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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2023

Hollywoodreif!

With All My Heart
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Die Romane von Samantha Young kenne ich mittlerweile schon lange und lese ihre Bücher immer wieder gerne. Dass es viele und sehr explizite Sexszenen gibt, gefällt mir zwar nicht ganz so gut, aber dadurch, ...

Die Romane von Samantha Young kenne ich mittlerweile schon lange und lese ihre Bücher immer wieder gerne. Dass es viele und sehr explizite Sexszenen gibt, gefällt mir zwar nicht ganz so gut, aber dadurch, dass ich den Schreibstil der Autorin gerne lese und es toll finde, wie viel Gefühl sie in ihre Geschichten packt, habe ich mich damit arrangiert und rechne einfach schon damit.

Auf "With all my heart" war ich neugierig durch die vertrackte Liebesgeschichte, die durch den Klappentext bereits angeteasert wurde. Aber trotzdem hat der Klappentext noch nicht wirklich verraten, wohin die Reise in diesem Buch gehen wird. Als das Pflegekind Jane die neue Familie kennenlernt, die in ihrer Nachbarschaft einzieht, treten mit der 13-jährigen Lorna nicht nur zum ersten Mal eine beste Freundin in ihr Leben, sondern mit ihrer Schwester Skye auch eine große Schwester und mit ihrem Bruder Jamie ihre erste große Liebe. Die drei alleinlebenden Geschwister haben genau wie Jane selbst einen steinigen Weg hinter sich und vor allem Lornas Gefühlswelt hat darunter gelitten. Während sich zwischen Jane und Jamie langsam eine Liebesgeschichte anbahnt, wird die Freundschaft zwischen Lorna und Jane auf eine harte Probe gestellt.

Durch Skyes Schauspielkarriere spielt die Geschichte nahe an Hollywood und den großen, dramatischen Gefühlen. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Charaktere im Buch besonders extrem gezeichnet wurden, bereits in jungen Jahren, aber besonders später, als das Schicksal Jane, Jamie und Lorna nochmals ziemlich übel mitgespielt hat. Die Beziehung zwischen den dreien war sehr dynamisch und aufgeladen und hat sich sehr häufig gewandelt, weshalb das Buch immer spannend blieb und man nie so genau wusste, was als nächstes passiert.

Am besten hat mir der Beginn des Buches gefallen, als Jane und Jamie sich ihre Gefühle füreinander eingestanden haben und eine leidenschaftliche Beziehung in jungen Jahren eingingen. Später war die Realität dazwischengefunkt und von der einstigen Magie war nicht mehr viel übrig, aber die Autorin hat es letztendlich geschafft, diese beiden Welten miteinander zu verbinden.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es war spannend, mitreißend und gefühlvoll. Manches war mir teilweise zu extrem, weshalb ich bei den vier Sternen bleibe, trotzdem kann ich die Geschichte auf jeden Fall weiter empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.01.2023

Ein besonderes Buch

Die Liebe an miesen Tagen
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Ich wollte schon länger mal ein Buch von Ewald Arenz lesen, denn ich habe bisher nur gutes von ihm gehört. Mit "Die Liebe an miesen Tagen" war es dann endlich so weit! Um mein Fazit schon einmal vorweg ...

Ich wollte schon länger mal ein Buch von Ewald Arenz lesen, denn ich habe bisher nur gutes von ihm gehört. Mit "Die Liebe an miesen Tagen" war es dann endlich so weit! Um mein Fazit schon einmal vorweg zu nehmen: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber mir hat dennoch ein bisschen gefehlt, um für mich wirklich ein Highlight zu sein. Insbesondere kam mir die Spannung ein wenig zu kurz und unerwartete Momente oder Wendungen, die einen als Leser wirklich überraschen und ergreifen. In dieser Hinsicht hatte ich immer eine gewisse emotionale DIstanz zur Geschichte, die ich nicht so ganz weglegen konnte.

Grundsätzlich fand ich den ganz besonderen und einzigartigen Schreibstil des Autors von Anfang an sehr interessant und einprägsam, wenn auch nicht so mitreißend, wie ich es teilweise von anderen Büchern kenne. Die Geschichte plätschert eher gemächlich dahin, anstatt schnell Spannung aufzubauen, was das Buch aber umso authentischer macht, denn es erzählt aus dem echten Leben, von echten Schicksalen und verpassten Chancen. Die Geschichte ist nicht geschönt, sondern vereint positive und negative Gefühle, Chancen, Fehler, menschliche Schwäche, aber auch Zusammenhalt, wenn er am dringendsten benötigt wird. Zunächst einmal lernen wir Elias und Clara getrennt voneinander kennen, die beide in gewisser Weise in ihrem Leben und ihrer Vergangenheit gefangen sind und erst durch die Begegnung miteinander feststellen, dass sich etwas verändern muss. Es ist die große Liebe, aber dann funkt die Realität dazwischen und beschert den beiden ein paar lange, "miese" Tage.

