Da wäre mehr drin gewesen
Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne„Die dunkle Seite der Sonne“ startet sehr stark und erklärt die Hintergrundstory noch einmal näher. So weit, so gut. Danach lässt das Buch jedoch leider nach. Die Geschehnisse in „Lorell“ erscheinen wie ...
„Die dunkle Seite der Sonne“ startet sehr stark und erklärt die Hintergrundstory noch einmal näher. So weit, so gut. Danach lässt das Buch jedoch leider nach. Die Geschehnisse in „Lorell“ erscheinen wie ein Lückenfüller und auch ich habe hier einige Male das Buch zur Seite gelegt, bis ich wieder Lust hatte, weiter zu lesen. Kein sehr gutes Zeichen. Die Spelunke „das Klippenriff“ sorgt dann wieder für Spannung und zaubert dem Leser das ein oder andere Grinsen ins Gesicht. Danach enttäuscht die Schiffsreise jedoch wieder etwas. Und auch der Anfang der Reise in „Kuraigan“ zieht sich hin. Ich gebe zu, dass ich hier an einigen Stellen den roten Faden leider verloren habe und mir einige Kapitel überflüssig vorkamen. Die kleinen Szenen, in denen sich die Beziehung von Lelani und Kyran entwickelt, gefielen mir jedoch wieder sehr gut. Davon hätte ich mir, besonders hinsichtlich des Endes, etwas mehr gewünscht. Da wäre eine noch tiefere Bindung möglich gewesen. Doch dann kam einer meiner Lieblingscharaktere des Buches dazu, nein falsch… DER Lieblingscharakter des Buches, ohne Zweifel: Yamoro. Yamoros Story ist wirklich durchdacht und endlich gehen wir richtig in die Tiefe. Er ist lustig, freundlich, aufopferungsvoll und immer für eine Überraschung gut. Davon will ich mehr! Auch wenn ich den alten Mann am Anfang nicht ganz durchschauen konnte, ist er mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Seine Geschichte hat das zweite Buch noch einmal stark aufgewertet. Da waren Spannung, Intrigen, Gefühle, Herzlichkeit und Stärke. Mit ihm konnte ich wesentlich mehr mitfühlen als beispielsweise mit Haze, Lelanis besten Freund, welcher schon im ersten Teil nicht wirklich Punkte bei mir sammeln konnte und die wenigen, die ich im ihm Laufe der Bücher doch zugesprochen habe, restlos am Ende des Buches verlor (welches leider schon in der Mitte des zweiten Buches klar wurde).
Fazit: Starker Anfang, in der Mitte etwas stockend, aber das Ende macht die Sache wieder wett. Auch wenn man aus der wirklich guten Storyidee etwas mehr hätte machen können: Trotzdem klare Leseempfehlung. 3 von 5 Sternen.