Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2023

Ein netter Abschluss

Every Little Lie
0

Im finalen Band der Secret Legacy Dilogie geht es eigentlich schon genauso weiter wie im Vorgänger. Julie wird immer noch von dem Erpresser gestalkt und bedroht und ist noch dabei, sich an ihr neues Leben ...

Im finalen Band der Secret Legacy Dilogie geht es eigentlich schon genauso weiter wie im Vorgänger. Julie wird immer noch von dem Erpresser gestalkt und bedroht und ist noch dabei, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen - das ist gar nicht so leicht, wenn man das Gefühl hat, seine Freunde und Familie in Gefahr zu bringen.

Das Buch kam mir sehr kurz vor; es gibt ein paar spannende Entwicklungen, aber dazwischen dreht man sich im Kreis und wiederholt alte Themen. Besonders Julie und Calebs Liebesgeschichte hat sich etwas in die Länge gezogen. Nach dem Ende des ersten Bands zweifelt Julie an Caleb und seinen Motiven, deswegen wird ihre Beziehung zurückgeworfen und sie müssen sich erneut näherkommen und einander vertrauen. Angst, Misstrauen und der Wunsch, seine Liebsten zu beschützen, macht alles nur noch komplizierter.

Durch die Bedrohung durch den Erpresser wird das Buch natürlich spannender, und durch das Unternehmen in der Medikamentenbranche wird auch das umstrittene amerikanische Gesundheitssystem thematisiert. Von Letzterem hätte ich gern noch mehr gesehen, weil das ein wenig Tiefe in die Geschichte gebracht hat, es wurde leider eher oberflächlich angeschnitten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2023

Traumata, Erwartungen und erste Liebe

When You Come Back to Me
0

Von Emma Scott kenne ich bisher ein anderes Buch über ein homosexuelles Paar und habe zwischen den beiden Geschichten schon sehr viele Parallelen gesehen. Die Protagonisten hatten eine schwierige Vergangenheit, ...

Von Emma Scott kenne ich bisher ein anderes Buch über ein homosexuelles Paar und habe zwischen den beiden Geschichten schon sehr viele Parallelen gesehen. Die Protagonisten hatten eine schwierige Vergangenheit, die direkt mit ihrer sexuellen Orientierung zu tun hat, oder sie trauen sich nicht, dazu zu stehen, zu welchem Geschlecht sie sich hingezogen fühlen. Mir ist das schon ein bisschen zu dramatisch gewesen.

Holden wurde gezwungen, eine Konversionstherapie zu machen, die ihn traumatisiert hat, und er kämpft noch darum, sich wieder in seiner Haut wohlzufühlen. Auch wenn er viel Selbstvertrauen ausstrahlt, ist er unsicher, einsam und hat ein geringes Selbstwertgefühl. River hat zwar Freunde und ist sehr beliebt an der Schule, aber im Gegensatz zu seinem Vater träumt er nicht davon, professioneller Footballer zu werden, und als Sportler hatte er nie die Gelegenheit, seine Gefühle zu ergründen. Sein ganzes Leben dreht sich darum, den Erwartungen anderer zu genügen. Beide haben Angst, sich auf etwas einzulassen, aber fühlen sich auch so sehr zu einander hingezogen. Es ist ein Hin und Her; mal können sie der Anziehung nicht länger widerstehen und geben nach, nur um dann wieder ängstlich Abstand zu halten.

Ein großer Teil der Geschichte verläuft parallel zu "The Girl in the Love Song", sodass man wirklich sehr viel wiedererkennt. Besonders Rivers Versuche mit Violet nehmen viel Raum ein und wir sehen noch mehr von der Krankheit seiner Mutter. Ähnlich wie im ersten Buch gibt es auch ein paar Zeitsprünge und so hat das Buch schon einige der Eigenschaften, die mir schon im Vorgänger nicht gefallen haben. Es gab zum letzten Band der Trilogie eher wenige Andeutung, die mich schon neugierig gemacht haben, aber da mir die Reihe bisher nicht so gut gefällt, werde ich noch überlegen, ob ich das Finale auch noch lesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2023

Schlechte Doppelgänger und Dating-Spiele

Never Be My Date (Never Be 1)
0

Cameron begegnet unerwartet seinem Doppelgänger Jasper und dieser hat sofort eine Idee: Cameron soll seinen Platz am Elite-College einnehmen. Damit er nicht auffliegt, soll er sich von seinen Mitschülern ...

