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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2023

Schnelle vegane Küche

Schnell mal vegan
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Schon mein erster Eindruck zu diesem ganz und gar wunderbar gestalteten Kochbuch ist sehr positiv. Das Cover, mit seiner hübschen Grafik, sowie der edlen Prägung in der Rübe, lässt meine Kochbuch-Leidenschaft ...

Schon mein erster Eindruck zu diesem ganz und gar wunderbar gestalteten Kochbuch ist sehr positiv. Das Cover, mit seiner hübschen Grafik, sowie der edlen Prägung in der Rübe, lässt meine Kochbuch-Leidenschaft sofort anspringen. Auch beim Blick ins Buch genieße ich das hochwertige Design, die wunderschönen Drucke und Farben, sowie die prächtigen Fotos der Speisen. Man bekommt sofort Lust, sich an den Herd zu stellen, um die Rezepte zu testen.
Im Vorwort erläutert uns die österreichische Autorin Katharina Seiser zuallererst ihre Motivation zur veganen Küche und nach „Immer schon vegan“ und „Immer wieder vegan“ ist dieses Buch mit dem Titel „Schnell mal vegan“ ihr drittes Kochbuch zu diesem Thema.
Hier liegt der Focus auf „schnell“ gemacht, denn jedes Gericht ist für einen 30-minütigen Kochaufwand ausgerichtet.
Das finde ich schon mal großartig:). Die Gerichte sind alle nicht sehr aufwendig und auch recht simpel zuzubereiten, perfekt für die Alltagsküche.
Nach ein paar kurzen Küchen-Basics zur Verwendung und zum Zubereiten von veganen Lebensmitteln und Zutaten geht es dann auch schon los. Nach Einteilung „Jederzeit“ geht es weiter durch die Jahreszeiten, eine durchaus lobenswerte Einteilung. Im anschließenden Register gibt’s dann natürlich auch eine Übersicht nach Zutaten, die mir persönlich beim Kochbuch immer die liebste ist! Viele der Rezepte sind mir zwar bekannt, doch die Anregungen dazu habe ich gerne aufgegriffen und dabei auch ein paar ausgefallene Varianten entdeckt, die mir gut gefallen.
Besonders toll finde ich, dass die Autorin keine dieser veganen Ersatzprodukte für ihre Rezepte verwendet!
Alle von mir ausprobierten Rezepte sind gut gelungen und waren sehr lecker. Für Schleckermäulchen ist zwar nichts dabei, für mich nicht schlimm, denn ich bin keine Süße;)

Mein Fazit:
Ein sehr schönes Kochbuch mit vielen Tipps und Anregungen. Die Rezepte sind schnell und einfach und machen Lust auf veganes Essen.
Da die Rezepte nicht allzu kompliziert sind, eignet sich das Buch durchaus auch für Kochanfänger!

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Veröffentlicht am 26.01.2023

Spannungsvolle Mordinszenierung im Passeiertal

In tiefen Seen
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Per anonymen Anruf wird im Passeiertal ein Mord angekündigt und dabei ein gewisser Charly erwähnt. Und wirklich, an nächsten Tag gibt es einen Toten in dem kleinen Bergdorf St. Leonhard. Der Tote ist aber ...

Per anonymen Anruf wird im Passeiertal ein Mord angekündigt und dabei ein gewisser Charly erwähnt. Und wirklich, an nächsten Tag gibt es einen Toten in dem kleinen Bergdorf St. Leonhard. Der Tote ist aber ein gewisser Hannes Kiem, ein erfolgloser Maler, dessen Leiche am Tatort wie ein Gemälde von Botticelli inszeniert wurde. Von einem Charly gibt es keine Spur, niemand im Ort hat diesen Namen. Doch ist dieser Ort wirklich so friedlich wie er wirkt, es scheint als würden die Bewohner ein Geheimnis hüten!

