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Veröffentlicht am 18.02.2024

Keiner kommt an Argylle vorbei....

Argylle
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Inhaltsangabe: Der russische Milliardär Wassili Federov träumt davon, Russland wieder zu alter Größe zurückzuführen. Als der alte und unbeliebte Präsident zurücktritt, wähnt er seine Zeit gekommen, das ...

Inhaltsangabe: Der russische Milliardär Wassili Federov träumt davon, Russland wieder zu alter Größe zurückzuführen. Als der alte und unbeliebte Präsident zurücktritt, wähnt er seine Zeit gekommen, das Ruder zu übernehmen. Doch um das russische Volk auf seine Seite zu ziehen, bedarf es eines symbolischen Akts. Was wäre, wenn es Federov gelänge, den Russen einen einmaligen Kunstschatz zurückzugeben? Das Bernsteinzimmer! Frances Coffey, die legendäre Chefin des CIA, weiß, dass sie Federovs Machtstreben Einhalt gebieten muss. Sie muss das Bernsteinzimmer vor dem Russen finden. Doch dafür benötigt sie einen ganz besonderen Spion: Argylle – mit einem Rucksack voller Probleme und einer nicht ganz reinen Vergangenheit, aber mit den einzigartigen Fähigkeiten, die benötigt werden, um es mit einem der mächtigsten Männer der Welt aufzunehmen …



Cover: Das Cover ist für mich eher untypisch für einen Thriller. Es erweckt eher den Eindruck einer leichten Agentengeschichte.



Geschichte: Wir tauchen ein in die Welt eines jungen gebrochenen Mannes, der eher zufällig in die Welt der Spionage eintaucht.

Dank verschiedener Sichtweisen bekommen wir Einblicke in die Gedanken vom russischen Politiker Wassili Federov, CIA-Chefin Frances Coffey und dem jungen Agenten Aubrey Argylle. Eine gute Kombination der Charaktere und nachvollziehbaren Handlungen.



Die Geschichte baut sich langsam auf. Man muss erstmal die Charaktere und die Ausgangssituation kennen lernen, doch nach ca 80 Seiten geht es dann richtig zur Sache. Wir begleiten Argylle bei seinen Anfängen der CIA und wie Federov sein russisches Imperium aufbaut. Es ist Spannend, packend und mitreißend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die ganze Zeit hat man ein James-Bond-Feeling und es hat richtig Spaß gemacht in dieser rasanten Welt voller Gefahren und Lügen einzutauchen. Politische Machtgier und die Rettung der Welt sind einfach eine Kombination, die immer geht.



Als einzigen Kritikpunkt sehe ich für mich: man bekommt durch so eine äußere Betrachtung der Figuren kaum eine emotionale Bindung zu ihnen. Ich hatte erwartet gerade bei Argylle mehr in seine Gefühlswelt einzutauchen. Seine Emotionen sind nicht so wirklich auf mich übergesprungen, ich hatte wirklich eher das Gefühl ein Zuschauer von Außen zu sein.

Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen, wer auf spannenden Agenten-Thriller steht.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Wo ist Fred?

Vier Morde und ein Hochzeitsfest
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Inhaltsangabe: Kopfgeldjägerin Stephanie Plum hat dringende Familienangelegenheiten zu regeln: Onkel Fred, der stadtbekannte Geizkragen, ist spurlos verschwunden. In seiner Wohnung stößt Stephanie auf ...

Inhaltsangabe: Kopfgeldjägerin Stephanie Plum hat dringende Familienangelegenheiten zu regeln: Onkel Fred, der stadtbekannte Geizkragen, ist spurlos verschwunden. In seiner Wohnung stößt Stephanie auf Fotos eines in Plastik verpackten Toten. Onkel Freds Spur hingegen verliert sich auf dem Gelände einer Mülldeponie. Offensichtlich war er in äußerst ungesunde Geschäfte verwickelt, was nun auch Stephanie zu spüren bekommt. Bei ihren Nachforschungen trifft sie nämlich auf einige unerfreuliche Gestalten, die ihr ans Leben wollen ...



Cover: Was mir besonders gut gefällt, die Darstellung von Hamster Rex. Eine kleine süße Nebenfigur, die einen immer zum Lächeln bringt.



Sichtweise: Aus der Sicht von Stephanie Plum jagen wir Kautionsflüchtige. Aufgrund der gewählten Ich-Form kann der Leser sich perfekt in die Hauptfigur hineinversetzen, auch wenn man nicht immer alle Handlungen persönlich nicht nachvollziehen kann. Stephanie Plum zeigt jedoch Charakterlich die stumpfe Realität auf. Mit mehr Glück als Verstand und ihrer niedlichen Tollpatschigkeit schlittert sie von einem Fettnäpfchen ins nächste. Ich bin in manchen Punkten genau wie sie und kann einfach vieles gut nachempfinden. Ich leide, lache und weine immer mit Stephanie.



Story: Die Geschichte spielt ein paar Wochen nach Band 4. Wie gewohnt von Janet Evanovich unterhält uns Miss Plum mit ihrem Mix aus scharfem Verstand und lustigen Pannen das ganze Buch über. Mal gibt es Spannende, packende Szenen, dann wieder ruhigere Emotionale und ein wenig prickelnde Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen. Dieses Buch lädt, wie auch seine Vorgänger, dazu ein, die Seele baummeln zu lassen und den Alltag ein paar Stunden entfliehen zu können. Dennoch bleibt unsere Figur mit beiden Beinen fest auf den Boden und zeigt reale Wesenszüge, die jeder von uns selbst hat. Es ist eine Wohlfühl-Krimi-Reihe mit Humor gespickt.



Fazit: Stephanie Plum findet man entweder gut oder schlecht. Ich amüsiere mich jedes mal aufs neue.

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Einfacher Autodiebstahl?

Aller guten Dinge sind vier
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Inhaltsangabe: Ein neuer Fall für die unerschrockene Stephanie Plum: Stephanie ist diesmal auf der Suche nach einer jungen Frau. Maxine Nowicki hat ihrem Freund das Auto geklaut, sich damit aus dem Staub ...

Inhaltsangabe: Ein neuer Fall für die unerschrockene Stephanie Plum: Stephanie ist diesmal auf der Suche nach einer jungen Frau. Maxine Nowicki hat ihrem Freund das Auto geklaut, sich damit aus dem Staub gemacht und nun den Gerichtstermin platzen lassen. Doch Stephanie entdeckt schon bald, daß es bei diesem Fall um weit mehr geht. Denn in Maxines Bekanntenkreis kommt es zu einigen merkwürdigen Unfällen - und zu einem Mord.



Cover: Das neue Cover mit den Blumen ist zwar hübsch, aber leider geht da Stephanie's Hamster Rex leider total unter. Ich besitze eine alte Ausgabe mit blauem Hintergrund, zusehen sind Stephanie wie sie versucht Hamsterfreund Rex zu fangen. Das Cover spricht mich persöhnlich mehr an.



Sichtweise: In Ich-Form erzählt, schlüpfen wir in die Rolle von Stephanie Plum. Eine tollpatschige Kopfgeldjägerin mit Abneigung gegen Waffen. Ich finde Stephanie als chaotische, manchmal planlose Ermittlerin einfach witzig. In vielen Punkten bin ich ihr sehr ähnlich und kann mich daher leicht mir ihren Handlungen und Gedankengängen identifizieren. Mit Miss Plum kann man lachen, weinen und frustriert schnauben. Einfach ein toller realer Charakter.



Story. Die Geschichte knüpft ein paar Wochen nach Band 3 an. Der Kriminalfall kann an sich unabhängig voneinander gelesen werden. Wer jedoch Stephanie's persöhnliche Geschichte erfahren will, sollte die Bücher in chronologischer Reihenfolge lesen.

