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Veröffentlicht am 14.01.2023

Eine Spannende Reise in eine vergangene Zeit

Der Chronist des Pilgers. Historischer Roman
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Der Autor Dirk Schillings, erzählt in seinem historischen Roman „Der Chronist des Pilgers“, eine sprachlich gut gelungene Geschichte, über Arnold von Harff, Ritter des Herzogs von Jülich und seiner spannenden ...

Der Autor Dirk Schillings, erzählt in seinem historischen Roman „Der Chronist des Pilgers“, eine sprachlich gut gelungene Geschichte, über Arnold von Harff, Ritter des Herzogs von Jülich und seiner spannenden Pilgerreise, die geschickt in fiktiven Handlungen verknüpft ist.

Inhalt:
Köln, 1496: Der Ritter Arnold von Harff muss überstürzt eine Pilgerreise antreten, um der Verurteilung für ein illegales Duell zu entgehen. In letzter Minute findet er Begleitung im entlaufenen Novizen Christian, wie Arnold auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Ihre abenteuerliche gemeinsame Reise führt sie zu den bedeutendsten Pilgerzielen der Christenheit und den unschuldigen Christian in verlockende Versuchung. Doch Arnolds Kontrahent Jan van Issum überlebt die schwere Verletzung und verfolgt Arnold und seine Familie mit unversöhnlichem Hass … Auf Grundlage des authentischen Reiseberichts des "rheinischen Marco Polos" Arnold von Harff, Ritter des Herzogs von Jülich, führt dieser unterhaltsame historische Roman seine sympathischen Helden an realen historischen Orten in spannende Abenteuer, in denen sie mehr als einmal über sich hinauswachsen.

Meine Meinung:
Zuerst dachte ich, der Autor erzählt hier eine moderne historische Geschichte, doch weit gefehlt. Bei genauerem Hinsehen in das Personenverzeichnis, der Zeittafel und des inhaltreichen Nachwortes, wurde mir die historische Bedeutung des Arnold von Harff, erst in diesem Moment richtig bewusst.

Arnold von Harff begibt sich mit dem entlaufenen Novizen Christian, der des Schreibens mächtig ist, auf eine abenteuerliche Pilgerreise, die einige Überraschungen und Wendungen zu bieten hat.
Arnolds Ziel für diese Reise ist von Anfang an, einen umfassenden Bericht über diese Pilgerreise zu verfassen. Dieser sollte nicht nur das Erlebte der großen Pilgerziele enthalten, sondern auch die Beschreibung der Städte, Festungswerke, Wirtschaftsleben, Brauchtum, Trachten, Fauna und Flora sowie Kurioses in den durchreisten Regionen.

Die historistischen Details sind gekonnt verpackt in einer fiktiven Geschichte, die mir einen schönen Einblick in das Leben dieser Epoche gewährte.

Zitat:
Dem Autor ist es mit seinem flüssigen Schreibstil hervorragend gelungen, mich für seine großartige historische Zeitreise, die gut recherchiert und geschickt mit einer fiktiven Geschichte verknüpft ist, zu begeistern. Besonders gut gefallen haben mir die vielen ausgearbeiteten Details im Handlungsverlauf, die den unterschiedlichen Charaktere Leben einhauchten. Etwas weniger begeistert war ich von den Briefen, die die vorangegangenen Ereignisse, stets wiederholten.
Von mir gerne 4 von 5 Sternen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2022

Die Verfolgung der Wiedertäufer

Die Schwester des Ketzers
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Das Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder, erzählen in ihrem neuen historischen Roman „Die Schwester des Ketzers“, viel über Religion, Glaube, Reformation und dem gesellschaftlichen Umbruch im frühen 16. ...

Das Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder, erzählen in ihrem neuen historischen Roman „Die Schwester des Ketzers“, viel über Religion, Glaube, Reformation und dem gesellschaftlichen Umbruch im frühen 16. Jahrhunderts.