Cameron begegnet unerwartet seinem Doppelgänger Jasper und dieser hat sofort eine Idee: Cameron soll seinen Platz am Elite-College einnehmen. Damit er nicht auffliegt, soll er sich von seinen Mitschülern lieber fernhalten, aber das ist gar nicht so einfach, denn Aspen hat es auf ihn abgesehen.

Die Idee mit den Doppelgängern fand ich schon ganz interessant, aber es war schon etwas frustrierend, wie Cameron mit seiner Aufgabe umgeht und wie wenig hilfreich Jasper dabei ist. Sie sind schlecht vorbereitet, Cameron gibt sich eher wenig Mühe, um ein überzeugendender "Jasper" zu sein, und der geheimnisvolle Jasper behält auch vieles für sich und hat die Sache anscheinend nicht so gut durchdacht.

Aspen hat eine Vorliebe für etwas schräge Typen und wittert sofort, dass "Jasper" ein Geheimnis hat und ist entschlossen, es zu lüften. Dabei ist sie schon ziemlich aufdringlich und lässt nicht locker, auch wenn Cameron/"Jasper" sie entschlossen auf Abstand halten will. Er muss seine Fassade aufrecht erhalten, aber er ist einsam, überfordert und hat außerdem Komplexe, weil er sich eben als jemand anderes ausgibt, der viel reicher ist - wie könnte er seinen Gefühlen nachgeben, wenn er nicht ehrlich sein kann? Das Hin und Her der beiden konnte mich jedenfalls nicht packen.

Es gibt an der Schule ein Dating-Spiel-Projekt und die Schüler werden dazu ermuntert, daran teilzunehmen, sie können dadurch sogar ihre Noten verbessern. Das sind keine kleinen Kinder mehr und das Spiel ist auch eher unschuldig umgesetzt, aber warum versucht man, seine Schüler zu verkuppeln? Ich fand das Spiel etwas albern und auch die Rolle im Buch konnte mich nicht so richtig überzeugen.

Insgesamt fand ich das Buch nicht spannend, aber auch nicht langweilig. Es gab schon einige Elemente, die meiner Meinung nach etwas Chaos in die Geschichte gebracht haben, und auch die Charaktere konnten mich nicht so ganz überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2023

Ziemlich chaotisch - sich ständig ändernde Regeln durch neue Hürden und Lösungen

Emerdale 2: One Side of the Light
0

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte setzt genau dort an, wo "Two Sides of the Dark" endete: Taylor ist mit ihren Freunden im Unterschlupf der Fraktion und ist noch dabei zu ergründen, wer ihre ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte setzt genau dort an, wo "Two Sides of the Dark" endete: Taylor ist mit ihren Freunden im Unterschlupf der Fraktion und ist noch dabei zu ergründen, wer ihre Verbündeten sind und was für Ziele sie verfolgen. Jonathan sollte sich im Krankenhaus von seinen Verletzungen erholen, doch Emerdale ist ihm schon auf den Fersen. Zum Glück können Taylor und co. ihn schnell retten und dann stellen sie sich gemeinsam den Gefahren.

Taylor und Jo stehen zu ihren Gefühlen und unterstützen sich gegenseitig, aber Taylor ist eine Besonderheit unter all den Dales mit ihren Superkräften, Jo hingegen ein Schauspieler mit nur einem Bein - natürlich fühlt er sich da oft mal ausgeschlossen. Da gibt es schnell Ärger im Paradies und man streitet um das Recht, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen, um sich in Lebensgefahr zu begeben, während man all seine Freunde beschützen möchte. Ich konnte da auch besonders Jonathan nicht verstehen, der in einem Kampf eigentlich eine natürliche Zielscheibe darstellt, aber er möchte auch unbedingt dabei sein. Ansonsten ist es eine sehr turbulente und emotionale Zeit für alle Charaktere, viele Geheimnisse kommen ans Licht und bei den drohenden Gefahren und zweifelhaften Loyalitäten sind die Gemüter erhitzt.

