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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2023

Schwieriger Einstieg aber dann fantastisch

Das neunte Haus
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Leigh Bardugo hat mich mit ihrem Grisha-Verse voll eingenommen, weshalb ich Lust hatte noch was anderes von ihr zu lesen. „Das neunte Haus“ hat ein sehr interessantes Cover mich mit seiner Thematik um ...

Leigh Bardugo hat mich mit ihrem Grisha-Verse voll eingenommen, weshalb ich Lust hatte noch was anderes von ihr zu lesen. „Das neunte Haus“ hat ein sehr interessantes Cover mich mit seiner Thematik um die geheimen Gesellschaften hon Yale direkt eingenommen. Die Erzählweise fand ich ungünstig gewählt, da der Leser direkt ins kalte Wasser geworfen wird und ich anfangs quasi gar nichts verstanden habe.

Zum Inhalt: acht magische Häuser existieren in Yale und jedes hat eine besondere Fähigkeit. Und dann ist da Lethe, das neunte Haus, das die Tätigkeiten der anderen überwachen soll. Für Alex ändert sich ihr gesamtes Leben, als sie von Lethe auserwählt wird. Doch dann wird eine Frauenleiche gefunden und die Tote scheint Verbindungen zu den magischen Häusern gehabt zu haben.

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, einmal in der Gegenwart auf Alex‘ Perspektive und einmal ca. Ein Vierteljahr zuvor aus der Perspektive von Alex Mentor Darlington. Die Geschichte ist nicht chronologisch aufgebaut, der Prolog beginnt schon fast am Ende der Geschichte, dadurch bin ich anfangs nur sehr schwer reingekommen, weil einfach zu viel Kontext fehlt.

Zwischen den Kapiteln eingefügt befinden sich Informationen zu den Häusern und ihren Fähigkeiten- als Auszüge aus einem Lehrbuch oder Tagebucheinträgen. Das hat mir an sich gut gefallen, oft kamen die Infos zu den Häusern aber damit zu spät. Eine Übersicht findet sich (zumindest beim Ebook) nochmal am Ende.

Wenn man endlich drin war in der Geschichte war sie wirklich packend erzählt und offenbart ein Yale voller Geheimnisse und Dunkelheit. Die Abgründe der Menschlichkeit sind wirklich tief. Alex ist eine klassische tragische Heldin, die viel durchmachen musste. Aber sie ist auch stark, gewissen und sturköpfig. Und eine treue Freundin. Mit einem etwas skurillen Team versucht sie die Geheimnisse in New Haven zu entschlüsseln

Am Ende konnte ich das Buch nichts aus der Hand legen, so sp

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Shades of Grey trifft auf You

Twisted Dreams
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„Enemies-to-lovers“-Geschichten sind im vergangenen Jahr mein Guilty Pleasure geworden und aktuell mein absoluter Favorit im Bereich NA/YA. Tatsächlich mutete diese Geschichte zuerst gar nicht so stark ...

„Enemies-to-lovers“-Geschichten sind im vergangenen Jahr mein Guilty Pleasure geworden und aktuell mein absoluter Favorit im Bereich NA/YA. Tatsächlich mutete diese Geschichte zuerst gar nicht so stark danach an, entwickelte dann aber ganz schnell schrecklich tiefe Abgründe. Erinnert hat mich die Geschichte an eine Mischung aus Shades of Grey (scheint grade wieder Trend zu sein) und Netflixerfolg „You“ rund um Stalker Joe.

Zum Inhalt: Er ist Mr. Eisblock und der beste Freund ihres Bruders und damit absolut für Ava. Doch als ihr Bruder für einen Job das Land verlässt, zieht Alex Volkov neben Ava ein. Und soll ein Auge auf sie haben. Was für beide zuerst nach einem unliebsamen Arrangement klingt, wird schnell zu einer intensiven Erfahrung, mit der beide gerechnet haben. Und es nicht klar, ob es sie nicht beide zerstören wird.

Die Geschichte fängt eigentlich ziemlich unspektakulär an, entwickelt dann aber recht schnell eine intensive Sogwirkung. Nicht zuletzt, weil Alex Volkov wie ein moderner Gangster daherkommt, von dem man sicher ist, dass nicht alles legal ist, was er tut.
Was ich an diesem Buch so interessant und fesselnd fand sind die intensiven Kindheitserinnerungen, die sowohl Ava im Zuge ihrer Nachtangst und Panikattacken, als auch Alex aufgrund seiner lückenlosen Erinnerung durchleben. Diese Ausschnitte fand ich emotional ergreifend und sie haben so viel dazu beigetragen, mit den Protagonisten zu fühlen und eine Nähe zu ihnen aufzubauen.

Die beschriebene Beziehung zwischen den Protagonisten ist obsessiv und teils auch manipulativ und im wahren Leben würde jede Frau mit Verstand (wovon Ava darauf bestehen würde, dass sie genau das ist) in dieser Situation und besonders zum Ende des Buches die Polizei rufen. Trotzdem finden wir die Vorstellung von einem Mann gestalkt und fast schon bedrängt zu werden sexy, wenn er ein reicher, gutaussehender Bad Boy ist. Romantisch ist diese Geschichte letztendlich nur, weil sie ihn am Ende auch will, sonst wäre es eher ein Fall fürs Zeugenschutzprogramm.

Was mir hervorragend gefallen hat, ist die Freundesclique rund um Ava, die Treffen der Mädels sind einfach charmant und witzig und ich hatte viel Spaß an ihren Begegnungen, da sie der Geschichte etwas Leichtigkeit bringen. Da es sich hier um einen Reihenauftakt handelt, bin ich sicher, dass wir da noch einiges zu lesen bekommen, vor allem da ich das Gefühl habe, die übrigen romantischen Verstrickungen sind jetzt bereits zu erkennen.

Das Buch hat sich toll lesen lassen, ist super flüssig geschrieben und vollgepackt mit Emotionen, Verrat und Dramatik.

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Jeder sollte ein glückliches Geheimnis haben

Das glückliche Geheimnis
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Arno Geiger war mir vor diesem Buch tatsächlich kein Begriff. Aber das gelbe, fröhliche Cover und der interessante Titel haben mich neugierig gemacht und letztendlich bin ich froh, zu diesem Buch gegriffen ...

Arno Geiger war mir vor diesem Buch tatsächlich kein Begriff. Aber das gelbe, fröhliche Cover und der interessante Titel haben mich neugierig gemacht und letztendlich bin ich froh, zu diesem Buch gegriffen zu haben. Es erzählt die Geschichte vom Suchen und Finden, vom Weggehen und Heimkommen und davon, dass glückliche Geheimnisse das Leben bereichern.

Zum Inhalt: der junge Arno Geiger verlässt morgens, bevor die Stadt erwacht, das Haus und fährt mit dem Fahrrad durch seine Heimatstadt Wien. Diese Streifzüge bleiben jahrzehntelang lang sein Geheimnis und das, obwohl sie ein Leben bereichern und fester Bestandteil davon sind. Erst jetzt teilt er sein Geheimnis mit der Welt.

Arno Geiger erzählt in diesem Buch seine eigene Geschichte, die ich total bemerkenswert finde. Sie ist total nahbar erzählt, mit allen Ups und Downs, den Unwägbarkeiten eines Lebens als Künstler und der Suche nach Bestand. Sehr treffend schreibt er an einer Stelle, dass eigentlich nur Kinder glückliche Geheimnisse haben, die von Erwachsenen sind traurig. Und da steckt so viel wahres drin, genau wie in der gesamten Erzählung.

Das Buch ist einfach superschön geschrieben. Inhaltlich erzählt das Buch gar nicht mal die Welt, aber die Art wie die Geschichte rübergebracht wird ging mir einfach nah. Ich habe Arno Geiger dadurch sofort sympathisch gefunden, obwohl ich sein Verhalten innerhalb seiner Beziehungen und in seinem Arbeitswahn nicht immer nachvollziehbar fand, hat er seine Gedanken und Gefühle doch verständlich und auf emotional überzeugende Weise dargelegt.

Bücher erzählen Geschichten und hier wird eine Geschichte über Bücher erzählt und wie sie ein Leben beeinflussen und glücklich machen. Ein sehr persönliches Buch über die Liebe zu Büchern und die von Glück. Das Buch regt zum Nachdenken an, darüber was Glück für einen selbst bedeutet und wie es sich festigen lässt.

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Humorvoll charmantes Chaos

Bissle Spätzle, Habibi?
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Ich fand den Titel des Buches einfach ansprechend und mochte auch das Cover des Buches total gerne. Ich war vor allem gespannt darauf zu sehen wie hier Kulturen aufeinander treffen. Meine Erwartungen waren ...

