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Veröffentlicht am 26.01.2023

Kosmische Dystopie!

Spring Storm 1: Blühender Verrat
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Cora ist sich nicht sicher - hat sie Cosmic Powers oder einfach nur unverschämt viel Glück? Als sie als erster Mensch die Aufnahmeprüfung der Akademie für Cosmic Powers besteht, tritt sie damit eine Lawine ...

Cora ist sich nicht sicher - hat sie Cosmic Powers oder einfach nur unverschämt viel Glück? Als sie als erster Mensch die Aufnahmeprüfung der Akademie für Cosmic Powers besteht, tritt sie damit eine Lawine los. Gespaltene Meinungen, offene Feindlichkeit und nebenher eine Reihe gewalttätiger Anschläge. Zufall? Oder liegt die Lösung irgendwo in Coras Vergangenheit?
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Kurz zusammengefasst: Hogwarts light trifft auf kosmische Strahlung und Superkräfte und klatscht sich mit Action, Intrigen und Politik aus Panem ab.
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Ja, das klingt alles mal sehr spacig und unübersichtlich. Tatsächlich taucht man schnell in die Geschichte ein, wenn man mal durchblickt hat, was „cosmic“ alles bedeutet. Eine neue Evolutionsstufe der Menschheit? Ungeahnte Superkräfte? Strahlung aus dem Weltall? Das alles verbindet der leitgebende Begriff des Buches. Und alle damit verbundenen Probleme.
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So finde ich die dystopische Zukunft - neue politische Einheiten, gewalttätige Ausschreitungen, 2-Klassen-Gesellschaft und Co. - sehr komplex und dabei aber in wenigen einfachen Worten erklärt. Die kosmische Strahlung beherrscht den Planeten, wer sich anpassen kann überlebt, wer nicht ist weg vom Fenster.
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Coras persönliche Geschichte ist in dieser neuen Welt gut eingebettet. Dazu kommt ihr Zwiespalt. Sie hat eine Cosmic Power, bemerkt diese nur kaum. Genauso wird sie auch von ihrer Umwelt wahrgenommen - im Hintergrund und unterschätzt, aber doch von unglaublicher Präsenz. Dank der Einblicke in ihre Vergangenheit, versteht man Cora gut und gewinnt sie richtig lieb. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mentorin King, deren Verhalten nicht nur bei Cora Verwirrung auslöst, sondern auch bei mir. Ihre Denkweise ist.. schwer nachzuvollziehen. So zielstrebig sie dargestellt wird, so unentschlossen kommt sie mir vor.
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Mein Highlight: der verstrahlte Kater Bob, auf dessen Rücken Blumen wachsen. Schade, dass seine Gedanken im Verborgenen bleiben.
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Fazit: Gelungener Auftakt - mal sehen wo uns die jungen cosmic Rebellen in ihrem Kampf gegen das allmächtige System noch so hinführen.

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Veröffentlicht am 19.01.2023

Finale mit Gefühlsexplosion!

Der Sommer, der nur uns gehörte
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Viel besser als Band 2 - In Belly herrscht emotionales Chaos, sie spürt sich, dann mal wieder nicht. Wobei… wer weiß schon wirklich, was er will? Mit 20 und so großen anstehenden Entscheidungen?
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Achtung ...

Viel besser als Band 2 - In Belly herrscht emotionales Chaos, sie spürt sich, dann mal wieder nicht. Wobei… wer weiß schon wirklich, was er will? Mit 20 und so großen anstehenden Entscheidungen?
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Achtung Spoiler!
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2 Jahre sind vergangen - Belly und Jeremiah sind ein glückliches Paar und wollen heiraten. In Anbetracht ihres Alters, eine übereilte Entscheidung, findet die Familie. So kommt es zu einigen Meinungsverschiedenheiten, Verletzungen und vor allem zu einigem Erstaunen - vor allem auf Conrads Seite.
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Das Finale hat mich mehr begeistert als der zweite Band. Es kommt wieder ein bisschen Leben in die Story, Belly steht vor einer schwierigen Herzensentscheidung. Man hat das durchwegs das Gefühl, dass sie spürt, dass eine Hochzeit mit Jeremiah nicht das richtige ist - sie sich aber nicht davon loseisen kann. Aus Pflichtgefühl? Aus Trotz, da keiner so wirklich hinter den beiden steht? Man weiß es nicht. Als Leser sieht man klar, dass sie auf dem Holzweg ist, und würde sie gerne ein bisschen schütteln. Dennoch ist ihr Verhalten voll nachvollziehbar - einfach menschlich.
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Also ja: ein würdiger Abschluss der Trilogie mit viel Gefühl, viel Familie, viel Zusammenhalt. Und einem sehr gelungenen Ende, ohne viel Tamtam, aber mit viel Herzschmerz. Ich kann die Reihe wärmstens weiterempfehlen.
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Fazit: Gelungenes Finale, das einen ein bisschen in das eigene jugendliche Gefühlschaos zurückversetzt.

