Profilbild von andreas77

andreas77

Lesejury Star
offline

andreas77 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit andreas77 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2023

Sehr guter (Jugend-)Roman, auch für Erwachsene

Frankie und die Liste der unbezahlbaren Wünsche
0

Der Schüler Frankie erbt von seiner unbekannten Großmutter eine knappe Million (462.000) englische Pfund, muss sich im Gegenzug aber um seinen Opa Frank kümmern, der in einer Seniorenresidenz lebt - und ...

Der Schüler Frankie erbt von seiner unbekannten Großmutter eine knappe Million (462.000) englische Pfund, muss sich im Gegenzug aber um seinen Opa Frank kümmern, der in einer Seniorenresidenz lebt - und von dem er bisher nichts wusste. Wie kann er wohl seinen miesepetrigen Opa aufmuntern? Es werden Sommerferien voller Abenteuer, z. B. mit einer Fahrt in einem Heißluftballon. Das Schwimmen mit Delfinen verläuft allerdings anders als geplant...

Der Roman ist unterhaltsam geschrieben und obwohl es eher ein Kinder-/Jugendbuch (laut einem Artikel auf der Kinderseite der Augsburger Allgemeine, in der ich auf das Buch aufmerksam wurde: ab 10 Jahre) ist, werden auch Erwachsene ein super Lesevergnügen damit haben. Ein lustiges, herzerwärmendes Abenteuer, das auch ernste Themen anspricht.

Beim Lesen zeigt sich, dass Frankie ein großes Herz hat und nicht nur an seinen Opa, sondern auch an die anderen Bewohner der Seniorenresidenz denkt. Diese möchte er so ausstatten, dass diese den Namen auch verdient.

Gegen Ende des Buches wird es sogar ziemlich spannend und das letzte Kapitel hat es in sich - da stehen wahre Worte drin, die wir und mal wieder alle zu Herzen nehmen sollten.

Die Kapitel sind kurz, die Schrift fällt größer aus. Die Autorin ist übrigens Lehrerin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2023

Auch das Thema Demenz spielt eine Rolle, durchaus auch humorvoll und lehrreich

Marigolds Töchter
0

Im Buch geht es vor allem um Marigold (66), die einen Dorfladen mit Postschalter betreibt, ihren Mann Dennis, Großmutter Nan (86) und ihre Töchter Suze (25) und Daisy (32). Während Suze sowieso noch bei ...

Im Buch geht es vor allem um Marigold (66), die einen Dorfladen mit Postschalter betreibt, ihren Mann Dennis, Großmutter Nan (86) und ihre Töchter Suze (25) und Daisy (32). Während Suze sowieso noch bei ihr wohnt, zieht plötzlich auch Daisy wieder bei den Eltern ein. Nach und nach wird Marigold immer vergesslicher, greift dabei auch zu einem Notizbuch.

Das Buch ist gut geschrieben, das Thema Demenz war nicht allgegenwärtig, da auch andere Themen eine Rolle spielen, zieht sich aber über das gesamte Buch. Wer also über die Krankheit nichts lesen will für den ist dieses Buch nichts, obwohl es teils auch humorvoll rüberkommt. So zeigt ein Hirnscan, wie ihr Gehirn zerfällt und das hat wie ein Stück Käse ausgesehen. Wer mehr über die Krankheit erfahren will, bekommt mit dem Buch so ganz nebenbei gute Einblicke.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2023

Gutes Buch

Rendezvous in zehn Jahren
0

Valerie (30) ist frisch geschieden und wohnt in München. Bei einem Kurzurlaub in Amsterdam lernt sie den ebenfalls 30-jährigen Ted kennen, der von seiner Frau getrennt lebt und einen Sohn (Joris) hat den ...

Valerie (30) ist frisch geschieden und wohnt in München. Bei einem Kurzurlaub in Amsterdam lernt sie den ebenfalls 30-jährigen Ted kennen, der von seiner Frau getrennt lebt und einen Sohn (Joris) hat den er nur alle 14 Tage sieht. Sie verabreden, sich in 10 Jahren an Ort und Stelle (in einer Bäckerei mit Cafe) sich wieder zu treffen. Beiden wird allerdings bald klar, dass sie nicht so lange warten möchten und machen sich auf die Suche zum anderen…