Ich fand den Titel des Buches einfach ansprechend und mochte auch das Cover des Buches total gerne. Ich war vor allem gespannt darauf zu sehen wie hier Kulturen aufeinander treffen. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht besonders hoch, aber das Buch hat mich schnell abgeholt und mitgerissen. Ich fand es einfach toll.

Zum Inhalt: Amaya ist das älteste von drei Kindern marokkanischer Immigranten in Deutschland. Aber anders als ihre Geschwister fühlt sie sich sehr zur westlichen Lebensweise hingezogen, träumt nicht von einer großen Hochzeit mit einem Muslim und ist damit das Sorgenkind ihrer Eltern. Sie würde nichts lieber tun, als ihnen alles recht zu machen. Aber ist es ihr das wert, sich selbst und ihre Gefühle zu verleugnen?

Das Buch ist in zwei Zeitebenen aufgebaut; aktuelle Ereignisse werden immer von Rückblicken in Amayas Jugend unterbrochen. Ich fand sie als Protagonistin total nahbar, konnte viele ihrer Sorgen und Erfahrungen nachvollziehen und habe schnell angefangen mit ihr mitzufiebern. Amaya lebt im ständigen Interessenkonflikt zwischen dem was ihre Eltern sich für sie wünschen und wie sie sich selbst ihr Leben vorstellt. Dabei verletzt sie häufig nicht nur die Personen in ihrem Umfeld, sondern auch sich selbst.

Toll fand ich diese Mischung aus muslimischer und schwäbischer Kultur, das Aufeinandertreffen bei Amayas Minder-Dates und mit den schwäbischen Eltern ihres deutschen Freundes. Natürlich werden hier auch einige Klischees bedient, das trägt aber zur Unterhaltung bei. Das Buch ist eine chaotische Liebesgeschichte, voller herzensguter, charmanter Figuren. Ich hatte einfach Spaß beim Lesen, gleichzeitig zeigt es auf behutsame Art die Tücken des Lebens und Datings als Muslima in Deutschland auf.

Ein charmanter, herzlicher Liebesroman, der mir gut gefallen hat und eine schöne Lektüre für zwischendurch war.

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Das Leben nimmt komische Wege

The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?
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„The man I‘ve never met“ klingt nach einer klassischen Romcom, weshalb ich nicht lange überlegt habe das Buch zu lesen. Ich liebe solche locker leichten Geschichten bei denen das Happy End quasi vorprogrammiert ...

„The man I‘ve never met“ klingt nach einer klassischen Romcom, weshalb ich nicht lange überlegt habe das Buch zu lesen. Ich liebe solche locker leichten Geschichten bei denen das Happy End quasi vorprogrammiert ist. Und diese Geschichte war einfach superschön, wenn auch voller Widrigkeiten.

Zum Inhalt: als Davey Hannah anruft, ist es der oute Zufall, denn er hat sich verwählt. Und obwohl er am anderen Ende der Welt lebt, bleiben die beiden in Kontakt, denn Davey plant nach London in Hannahs Heimatstadt zu ziehen. Die beiden verlieben sich übers Telefon, bis er sich plötzlich nicht mehr meldet. Denn das Schicksal ist manchmal ein mieser Verräter.

Die Liebe könnte so leicht sein: sie liebt ihn, er liebt sie. Wären da nicht die verzwickten Widrigkeiten des Lebens. In den wechselnden Perspektiven von Davey und Hannah erfährt der Leser, wie die beiden sich ineinander verlieben. Und nicht zusammen kommen können. Ich will nicht zu viel verraten aber die Umstände des Nicht-Zusammen-Seins sind furchtbar und der Schmerz der beiden war quasi durch die Buchseiten greifbar. Ich hab echt mitgelitten und mitgefiebert.

Das Buch ist wirklich eine klassische Romcom, es gibt diese tollen Beste-Freunde-Momente, skurrile Date-Momente, ein bisschen Fremdschämen, ein paar Tränen und natürlich ein Happy End. Das Buch war einfach angenehm zu lesen und hat mir absolut den Tag versüßt, wenn ich es zur Hand genommen habe.

Eine ganz wundervolle Geschichte über die Macht des Zufalls und darüber, dass Liebe ihren Weg findet, auch wenn sie manchmal Umwege geht.

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