Janet Evanovich erschafft hier einen Krimi mit viel Humor, spannender Verbrecherjagd und ein wenig Liebesgeschichte mit prickelnder Erotik. Der Fokus bleibt bei der Kopfgeldjägerei und so fließt das Liebesdrama schön sanft eingeflochten im Hintergrund mit.

Die Spannung steigert sich langsam bis sie in einem großen Knall am Ende ihr Finale findet. Ich finde es immer witzig zu sehen wie Stephanie ihre Fälle durch Glück und Zufall löst und dabei noch ihre Oma Masur mit einbezieht. Oma Mazur ist eine toughe und aufgeschlossene ältere Dame, die jegliche Szenen auflockert und mich ständig zum Lachen bringt. Ich liebe diese unverwechselbare Kombination verschiedener Genre, man folgt einer spannenden Verbrecherjagd, kann jedoch auch einfach die Seele baumeln lassen.

Manche Handlungsstränge bzw. Verknüpfungen wirkten hier leider etwas surreal, weswegen ich dann auch mal irritiert die Stirn gerunzelt habe und dachte, so funktioniert das nicht. Jedoch ist dies vielleicht auch gewollt von der Autorin, weswegen ich das getrost so hinnehme und mich bereits auf den nächsten Band freue.



Fazit: Wer hier einen lockeren Krimi zum Lachen sucht, ist bei Stephanie Plum, Hamster Rex und Oma Masur perfekt aufgestellt.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Blutiges Geschäfft

Blutige Gnade
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Inhaltsangabe: Mara Billinsky sieht sich mit mehreren mysteriösen und grausamen Morden konfrontiert. Gleichzeitig wird sie von einem Schatten aus der Vergangenheit verfolgt, der ihr ebenfalls Rätsel aufgibt ...

Inhaltsangabe: Mara Billinsky sieht sich mit mehreren mysteriösen und grausamen Morden konfrontiert. Gleichzeitig wird sie von einem Schatten aus der Vergangenheit verfolgt, der ihr ebenfalls Rätsel aufgibt - bis sie begreift, dass alle Ereignisse in Verbindung zueinander stehen. Als sie erkennt, wer im Hintergrund die Fäden zieht, ist es fast zu spät: Ab jetzt kämpft Mara um ihr Leben ...



Cover: Das Cover passt perfekt zu den anderen Büchern der Reihe. Der schwarze Rabe auf blauem Grund ist auffällig und hat einen Wiedererkennungswert.



Protagonisten: Von Außen betrachtet schlüpfen wir in die Rolle von Mara Billinsky, die etwas andere Ermittlerin. Eine starke Frau mit empfindlichem Kern. Ihre persönliche Geschichte hat mich wieder mal erstaunt. Eine deutliche Charakterentwicklung im Vergleich zum ersten Band. Ich liebe Mara und ihre raue Schale, sie ist trotz allem eine starke Frau und nimmt das Leben und ihren Beruf wie es kommt.

Jedoch auch andere Charaktere lassen uns in ihre Gefühlswelt schnuppern. Die verschiedenen Einblicke geben einen umfassenden Rund um Blick und steigern die Spannung. Vor allem Rafael dürfte ruhig mehr Auftritte haben. Vielleicht kann Mara ihn irgendwann mal beruflich unter ihre Fittiche nehmen...



Story: Die Geschichte knüpft mehrere Monate nach Band 3 an. Es geht direkt mit dem ersten Opfer los und setzt einen guten spannenden Einstieg. Im Verlauf steigern sich Spannung und Geschehnisse immer weiter. Ich konnte ab einem gewissen Punkt das Buch nicht aus der Hand nehmen, gut gesetzte Cliffhänger und kurze Kapitel lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Leider konnte ich gewisse Zusammenhänge relativ schnell verknüpfen, daher war das meiste am Ende keine Überraschung, aber mit ein paar wenigen Elementen konnte Leo Born mich doch aufs Glatteis führen.