In diesem 8. Fall, mit dem Titel„In tiefen Seen“ von Autor Lenz Koppelstätter, bekommt es Commissario Grauner und sein Team mit der Kunstszene zu tun. Raubkunst, Fälschungen und echte Kunstwerke kreuzen ihren Weg. Leider scheint Grauner dafür gar kein Faible zu haben, sehr zum Bedauern seine Frau Alba;).
Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen und es gibt wieder einige Verdächtige und Handlungsstränge, die dem Krimi Dynamik und Spannung verleihen. Auch der Schreibstil des Autors ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Seine Beschreibungen von den Orten Südtirols sind einfach vortrefflich, ich genieße das sehr und habe sofort, soweit mir bekannt, die Örtlichkeiten wieder vor Augen oder kann sie mir zumindest gut vorstellen. Alle Protagonisten sind wieder hervorragend charakterisiert und sehr sympathisch ist mir besonders das Team um Grauner.

Mein Fazit:
Eine wunderbar atmosphärische Krimireihe mit Südtiroler Flair, die ich immer sehr genieße, da ich die Gegend super gerne mag und des Öfteren auch vor Ort erkunde.

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Veröffentlicht am 23.01.2023

Beeindruckende Geschichtensammlung über besondere Krawatten

Das Leben der Krawatten
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In diesem sehr hochwertig gestalteten Buch geht es um ein Accessoire des Mannes, das leider in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung verliert, denn die Bekleidung wird immer salopper und langweiliger.
Es ...

In diesem sehr hochwertig gestalteten Buch geht es um ein Accessoire des Mannes, das leider in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung verliert, denn die Bekleidung wird immer salopper und langweiliger.
Es gab eine Zeit, da wurden Krawatten wertgeschätzt, oder gar zum Markenzeichen seines Trägers! Sie waren auch wesentlich individueller gestaltet oder gar Unikate und nicht dieser langweilige Einheitsbrei, den man heutzutage in den Geschäften findet. Unzählige Geschichten und Anekdoten zum Thema Krawatte haben die Autoren Monika Helfer und Michael Kohlmeier in ihrem Buch „Das Leben der Krawatten“ gesammelt. Die Storys führen quer über die ganze Welt, sind manchmal interessant, komisch, rätselhaft, in Reimen geformt oder schlicht auch völlig absurd, jedoch immer abwechslungsreich. Einige haben mich regelrecht zum Grübeln gebracht. Alle werden durch eindrucksvolle und passende großformatige Bilder von Krawatten ergänzt. Am Ende des Buches ergreift Gerald Matt das Wort, mit einem Plädoyer für die Krawatte und erklärt dort seine Faszination und Sammelleidenschaft für dieses letzte Attribut der Männer!

Natürlich ist auch das Erscheinungsbild des Buchs eine Augenweide, es fehlen weder das Lesebändchen, weinrot leuchtend, womit man seinen Lesefortschritt oder seine Lieblingsgeschichte markieren kann, noch eine äußere elegante Ausstattung. Das Buch-Outfit, ein edler graubrauner Leineneinband, wird mit seinem kontrastreichen weiß eingeprägten Titel und durch auffallend pink gefärbte Krawatten zum Eyecatcher. Mit seiner hübschen äußeren Gestaltung, den schönen Fotos und den kurzen Geschichten dazu, ist es deshalb das perfekte Couchtischbuch zum immer wieder mal durchblättern:).

Mein Fazit:
Je tiefer man in das Buch eintaucht, desto mehr Spaß hat man damit. Es ist kein Buch, das man in einem Rutsch durchliest, man sollte es Geschichte für Geschichte genießen!

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Fesselnde Zeitreise ins historische München

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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München 1912
Es ist ein aufregender Schritt in ein neues Leben, als die gelernte Krankenschwester Anna aus Aschheim, auf Empfehlung ihres Onkels ihre neue Stelle als Assistentin der Münchner Gerichtsmedizin ...

München 1912
Es ist ein aufregender Schritt in ein neues Leben, als die gelernte Krankenschwester Anna aus Aschheim, auf Empfehlung ihres Onkels ihre neue Stelle als Assistentin der Münchner Gerichtsmedizin antreten darf! Zu Annas Überraschung, ist die zu untersuchende Leiche an ihrem ersten Arbeitstag keine geringere, als eine skandalumwitterte Schauspielerin, namens Adele Röckl. Die arme tote Frau hatte man aus der Isar gefischt. Als kurz darauf ein smarter junger Herr ihren Weg kreuzt, der ihr spontan eine freie Wohnung anbietet, kann Anna ihr Glück kaum fassen, glaubt sie doch an einen glücklichen Zufall. Leider entpuppt sich der nette Herr Nachtwey, dann als neugieriger Skandalreporter und ist obendrein ein verheirateter Mann von Adel, namens Fritz von Weynard. Anna ist schockiert!