Inhalt:
Anna Schuster ist die Tochter eines armen Kleinhäuslers im Lechrain. Eines Nachts belauscht sie eine geheimnisvolle Versammlung, an der ihr Bruder Gebhart teilnimmt. Ein Fremder beschwört das nahe Strafgericht Gottes. Ihr Lauschen bleibt nicht verborgen. Der unbekannte Prediger bietet ihr kurz darauf eine Stelle als Magd in seiner Färberwerkstatt in Augsburg an. Sie geht das Wagnis ein und ihr Mut zahlt sich aus. Sie genießt die Freiheiten der liberalen Reichsstadt, wo sich ihr Wunsch Lesen zu lernen, erfüllt. Als Lenz Kirchperger in ihr Leben tritt, scheint das Glück vollkommen, auch wenn seine Erlebnisse aus dem Bauernkrieg zwischen ihnen stehen. Eine neue Glaubensheimat finden sie in der Gemeinschaft der Gartenbrüder, die Kirche und staatliche Macht in Frage stellen. Das bleibt nicht ohne Folgen, denn der bisher tolerante Augsburger Stadtrat fürchtet um die öffentliche Ordnung. Er beschließt, diese neue Sekte der Wiedertäufer zu zerschlagen. Anna und Lenz fliehen.

Meine Meinung:
Das Buch ist mit einem richtig stilvollen Cover gestaltet und enthält eine Fülle an Informationen, die durch viel Recherche des Autorenduos, entstanden ist.
Zur Orientierung gibt es auch ein Inhaltsverzeichnis und gelungene Karten, aus Augsburg und Landsberg. Das Personenregister beschreibt die historischen und einige fiktive Personen, die zu Anfang der Geschichte, etwas Aufmerksamkeit erfordert.

Der Prolog beginnt 1925 mit dem Bauernkrieg, der auf beiden Seiten viele Verwundete und Tote, mit sich brachte. Der Pfleger in Landsberg, Gregor von Egloffstein wie auch Martin Luther, waren sich einig, die aufsässigen Bauern sollten erschlagen werden.

Im Jahr 1927 in Hürben im Fürchelmoos nimmt die Geschichte der Wiedertäufer ihren Lauf als Anna eine geheimnisvolle Versammlung belauscht. Viele Steine werden Anna in den Weg gelegt und sie nimmt das Angebot des unbekannten Predigers an und geht mit ihm nach Augsburg. Hier scheint sie das Leben zu genießen, nie ging es ihr besser und sie fühlt sich in Augsburg, mehr als wohl. Als Lenz in ihr Leben tritt, scheint sie glücklicher denn je. Selbst Lenz hat einige Geheimnisse und als ihm bewusst wird, wer Anna ist, ist er unweigerlich gezwungen sich ihr nach und nach zu öffnen.
Die Gerüchte und Verfolgungen gegen die Wiedertäufer wird immer dramatischer und mittendrin steckt Anna und Lenz. Wird ihre Liebe das ganze Leid überstehen?

Fazit:
Dem Autorenduo ist es durchaus gut gelungen, einen historischen Roman aus dem frühen 16. Jahrhundert, gut recherchiert zu erzählen. Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt und ich konnte sie mir sogar bildlich, sehr gut vorstellen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.12.2022

Kriminalroman aus der Oldenburger „Franzosenzeit“

1799 - Die Schatten von Oldenburg
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Der Autor Jörg Kohn, erzählt in seinem neuen Roman „1799 – Die Schatten von Oldenburg“, gespickt mit historischen Fakten und einer fesselnden Handlung, die Geschichte des Johannes Friedrich von Marburg, ...

Der Autor Jörg Kohn, erzählt in seinem neuen Roman „1799 – Die Schatten von Oldenburg“, gespickt mit historischen Fakten und einer fesselnden Handlung, die Geschichte des Johannes Friedrich von Marburg, der nach einer unbekannten Reisebegleitung seiner getöteten Eltern, sucht.

Inhalt:
Oldenburg, Juni 1799. Die Nachricht vom Tod seiner Eltern reißt den jungen Studenten Johannes Friedrich von Marburg aus seiner feuchtfröhlichen Abschlussfeier. Zusammen mit drei Hausangestellten fielen Carl Ludwig Freiherr von Marburg und seine Frau einem äußerst ungewöhnlichen Verbrechen zum Opfer. Da die Untersuchungen der herzoglichen Polizeidragoner nicht vorankommen, beginnt Johannes auf eigene Faust zu ermitteln. Als er herausfindet, dass seine Eltern unmittelbar vor ihrem Tod eine Reisebekanntschaft aus Frankreich beherbergten, begibt er sich auf die gefährliche Suche nach der Unbekannten …

Meine Meinung:
Besonders schön finde ich die Gestaltung des Buches und das jeweilige passende Gedicht vor jedem Kapitel. Zum Nachschlagen enthält das Buch auch ein gut recherchiertes Glossar, welches zur Orientierung einiger historischer Persönlichkeiten und französischer Begriffe, dient.

