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Veröffentlicht am 02.02.2023

Grandioses Finale

Den Letzten beißen die Robben
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Das Detektivbüro von Ino, Gerda und Theda ist seit längerem ohne Auftrag. Was Ino sehr zufrieden macht, ist für Gerda Langeweile pur. Sie beschließt, sich der örtlichen Theatergruppe anzuschließen. Gemeinsam ...

Das Detektivbüro von Ino, Gerda und Theda ist seit längerem ohne Auftrag. Was Ino sehr zufrieden macht, ist für Gerda Langeweile pur. Sie beschließt, sich der örtlichen Theatergruppe anzuschließen. Gemeinsam mit Ex-Kommissar Traugott Fürchtenicht spielt sie nun im Musical "Der gestiefelte Kater". Nach einer Probe finden Sie neben der Straße den überfahrenen Hauptdarsteller Hannes Grassmanns. Vom Täter fehlt jede Spur. Zu viert suchen sie nun den Täter und kommen der Polizei dabei wieder gehörig in die Quere!

Was für ein Spaß! Regine Kölpin läßt in "Den letzten beißen die Robben" das Trio Ino, Gerda und Theda, diesmal mit Unterstützung von Traugott Fürchtenicht, zum dritten Mal ermitteln. Hier liest man wirklich mit großem Spaß. Schon allein die Kommissare Marius Meiners und sein Kollege Müller treiben beim Lesen die Lachtränen in die Augen. Meiners mit seinem Faible für Zen-Gärten, Tischbrunnen und Räucherstäbchen ist einfach herrlich. Auch das Kleeblatt, das nun zu viert ermittelt, ist wieder ein Garant für skurrile Situationen. Gerda schreckt in ihrem Ermittlereifer vor nichts zurück und reißt immer wieder andere mit in die Fettnäpfe. Regine Kölpin versteht es perfekt Humor einfließen zu lassen, der nicht albern wirkt. Spannung kommt hier natürlich auch auf. Natürlich rätselt man mit, wer denn nun von den vielen Verdächtigen der Täter war - denn Verdächtige gibt es aufgrund der Unbeliebtheit des Toten mehr als genug. Daß Regine Kölpin die Region rund um Horumersiel kennt und liebt, merkt man sehr deutlich. Sie gibt dem Leser ein genaues Bild der Region, so daß man alles sehr gut vor Augen hat, mit über den Deich radelt und die Aussicht genießt. Fast so, als wenn man gerade selbst in Urlaub dort wäre.
Eine Sache gefiel mir leider nicht - dies ist der letzte Band dieser tollen Serie. Ich hätte gern noch mehr mit Ino, Gerda, Theda und Traugott erlebt. Aber das vierblättrige Kleeblatt geht nun andere Wege und jeder hat sein Glück gefunden. Was mich auch wieder tröstet!

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Hirschberg, ein toter Bäcker und Pfarrer Schmalzengruber

Tannengrün und Semmelmord
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Krindelsdorf bereitet sich auf Weihnachten vor, als am Nikolaustag der Bäcker Gerstl mit seiner Axt erschlagen auf einer Waldlichtung gefunden wird. Er wollte nach alter Familientradition dort den Weihnachtsbaum ...

Krindelsdorf bereitet sich auf Weihnachten vor, als am Nikolaustag der Bäcker Gerstl mit seiner Axt erschlagen auf einer Waldlichtung gefunden wird. Er wollte nach alter Familientradition dort den Weihnachtsbaum schlagen. Kommissar Hirschberg taucht in die Vergangenheit des Dorfes und der Familie Gerstl ein - und erfährt von einem alten Fluch. Ob dieser Fluch noch heute greift?