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, die Erzählverläufe wechseln immer wieder zwischen Ted und Valerie. Leider gibt es keine „räumliche Trennung“, so dass man dies manchmal erst nach ein paar Zeilen merkt. Interessant war der Oktoberfest-Besuch von Ted, ich konnte mir auch keinen Reim darauf machen was die Empfehlung der Bedienung, die nach „kalte Hände und ein Pass“ klang, bedeutet und wartete mit Spannung auf das Servieren des Essens

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2023

Wenn aus einem Urlaub in Rügen mehr wird

Das Haus hinter den Dünen
0

Kinderärztin Sophie (34) ist frisch getrennt und hat vor kurzem auch ihren Job verloren. Eigentlich wollte sie mit ihrer Tochter Mona (5) nur Urlaub auf Rügen machen, doch ihre 81jährige Vermieterin Katharina ...

Kinderärztin Sophie (34) ist frisch getrennt und hat vor kurzem auch ihren Job verloren. Eigentlich wollte sie mit ihrer Tochter Mona (5) nur Urlaub auf Rügen machen, doch ihre 81jährige Vermieterin Katharina ist so nett und bietet ihr als Dank für so manche kleine Hilfe eine Wohnmöglichkeit an. Und vielleicht ist ja sogar auch eine neue Liebe möglich. Sophie fühlt sich zu Architekt Michael hingezogen, dieser ist allerdings verlobt. Und da gibt es auch noch den Masseur Julian…

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, wobei ich anfangs nicht wirklich nachvollziehen konnte warum sich Sophie zu Michael hingezogen fühlte wo sie doch von seiner Freundin weiß. Aber das störte mich dann nur kurz. Nebenbei erfährt man auch etwas über die Insel Rügen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2023

Interessante Widmung, gutes Buch

Die Träume der Bienen
0

Dies ist der dritte Band der Inselgarten-Reihe, kann aber unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Das ist gut, denn es ist mein erstes Inselgarten-Buch der Autorin

Das Buch beginnt mit einer ...

Dies ist der dritte Band der Inselgarten-Reihe, kann aber unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Das ist gut, denn es ist mein erstes Inselgarten-Buch der Autorin

Das Buch beginnt mit einer interessanten Widmung. Es ist unter anderem für alle, die in der Corona-Pandemie entdeckt haben, dass ein Spaziergang im Grünen, ein Garten, ein Balkon uns gut tut. Ja, auch ich habe in der Lockdown-Zeit meine „alte Heimat“ neu entdeckt – statt in den Zoo ging es an den nahen Fluss Wertach.

Sila (44) arbeitet als Tischlerin in Berlin und erbt einen alten Hof im Oderbruch – in Altlewin. Über einen Gartenblog lernt sie die Lehrerin Lexi (27) kennen, die auf Fehmarn einen Garten hat.

Das Buch ist gut geschrieben und erzählt auch von Plänen. Lexis Engagement für Schulkinder (sie lädt wechselweise ihre Schüler in ihren Garten ein) finde ich sehr gut. Beim Lesen erfährt man auch einiges über Bienen – ich hätte nie gedacht, dass es knapp 600 Bienenarten in Deutschland gibt. Zum Beispiel Sandbienen, Schneckenhausbienen, mir sagten nur die Wild- und Honigbienen was. Das Buch ist auch etwas humorvoll, laut losprusten musste ich als Lexi von einem 10-jährigen als alte Frau bezeichnet wurde.

Das Buch ist, das war das einzig leicht störende für mich, in Wechselsicht Sila / Lexi geschrieben, wobei es da unterschiedliche Handlungsverläufe gibt, was das ganze wieder für mich entspannt hat. Es beginnt mit Sila im Jahr 2017 in Berlin, zwischendurch folgt ein Rückblick auf 1989 (Seite 55 – 64), Lexi taucht dann 2017 auf Fehmarn auf Seite 83 auf, geht dann auf Seite 127 wieder auf Sila, Altlewin 2017. Mit Rücksprung auf Sila 1981 (Seite 143 – 153), dann bleibt es aber bei Sila und Lexi im Jahr 2017. Die beiden Zeitsprünge in die Jahre 1989 und 1981 passen aber gut in die Geschichte und störten mich nicht, wie das sonst bei manchen Büchern der Fall ist (vor allem, wenn die Jahreszahlen laufend wechseln). Auch die wechselnden Handlungsverläufe machten mir nur anfangs etwas aus.

Am Ende des Buches gibt es eine Leseprobe zu dem Buch „Das Geheimnis der Grashüpfer“, der auch zur Inselgarten-Reihe gehört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere