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Veröffentlicht am 14.04.2023

Die Netten schlafen allein

Die Netten schlafen allein
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Die Netten schlafen allein, von Steffen Weinert

Cover:
Lustig, und ein bisschen zum Bemitleiden.

Inhalt und meine Meinung:
Blei dem 33 jährigen Christoph und den Frauen klappt es nicht so wie er es will.
Irgendwie ...

Die Netten schlafen allein, von Steffen Weinert

Cover:
Lustig, und ein bisschen zum Bemitleiden.

Inhalt und meine Meinung:
Blei dem 33 jährigen Christoph und den Frauen klappt es nicht so wie er es will.
Irgendwie will keine Frau bei ihm bleiben, dabei ist er doch nun wirklich ein Netter.

Der Schreibstil ist etwas überspitzt, wenn nicht sogar teilweise over top.
Im Großen und Ganzen lässt sich das Buch gut lesen. Es ist auf seine Art witzig und Christoph ist schon en ganz besonderes „Exemplar“.
Das Ende lässt sich aber dann doch relativ schnell erahnen und so ist die Spannung nicht besonders hoch.

Autor:
Steffen Weinert, Jahrgang 1975, hat an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert und arbeitet heute vor allem als Autor und Regisseur.

Mein Fazit:
Ein Buch für zwischendurch, nicht gerade tiefgründig und das nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 27.01.2023

72 Stunden – zu konstruiert

72 Stunden - Fürchte die Stille
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72 Stunden – Fürchte die Stille, von Ben Escher

Cover:
Gefällt mir gut.

Inhalt und meine Meinung:
Die beliebte Moderatorin Bea, ist in der Trauer um ihren kleinen Sohn, der vor ca. einem Jahr spurlos ...

72 Stunden – Fürchte die Stille, von Ben Escher

Cover:
Gefällt mir gut.

Inhalt und meine Meinung:
Die beliebte Moderatorin Bea, ist in der Trauer um ihren kleinen Sohn, der vor ca. einem Jahr spurlos verschwand, verstrickt.
Um dies alles besser verarbeiten zu können, meldet sie sich an einem dreitägigen Schweigeseminar an.
Doch dort wird der Horror nur noch größer.
Die Seminarleiterin hat ihre eigenen zweifelhaften Methoden und ihre eigenen Geheimnisse.
Und zu all dem präsentiert ein Unbekannter Bea lauter Erinnerungsstücke an ihren kleinen Sohn.

Der Schreibstil wirkte auf mich sehr verwirrend. Die Konstellation der Teilnehmer und ihre Beziehung zueinander habe ich lange nicht verstanden. Die Spannung sollte auch gesteigert werden in dem es immer wieder Chliffhänger gab und ein Handlungsstrang plötzlich unterbrochen wurde.
Die ganze Verwirrung und das Durcheinander fand ich aber nicht von der Art das die Spannung steigert und man unbedingt lesen will wie es ausgeht, sondern eher so, dass ich genervt bin.
Es wirkt einfach total konstruiert und unglaubwürdig auf mich. Auch als wir am Ende des Buches die Lösung erfahren kann mich dies nicht überzeugen.

Was mich auch genervt hat:
So oft kommt der Satz:
Bea weiß ganz genau was das bedeutet.
Aber was es bedeuten soll, wird dem Leser dann nicht beschrieben.

Autor:
Ben Escher ist das Pseudonym eines preisgekrönten deutschsprachigen Thrillerautors. Er arbeitete unter anderem als Journalist und Werbetexter, bevor er begann, seine Leidenschaft für düstere, psychologische Geschichten im Schreiben von Thrillern auszuleben.

Mein Fazit:
Hier wird mit der Angst gespielt und es wird sehr viel auf Effekthascherei gemacht.
Mich konnte der Thriller nicht überzeugen.
Schwache 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Macht – für immer gezeichnet

Macht
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Macht, von Heidi Furre

Cover:
Das zerbrochene Geschirr zeigt, dass hier unwiderruflich etwas kaputt gegangen ist.
Die (alt)rosarote Farbe gefällt mir nicht so gut.
Das HC selber ist schwarz mit weißem ...

Macht, von Heidi Furre

Cover:
Das zerbrochene Geschirr zeigt, dass hier unwiderruflich etwas kaputt gegangen ist.
Die (alt)rosarote Farbe gefällt mir nicht so gut.
Das HC selber ist schwarz mit weißem Aufdruck am Buchrücken, das gefällt mir wiederum gut.

Inhalt und meine Meinung:
Hier geht es um eine Frau, Liv, die vor Jahren vergewaltigt wurde.
Sie ist stark, hat alles verdrängt, hat sich im Leben eingerichtet, sie ist Pflegerin und führt nach außen hin ein perfektes Leben.
Doch dann kommt ein Einschnitt in ihrem Leben.
Eine neue Patientin kommt auf ihre Station, deren Bruder ging als potentieller Vergewaltiger durch die Medien.
Nun wird Livs Leben wieder durcheinander gewirbelt.
In jeder Kleinigkeit, ganz willkürlich kommen ihr die Ereignisse von früher wieder in den Sinn, und es zeigt sich dass alles in unzähligen Dingen des Alltags präsent bleibt.
Es wird deutlich dass das Ereignis von früher sie nicht mehr los lässt. Mit der Vergewaltigung ist sie eine andere geworden.