Im Vergleich zu diesem Buch war der erste Band noch einfach gehalten. Wir hatten hauptsächlich Taylors Telekinese, das entspannte Setting in der Schule und die Gefahren waren auch überschaubar. Wenn Protagonisten gefährlichen Situationen entkommen und sich plötzlich unerwartete Lösungen ergeben, dann wundert man sich ja eigentlich kaum noch. Aber ich fand die Handlung hier chaotisch, obwohl sie sich gleichzeitig auch im Kreis dreht. Es gibt neue Superkräfte, neue Möglichkeiten, neue Medikamente, aber auch neue Schwierigkeiten. Und von allem großzügig genug, dass es mir an Kontinuität gefehlt hat und ich mochte auch nicht so sehr, wie zahlreich und in welcher Form die Lösungen aus dem Hut gezaubert wurden. Dazu außerdem noch eine geheime Zwillingsschwester für Taylor, besonders hilfreiche neue Technik und jede Menge Teleportationen. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2023

Zwei Prequels: Süß vs. enttäuschend

Because It's True − Tausend Momente und ein einziges Versprechen
0

Die Reihe "Because It's True" verbindet vier Geschichten von vier verschiedenen Autorinnen durch eine Challenge: Eine Wahrheit, eine Lüge und etwas, von dem man sich wünscht, dass es wahr oder gelogen ...

Die Reihe "Because It's True" verbindet vier Geschichten von vier verschiedenen Autorinnen durch eine Challenge: Eine Wahrheit, eine Lüge und etwas, von dem man sich wünscht, dass es wahr oder gelogen wäre. Und dann soll das Gegenüber die drei Aussagen den Aufgaben zuordnen. In diesem Buch sind zwei dieser vier Geschichten enthalten.

Den Ursprung nimmt die Challenge in der Liebesgeschichte von Rosemary und Sheldon, eine Lehrerin und ein Bibliothekar, die darum kämpfen, eine alte Bibliothek zu retten. Besonders der schüchterne Sheldon, der von den anderen Einwohnern der Stadt oft missverstanden wird, war mir sehr sympathisch und ich fand die Geschichte der beiden und ihre Zusammenarbeit wirklich süß. Außerdem legt sie den Grundstein für eine kommende Buchreihe, in der Schülerinnen von Rosemary, die sich in das Liebesleben ihrer Lehrerin eingemischt haben, die Hauptrollen spielen dürfen.

In der anderen Geschichte geht es um Jack, der sich um seine Familie kümmert: Sein Vater betrinkt sich, sein älterer Bruder ist unzuverlässig und Jack kümmert sich mit seinen neunzehn Jahren fast allein um den Pub und seinen vierjährigen Bruder. Er schafft es kaum, diese Dinge unter einen Hut zu bekommen, da bleibt keine Zeit für Zukunftspläne oder Träume, aber bei seiner besten Freundin und heimlichen Liebe Vic sieht das ganz anders aus.

Ich fand es schon sehr schade, dass es nur der Beginn der Liebesgeschichte der beiden ist, die wohl später in einem Roman fortgesetzt wird. Tatsächlich stehen hier Jacks Probleme mit seiner Familie viel mehr im Vordergrund und Vic spielt eher eine Nebenrolle. Jacks Geschichte fand ich eigentlich gut gelungen, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass es ein sehr abruptes Ende genommen hat. Sogar die Challenge wurde nicht richtig abgeschlossen, daher fehlte mir auch etwas die Verbindung zur anderen Hälfte des Buches.

Ich hatte, ähnlich wie in "Tausend Momente" auf eine kleine Liebesgeschichte gehofft, aber "Ein einziges Versprechen" war nur ein kleiner Vorgeschmack mit einem offenen Ende, was ich insgesamt eher enttäuschend fand.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere