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Veröffentlicht am 13.02.2023

Das Komplott

Das Komplott
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Das Komplott von John Grisham ist ein rasanter und interessanter Krimi. Eine gute und clevere Idee, auch wenn es mir alles etwas zu glatt gelaufen ist.

Malcolm Bannister sitzt seit 5 Jahren zu Unrecht ...

Das Komplott von John Grisham ist ein rasanter und interessanter Krimi. Eine gute und clevere Idee, auch wenn es mir alles etwas zu glatt gelaufen ist.

Malcolm Bannister sitzt seit 5 Jahren zu Unrecht wegen Geldwäsche im Gefängnis. Als ehemaliger Anwalt kennt er sich mit den Gesetzten des Landes gut aus. Als er von dem Mord eines Bundesrichters hört sieht er seine Chance aus dem Gefängnis zu kommen. Denn er weiß wer der Mörder ist. Er will mit dem FBI einen Deal vereinbaren im Austausch zu seiner Aussage kommt er aus dem Gefängnis, bekommt ein neues Leben also eine neue Identität und ein neues Gesicht sowie die ausgesetzte Belohnung. Doch nach seiner Freilassung beginnt er ein Katz und Maus Spiel mit dem FBI und der Justizbehörde. Denn er hat scheinbar doch einen ganz anderen Plan.

Der Schreibstil ist flüssig und man findet schnell in das Buch rein. Es gibt keine unnötigen Längen und lässt sich recht schnell lesen. Da es hauptsächlich aus der Sicht von Malcolm in Ich Form geschrieben ist, begibt man sich mit ihm auf eine Reise des ungewissen. Denn obwohl er einen Plan hat bleibt dieser dem Leser lange auch geheim. Denn er verfolgt noch etwas anders als nur aus dem Gefängnis raus zu kommen. Dies erfährt man aber erst nach und nach ab ca der Hälfte des Buches. Da es eine unerwartete Wendung nimmt, wird auch die Spannung etwas verlagert. Bleibt aber trotzdem immer spürbar.

Was mich etwas störte, war dass es für Malcolm immer sehr glatt ging. Er hatte einen Plan und nichts lief schief. Er konnte ihn so ausführen wie er wollte. Es gab keine Probleme oder Schwierigkeiten. Hier hätte ich mir die ein oder anderen Niederlage gewünscht oder das es einfach nicht so reibungslos funktioniert.

Eine spannende und interessante Handlung mit einigen Überraschungen.

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Seven Dials

Der letzte Joker
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Der letzte Joker von Agatha Christie ist keiner ihrer gewohnten Krimis. Es ist eher ein Spionagekrimi mit der ein oder anderen Überraschung.

Auf dem Landsitz der Caterhams verstirbt ein junger Mann plötzlich. ...

Der letzte Joker von Agatha Christie ist keiner ihrer gewohnten Krimis. Es ist eher ein Spionagekrimi mit der ein oder anderen Überraschung.

Auf dem Landsitz der Caterhams verstirbt ein junger Mann plötzlich. Kurze Zeit später wird einer seiner Freunde ermordet. Lady Eileen kannte beide Männer und der eine flüsterte ihr noch ein paar Worte zu. Die Neugier der jungen Frau ist geweckt und sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und trifft auf einen ominösen Geheimbund, den Seven Dials.

Wie gewohnt bin ich wieder gut in das Buch gestartet. Agatha Christie hat hier wieder eine Gruppe von Personen geschaffen die ein Wochenende zusammen verbringen und bei dem etwas schlimmes passiert. Allerdings ging die Vorstellung der Personen und Namen recht schnell von statten so das ich teilweise meine Probleme hatte alle zuzuordnen. Dies legte sich aber bald und es gab immer eine Handvoll Personen die immer wieder auftraten. Agatha Christie schaffte es mich lange an der Nase herum zu führen. Lange hatte ich keine Ahnung um was es eigentlich geht. Aber ab der Hälfte des Buches wurde es klarer. Man hat wieder viele Möglichkeiten zu rätseln und zu Verdächtigen und am Ende bereitet Agatha Christie einem doch noch eine Überraschung.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Das Tal des Grauens

Das Tal des Grauens
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Sherlock Holmes und das Tal des Grauens von Arthur Conan Doyle ist ein klassischer Krimi der sich im ersten Teil recht gut lesen lässt. Danach wird es etwas langatmig und langweilig.

Sherlock Holmes ...

Sherlock Holmes und das Tal des Grauens von Arthur Conan Doyle ist ein klassischer Krimi der sich im ersten Teil recht gut lesen lässt. Danach wird es etwas langatmig und langweilig.

Sherlock Holmes und Doktor Watson werden gebeten bei einem Mordfall behilflich zu sein. Sie reisen nach Sussex, dort wurde ein Mann ermordet. Im wurde mit einer abgesägten amerikanischen Schrotflinte ins Gesicht geschossen. Somit ist die Identifizierung des Toten etwas schwer. Doch anhand eines Brandmahls wird er schnell als der Hausbesitzer Mr. Douglas identifiziert. Das Brandmahl weist ihn als Mitglied einer Freimaurer Loge aus. Warum musste er sterben? Sherlock Holmes beginnt zu ermitteln.

Obwohl dies schon ein älteres Werk ist konnte man das Buch recht gut und flüssig lesen. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil befasst sich mit dem Mord und der Aufklärung durch Sherlock Holmes. Dieser war spannend und unterhaltsam. Der zweite Teil befasst sich mit der Vergangenheit des Ermordeten um die Tat zu erklären. Allerdings weiß der Leser bis dahin ja schon die Auflösung und ehrlich gesagt ist die Vorgeschichte extrem langatmig und langweilig. Hier wäre eine Kombination wie in heutigen Büchern mit zwei Handlungssträngen schöner gewesen.

