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Veröffentlicht am 01.02.2023

Gruseliger Abenteuerroman mit vielen Überraschungen

Die Polidoris und der Pakt mit der Finsternis (Bd. 1)
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Die Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino ziehen zu ihren Großeltern in eine unheimliche Villa am Meer, nachdem die Eltern auf einer Tiefsee-Expedition als verschollen gelten. Dort begegnen sie ...

Die Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino ziehen zu ihren Großeltern in eine unheimliche Villa am Meer, nachdem die Eltern auf einer Tiefsee-Expedition als verschollen gelten. Dort begegnen sie unheimlichen Wesen, haben ihre Schwierigkeiten in der neuen Schule und müssen sich mit ihrer Familiengeschichte befassen. Ein temporeiches Buch mit Überraschungen.
Ein Pluspunkt ist das interessante, haptische Cover, der gut zu lesende Text mit wunderbaren Zeichnungen Verena Wugeditsch, die alles passend illustrieren. Die Ein- und Unterteilung der Kapitel ermöglichen es, in individuellem Tempo Lesefortschritte zu erreichen. Die Geschichte ist kreativ und fantasievoll, man liest eine spannend-gruselige Gespenstergeschichte, die mit vielen Wendungen immer wieder überrascht.
Ich wurde leider nur mit den meisten Charakteren nicht richtig warm und finde gerade die Familienmitglieder zu wenig empathisch angelegt. Die von mir gefühlte Distanz hat sich nicht aufgelöst. Vor allem die Großmutter Gloria nervt manchmal. Wenn sie von den Kindern als „Vögelchen“ spricht, oder wenn sie ihren Mann andauernd verbessert. Finde ich persönlich nicht so witzig, wie es eventuell von der Autorin gedacht war, es ist einfach respektlos. Die größte Empathie bringt der Geist Hein mit, der gleich Sympathiepunkte sammelt.
Auch werden sehr viele unterschiedliche Handlungsstränge erzählt und viele Perspektiven eingenommen, so dass es etwas Konzentration beim Lesen erfordert. Ich kann eine Leseempfehlung erst ab 12 Jahren aussprechen.
Insgesamt trotz einiger Minuspunkte eine unterhaltsam zu lesende Geschichte, die 4 Sterne verdient hat.

Auf jeden Fall kein Buch für Kinder, die sich vor Monstern unter dem Bett fürchten.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Nein, es gibt keine Vampire! Oder doch?

This Charming Man
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Hannah und die Kollegen der Stranger Times gehen in eine weitere Runde und treffen diesmal auf Wesen, die vampirgleich ihr Unwesen treiben. Sie hat jetzt endlich ihre Scheidung hinter sich gebracht. Viel ...

Hannah und die Kollegen der Stranger Times gehen in eine weitere Runde und treffen diesmal auf Wesen, die vampirgleich ihr Unwesen treiben. Sie hat jetzt endlich ihre Scheidung hinter sich gebracht. Viel Zeit, das aufzuarbeiten hat sie nicht, denn Stella soll entführt werden. Inzwischen hat sich die Stranger Times seit dem letzten Fall einen guten Ruf bei den magiebehafteten Wessen erworben, so dass die Redakteure den einen oder anderen Hinweis erhalten, der zur Lösung des neu aufgetretenen Phänomens beiträgt.
Den zweiten Band kann man durchaus auch lesen, ohne den ersten zu kennen, aber man würde sich einigen Spaß nehmen, so dass ich empfehle, die Reihenfolge einzuhalten.
Der Roman liest sich wieder gut, man möchte dranbleiben und es bleibt durchaus spannend, auch wenn die ein oder andere Passage sich etwas in die Länge zieht, dies stört nicht den Gesamteindruck, führt aber dazu, dass ich nicht die vollen Punkte vergebe. Den dritten Band werde ich mir nicht entgehen lassen!
Zu empfehlen für Liebhaber der britisch-humorvollen, übernatürlichen Literatur!

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Wenn alte Mächte wirken

The Stranger Times
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Hannah, nach einer gescheiterten Ehe, ist auf der Suche nach einem Job und landet bei der Stranger Times, einer Zeitung der anderen Art mit einem cholerischem Chefredakteur und Kollegen, die auf den zweiten, ...

