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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2023

Sehr gelungener Ausflug ins Mittelalter

Das Gelübde der vergessenen Tochter
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Eine junge Frau, schwer verwundet und völlig entkräftet, mit flammend rotem Haar schleppt sich zur Pforte des Klosters Tannhöhe. Gemeinsam mit ihrem Freund war sie auf der Flucht, er wurde getötet, während ...

Eine junge Frau, schwer verwundet und völlig entkräftet, mit flammend rotem Haar schleppt sich zur Pforte des Klosters Tannhöhe. Gemeinsam mit ihrem Freund war sie auf der Flucht, er wurde getötet, während sie nur knapp überlebt hat. Sie gibt vor Gedächtnislücken zu haben, was ihr in der ein oder anderen Situation von Vorteil ist. in Hilda gewinnt sie schnell eine gute Freundin, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.Auch durch die Magistra des Klosters wird ihr Unterstützung zuteil.Als sie erfährt,dass in der Gegend immer wieder rothaarige Mädchen spurlos verschwinden,will sie der Sache auf den Grund gehen.Der Klosterbruder Ansgar ist in sie verliebt und fühlt sich selbst zu ihrem Beschützer erkoren,was in einigen Situationen von großem Nutzen ist.

Der tolle Schreibstil der Autorin hat es mir ermöglicht,sofort in die Geschichte einzutauchen und tief ins Mittelalter zu reisen.Man kann sich in der heutigen Zeit vieles überhaupt nicht mehr vorstellen, vor allen Dingen nicht, mit welcher Selbstverständlichkeit einige Gewalttaten durchgeführt wurden, die nicht immer geahndet worden sind. Auch die Rolle der Frauen und ihr Stellenwert in der Gesellschaft,ist für heutige Verhältnisse kaum vorstellbar.die Protagonisten, aber auch die anderen Personen der Geschichte, waren so gut beschrieben, dass ich von Anfang an klare Bilder im Kopf hatte. Mir waren vor allen Dingen Laya ,Ansgar ,aber auch Hilda sehr sympathisch.Da einige Fragen offen blieben,warte ich gespannt auf die Fortsetzung.Allen Lesern/Leserinnen mit geschichtlichem Interesse kann ich das Buch sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 07.02.2023

Johannisgasse 17

Overkill
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Inhalt übernommen:

Ein grausames Verbrechen, dass die Menschen in Atem hält, erschüttert die Kleinstadt Berg am Starnberger See. Kurz zuvor beobachtete Julia Hagen, wie die Vorhänge in der Wohnung der ...

Inhalt übernommen:

Ein grausames Verbrechen, dass die Menschen in Atem hält, erschüttert die Kleinstadt Berg am Starnberger See. Kurz zuvor beobachtete Julia Hagen, wie die Vorhänge in der Wohnung der Familie Tauber bewegt wurden, obwohl die Familie verreist war. Auch ist Julia sich sicher dass von Zeit zu Zeit merkwürdige Dinge in dem Mehrfamilienhaus geschehen. Mo Celta von der Kripo Starnberg übernimmt die Ermittlungen.

Davon überzeugt, dass die Zeit drängt und der Fall, der unfassbar Böses verheißt, sich zum Albtraum entwickeln könnte, setzt die Hauptkommissarin alles daran, den Mord aufzuklären. Der Zustand der Leiche lässt nur einen Rückschluss zu: Der Täter plant ein zweites Opfer. Mo stößt auf ein Geflecht aus listiger Verführung und sinnlicher Begierde und auf den Zorn eines teuflischen Menschen.

Meine Meinung:

Normalerweise stehen in einem Krimi oder Thriller die Ermittler/Ermittlerinnen ziemlich im Vordergrund. In diesem Fall sind es jedoch die Familien, welche mit dem Mordopfer unter einem Dach wohnten. Nach außen hin wirkt alles unauffällig, doch hinter den Wohnungstüren brodelt es ganz gewaltig. Das Buch wird im Wechsel aus Julias Sicht und der einer unbekannten Person erzählt ,die ermittelnde Kommissarin zieht eher unauffällig im Hintergrund die Fäden.

