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Veröffentlicht am 24.01.2023

Familiengeschichte

Die Sehnsucht nach Licht (ungekürzt)
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Ein Buch, das den Leser in zwei Zeitebenen entführt. Einmal in die heutige Zeit und in die Vergangenheit, in der man mit den Vorfahren von Luisa viel erlebt. Von Weltkrieg bis Wende erlebt man eine breite ...

Ein Buch, das den Leser in zwei Zeitebenen entführt. Einmal in die heutige Zeit und in die Vergangenheit, in der man mit den Vorfahren von Luisa viel erlebt. Von Weltkrieg bis Wende erlebt man eine breite Zeitspanne über viele Generationen hinweg.
Die Familie Steiner lebt schon immer im Schlematal im Erzgebirge. Denn die Familie ist tief mit dem Bergbau verbunden. Doch nicht alle Familienmitglieder sind wieder aufgetaucht und so macht sich Luisa auf den Suche nach ihrem verschwundenen Verwandten.
Dieses Buch ist viel mehr als ein Roman. Man begleitet die Familie Steiner durch Höhen und Tiefen, erlebt gleichzeitig die Zeiten des Krieges, die Trennung nach Ost und West, aber auch den Bergbau und noch vieles weiteres. Zu viel möchte ich gar nicht verraten, ich habe jedenfalls noch einiges gelernt über diese Gegend, die ich mir gerne mal näher ansehen möchte. Auch die Tätigkeiten im Bergbau und die Traditionen der Familie Steiner wurden fantastisch beschrieben und haben mir sehr gefallen. Was mir jedoch etwas gefehlt hat, war teilweise der Bezug zu den Charakteren. Gerade mit den Charakteren aus der Gegenwart, die man ja am Ende auch in der früheren Zeitebenen kennenlernt, bin ich nicht ganz warm geworden. Selbst Luisa war für mich nicht vollständig greifbar.
Durch das ganze Buch zieht sich jedoch das Bergmannsalbum, das Luisa am Ende gehört. Das hatte Wiedererkennungswert und ich fragte mich schon immer wieder, wann es denn auftaucht. Mir haben die Einblicke in die Vergangenheit, der Bergbau und die Charaktere dort am besten gefallen. Gelesen wurde das Hörbuch von Katja Körber, die mir als Sprecherin eher unbekannt ist. Dennoch konnte sie der Geschichte Gefühl einhauchen und hat es zu einem intensivem Hörerlebnis gemacht.

Ein ergreifendes, wunderbares (Hör-)Buch, das viel über den Bergbau im Erzgebirge, aber auch über die schwierigen damaligen Zeiten erzählt. Eine Familiengeschichte über viele Generationen hinweg.

Veröffentlicht am 18.01.2023

Schöne Idee, nur die Umsetzung hat mir nicht ganz gefallen

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall
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Christian Handel ist mir ein Begriff und doch habe ich noch nichts gelesen, auch wenn Becoming Elektra bereits als Hörbuch seit längerem auf mich wartet. Daher musste ich jetzt zu diesem Buch greifen. ...

Christian Handel ist mir ein Begriff und doch habe ich noch nichts gelesen, auch wenn Becoming Elektra bereits als Hörbuch seit längerem auf mich wartet. Daher musste ich jetzt zu diesem Buch greifen. Und ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn nicht alles perfekt ist (für mich).
Colin lebt bei seinem Vater. Als ihn seine Mutter in ihr neues Haus einlädt, möchte er gar nicht hin und doch muss er, da sein Vater auf einer Reise ist und ihn nicht mitnehmen kann. In Thornhill Hall angekommen, trifft Colin auf den neuen Mann und eine alte Freundin der Mutter. Eine Frau, die behauptet, mit Geistern Kontakt aufnehmen zu können. Alles Quatsch denkt Colin, bis er selbst als Geist über Thornhill Hall wandelt.
Ein Manko ist für mich das Alter. Irgendwie kam mir Colin oft etwas jünger vor, doch ich denke das ist einfach eigenes Empfinden. Manche seiner Handlungen haben für mich einfach nicht zu einem 16-Jährigen gepasst. Außerdem waren mir die Dialoge zu modern, man hatte nicht wirklich das Gefühl in der Vergangenheit gelandet zu sein, außer man hat eben das drumherum mit einbezogen. Doch die Idee mit der Geisterwelt, der Suche nach dem verborgenen Zimmer und den anderen Geheimnissen hat mir sehr gefallen. Auch die anderen Geister und deren Geschichten sind wundervoll beschrieben und ich wäre auch gerne Geist auf Thornhill Hall! Die Liebesgeschichte ist eher zart und doch etwas überstürzt für meinen Geschmack, gerade weil Colin ja noch so jung ist. Mir hat es großen Spaß gemacht über Thornhill Hall zu wandern, mehr über Colin und seine Mutter in Erfahrung zu bringen und zeitgleich auch einen Ausweg aus der Situation zu suchen.

