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2017

Zwei verrückte Protagonisten

Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt
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Seid gewarnt, das Buch nimmt einige sehr unerwartete Wendungen und das Ende ist ein richtiger Cliffhanger. Ich kann nur hoffen, dass es einen Folgeroman geben wird… Wenn euch das gefällt, dann seid ihr ...

Seid gewarnt, das Buch nimmt einige sehr unerwartete Wendungen und das Ende ist ein richtiger Cliffhanger. Ich kann nur hoffen, dass es einen Folgeroman geben wird… Wenn euch das gefällt, dann seid ihr hier genau richtig.

Im Laufe des Buches findet Kira heraus, dass sie eine Zwillingsschwester namens Zoe hat. Beide sind Teil eines Programmes für eine Marssimulation. Doch Zoe wird schwanger und scheidet aus dem Programm aus.
Kira ist fest davon überzeugt, dass es irgendeinen großen Plan gibt, in den sie nicht eingeweiht ist. Auch schreibt sie jeden Astronautenfehler, dem sie auf die Spur komen kann, auf, etwas, dass sie nicht gerade beruhigt. Zoe hingegen denkt sich dauernd etwas ausgefallene Kunstprojekte aus.

Ein großer Teil des Buches ist etwas verwirrend, da es oft nicht wirklich deutlich ist, worüber es in dem spezifischen Moment geht. Aber genau das macht es wieder interessant, da es einem zum Nachdenken anregt.

Ich fand das Buch einfach genial, da es sowohl lustig als auch spannend ist; es einem über den Mensch an sich nachdenken lässt und unser Leben. Ein Buch mit sehr vielen Schichten, die eine nach der anderen enthüllt werden.

Ein ideales Buch für Leute, die gerne beim Lesen spekulieren und etwas verrückte Protagonisten mögen.

Veröffentlicht am 01.09.2017

Bringt einem zum Nachdenken...

Die Seele meiner Schwester
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Versuche nie deine Zwillingsschwester nachzuahmen, schon gar nicht, wenn sie tot ist. Aber genau das macht Ella. Maddy zu sein, ist garnicht so einfach, als sie es sich vorgestellt hat. Sie hat eigentlich ...

Versuche nie deine Zwillingsschwester nachzuahmen, schon gar nicht, wenn sie tot ist. Aber genau das macht Ella. Maddy zu sein, ist garnicht so einfach, als sie es sich vorgestellt hat. Sie hat eigentlich nicht vorgehabt, sich als ihre Zwillingsschwester auszugeben. Doch durch ein Missverständnis ist diese unglaublich schwierige Situation entstanden, in der Ella sich selbst kaum noch zurechtfinden kann. Im Labyrinth ihrer Lügen und der ihres eineiigen Zwillings, der eigentlich das Gegenteil von ihr war, versucht sie die Wahrheit zu finden.

Das Buch hat mich zutiefst berührt - Ella versucht ihre Schwester zu spielen, weil sie glaubt, dass Maddy mehr geliebt wurde als sie. Aber durch diesen verzweifelten Versuch, die Erinnerung an ihre Schwester am Leben zu erhalten, verliert sie sich fast selbst.
Die Geschichte zeigt eigentlich, dass man im Moment leben und Sachen, die einem wichtig sind, nachgehen muss. Sonst tut es einem später noch leid.

Ella war mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ich kann das Buch wärmstens allen weiterempfehlen, die Lust haben, durch den Sog des Buches abzutauchen und erst nach der letzten Seite wieder aufzukommen.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Was einem passieren kann, wenn man vor dem Altar stehen gelassen wird.

Kopf aus, Herz an
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Als die organisierte Lilly vor dem Altar stehen gelassen wird, bricht für sie ihr detaillierter Lebensplan zusammen. Spontan beschliesst sie, in die bereits geplanten Flitterwochen zu fahren. Alleine. ...

Als die organisierte Lilly vor dem Altar stehen gelassen wird, bricht für sie ihr detaillierter Lebensplan zusammen. Spontan beschliesst sie, in die bereits geplanten Flitterwochen zu fahren. Alleine. Da geht aber einiges schief…

Ich glaube, ich habe noch nie so viel über ein Buch gelacht: angefangen bei der Vorstellung von Lilly, die völlig durch den Wind ist, und dadurch erst im Flugzeug bemerkt, dass sie im Schlafanzug samt Schweinchenpantoffeln und einem mit Mascara und Lippenstift verschmiertem Gesicht mit 100 anderen Leuten im Flugzeug sitzt bis zu der Szene, in der Lilly sich durch ihre unglaubliche Tollpatschigkeit fast selbst abfackelt, folgte eine unglaublich komische Szene der anderen.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, wodurch ich das Gefühl hatte, an Lilly’s Seite durch die Geschichte zu gehen.