Nach dem Mord verdächtigt jeder jeden ,die papierdünnen Wände des Hauses tragen dazu bei,dass alle Bewohner über alles was geschieht,im Bilde sind und der Spekulation Tür und Tor geöffnet ist.

Nach und nach spitzen sich die Ereignisse zu und als man gerade meint, nun ist alles aufgeklärt, gibt es noch eine dicke Überraschung, so wie man es von der Autorin gewohnt ist.

Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen und bin wieder sehr begeistert. Hoffentlich dauert es nicht so lange, bis der nächste Band dieser Serie erscheint.

Veröffentlicht am 04.02.2023

Leitfaden für das Zusammenleben

Ich dachte, zu zweit muss man nicht alles selber machen
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Diesmal haben sich die beiden, von mir sehr geschätzten Autorinnen, der Aufgabenverteilung in der Ehe oder Partnerschaft angenommen. Durch den Ihnen eigenen Humor,nehmen Sie den manchmal schwierigen Themen ...

Diesmal haben sich die beiden, von mir sehr geschätzten Autorinnen, der Aufgabenverteilung in der Ehe oder Partnerschaft angenommen. Durch den Ihnen eigenen Humor,nehmen Sie den manchmal schwierigen Themen die Härte.schon der Beginn, mit dem Blick auf das wunderbar gestaltete Cover, zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Es kristallisiert sich heraus, dass die meisten Aufgaben in der Familie von den Frauen bewältigt werden müssen. Sie sind vielfältig und umfangreich von der normalen Haushaltsführung über Organisation der verschiedenen Termine ,Transporte zu Freizeitaktivitäten,Arzttermine,Geschenke planen und besorgen und vieles mehr.

Es wird auch deutlich gemacht, dass die alten Rollenbilder immer noch in vielen Köpfen fest verankert sind. Nur ein Beispiel von vielen „der Mann hilft im Haushalt“, ja, er wohnt ja schließlich dort.

Es gibt aber auch viele Beispiele dafür, dass es durchaus möglich ist die Aufgabenverteilung so zu gestalten, dass für beide Partner auch ein genügender Freiraum vorhanden ist. Ein weiteres großes Thema ist die Pflege von Angehörigen und die finanzielle Absicherung der Frauen im Alter,hierzu gab es viele Hinweise auf Kontakte, die Hilfestellung leisten können.

Ich könnte noch so viel mehr aufführen, schlage aber stattdessen vor, das Buch selber zu lesen und sich so gut unterhalten zu lassen, wie ich es getan habe. Ich freue mich schon sehr auf weitere Werke des tollen Duos.

Veröffentlicht am 28.01.2023

Spannender Ausflug in die 50er Jahre

Frisch ermittelt: Der Fall Kaltwasser
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Martha Frisch will eigentlich nur ihrem verstorbenen Mann ,der Geburtstag hätte,einen Blumenstrauß aufs Grab legen,als sie die Leiche ihres Schwagers,des Richters Kaltwasser ,findet.Bei seiner Familie ...

Martha Frisch will eigentlich nur ihrem verstorbenen Mann ,der Geburtstag hätte,einen Blumenstrauß aufs Grab legen,als sie die Leiche ihres Schwagers,des Richters Kaltwasser ,findet.Bei seiner Familie hält sich die Trauer über seinen Tod in Grenzen, da er diese sehr schlecht behandelt hat ,ja teilweise förmlich schikaniert hat. Auch unter der Bevölkerung gibt es einige, die mit ihm noch eine Rechnung offen haben und so weitet sich der Kreis der Verdächtigen immer mehr aus.Als kurz darauf der Lehrer des örtlichen Gymnasiums ebenfalls ermordet wird,ist schnell klar ,dass es hier einen Zusammenhang gibt.Bei Beiden steht ihre Nazivergangenheit ,die bis in die aktuelle Zeit nachwirkt ,im Fokus der Ermittlungen,aber auch das familiäre Umfeld wird durchleuchtet.Neben der Polizeiarbeit ist es natürlich Martha ,die mit Mut und wachem Verstand ,versucht Licht ins Dunkel zu bringen.Dass die örtliche Heißmangel,welche Martha betreibt,quasi eine Nachrichtenbörse ist ,in welcher die aktuellen Ereignisse,aber auch der sonstige Klatsch und Tratsch ,ausgiebig diskutiert werden,ist dabei sehr hilfreich.