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Veröffentlicht am 19.01.2023

The Witcher lässt grüßen!

Herz aus Schatten
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Kayla ist Bändigerin. Im Gegensatz zu den Normalos kann sie sich mit einem der Monster verbinden, die im Wald vor der Stadt Praha hausen. Mit dessen Hilfe beschützt sie die Bewohner vor den „wilden" Monstern. ...

Kayla ist Bändigerin. Im Gegensatz zu den Normalos kann sie sich mit einem der Monster verbinden, die im Wald vor der Stadt Praha hausen. Mit dessen Hilfe beschützt sie die Bewohner vor den „wilden" Monstern. Als Bändiger wird man geboren, man entscheidet sich nicht dafür. Und wenn Kayla könnte, würde sie ihre Bändigergabe gegen alles andere auf der Welt tauschen. Bis sie sich mit ihrem Schattenwolf verbindet - der sich auf einmal in einen knackigen jungen Mann verwandelt..
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Das Setting des Buches erinnert mich stark an „The Witcher“. Monster, die das Volk bedrohen, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, eine slawisch angehauchte Welt (hier Tschechien, bei the Witcher Polen). Und da ich großer Fan von Gerald & Co bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen!
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Fantasy-Einzelbände zwischendurch haben schon was für sich. Eintauchen in eine fremde Welt, sich da einmal voll austoben und sich dann aber auch wieder verabschieden - mag ich. In diesem Fall wünsche ich mir jedoch einen 2. Teil. Das große Finale ist ein Knaller, aber es bleiben so viele Fragezeichen. Wie geht es weiter mit den Monstern? Und der wilden Jagd? Und der Akademie?
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Und trotz des sehr gelungenen Weltenaufbaus fehlen mir ein paar Infos. Allen voran: Woher kamen die Monster? Denn offenbar gab es eine Zeit ohne Monster? Das hätte mich als Leserin brennend interessiert! Es gäbe noch viel Potential für einen weiteren Band!
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Die Akademie, die wilde Jagd, die Monster… und Kayla mit ihrem Schattenwölfchen mittendrin. Und Kayla ist nicht die typische Ich-kann-alles-und-bin-supermutig-Hauptfigur, sondern hinterfragt, hält sich im Hintergrund und folgt eher ihrem Gefühl. Mit ihrem Schattenwolf ist sie ein starkes Team. Und besagter Wolf ist übrigens auch sehr sympathisch.
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Dazu kommt, dass auch Familienbande in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Die Beziehung zu ihren Brüdern, den Eltern sowie zu Freunden ist ebenso im Mittelpunkt, wie Kaylas Beziehung zu dem Monster - finde ich stark und macht das Buch sehr lesenswert!
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Fazit: Starkes Fantasy-Buch, von dem ich gerne mehr lesen würde!!

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Veröffentlicht am 19.01.2023

Große Thriller-Lesefreude!

Verwesung
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Ach David Hunter, mein leichenliebender Freund, wie sehr mag ich dich und deine Fälle!
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Dieser Fall führt Dr. Hunter in ein wildes Moor, in dem der Serienmörder Jerome Monk vor 8 Jahren seine Opfer vergraben ...