Die Geschichte an sich ist nicht unglaublich umwerfend, aber das ist nicht irgendwie störend, da man mit Lilly mitleben und zusammen mit ihr die ‘wahre Lilly’ entdecken kann. Noch dazu ist das Buch total fesselnd und an vielen stellen wirklich sehr lustig.

Das ist ein perfektes Buch, um aus dem Alltag abzutauchen und viel zu lachen.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Was macht man mit 10 000 Hummern?

True North - Wo auch immer du bist
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Audrey will Chefköchin werden, aber die entscheidende Hilfe, ihren Traum zu verwirklichen, ist zugleich ihr Stolperstein. Die Firma BPG besitzt viele Restaurants in ganz Boston. Dort darf sie ein Praktikum ...

Audrey will Chefköchin werden, aber die entscheidende Hilfe, ihren Traum zu verwirklichen, ist zugleich ihr Stolperstein. Die Firma BPG besitzt viele Restaurants in ganz Boston. Dort darf sie ein Praktikum machen und hofft, den Wettbewerb der Firma für die Finanzierung eines eigenen Restaurants zu gewinnen. Nur leider gibt ihr BPG keine Arbeit in der Küche, wo sie so ziemlich alles zaubern kann, sondern im Management - sie muss sich um Tischreservierungen, Lebensmittelbestellungen, usw. kümmern und darin ist sie nicht gerade talentiert.
Nach dem “hundertsten” Fehler wird sie nach Vermont geschickt, um dort direkt von den Biofarmern um lächerliche Preise Produkte zu kaufen. Das ist aber noch viel schwerer, als sie sich’s je vorgestellt hätte.

Eines will ich sagen - Kopfkino ist garantiert! Angefangen bei der Situation, wo Audrey hundert Hummer bestellen soll, aber stattdessen hundert Einheiten von jeweils hundert Hummern bestellt, bis zu dem köstlichen Essen, welches gekocht wird, kann man sich alles sehr plastisch vorstellen. Ein kleiner Minuspunkt: Audrey kocht fast nur Fleischgerichte, was für mich nun kein Weltuntergang als Vegetariern ist, aber trotzdem fände ich es gut, wenn wenigsten ein paar vegetarische Gerichte beschrieben werden würden. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Audrey und alle anderen Protagonisten sind sehr menschlich und ich konnte mich sofort in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Es war schön zu sehen, dass alle ihre eigenen Makel haben.
Auch fand ich berührend, dass am Ende die harte Muschelschale von Audreys Mutter doch noch geknackt und ihre innere Perle sichtbar wurde. Das gibt einem doch noch eine ganz andere Perspektive…

Ich bin jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung gespannt und kann das Buch jedem als Strandlektüre weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 06.07.2018

Die Familie Morvan

Schwarzes Requiem
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Gregoire Morvans Sohn Erwan, macht sich auf den Weg in den Kongo um den Fall des neuen ‘Nagelmannes’, wessen Vorgänger mit seinem Vater verbunden war, zu lösen. Auf seiner Reise enthüllt er viele Geheimnisse, ...

Gregoire Morvans Sohn Erwan, macht sich auf den Weg in den Kongo um den Fall des neuen ‘Nagelmannes’, wessen Vorgänger mit seinem Vater verbunden war, zu lösen. Auf seiner Reise enthüllt er viele Geheimnisse, die er nie erwartet hatte.

Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, vornehmlich aus die der Familie Morvan. ‘Schwarzes Requiem’ hat reichlich Plottwists, welche für Spannung sorgen. Der Schreibstil von Jean-Christophe Grangé hat mir sehr gut gefallen. Auch war die presentation von Dietmar Wunder einfach großartig. Er hat eine geniale Stimme, welche er für die unterschiedlichen Charaktere sehr passend einsetzt.

Ich war in das Hörbuch interessiert, durch den Inhalt. Es gibt nicht oft Bücher die außerhalb Deutschland, Amerika oder England spielen. Weil ich selbst zur hälfte Südafrikanerin bin hat es mich umso mehr interessiert. Ein Krimi der in Kongo spielt und zu gleich auch ein Thriller ist. Leider wurde ich zum Teil enttäuscht. Die Menschen die in Kongo leben werden oft einfach als ‘Schwarze’ oder ‘der Schwarze’ beschrieben. Dies finde ich in unsere heutigen Zeit unakzeptabel und hatte spätestens bei der Übersetzung hinaus geholt worden sein. Auch wurde kaum über die (einheimische) Kultur in Kongo berichtet, sondern die ganze Zeit nur wie hinterwäldlerisch und unberechenbar alles ist.

Ich habe das Hörbuch für eine Hörrunde bei der Lesejury gehört. Dies war meine erste Hörrunde und es hat mir viel spaß gemacht, es war jedoch nicht immer einfach, da 768 Minuten ziemlich viel sind und ich oft einfach nicht genug Zeit hatte.
Dieses Hörbuch ist perfekt für alle die viel Zeit auf einmal zur verfügung haben und in eine Welt voller (Familien)Geheimnissen abtauchen wollen.

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