Mit dem Titel “Die Prinzregentenmorde”, beginnt die neue spannende historische Serie “Fräulein Anna Gerichtsmedizin” der Münchner Autorin Petra Aicher. Titelheldin Anna bekommt eine für Frauen damals wohl einzigartige Anstellung an der Münchner Gerichtsmedizin. Für ein Mädchen vom Land erlebt Anna allerlei aufregende Abenteuer in der großen Stadt, dafür sorgt auch der freche Fritz, der an dem Mädchen Gefallen findet.
Es liegt allerlei Spannung in der Geschichte, nicht nur die tragischen Umstände von Adeles Tod, nein auch die Politik, die Dünkel des Adels, der Tod des Prinzregenten und das amüsante Nachtleben Schwabings sind Thema der Handlung. Die Autorin beherrscht es, ihre Figuren lebendig zu charakterisieren und die Szenerien großartig zu beschreiben. Es macht großen Spaß, gerade als Ortskundiger, sich auf diese Geschichte einzulassen.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut, ein wunderschöner Blick auf die Münchner Innenstadt und zwei sehr sympathisch wirkende Porträts der Protagonisten laden ein ins Buch zu schauen, auf dessen Innencover die Beiden näher vorstellig werden.

Mein Fazit:
Ein wirklich toller historischer Serienauftakt, mit sympathischen Protagonisten, der eine wunderbare Zeitreise in die bayrische Hauptstadt vor gut 100 Jahren bietet. Die Handlung fand ich fesselnd und sehr unterhaltsam, deshalb freue ich mich jetzt schon jetzt auf die Fortsetzung:). Die Geschichte ist allerdings meiner Ansicht mehr ein Zeitporträt mit einer spannungsvollen Handlung, man sollte also keinen historischen Krimi erwarten.

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Übernatürliche Ablenkung

Im Zweifel für das Monster
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Der geschiedene Anwalt Daniel Becker strebt danach, in seiner Kanzlei eine steile Karriere hinzulegen und mit einem ihm anvertrauten neuen Fall endlich zum Partner aufzusteigen. Doch urplötzlich taucht ...

Der geschiedene Anwalt Daniel Becker strebt danach, in seiner Kanzlei eine steile Karriere hinzulegen und mit einem ihm anvertrauten neuen Fall endlich zum Partner aufzusteigen. Doch urplötzlich taucht das Schreckensgespenst seiner Kindheit auf und fleht Dan an, es in einem schrecklichen Mordprozess vor dem übernatürlichen Schreckensgericht zu verteidigen. Daniel reizt diese Aufgabe und sein erfolgreicher Auftritt in der Monsterwelt schlägt große Wellen! Daniel hat aber leider nun keine Zeit mehr für die Realität und sein Leben gerät vor lauter übernatürlicher Aufträge völlig außer Kontrolle!

Der Roman „Im Zweifel für das Monster“, von Autor Royce Buckingham ist wirklich äußerst schräg und abgehoben. Ort der Handlung ist Seattle, Protagonisten sind aufstrebende Anwälte und jede Menge merkwürdige übernatürliche Wesen. Diese Interaktion von Übernatürlichem und Normalität, erinnerten mich ein wenig an die Welt von Harry Potter oder an Men in Black. Gestalten-Wandler, sprechende Hunde, Vampire oder Hexen, je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr Fantasiewesen tauchen auf. Die Charaktere sind gut beschrieben, charakterisiert und vorstellbar. Auch der Humor des Autors und sein flüssig lockerer Schreibstil waren auf meiner Wellenlänge. Der Spannungsbogen ist für einen Roman auch ganz ordentlich und konnte mich bis zum Ende hin begeistern. Klar, die Geschichte ist völlig irreal und fantastisch, aber dabei auch witzig und unterhaltsam.

Mein Fazit:
Die Geschichte hat mir gut gefallen und für ein paar sorglose Stunden abseits der Realität gesorgt. Nach einem interessanten und gelungenen Ende könnte ich mir auch gut eine Fortsetzung vorstellen.

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