Für mich eine wirklich wundervolle Idee, aber die Umsetzung konnte mich nicht in allen Punkten überzeugen. Dennoch eine lesenswerte Geschichte.

Veröffentlicht am 18.01.2023

In der Hörfassung hat es mir besser gefallen

Die Göttin und der Prinz. The other side of the sky
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Zwei Menschen, zwei Welten.
North ist Prinz in Alciel, der Himmelswelt und ist der festen Überzeugung, dass es kein Leben mehr unter ihm am Erdboden gibt. Als er mit seinem Gleiter abstürzt, wird er eines ...

Zwei Menschen, zwei Welten.
North ist Prinz in Alciel, der Himmelswelt und ist der festen Überzeugung, dass es kein Leben mehr unter ihm am Erdboden gibt. Als er mit seinem Gleiter abstürzt, wird er eines besseren belehrt. Denn dort trifft er auf Nimh, die letzte wiedergeborene Göttin. Diese glaubt an Götter und Vorhersehungen und auch, dass es Schicksal war, dass North abgestürzt ist.
Ich muss für mich sagen, dass ich sicher bin, dass das Hörbuch die bessere Wahl ist. Nachdem ich in die Leseprobe hineingelesen und mich nicht so zurechtgefunden habe, wollte ich dem Buch doch eine Chance geben und habe zum Hörbuch gegriffen. Gesprochen von Julia Nachtmann und Aleksandar Radenkovic konnte ich recht schnell eintauchen, auch wenn ich erst richtig beim Zusammentreffen der beiden Charakteren in der Geschichte angekommen bin. Vorher finde ich plätschert es etwas vor sich hin und man wartet eben auf das erste Aufeinandertreffen.
Bücher, bei denen man beiden Sicht erfährt, lese oder höre ich gerne. Man bekommt einfach einen umfassenderen Überblick und kann viel tiefer in die Geschichte und vor allem in die wichtigen Charaktere eintauchen. Hier gab es auch immer wieder Überraschungen, die mich überzeugen konnten. Es bleibt definitiv spannend und das offene Ende lässt dem zweiten Band richtig entgegenfiebern.

Ein hörenswerter Auftakt der Dilogie, der mir in der Hörfassung besser gefallen hat. Band zwei werde ich wohl auch wieder hören.

Veröffentlicht am 10.01.2023

Empfehlenswert - eine etwas gruselige, traurige Geschichte einer faszinierenden Familie mit tollem Setting

Die Polidoris und der Pakt mit der Finsternis (Bd. 1)
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Ein Kinderbuch, das mich mit vielem überraschen konnte.
Die Geschichte handelt von den drei Geschwistern Petronella, Pellegrino und Roberta. Die ersten beiden sind Zwillinge, Roberta die älteste der Geschwister. ...