Vieles kann ich nachvollziehen und verstehen, einiges aber (natürlich) auch nicht.
Das Ganze ist relativ ruhig und recht abstrakt geschrieben. Es bleibt eine Distanz, teilweise finde ich es sehr emotionslos berichtet. Einfach nur verschiedene Tagesabläufe protokolliert.
Das Buch konnte mich, trotz des schweren und traurigen Themas nicht berühren.
Das Ende des Buches sagt mir dann gar nichts und ich finde es zu abrupt.

Autorin:
HEIDI FURRE, geboren 1985, hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Sie arbeitet als Fotografin und lebt in Oslo.

Mein Fazit:
Ein wichtiges, sehr ernstes Thema. Die Umsetzung hat mir aber nicht sio gut gefallen.
Von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.01.2023

Zwischen den Meeren – Auftakt zur Trilogie

Zwischen den Meeren
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Zwischen den Meeren, von Lena Johannson

Cover:
Sehr schön und passend zum Auftakt der Trilogie.

Inhalt und meine Meinung:
Der Auftaktband zu einer Trilogie um das Jahrhundertbauwerk – den Nord-Ostsee-Kanal.
Wir ...

Zwischen den Meeren, von Lena Johannson

Cover:
Sehr schön und passend zum Auftakt der Trilogie.

Inhalt und meine Meinung:
Der Auftaktband zu einer Trilogie um das Jahrhundertbauwerk – den Nord-Ostsee-Kanal.
Wir starten 1886 und kommen bis ins Jajhr1888.

Vier Frauen stehen im Fokus:
Mimi, die Tochter des Planers des Kanals.
Justine, die sich im Laden ihres Vaters unentbehrlich macht und versucht die Familie zusammenzuhalten.
Regine, die gegen ihren Willen verheiratet wird.
Susanne die in die Fußstapfen ihrer Vorfahren treten will und Schleusen bauen will.

Da dies der Auftakt zu einer Trilogie ist, werden die Personen und Familien erst einmal vorgestellt. Dies bringt leider nicht viel Spannung und die vier Geschichten plätschern teilweise so vor sich hin. Bis jetzt gibt es noch kaum Berührungspunkte zwischen den Frauen, außer dem Kanalbau, der sich überall

Die vier Frauen sind alle ihrer Zeit voraus und beweisen ihre Stärke. Wobei ich die Ambitionen und vor allem das Handeln von Susanne für nicht ganz realistisch halte und zu konstruiert finde.

Das Buch endet mit einem großen Chliffhänger, keine der Geschichten hat ein Ende. Klar, ist ja eine Trilogie, aber auch hier könnte man die einzelnen Geschichten etwas besser abrunden.
Wer große Sagas liebt und dem es auch nichts ausmacht auf die Fortsetzung zu warten ist hier bestens aufgehoben.

Autorin:
Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Sie lebt als freie Autorin an der Ostsee.

Mein Fazit:
Der Auftakt zu einer großen Saga, starke Frauen und ein Jahrhundertbauwerk.
Das Buch endet mit einem großen Chliffhänger.
Von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Die Jasminblütengasse - sprunghaft und durcheinander

Die Jasminblütengasse
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Die Jasminblütengasse, von Defne Seidel

Cover:
Gefällt mir gut.

Inhalt und meine Meinung:
Die junge Abiturientin Ela muss für die Schule einen Aufsatz über den Migrationshintergrund ihrer Familie schreiben.
Bisher ...

Die Jasminblütengasse, von Defne Seidel

Cover:
Gefällt mir gut.

Inhalt und meine Meinung:
Die junge Abiturientin Ela muss für die Schule einen Aufsatz über den Migrationshintergrund ihrer Familie schreiben.
Bisher hat sie sich nie damit befasst.
Auch ihre Mutter, die schon in Deutschland geboren ist kann ihr nicht viel darüber erzählen.
Unglücklicherweise ist ihre Oma, Türkan, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen ist, gerade nicht da.

Und dann wird die Geschichte erzählt
In zwei Erzählsträngen, einmal in der Vergangenheit, als die Oma noch eine Jugendliche war und dann wieder in der Gegenwart in Elas Zeit.

Alles wird sehr sprunghaft und durcheinander erzählt.
Es fällt mir sehr schwer dem Ganzen zu folgen und es zu verstehen.
Was klar wird. Es war eine sehr schwierige Zeit in der Türkei, in Istanbul. Die Frauen hatten so gut wie keine Rechte.

Schreibweise: aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. – das ist gut.
Leider schafft die indirekte, beschreibende Art, eine Distanz.
Ich fühl mich nur als Beobachter, nicht mitten drin. Und ich komme den handelnden Personen nicht nähr.

Leider muss ich anmerken dass das Lektorat hier eine sehr schlechte Arbeit abgeliefert hat. Sowohl teilweisen in der Wortwahl, in der Rechtschreibung und auch mit der Grammatik.

Autorin:
Defne bedeutet in türkischer und alt-griechischer Sprache Lorbeer, der "Frieden" symbolisiert. Und Seidel als Nachname kommt ursprünglich aus "siedeln". Kein anderes Pseudonym wäre geeignet für eine in Deutschland lebende Autorin mit türkischen Wurzeln.

Mein Fazit:
Ein schöner Roman in dem es die junge Ela, dem Migrationshintergrund ihrer Familie auf den Grund geht.
Der Schreibstil ist mir aber zu sprunghaft und zu durcheinander.
Von mir 3 Stern.