Die Polizeiliche Ermittlerarbeit wird leicht verständlich erklärt und fließt einfach in der Story schön mit. Ebenso wie ein kleiner Liebesfaktor aufkommt, der aber nur zart am Rande verläuft und den eigentlichen Thriller nicht beeinflusst.

Die versteckte Thematik hier hat mich doch überrascht: Lebensmittelindustrie-Fleischhandel-Fleischverarbeitung. Also da ist mir bei so mancher Beschreibung echt schlecht geworden und ich kann mir auch Vorstellen, das dieser Punkt mehr als Real ist. Da bin ich doch ganz schön ins Grübeln gekommen.



Fazit: Ein Thriller, der definitiv gelesen werden sollte!

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Veröffentlicht am 19.01.2023

Wie entstand Mittelerde?

Das Silmarillion Luxusausgabe
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Inhaltsangabe: »Das Silmarillion« erzählt die Götter- und Heldensagen Mittelerdes von der Erschaffung der Welt bis zum Beginn des Dritten Zeitalters, in dem die Hobbits leben.

»Das Silmarillion« erzählt ...

Inhaltsangabe: »Das Silmarillion« erzählt die Götter- und Heldensagen Mittelerdes von der Erschaffung der Welt bis zum Beginn des Dritten Zeitalters, in dem die Hobbits leben.

»Das Silmarillion« erzählt von den Ereignissen des Ersten Zeitalters – jener fernen Epoche von Mittelerde, auf welche die Helden des »Herrn der Ringe« immer wieder in Ehrfurcht zurückblicken. Manche von ihnen, wie Elrond und Galadriel, aber auch Sauron, haben sie miterlebt. Es ist die Zeit der Elben, der Langlebigen, die die Dinge so sehr lieben, dass sie allem einen Namen geben. Die Menschen kommen eben erst aus den Wildnissen des Ostens hervor.



Gestaltung: Die Luxusausgabe ist einfach für echte Mittelerde-Fans ein muss! Allein von Außen ist das Buch wirklich schön anzusehen, vor allem mit dem farbigem Buchschnitt. Über jedem Kapitel findet man kunstvolle kleine Bildchen und die abgedruckten originalen Illustrationen von Herrn Tolkien ergänzen die einzelnen Geschichten umso mehr. Karten, Landschaftsszenen und vieles mehr lassen einen immer tiefer in Mittelerde eintauchen und geben ein besserer Verständnis.



Story: Vorab ist dies keine reine Geschichte für hungrige Abenteurer. Vielmehr wird hier detailliert erzählt wie Mittelerde entstanden ist. Viele kleinere Geschichten und kurze Zusammfassungen lassen die Welt von Hobbits, Elben und Menschen entstehen. Es fängt bei den Göttern der Vallar und den ersten Machtspielen an und endet bei dem tapferen Frodo, der den Ring nach Mordor trägt.

Das Vorwort, die Analyse der einzelnen Zeichnungen und einiges mehr verstecken sich hier zwischen den Buchdeckeln. Man bekommt einen sehr, sehr tiefen Einblick in Tolkien's Welt und ergründet die Faszination deren Verbreitung. Es hängt alles miteinander zusammen und geht dabei noch so viel tiefer, als den meisten Lesern bewusst ist. Ich persönlich werde dieses Buch mehrmals lesen müssen, u, alle Verbindungen und Geschichten richtig fassen zu können.



Wenn es an die reinen Geschichten geht, ist Tolkien seinem Stil Treu geblieben: lange, verschachtelte und zum Teil komplexe Sätze. Je mehr Informationen man erhält, umso mehr setzen sich die Puzzleteile zusammen. Sehr interessant ist vor allem Sauron's Geschichte und man entdeckt auf einmal gewisse Verbindungen, die einem noch nie so bewusst waren.



Fazit: Wer bereits Fan vom Hobbit und dem Herrn der Ringe ist, sollte sich dieses Buch ebenfalls zu Gemüte führen.

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