Ein Kinderbuch, das mich mit vielem überraschen konnte.
Die Geschichte handelt von den drei Geschwistern Petronella, Pellegrino und Roberta. Die ersten beiden sind Zwillinge, Roberta die älteste der Geschwister. Nachdem ihre Eltern bei einer Expedition verschwunden sind, müssen sie zu ihren Großeltern väterlichseits, die im sogenannten Polidorium leben. Doch dort geht nicht alles mit rechten Dingen zu und die drei Kinder stoßen auf mehr als ein Geheimnis und müssen sich so einigen Gefahren stellen. Denn nicht nur das Haus birgt so seine Geheimnisse, auch in der Schule läuft nicht alles wie gewünscht. Doch lest selbst.
Ich mochte die Geschwister, auch wenn sie doch sehr verschieden sind. Den Großteil der Geschichte erfährt man aus Petronellas Sicht, doch es gibt auch immer wieder Abschnitte aus der Sicht ihrer Geschwister, was mir persönlich sehr gefallen hat. So ergibt es ein wunderbares Gesamtbild.
Petronella ist eher ruhig, aber sie kämpft für ihre Familie. Das finde ich wundervoll, denn das zieht sich durch das ganze Buch und auch durch die Familie Polidori. Pelle ist der Nerd und superschlaue, dem nicht immer ganz bewusst ist, wie er manches aufzufassen hat und trotzdem steht auch er hinter seiner Familie und will nur das Beste für sie. Und Roberta ist diejenige, die ihren Kopf durchsetzen will und sich von Plänen nur schwer wieder abbringen lässt. Diese Mischung macht das Buch so unterhaltsam, aber auch spannend.
Und das Polidorium, der Haupthandlungsort, ist grandios beschrieben. Geheimnisvoll, etwas düster und gleichzeitig so voller Fragezeichen, da kann man durchaus verstehen, wieso die Geschwister selbst Nachforschungen anstellen.
Für mich war manches jedoch etwas vorhersehbar und doch kann ich das Buch empfehlen. Gerade die Bilder im Buch sind zauberhaft und untermalen die Geschichte, man kann sich so die Familie, das Polidorium, die weiteren Charaktere und all das viel besser vorstellen und fühlt sich mitten drin.

Eine eher gruselige, teils traurige Geschichte, mit einer etwas anderen Familie, die fest zusammenhält. Ich freue mich auf weitere Bände!

Veröffentlicht am 10.01.2023

Zurück nach Cherry Hill

A Place to Grow
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Zurück nach Cherry Hill, was habe ich mich gefreut, dass man auch noch Geschichten der anderen zwei Schwester lesen darf.
In diesem Band geht es um Lilac, die mit großer Liebe den Farmshop betreibt und ...

Zurück nach Cherry Hill, was habe ich mich gefreut, dass man auch noch Geschichten der anderen zwei Schwester lesen darf.
In diesem Band geht es um Lilac, die mit großer Liebe den Farmshop betreibt und Marmeladen kocht, Kuchen bäckt, aber auch immer auf der Farm hilft, sobald die Ernte ansteht. Eine weitere ihrer Leidenschaften ist das Palisade Festival, das sie seit Jahre leitet. Bis Bo, der Sohn der Nachbarn zurückkehrt und alles durcheinander wirft. Bo, den sie bis heute nicht vergessen und dem sie nicht verziehen hat.
So weit, so gut. Klar, weiss man bereits am Anfang, wie das Buch am Ende ausgeht. Es geht hier ja auch mehr um den Weg dorthin, um das drumherum und all das. Bei der Cherry Hill – Reihe mag ich ja die drei Schwestern einfach gern und die Farm. So trifft man hier auch wieder auf June und Poppy, die man ja aus Band eins bereits kennt. Hier finde ich schade, dass Poppy in Band drei nicht im Mittelpunkt steht, denn der dreht sich um die Journalistin Maggy und Flynn. Wobei ich schon auch verstehen kann, das eine Geschichte über Poppy wohl nicht das nötige Potenzial hätte, da man ja über die Farm und all das schon genug gelesen hat.
Doch ich mag die Atmosphäre im Buch, man kann sich in die Charaktere hinein fühlen, es ist eine zauberhafte Umgebung und die Rückblicke in die Vergangenheit lassen tief blicken. Man kann so viel besser verstehen, warum manches geschehen ist. Der Schreibstil von Lilly Lucas tut sein übriges und lässt sich wunderbar lesen, auch wenn ich hier ein paar Stellen etwas lang empfunden habe.
Dennoch kann ich auch den zweiten Band empfehlen und freue mich auf die Fortsetzung.

Ich war gerne wieder auf der Cherry Hill Farm und bin gespannt, was uns Leser im nächsten Band erwartet.