Hannah, nach einer gescheiterten Ehe, ist auf der Suche nach einem Job und landet bei der Stranger Times, einer Zeitung der anderen Art mit einem cholerischem Chefredakteur und Kollegen, die auf den zweiten, dritten Blick und auf ihre ganz eigene Art liebenswert sind. Was sie dann dort erlebt, hätte sie sich nicht träumen lassen: Sie trifft auf Spinner und übernatürliche Wesen, die gut für so manche Schlagzeile sind!
Ein Buch, welches sich flüssig liest, temporeich ist und sich durch Kreativität und Humor der britischen Art auszeichnet. Man trifft auf skurrile Charaktere, die gut beschrieben sind und nicht jeder der gut erscheint, ist es. Und wer undurchsichtig wirkt und vielleicht sogar ein Geheimnis in sich trägt, kann gut sein. Bei all‘ dem gilt es den Kopf und die Übersicht zu behalten und dabei seinen Job so gut wie möglich zu machen.
Ich empfehle das Buch allen, die Lust auf britische, übernatürliche Geschichten haben, und die sich von einigen Überzeichnungen nicht abschrecken lassen.

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Veröffentlicht am 05.01.2023

Ausflug in das 17. Jahrhundert mit einer Prise Krimi aus unserer Zeit

Das Geheimnis der klingenden Messer
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Buchhändlerin Inga wird in der Eifel Zeugin eines Mordes, der während der traditionellen Verbrennung von Stroh am ersten Fastensonntag spektakulär in Szene gesetzt wird. Bei den Ermittlungen begegnet sie ...

Buchhändlerin Inga wird in der Eifel Zeugin eines Mordes, der während der traditionellen Verbrennung von Stroh am ersten Fastensonntag spektakulär in Szene gesetzt wird. Bei den Ermittlungen begegnet sie dem Polizisten Christopher, den sie von früher kennt. Gemeinsam gehen sie dem Mord auf den Grund, es bleibt auch nicht bei dem einen Mord. Parallel wird Inga immer wieder von Visionen übermannt, die bei ihr wirklichkeitsnahe Erinnerungen an ihr Leben als Hebamme Johanna im 17. Jahrhundert auslösen.
Die Sprache ist ungekünstelt und wirkt natürlich, das Buch liest sich sehr flüssig. Erzählt wird dabei in der Ich-Form, wobei wechselweise die Perspektive verschiedener Personen eingenommen wird. An die Wechsel musste ich mich zu Beginn erst gewöhnen und stilistisch hätten die verschiedenen Personen unterscheidbarer angelegt werden können. Hilfreich war dabei der Hinweis in der Kapitelüberschrift, aus Sicht welcher Person gerade erzählt wurde.
Durch den großen Anteil des historischen Erzählstranges gerät der ursprüngliche Kriminalfall etwas ins Hintertreffen. Wobei mir persönlich der geschichtliche Teil in dem Buch am besten gefallen hat. Die Charaktere sind in dem Buch unterschiedlich gut beschrieben. Der Ehemann Max wirkt sehr blass und der sympathische Christopher als Polizist ist in Verhalten und Handlungsweise für mich fern jeder Realität. Inga wurde in der Rolle als Johanna deutlich besser herausgearbeitet, mit ihr konnte man mitfiebern. Ich hatte auch das Gefühl, dass der historische Hintergrund gut recherchiert wurde. Während ich zunächst keinen echten roten Faden im Kriminalfall erkennen konnte, bei dem zudem noch Nebenschauplätze ablenken, ist dies vor Johannas Zeithorizont besser gelungen. Und der rote Faden knüpft sich letztendlich wieder zusammen. Gut gefallen hat mir auch die Aufstellung am Buchende, welche erwähnten Figuren tatsächlich auf realen Personen basierten. Da mir der historische Ausflug gut gefallen und das Buch mich unterhalten hat, vergebe ich 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.12.2022

Die dunklen Seiten der feinen Gesellschaft

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Mit einer jungen Frau als Obduktionsassistentin in der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg gelingt es der Autorin, mal einen etwas anderen Krimi zu erzählen. An ihrer Seite ein verarmter Adeliger, reich ...

Mit einer jungen Frau als Obduktionsassistentin in der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg gelingt es der Autorin, mal einen etwas anderen Krimi zu erzählen. An ihrer Seite ein verarmter Adeliger, reich verheiratet und hobbymäßiger Skandalreporter. Beide lernen sich durch den ersten Fall Annas in der Gerichtsmedizin kennen. Eine alternde Schauspielerin, deren Tod ungeklärt ist, wird obduziert, der Fall ist natürlich nicht ohne Interesse für einen Reporter.
Beide Charaktere sind gut gezeichnet, durch die Herkunft aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten haben beide ihre eigene Sicht auf die Zeit und die Geschehnisse. Und dazu weitere Protagonisten, die zur Lebendigkeit beitragen. Gerade auch der historische Kontext macht den Roman zudem interessant.
Der Kriminalfall an sich startet packend, die Spannung geht zwischenzeitlich etwas in den eher nebensächlichen Beschreibungen verloren, liest sich dennoch sehr gut. Wichtig war für mich, dass das Ende noch eine Überraschung parat hatte und so das Dranbleiben beim Lesen gelohnt hatte. Insgesamt habe ich den Krimi gerne gelesen.

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