Ein nettes Fantasyabenteuer für zwischendurch
Die Hexen von Woodville - RabenzauberMeine Meinung:
Das Cover lässt auf eine verwunschene, düstere Hexengeschichte in England vermuten, ich mochte die Gestaltung sofort und hatte direkt Lust, das Buch zu lesen. Es ist immer wichtig, ein ...
Meine Meinung:
Das Cover lässt auf eine verwunschene, düstere Hexengeschichte in England vermuten, ich mochte die Gestaltung sofort und hatte direkt Lust, das Buch zu lesen. Es ist immer wichtig, ein Buch nicht an seinem Cover sondern am Inhalt zu messen, jedoch spielen Cover für die Menschen, die den Klappentext oder ähnliche Hintergrundinformationen nicht kennen eine große Rolle.
Ich habe mich sehr gefreut, dass das mal der erste Band zu einer Geschichte ist, der nicht sofort mit 600 Seiten aufwärts beginnt. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dicke Bücher, jedoch ist es manchmal etwas schwierig sich an eine neue Reihe heranzuwagen, wenn die Seitenzahlen schon so erschlagend sind. Durch die Kürze des Buches bin ich auch relativ schnell durchgekommen. In den ersten 2/3 des Buches ist die Handlung nicht so weit vorangekommen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber in Anbetracht der Tatsache, dass noch weitere Bände folgen und sich die Handlung dort weiter erstreckt, war das gar nicht so schlimm. Die meiste Zeit können die Leser* die Protagonisten und die Umgebung kennen lernen.
Der Schreibstil des Autoren war für mich erst gewöhnungsbedürftig. Es hat mich daran erinnert, wie der Stil der Witcher-Reihe von Andrzej Sapkowski mich zuerst verwirrt hat. Nach ein paar Seiten habe ich mich aber daran gewöhnt und konnte dann schneller durch die Handlung huschen.
Faye und Bertie sind beide 17 Jahre alt und das merkt man auch. In diesem Alter tut man Dinge, die nicht logisch sind, die nicht auf Sinn beruhen. Somit hat mich der Fakt, dass Faye ziemlich oft naiv und unüberlegt handelt, nicht verwundert. Wäre sie Ende zwanzig gewesen, hätte mich sieses Verhalten gestört.
Ich bin an die Geschichte mit einer anderen Erwartung herangegangen und wahrscheinlich war genau das der Fehler. Anhand des Covers und der Stimmung des ersten Kapitels hatte ich auf ein paar Horrorelemente, passend zum Herbst gehofft, die leider nicht so eingetereten sind. Auch habe ich anhand des Covers eine andere Zeit erwartet. Dass diese Geschichte in der Zeit des zweiten Weltkriegs angesiedelt ist, hat mich überrascht und manchmal beim lesen auch noch verwundert.
Fazit:
Das Buch ist der gelungene Auftakt zu einer Reihe, es war eine nette Geschichte für zwischendurch, da ich nicht in dem Maß mit den Charakteren mitfiebern konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Auch hat mir teilweise die Spannung gefehlt und ich hätte mir noch viel mehr epische Magie gewünscht.