"Tannengrün und Semmelmord" spielt diesmal im weihnachtlichen Krindelsdorf. Jessica Müller schafft es, diese besondere dörflichen Atmosphäre gut einzufangen. Hier ist man mit auf dem Weihnachtsmarkt, genießt weihnachtliche Spezialitäten und stapft im Wald durch den Schnee. Ihre Charaktere sind auch diesmal wieder alle dabei. Kommissar Hirschberg und seine Frau Susan beherbergen noch immer Tante Isobel nebst Gemahl Vincent und Mops Picasso, die auch hier wieder für ordentliche Lacher sorgen. Diesmal bekommt auch Pfarrer Schmalzengruber Besuch - nämlich von Monsignore Bianchi, der ein Freund von Isobel ist und Frau und Kind hat. Davon darf natürlich Schmalzengruber nichts wissen, womit noch so manche skurrile Szene entsteht. Mir sind alle Charaktere sehr ans Herz gewachsen - vermissen möchte ich hier niemanden. Noch nicht einmal Schmalzengruber. Diese Serie besticht durch ihre bayrische Mentalität. Die Menschen sind allesamt ein Unikat mit Ecken und Kanten, dabei aber liebenswert und herzlich. Die Handlung ist wieder einmal spannend und diesmal sogar etwas gruselig. Es geht um einen alten Fluch, der alle 100 Jahre seine Erfüllung findet und man fragt sich ständig, ob dies der Hintergrund für den Mord ist.
Krindelsdorf ist für mich schon eine Leseheimat und ich freue mich schon, daß es bald wieder heißt: Auf nach Krindelsdorf!

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Veröffentlicht am 29.01.2023

Wieder ein Volltreffer

Anglermord in Altfunnixsiel. Ostfrieslandkrimi
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Bent Eekhoff wird am Ufer der Harle beim Campingplatz Altfunnixsiel erschlagen aufgefunden. Wurde er Opfer eines Eifersuchtsdramas oder ist der Grund weit in seiner Vergangenheit zu suchen? Während die ...

Bent Eekhoff wird am Ufer der Harle beim Campingplatz Altfunnixsiel erschlagen aufgefunden. Wurde er Opfer eines Eifersuchtsdramas oder ist der Grund weit in seiner Vergangenheit zu suchen? Während die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig den Mord aufklären wollen, macht ihnen gleichzeitig eine Einbruchsserie zu schaffen. Doch plötzlich laufen beide Spuren auf dem Campingplatz zusammen. Wurde Bent etwa von einem der Einbrecher getötet?

Rolf Uliczka überzeugt auch mit seinem neuen Krimi "Anglermord in Altfunnixsiel" wieder auf der ganzen Linie. Auch der nun schon 16. Fall für die Kommissare aus Wittmund, Nina Jürgens und Bert Linnig, steckt wieder voller Spannung. Man ist sofort mitten in diesem Fall gefangen und wird auf viele Fährten angesetzt, die logisch erscheinen und alle bis zum Schluß als Täter in Frage kommen. Rolf Uliczka versteht es einfach, den Leser immer wieder zu überraschen. Sein bewährtes Team aus Wittmund brilliert auch hier wieder durch Menschlichkeit, Authentizität und dem richtigen Händchen für die Ermittlungen. Dabei fällt ihnen die Lösung nicht einfach vom Himmel in den Schoß, sondern sie verfolgen viele Spuren und sind letztlich auf den Zufall und eine aufmerksame Nachbarschaft angewiesen. Dies gefällt mir immer wieder bei den Krimis des Autors. Ein weiterer Pluspunkt sind seine genauen Kenntnisse der Region. Hier findet man sich beim Lesen immer wieder nach Ostfriesland versetzt, denn die Landschaft lebt vor dem Leserauge auf und hat Wiedererkennungswert. Rolf Uliczka lebt und liebt Ostfriesland- das merkt man hier sehr deutlich.
Auch wenn dies bereits der 16. Fall der Serie ist, kann man auch hiermit noch in die Serie einsteigen. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, das Privatleben entwickelt sich zwar mit jedem Band ein Stück weiter, aber alles Wissenswerte wird kurz angeschnitten, so daß auch Neulinge noch gut einsteigen können!

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Veröffentlicht am 27.01.2023

Es wird kalt

The Dark
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Notärztin Kate North erhält das Angebot, auf einer UN-Forschungsstation in der Antarktis einzusprungen. Sie soll den Arzt Jean-Luc ersetzen, der bei einem Unfall im Eis ums Leben kam. Da ihr bisheriges ...