Das Buch zeigt, wie wichtig und langanhaltend Beziehungen sind, es erzählt ungeschönt und eindrücklich von Schicksal, schweren Zeiten und dem Weitermachen und berührt einen als Leser sehr. Dennoch hatte ihre Geschichten für mich ein paar Längen, so dass ich dem Buch vier Sterne gebe!

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Buch fürs Leben

Gesund essen durchs Jahr
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Am besten an "Gesund essen durchs Jahr" gefällt mir das goldene Banner auf der Titelseite, auf dem "Bibliothek fürs Leben" steht. Denn das ist für mich eine Quintessenz dieses Buches, dass man es fürs ...

Am besten an "Gesund essen durchs Jahr" gefällt mir das goldene Banner auf der Titelseite, auf dem "Bibliothek fürs Leben" steht. Denn das ist für mich eine Quintessenz dieses Buches, dass man es fürs Leben hat und immer wieder hineinschauen kann, sich durch die Rezeptideen inspirieren lassen kann oder nochmal mehr über bestimmte Themen rund um eine gesunde Ernährung erfahren kann. Die Gestaltung des Buches finde ich sehr überzeugend, es wirkt hochwertig und durchdacht und mir gefallen die bunten Farben für die einzelnen Kapitel und auch an sich die Aufteilung nach Monaten einfach richtig gut. Was mir auch sehr gut gefällt ist der Aufbau jedes Kapitels, der sich immer mehr oder weniger wiederholt. Am Ende werden immer die Monats-Helden, also ausgewählte, saisonale Gemüse vorgestellt, bevor dann Rezepte folgen. Manchmal kommt das etwas abrupt, wie beispielsweise im März, wo das Buch das Thema Fasten behandelt, aber mir gefällt die gleichbleibende Reihenfolge sehr gut.
Toll finde ich auch, dass sich das Buch meiner Meinung wirklich von anderen Büchern über gesunde Ernährung abhebt. Denn es vereint verschiedenste Themen, von welchen jeden Monat eines vorgestellt wird, die sich teilweise auch sehr inhaltlich voneinander unterscheiden, aber alle die gesunde Ernährung gemeinsam haben. Und obwohl man über die meisten Themen, wie die vegane Ernährung, das Fasten oder Darmgesundheit eigentlich jeweils ein eigenes Buch schreiben könnte (bzw. eigentlich gibt es bereits zu allen Themen zahlreiche Einzelbücher) fühle ich mich über jedes Thema umfassend informiert und habe nicht das Gefühl, dass hier nur alles schnell heruntergebetet wurde. Der Aufbau der einzelnen Kapitel ist durchdacht und inhaltlich umfassend erklärt. Oft hatte ich eher den Eindruck, dass sich manche Aussagen wiederholen.
Ein Punkt, der mich ein wenig gestört hat war mein Eindruck, dass die Themen mehr ineinander spielen könnten. Los geht es im Januar-veganuary mit der veganen Ernährung. In den nachfolgenden Monaten gab es aber kaum mehr ein veganes Rezept und ich habe auch öfters (geringe Mengen) Fleisch in der Zutatenliste gefunden, was ich nicht so nachvollziehbar finde. Oder an einer Stelle geht es auch im Lebensmittelverschwendung und wie diese reduziert werden kann. Gleichzeitig wird bei Gemüse auch immer erklärt, wie man das jeweils frischeste Gemüse im Supermarkt erkennt. Dabei könnte ich doch genau hier auch mal das nicht mehr ganz so frische Gemüse kaufen, wenn ich es z.B. ohnehin am selben Tag noch verkochen würde. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die einzelnen Themen noch mehr in eine übergreifende "Gesamtstrategie" münden.
Dennoch hat mich das Buch sehr überzeugt und ich werde es sicherlich noch häufiger in die Hände nehmen, denn es bleibt ganz sicher Teil meiner Bibliothek fürs Leben!

Veröffentlicht am 02.08.2022

Perspektivwechselnd

Jahre mit Martha
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Jahre mit Martha hat mich nicht auf voller Linie überzeugen können, aber viele Passagen haben mir total gut gefallen und auch die Botschaften, die in dem Buch stecken, kamen bei mir an. Ich frage mich ...