Ach David Hunter, mein leichenliebender Freund, wie sehr mag ich dich und deine Fälle!
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Dieser Fall führt Dr. Hunter in ein wildes Moor, in dem der Serienmörder Jerome Monk vor 8 Jahren seine Opfer vergraben haben soll - sie wurden nur niemals gefunden. Als besagter Serienmörder ausbricht, ist Feuer am Dach. Die Suche nach ihm bringt neue Erkenntnisse an die Oberfläche, während Monk wie eine dunkle Bedrohung durch das Moor streift..
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Ich liebe Simon Becketts Schreibstil sowie sein Talent, Geschichten zu erzählen und Spannung aufzubauen. Mit wenigen Worten bringt er große Aufregung in meinen Kopf! So auch dieses Mal - wenngleich ich gestehen muss, dass das nicht mein Lieblingsfall ist.
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Das Moor ist ein erdrückender Schauplatz, Monk als Gegenspieler große Klasse und das Verbrechen wie immer eine grausige Wucht! Weniger begeistert haben mich diesmal Dr. Hunters Mitstreiter bei der Lösung des Falls. Angefangen mit der sperrigen Psychologin Sophie, über den schmierigen Polizistin Roper, dem abstoßenden Inspektor Conners… na, da wurde ich leider mit niemandem so richtig warm.
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Dafür hege ich große Sympathie zu Monk. Falls ihr das Spiel „The Witcher III: Wild Hunt“ kennt: Monk stelle ich mir wie den Hexer Letho vor. Und ich mag ihn, obwohl er so richtig abstoßend dargestellt wird. Habe wohl einen Hang zum Makabren.
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Fazit: Wie immer, eine große Lesefreude, ein spannender Thriller zum Durchsüchteln!

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Veröffentlicht am 10.11.2022

Babyschmunzler!

Unter dem Herzen
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Mein kleines Beerchen ist mittlerweile seit 5 Monaten meine Mitbewohnerin, übt fleißig für den olympischen Fünfkampf (v.a. in der Nacht, wir warten also bis die Olympiade in Übersee stattfindet) und ist ...

Mein kleines Beerchen ist mittlerweile seit 5 Monaten meine Mitbewohnerin, übt fleißig für den olympischen Fünfkampf (v.a. in der Nacht, wir warten also bis die Olympiade in Übersee stattfindet) und ist weniger Heidelbeere, sondern eher eine Mango mit 4 Gliedmaßen und erlesenem Geschmack.
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Es gibt viele schöne Seiten in dieser überwältigenden Zeit (und auch manche weniger Schöne - aber diese wollen wir nicht weiter erörtern, Stichwort „Synchronspeiberei“). Eine davon ist ganz sicherlich: Von vielen lieben Menschen, die mit Herz, Kopf und Liebe stets an meiner Seite sind, bekommen ich Babybücher. Keine klassischen Ratgeber (da wissen meine Liebis, dass ich wenig damit anfange), sondern was zum Schmunzeln, das mich aufmuntert, wenn mich Migräne oder Müdigkeit übermannen oder die kleine Mango sich genüsslich auf meiner Blase räkelt.
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So auch dieses Buch, geschenkt von einer Herzensfreundin. Ildikó von Kürthy schreibt über ihre Geschichte: Vom positiven Schwangerschaftstest bis zu Babys 1. Geburtstag. Lustig und zwischendurch mit ernsten Gedanken (ja, wer wie wo was die Kinderbetreuung übernimmt und was VATER will ist nicht immer so leicht zu managen - auch wenn Baby noch im Fruchtwasser dümpelt).
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Als (so glaube ich, mehr oder weniger entspannte) Schwangere kann ich sagen: Ich liebe solche Bücher. Von „Oh Gott, das kenn ich so gut, bin ich froh, dass ich nicht allein mit diesen crazy Gedanken bin.“ zu „Halleluja, dass mir diese Zerdenkerei und Sorge nicht über den Weg gelaufen ist und ich mir nicht SO viele Gedanken gemacht habe.“ Insgesamt hat es mich entspannt.
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Schwangere sind doch irgendwo alle irgendwie gleich. Zwischen dem Versuch, sich möglichst selbst treu zu bleiben, alles richtig zu machen und bloß nichts zu vergessen, und dem ständigen Vergleich mit anderen werdenden Müttern. Ich kann euch sagen: Schwanger sein ist super. Vom dazugehörigen Gedankenkarussell möchte ich manchmal jedoch absteigen.
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Fazit: Herrlich humorvolle begleitende Lektüre für die Schwangerschaft. Gibt ein bisschen Halt und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht.

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