Notärztin Kate North erhält das Angebot, auf einer UN-Forschungsstation in der Antarktis einzusprungen. Sie soll den Arzt Jean-Luc ersetzen, der bei einem Unfall im Eis ums Leben kam. Da ihr bisheriges Leben in Scherben liegt, nimmt sie das Angebot gern an. Doch als die Station vom Eis eingeschlossen wird, geschieht ein Mord. Kate wird klar, daß Jean-Luc wohl nicht Opfer eines Unfalles wurde - und ist nun mit den 13 Stationsmitgliedern in Eis und ewiger Dunkelheit gefangen - und einer von ihnen ist der Mörder...

Emma Haughton hat mit "The dark" einen packenden Antarktis-Thriller geschrieben. Schon der Handlungsort läßt aufmerken, denn die Antarktis ist ein eher ungewöhnlicher Schauplatz, der hier mit seiner dauernden Dunkelheit und Kälte sehr düster und atmosphärisch dargestellt wird. Da läuft es einem beim Lesen eiskalt den Rücken herunter! Man kann sich sehr gut in die Stationsmitglieder versetzen, denen diese Atmosphäre an die Substanz geht, spürt ihre Anspannung und das gegenseitige Mißtrauen. Jeder von ihnen hat seine Geheimnisse, was die Handlung noch spannender macht, da man wirklich niemandem vertrauen kann. Die Geheimnisse werden Stück für Stück aufgedeckt und ergeben wie ein Puzzle zum Schluß ein stimmiges Bild. Für mich war dieses Buch schon allein durch den Schauplatz Antarktis außergewöhnlich - und bekommt von mir eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Eine turbulente Reise auf der Donau

Das Schiff der Träume
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Passau im Jahr 1925: Alma kann ihr Glück kaum fassen, als sie eine Stelle als Zimmermädchen auf dem Luxus-Donaudampfer Regina Danubia bekommt. Das Schiff fährt von Passau aus ans Schwarze Meer. Die Passagiere ...

Passau im Jahr 1925: Alma kann ihr Glück kaum fassen, als sie eine Stelle als Zimmermädchen auf dem Luxus-Donaudampfer Regina Danubia bekommt. Das Schiff fährt von Passau aus ans Schwarze Meer. Die Passagiere an Bord genießen die Fahrt, aber für die Besatzung bedeutet es harte Arbeit. Für sie gelten strenge Regeln. Es ist ihnen z. B. verboten, das Oberdeck zu betreten. Doch Alma schleicht sich trotzdem eines Abends dorthin. Sie trifft dabei auf den Zimmerkellner Vincent. Auch für ihn ist es die erste Fahrt auf der Regina Danubia. Beide freunden sich an. Doch Vincent hat ein großes Geheimnis. Er ist in Wahrheit der Sohn des Reeders und will einem Dieb auf die Schliche kommen, der den reichen Passagieren immer wieder Schmuck stiehlt. Aber auch unter den Gästen sind einige, die ihre Geheimnisse mit sich tragen. Deshalb kommt es unterwegs immer wieder zu turbulenten Begebenheiten, die den Reisenden und dem Personal einiges abverlangen.

Mit einer Mischung aus "Traumschiff" und "Tod auf dem Nil" hat Sophie Martaler mit ihrem Roman "Das Schiff der Träume" eine turbulente Geschichte geschrieben, die so richtig Spaß macht. Man kann mit gutem Gewissen behaupten, daß es darin niemals langweilig wird. Die Ereignisse überschlagen sich nur so. Da treffen ganz unterschiedliche Personen zusammen, die dann eine bunte Gemeinschaft bilden und man hat das Gefühl, mitten unter ihnen zu sein. Man erlebt dabei kuriose Situationen, aber auch einige Geschichten, die ans Herz gehen. Das alles ist in einem lockeren Ton geschrieben, der beim Lesen den Wohlfühlfaktor deutlich anhebt. Wer sich von einem Buch einfach nur entspannt unterhalten lassen will, der sollte es mit dem "Schiff der Träume" einmal versuchen.

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