Ende Mai 1799 in Le Harvre: Nachdem sein Handelsschiff „Friederike“ von der französischen Marine aufgebracht und interveniert wird, begibt sich der Kaufmann Carl Ludwig Freiherr von Marburg mit seiner Ehefrau und einer Unbekannten, auf die Flucht vor den Franzosen nach Oldenburg. Endlich in Sicherheit und in Oldenburg angekommen, werden jedoch beide und drei Hausangestellte, getötet. Von der unbekannten Reisebegleitung, fehlt jedoch, jede Spur.

Johannes Friedrich von Marburg, reist nach der schlechten Nachricht direkt nach seiner Abschlussfeier sofort nach Oldenburg und beschließt, selbst auf eigene Faust nach dem Mörder seiner Eltern zu suchen. Unterstützt wird er von dem weltgewandten Doktoranden Sartorius, der auch seinen Teil zur Aufklärung, wie die Ermordeten ums Leben kamen, beiträgt.

Für Johannes beginnt eine lebensgefährliche und abenteuerliche Reise durch den Norden Deutschlands, wobei er selbst zum Gejagten, wird.
Das Ende lässt viele Fragen offen, die sicherlich im Folgeband der Geschichte, ein für mich zufriedenes Ende finden werden.

Zitat:
Dem Autor ist es durchaus gelungen, einen historischen Kriminalroman aus der Oldenburger „Franzosenzeit“, gut recherchiert zu erzählen. Die Charakterisierung der Protagonisten wurden glaubhaft dargestellt und ich konnte sie mir sogar bildlich, gut vorstellen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Leben unter Tage

Die Sehnsucht nach Licht
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Die Autorin Kati Naumann, erzählt in ihrem neuen Roman „Die Sehnsucht nach Licht“, die Geschichte der Familie Steiner aus dem Schlematal mit historischem Bezug zum Bergbau im Erzgebirge.

Inhalt:
Luisas ...

Die Autorin Kati Naumann, erzählt in ihrem neuen Roman „Die Sehnsucht nach Licht“, die Geschichte der Familie Steiner aus dem Schlematal mit historischem Bezug zum Bergbau im Erzgebirge.

Inhalt:
Luisas Arbeitsplatz befindet sich tief unter der Erde. Sie arbeitet in einem Besucherbergwerk im Schlematal im Erzgebirge, und obwohl sie manchen Tag ohne einen einzigen Sonnenstrahl verbringt, könnte sie sich keine schönere Tätigkeit vorstellen. Soweit sie zurückdenken kann, haben ihre Vorfahren im Bergbau gearbeitet. Die Familiengeschichte ist durchzogen von Hoffnung und dem Bewusstsein, dass man jede gemeinsame Minute auskosten muss, denn so mancher ist nicht aus dem Berg zurückgekehrt. Als Luisa beschließt, Nachforschungen über den vor Jahrzehnten verschollenen Großonkel anzustellen, drängt einiges an die Oberfläche, was viel zu lange verborgen geblieben ist. Die Sehnsucht nach Licht ist es, die der Familie schließlich ihren Frieden wiedergibt.

Meine Meinung:
Schnell war ich mittendrin im Geschehen, das auf zwei Zeitebenen, aufgebaut ist.

In der Gegenwart: Die 30jährige Luisa Steiner arbeitet an den Wochenenden ehrenamtlich in einem Besucherbergwerk und führt Besucher durch das Schaubergwerk in Bad Schlema. In ihrem Hauptberuf ist sie als Vermessungstechnikerin tätig doch die Leidenschaft zum Bergbau, scheint sie von ihrem Urgroßvater, geerbt zu haben. Soweit sie zurückdenken kann, haben ihre Vorfahren im Bergbau gearbeitet und ein Großonkel ist sogar seit Jahrzenten verschollen. Ihre Großtante Irma findet keine Ruhe und bittet Luisa um Hilfe bei der Suche nach ihrem Bruder Rudolf.
Je tiefer Luisa in die Vergangenheit eintaucht, findet sie bei ihren Nachforschungen immer mehr Details, die bisher im Verborgenen geblieben sind.