Als Krimileser kommt man einfach nicht an Sherlock Holmes vorbei und auch wenn mich das Buch nicht ganz überzeugen konnte, war es doch zu Anfang ein Lesegenuss. Auch wenn man die Zeit bedenkt in der die Geschichten geschrieben wurden und wann sie spielen überzeugt die Finesse und die Ermittlungsarbeit. Doyle war mit seinen Büchern der Kriminalistik in Bezug auf Wissenschaft und andere Methoden der damaligen Polizeiarbeit weit voraus.

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Veröffentlicht am 08.12.2022

Düsterbruch

Düsterbruch
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Düsterbruch von Eva Almstädt ist der siebte Teil ihrer Pia Korittki Krimireihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und könnten separat gelesen werden. Allerdings rate ich eher dazu die Reihenfolge ...

Düsterbruch von Eva Almstädt ist der siebte Teil ihrer Pia Korittki Krimireihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und könnten separat gelesen werden. Allerdings rate ich eher dazu die Reihenfolge einzuhalten, da Pias Privatleben auch sehr stark mit eingebunden ist in den Büchern. Alles wichtige wird zwar noch mal wiederholt, so dass man keine Wissenslücken hat, aber ich persönlich lese lieber der Reihe nach.

Eva Almstädt schafft es immer wieder neue Ideen in ihre Bücher einzubringen und sie so abwechslungsreich zu gestalten. So ähneln sich die Fälle nie. In dem Vorliegenden Buch sind es für meinen Geschmack leider ein paar Themen zu viel. Drogenhandel, Russische Mafia, ein Cold Case Fall und mitten drin ein kleiner Ort und Pia die versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

Hochschwanger wird Pia zu einem Selbstmord gerufen. Die Bäuerin aus Düsterbruch hat kurz vor ihrem Tod gesagt es war Mord. Worauf bezog sich diese Äußerung? Ein halbes Jahr später wird ein junger Mann ermordet und die Ermittlungen gehen wieder in den kleinen Ort Düsterbruch. Dabei stoßen Pia und ihr Team auf Ungereimtheiten und eine alte Geschichte und ein verschwundenes Baby.

Das Hörbuch hat sich wieder gut und schnell hören lassen. Auch war die Geschichte recht spannend aufgebaut. Es gibt immer wieder neue Wendungen die den Hörer überraschen und so nicht gleich auf den Täter schließen lassen. Obwohl es einige Längen in dem Buch gibt, geht es auch stellenweise rasant zur Sache. Es ist eine Kombination aus gemütlichen, leichten Krimi und schnellen und spannenden Thriller. Diese Kombination lässt mich über die oft an den Haaren herbeigezogen und konstruierten Szenen hinwegsehen.

Wieder ein tolles Buch einer tollen Ostseekrimireihe die ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Verführung und Verrat

Verführung und Verrat. Die Somerset-Saga (2)
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Verführung und Verrat ist der zweite Teil der Somerset Saga von Emma Hunter. Ich kannte den ersten Teil nicht und kann daher sagen, dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss um dieses Buch zu lesen. ...

Verführung und Verrat ist der zweite Teil der Somerset Saga von Emma Hunter. Ich kannte den ersten Teil nicht und kann daher sagen, dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss um dieses Buch zu lesen. Es ist in sich abgeschlossen und lässt sich gut separat lesen.

Mit Verführung und Verrat entführt uns die Autorin in die Regency Zeit. Sie zeigt uns nicht nur ein Leben in dieser Zeit auf, sondern hat eine Geschichte mit Tiefgang geschrieben. Es ist eine Kombination aus historischen Roman verknüpft mit einem Liebesroman der aber auch Feminismus und Politik mit einbindet. Durch diese Kombination bekommt das Buch seine eigene Dynamik und Spannung.

Das Buch ist in zwei Handlungssträngen geschrieben. Der Leser bekommt Rebeccas Sicht und die Sicht von Henry geschildert. Dies macht das Buch sehr lebendig und erhöht den Spannungsbogen.

Emma Hunter hat einen angenehmen Schreibstil. Er ist flüssig, leicht, spannend und gefühlvoll. So lässt sich das Buch recht schnell lesen. Auch kommen die verschiedensten Gefühle gut zum tragen. Sei es die Verletzlichkeit, Trauer, Liebe, Wut, Eifersucht oder Angst man kann es quasi spüren und auch verstehen. Auch die Charaktere sind dementsprechend gut dargestellt und gezeichnet. Man kann sich sowohl in Rebecca als auch Henry gut reinversetzten. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und beide durchleben so ihre Höhen und Tiefen.

Der einzige Wehrmutstropfen den ich bei dem Buch habe sind die sehr ausführlichen Bettszenen. Tut mir leid aber für meinen Geschmack war mir das einfach zu viel und detailliert. Ich muss nicht über gefühlt 10 Seiten lesen wie und was Rebecca und Henry alles miteinander tun. Man kann sowas auch gut andeuten und den Rest unerwähnt lassen. Auch ohne Bettszenen kann man eine tolle Liebesgeschichte schreiben. Die Verletzlichkeit, Verführung und Liebe kann man auch so sehr gut vermitteln.

Ein toller, gelungener und gefühlvoller Regency Roman der sich gut lesen lässt.

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