Jahre mit Martha hat mich nicht auf voller Linie überzeugen können, aber viele Passagen haben mir total gut gefallen und auch die Botschaften, die in dem Buch stecken, kamen bei mir an. Ich frage mich bei Büchern ja schon manchmal, warum gerade diese Geschichte geschrieben wurde, warum sie erzählt wird. Welchen Mehrwert ein Buch liefert. Und nicht immer kann ich diese Frage beantworten. Zeljkos Antwort auf diese Frage ist simpel und doch unglaublich ausdrucksstark. Weil er findet, dass wir uns in diesem Land mehr Geschichten über uns erzählen sollten. Und damit hat er wohl recht. Denn konkret meint er mit "uns" Ausländische Einwanderer, die zum Arbeiten nach Deutschland kommen und sich hier ein Leben ausbauen, die Kinder bekommen oder ihre Kinder bereits mitgebracht haben. Die Schwierigkeiten, die sie zu Beginn, aber auch zeitlebens haben, die Vorurteile, die Zerrissenheit durch das Leben in der Diaspora. Mir hat die Erzählperspektive unglaublich gut gefallen, ich konnte mich so gut wie nie zuvor in ein solches Leben und die Gedanken hineinversetzen und fand es wahnsinnig spannend, wie eine ganze Gesellschaftsgruppe analysiert wurde. Die Geschichte war unglaublich eindrücklich und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. In gewisser Weise hat sich mein Blickwinkel auf die Gesellschaft verändert. Gleichzeitig hatte das Buch manchmal auch Längen, besonders die Botschaft hinter der Beziehung zwischen Zeljko und Martha kam bei mir nicht so richtig an, wodurch sich alles, was damit zusammenhing für mich nicht so leicht lesen lies und nicht so kurzweilig war. Gott sei Dank ging es im Buch nicht ständig um Martha, aber wie der Titel nunmal sagt, taucht sie immer wieder auf.
Das Ende des Buches hat mich nochmal sehr berührt und dafür gesorgt, dass die Geschichte unterm Strich einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat, auch wenn ich das Buch manchmal nicht ganz so begeistert zur Hand genommen habe und nun auch eine Weile gebraucht habe, um es zu beenden. Dennoch fand ich die Geschichte besonders und lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Süße Geschichte in tollem Setting

A Place to Love
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A Place to Love ist ein toller Wohlfühlroman, den ich problemlos an einem Abend durchgelesen habe, ohne mich dabei zu hetzen. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und Juniper als Protagonistin war ...

A Place to Love ist ein toller Wohlfühlroman, den ich problemlos an einem Abend durchgelesen habe, ohne mich dabei zu hetzen. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und Juniper als Protagonistin war mir schnell sympathisch. Ich fand vor allem die Außergewöhnliche Szenerie total spannend, in der das Buch spielt, denn gerade in Deutschland ist die Landwirtschaft heutzutage für die meisten Leute ja ganz weit weg (da kann ich mich selbst einschließen) und ich fand es total spannend zu sehen, wie das Leben für June und ihre Familie auf Cherry Hill abläuft. Wie der Tagesrythmus ist, was man alles für dieses Leben geben muss, welche Probleme immer wieder auftauchen können. Aber auch, welche Gemeinschaft dort entsteht. Ich fand, das hat die Autorin total spannend und authentisch rüber gebracht. Toll fand ich auch die Beziehung zwischen den drei Schwestern und dass auch deren Leben nicht außen vor blieben (und es vielleicht schon den ein oder anderen Hinweis auf die Handlungen der nächsten Bände gegeben hat?)
Ein Punkt hat mich dann vor allem rückblickend doch etwas gestört und das ist die Rahmenhandlung, beziehungsweise die Liebesgeschichte zwischen Henry und June (vielleicht könnte es jetzt Spoiler geben)
Zuerst mal die Tatsache, dass die beiden nach nur einem Jahr Beziehung mit 22 heiraten und das nur mit ihren Trauzeugen, ohne dass Junes Familie überhaupt weiß, dass sie einen Freund hat? Und das, obwohl sie vor allem ihren beiden Schwestern total nahe steht... Dann der plötzliche Tod ihres Vaters und Junes Entscheidung, Henry vor sich selbst schützen zu müssen, weshalb sie mit ihm Schluss macht. Also dass man eine so innige Beziehung einfach wegwirft, warum auch immer, fand ich schon krass. Aber dass June ihrer Familie in den nächsten drei Jahren immer noch kein Wort von Henry erzählt fand ich dann schon sehr unglaubwürdig. Aber klar, sonst hätte es ja keine Überraschung gegeben. Und auch gegen Ende fand ich das Drama einfach zu groß, zu viel Hin und Her, Versöhung und Streit und Kurzschlussreaktionen der ja doch 3 Jahre älteren June, die aus ihren Fehlern wohl gar nichta gelernt hat. Da hat es sich die Autorin meiner Meinung nach schon ein bisschen zu einfach gemacht.
Alles in allem fand ich das Buch total schön zu lesen und sehr unterhaltsam. Über die stellenweise doch eher unrealistische Handlung konnte ich hinwegsehen, aber die 5 Sterne hat das Buch dadurch dann doch verfehlt.

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