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Veröffentlicht am 08.01.2023

Der Riesenschupp geht um!

Die Tierpolizei 5. Mach dich nicht zum Affen!
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Ein neuer Fall für die Tierpolizei! Die vier Freunde werden in den Tierpark gerufen, denn aus den Gehegen verschwinden Tiere, was sich deren Artgenossen nicht erklären können. Als für das Verschwinden ...

Ein neuer Fall für die Tierpolizei! Die vier Freunde werden in den Tierpark gerufen, denn aus den Gehegen verschwinden Tiere, was sich deren Artgenossen nicht erklären können. Als für das Verschwinden verantwortlich wird ein Neuzugang verdächtigt, der Riesenschupp! Aber wer oder was ist der Riesenschupp? Kann der eitle Pfau Mark hier mit Informationen weiterhelfen? Was weiß der Löwe? Alles sehr undurchsichtig und das Ermittler-Quartett muss sich beim Kombinieren anstrengen, um den Fall zu lösen.
Die Autorin Anna Böhm hat hier wieder ein tolles Buch geschrieben, was einfach nur Spaß macht.
Die Geschichte entwickelt sich rasant und bei ihren Nachforschungen lernen die vier Tierdetektive viele andere Zootiere kennen – und die Leserinnen und Leser gleich mit. Mir gefällt auch die unterschiedliche Charakterisierung der tierischen Ermittler gut, jeder mit seinen individuellen Stärken und Schwächen, die einen auch zum Schmunzeln bringen. Zu viert sind sie als Team unschlagbar! Perfekt ergänzt wird die Handlung durch die tollen Illustrationen von Ramona Wultschner, ein zusätzliches Highlight beim Lesen. Die Mimik der Tiere ist jeweils ausgezeichnet getroffen, allein, wenn sich der Teddyhamster Jack aufregt oder alle zusammen aneinander gekuschelt einschlafen. Dazu ist auch die Gestaltung des Buches gelungen, optisch wie auch haptisch, das Absperrband kann man regelrecht fühlen. Der Text hat eine angenehme Schriftgröße, der etwas weitere Zeilenabstand und die kurzen Kapitel machen es Kindern einfacher beim Lesen und beim Dranbleiben am Buch. Am Ende animiert auch noch eine kleine Zeichenanleitung zum Malen, schöne Idee. Und der nächste Fall wartet schon, denn die Brieftaubenpost ist schon da!
Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.01.2023

Wunderbare Fortsetzung eines Ausflugs ins Perigord

Kalte Blüten
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Marie Mercier hat beschlossen, im Perigord zu bleiben und übernimmt im zweiten Band der Serie die Leitung des regionalen Kommissariats. Neben den schon bekannten und lieb gewonnenen Protagonisten lernen ...

Marie Mercier hat beschlossen, im Perigord zu bleiben und übernimmt im zweiten Band der Serie die Leitung des regionalen Kommissariats. Neben den schon bekannten und lieb gewonnenen Protagonisten lernen wir Maries neuen Kollegen Richard Martin kennen, den sie auch bald zu schätzen weiß. Der Fall um ein gefundenes Skelett, welches schon 10 Jahre verscharrt liegt, gibt Rätsel auf. Ein Familiengeheimnis, welches eine kriminalistische Herausforderung darstellt.
Wer an der Entwicklung der Figuren interessiert ist, ist gut beraten zuerst den ersten Band zu lesen. Der Fall an sich ist abgeschlossen und benötigt keine Vorkenntnisse.
Wieder ein gut zu lesender Roman von Julie Dubois mit Protagonisten, die Spaß machen. Gut beschriebene Charaktere mit ihren unterschiedlichen Facetten, die schöne Landschaft und die im Buch eingefangene Atmosphäre machen den Charme des Buches aus. Kein blutrünstiger Krimi, keine Gewaltszenen, das macht den Krimi auch aus und angenehm lesenswert. Gewürzt mit einer Prise Humor, der leibliche Genuss kommt auch nicht zu kurz. Mach Appetit auf mehr! Das Buch hat mich sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.01.2023

Krimi mit Lokalkolorit, der Appetit macht

Trüffelgold
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Marie Mercier nimmt eine Auszeit von ihrem Job als Kommissarin in Paris und zieht ins Perigord, auf den Hof ihrer verstorbenen Großmutter. Wie sollte es anders sein, ein Mord passiert. Marie kann nicht ...

Marie Mercier nimmt eine Auszeit von ihrem Job als Kommissarin in Paris und zieht ins Perigord, auf den Hof ihrer verstorbenen Großmutter. Wie sollte es anders sein, ein Mord passiert. Marie kann nicht vom Ermitteln ablassen und kommt dem eigentlich ganz netten Kommissar Michel Leblanc in die Quere. Von ihrer Großtante Leonie, die nebenan wohnt, wird sie herzlich bekocht und unterstützt.