Ich habe mit dem Buch eine Reise in die Vergangenheit gemacht (die ich als Kind selbst erlebt habe) und mich dabei äußerst gut unterhalten. Viele Relikte aus der damaligen Zeit, wurden wieder ins Gedächtnis katapultiert, was mir sehr viel Freude bereitet hat.Was den Kriminalfall betrifft ,er blieb durch viele falsche Fährten durchgehend spannend,sodass ich bis kurz vor Schluss nicht auf die Lösung kam.

Die zum großen Teil liebenswürdigen Protagonisten,allen voran Martha ,haben einen Platz in meinem Herzen erobert, so dass ich schon auf weitere Fälle sehr gespannt bin.Von mir 🌟🌟🌟🌟🌟Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.01.2023

In den Cotswolds wartet das Glück

Wie Schneeflöckchen verliebt
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Nach einem erneuten Fiasko in Sachen Männer hat Julia die Nase voll.Da kommt ein Angebot für eine kurzfristige Beschäftigung in einem kleinen Buchladen in den Cotswolds,mit Wohnmöglichkeit in einem Cottage ...

Nach einem erneuten Fiasko in Sachen Männer hat Julia die Nase voll.Da kommt ein Angebot für eine kurzfristige Beschäftigung in einem kleinen Buchladen in den Cotswolds,mit Wohnmöglichkeit in einem Cottage ,gerade recht.Ihre Ankunft gerät allerdings zu einem großen Fiasko. Es regnet in Strömen, das Cottage erweist sich als muffelige Bruchbude und zu allem Überfluss bleibt sie mit ihrem Auto im Schlamm stecken,am liebsten würde sie sofort die Flucht ergreifen.Stattdessen begibt sie sich in den örtlichen Pub,wo sie auf den attraktiven Simon trifft.Ermutigt durch ein paar „Hot Toddys“küsst sie ihn spontan und wird zurückgelassen,wow,die Schmetterlinge in ihrem Bauch geraten sofort in Bewegung.

Am nächsten Morgen erwacht sie mit einem fulminanten Kater.Kurz darauf steht ihre Nachbarin Abigail in ihrem Haus, heißt sie herzlich willkommen und bereitet ihr ein kräftiges Frühstück. Danach besichtigen Sie gemeinsam den Buchladen, der in einer alten Mühle beheimatet ist und Abigail hilft ihr dabei, das Cottage in einen wohnlichen Zustand zu bringen.Danach ist Julia gewillt die Herausforderung anzunehmen.

Meine Meinung:

Der Autorin gelingt es immer wieder hervorragend mich von der ersten Seite an in Ihre Geschichten zu ziehen.Auch in diesem Fall ist das wieder passiert und so habe ich Julia sehr gerne dabei begleitet und war begeistert davon,wie sie ihre neue Aufgabe gemeistert hat.Die Neugestaltung des Buchladens, das Entdecken der Geheimnisse, welcher dieser verbirgt, das Einfügen in die Dorfgemeinschaft mit der Knüpfung von neuen Freundschaften und natürlich die prickelnde Liebesgeschichte ,ließen mein Kopfkino auf Hochtouren laufen. Ich hatte durchgehend tolle Bilder im Kopf und fühlte mich teilweise als ein Stück der Geschichte.

Ich lege das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zur Seite,vergebe 🌟🌟🌟🌟🌟Sterne und warte schon auf Nachschub.