Die Vergangenheit führt in die Jahre 1908 bis zur Wende 1989: Johann Steiner arbeitet im Bergbau und hat mit seiner Ehefrau Alma drei Kinder, Christian (arbeitet auch im Bergbau), Clara und Wilhelm. Obwohl die Familie viele Höhen und Tiefen aber auch einige Tragödien, erlebt, bleibt ihr Zusammenhalt und ihre Liebe zur Heimat, unerschütterlich.
Die historische Entwicklung des Bergbaus nimmt ihren tragischen Lauf als radiumhaltiges Wasser entdeckt und das Kurbad gegründet wurde. Erst sind es die Nationalsozialisten und dann die Russen, die das Uran für sich requirierten. Durch die ungeheure und sorglose Ausbeutung des Berges verändert sich der Ort immer mehr und der Boden bricht an vielen Stellen ein, reist sogar Häuser in die Tiefe.

Beide Erzählstränge Gegenwart und Vergangenheit der Familie Steiner, sind gekonnt und gut recherchiert, miteinander verknüpft.

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, mit ihrem ruhigen und flüssigen Schreibstil, die Geschichte der Familie Steiner aus dem Schlematal mit historischem Bezug zum Bergbau im Erzgebirge glaubwürdig zu erzählen. Mir fehlte jedoch, dass den Protagonisten und den Nebenfiguren zu wenig Leben, eingehaucht wurde.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Die Intrigen und Kämpfe um die Macht gehen weiter …

Schattenelfen - Der Gläserne Kaiser
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In seinem zweiten Band der Schattenelfen-Saga „Schattenelfen - Der gläserne Kaiser -“, erzählt der Autor Bernhard Hennen, turbulent mit vielen Überraschungen und Wendungen wie der Kampf zwischen Alathaia ...

In seinem zweiten Band der Schattenelfen-Saga „Schattenelfen - Der gläserne Kaiser -“, erzählt der Autor Bernhard Hennen, turbulent mit vielen Überraschungen und Wendungen wie der Kampf zwischen Alathaia und Emerelle, in die nächste Runde geht.

Inhalt:
Das märchenhaft schöne Reich Langollion der Fürstin Alathaia schwebt in höchster Gefahr. Die Elfenkönigin Emerelle droht es zu vernichten, und zugleich breitet sich eine böse Kraft in seinem Inneren immer weiter aus. In ihrer Not versucht Alathaia, in den Ruinen lange vergessener Echsentempel eine Macht aus alter Zeit auferstehen zu lassen. Zusätzlich schickt sie die Bienenhexe Leynelle und die Meuchlerin Adelayne an den Hof des Gläsernen Kaisers, um das größte Heer Albenmarks für ihre Sache zu gewinnen. Doch der Kaiserhof ist eine Schlangengrube, wo Missgunst und Intrigen regieren. Und die Zeit verrinnt unerbittlich.

Meine Meinung:
Das wunderschön gestaltete Cover sowie der Klappentext und die Gestaltung des Buches haben mir ausgesprochen gut gefallen, ja mich richtig neugierig auf die Fortsetzung der Schattenelfen Saga, gemacht.

Zwei mächtige Herrscherinnen, Fürstin Alathaia die verzweifelt versucht ihr Reich Langollion zu beschützen, droht die Elfenkönigin Emerelle dieses Reich zu vernichten während dunkle Mächte versuchen, die Herrschaft über die Elfen zu übernehmen. Es droht ein gewaltiger Krieg zwischen den Parteien.
Beide Herrscherinnen brauchen die Unterstützung des Gläsernen Königs, der das größte Heer Albenmarks besitzt. Um die Gunst des gläsernen Kaisers zu gewinnen, schicken beide Herrscherinnen ihre Gesandten zu ihm. Der Kaiserhof erweist sich jedoch als eine wahre Schlangengrube, Missgunst und Intrigen führen hier Regime. Und die Zeit verrinnt unerbittlich, denn der gläserne Kaiser führt selbst einen Krieg gegen den Drachen Morgenstern und zeigt wenig Interesse an den Belangen der Herrscherinnen.

Die Handlungsstränge sind oft so vielseitig und verzweigt, dass ein flüchtiges Lesen nicht möglich ist um den Faden nicht zu verlieren!

Fazit:
Dem Autor ist es mit seinem Schreibstil hervorragend gelungen, mich für seine Fantasy-Welt, zu begeistern. Besonders gut gefallen haben mir die mit viel Liebe ausgearbeiteten Details und die tollen Bilder die den vielen unterschiedlichen Charaktere Leben einhauchten. Nach dem abrupten Ende, bleiben noch viele Fragen offen, die aber die Spannung auf die Fortsetzung erhöhen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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