Mir hat der Schreibstil von Julie Dubois gut gefallen, das Buch liest sich einfach so weg und ist die ideale Urlaubslektüre. Die Charaktere wurden mit Herz ausgearbeitet und neben dem Kriminalfall erfährt man einiges über kulinarische Genüsse und die Region selbst. Gleichermaßen wird man kriminalistisch unterhalten und verfolgt amüsiert die Diskussionen zwischen Marie und Michel, wenn es um den Fall geht. Ein spannender und unterhaltsamer Ausflug in eine wunderbare französische Region, der Lust auf Fortsetzungen macht.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Bunt wie der Regenbogen

Ria Regenbogen und die Wetterlinge (Band 1)
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Ria Grau lebt in den Wetterlanden, dort wo das Wetter gemacht und versucht wird, die Wetter-Wüsts mit ihren Unwettern und Tornados in Schach zu halten. Sie ist noch ohne Wettermagie und träumt davon eine ...

Ria Grau lebt in den Wetterlanden, dort wo das Wetter gemacht und versucht wird, die Wetter-Wüsts mit ihren Unwettern und Tornados in Schach zu halten. Sie ist noch ohne Wettermagie und träumt davon eine Erderforscherin zu werden. Ein heimlicher Ausflug auf die Erde ändert alles für sie und mit der Regenbogenmagie kommt auch eine neue Hoffnung.
Die Autorin kenne ich von „Amalia von Flatter“ und mit „Ria Regenbogen“ ist ihr wieder ein tolles Kinderbuch gelungen, welches voll von Einfallsreichtum und Kreativität ist. Ein sehr lebendiges und rasantes Buch, auf keiner Seite langweilig. Die Wetterlande und ihre Charaktere machen Spaß, die eigens kreierten Begriff wie Rumpelplunder und Himmelbeerenmarmelade bringen einen zum Schmunzeln. Durch viele, teils großformatige Zeichnungen wird der Text aufgelockert und überfordert so die Erstleser auch nicht. Für schwarz-weiße Illustrationen wirken sie dennoch irgendwie bunt – das wird der Regenbogen im Kopfkino sein! Im Mittelpunkt stehen Freundschaft und Familie. Auch vermeintliche Schurken haben eine zweite Chance verdient. Ein Buch mit Protagonisten, die gleichermaßen für Mädchen und Jungen Identifikationsfiguren bieten.
Rundum ein sehr gelungenes Buch. Auf den Folgeband freue ich mich auch als Erwachsene schon.

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Veröffentlicht am 21.12.2022

Einfach nur Krass!

Krass
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Buchtitel und Name des Protagonisten ist Programm! Ein grober Klotz, unhöflich, nach der Devise lebend „Hoppla, jetzt komm‘ ich!“ – und dazu dabei Erfolg habend. Ein Roman, der einen immer wieder in Erstaunen ...

Buchtitel und Name des Protagonisten ist Programm! Ein grober Klotz, unhöflich, nach der Devise lebend „Hoppla, jetzt komm‘ ich!“ – und dazu dabei Erfolg habend. Ein Roman, der einen immer wieder in Erstaunen versetzt, die Entwicklung ist einfach nicht zu erwarten und was im ersten Kapitel passiert lässt keinen Rückschluss auf die weiteren zwei Kapitel zu. In schon bekannter Manier lässt Mosebach seiner opulenten Fabulierkunst freien Lauf und konstruiert fein verschlungene Sätze, die einen kaum zu Atem kommen lassen. Durchhaltevermögen ist gefragt. Ob die Handlung noch in Neapel spielt oder sich inzwischen nach Frankreich oder Kairo verlagert hat, spielt nicht die entscheidende Rolle. Auch ist die Handlung selbst im Grunde genommen nicht wichtig. Interessant ist einfach das Verhalten von Krass und seine Wirkung auf seine mehr oder weniger blassen Entourage. Peinlichkeiten werden nicht ausgelassen, langweilig wird es nie. Neben Krass strahlt nur Lidewine Lebendigkeit aus und bewahrt sich eine gewisse Unabhängigkeit, auch von dem großzügigen und narzisstischen Krass. Hier ist auch der Bezug zum Titelbild: die Bachstelze, deren Bildnis sich im Teich widerspiegelt. Zum Narren halten oder genarrt werden - das eigene Spiegelbild täuscht zuweilen. Täuscht auch der Roman? Nein, auch wenn man sich zuweilen in die Irre geführt fühlt bleibt ein interessanter, selbstsicherer Roman, dem man sich mit einer gewissen Gelassenheit nähern und einfach Mosebachs Schreibkunst genießen sollte.

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