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Veröffentlicht am 12.02.2023

Finde deine Wurzeln

Die sieben Schwestern
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In einem herrlichen Anwesen am Genfer See lebte ein geheimnisvoller Mann der nach und nach Mädchen aus allen Teilen der Welt adoptierte und ihnen ein wunderbares Zuhause gab. So lebten bald sechs eng verbundene ...

In einem herrlichen Anwesen am Genfer See lebte ein geheimnisvoller Mann der nach und nach Mädchen aus allen Teilen der Welt adoptierte und ihnen ein wunderbares Zuhause gab. So lebten bald sechs eng verbundene Adoptivschwestern unter einem Dach, benannt nach dem Himmelsgestirn der Plejaden (oder auch sieben Schwestern). Nach dem Tod ihres Adoptivvaters hinterlässt er den jungen Frauen ihre eigene ganz persönliche Geschichte und ermuntert sie, ihre Wurzeln zu entdecken. In diesem ersten Band geht es um die introvertierte Maia. Sie reist nach Brasilien, um dort mehr über ihre Vergangenheit und die ihrer leiblichen Familie zu erfahren.
Die Geschichte ist wirklich wunderbar erzählt. Die Charaktere sind facettenreich und interessant. Und besonders die Entdeckung des mir fremden Landes empfand ich als besonders reizvoll. Natürlich kommt hier die Liebe nicht zu kurz. Doch auch diese Geschichte empfand ich als wohl durchdacht und lebensnah. Zu beginnt hatten mich die Wechsel zwischen dem Handlungsstrang der Gegenwart und dem der Vergangenheit etwas aus dem Lesefluss gerissen. Ich denke es ist wichtig, dass man dieses Buch in zügigem Tempo lies. Ansonsten könnte man den Anschluss verlieren. Für mich war das Buch ein Seelenwärmer im grauen Februar und zu einer Zeit in der man schöne Geschichten unbedingt vertragen kann. Ich habe nun so richtig Lust die weiteren Romane dieser Reihe zu lesen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Zwiespältig

Eine Frage der Chemie
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„Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus
In den 50er Jahren, sollten Frauen zu Hause bleiben, für ihre Familie sorgen und möglichst unauffällig sein. Intelligenz wurde ihnen schon gleich ganz abgesprochen. ...

„Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus
In den 50er Jahren, sollten Frauen zu Hause bleiben, für ihre Familie sorgen und möglichst unauffällig sein. Intelligenz wurde ihnen schon gleich ganz abgesprochen. Elizabeth Zott fällt dabei völlig aus dem Rahmen. Sie ist Chemikerin. Wissenschaftlerin mit Leib und Seele und richtig gut in dem, was sie macht. Doch das kommt in der Männerdomäne nicht gut an. Sie muss sich nicht nur gegen Lügen und Intrigen durchsetzen, sondern viel schlimmer noch, auch gegen tätliche Angriffe, Erniedrigungen und Gewalt. Doch sie hat ihre ganz eigene Art damit umzugehen und den Männern den Kopf zurecht zu rücken. Als man ihr eine Kochsendung im Fernsehen anbietet, macht sie aus dieser Show für Hausfrauen, legendäre Chemiestunden und gibt Nachhilfe in Emanzipation. Da dieses Buch in den letzten Jahren so gehypt wurde, kam auch ich nicht mehr daran vorbei. Es hat jedoch ganz unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst. Zum einen ist die Figur Elizabeth Zott bewundernswert und auf ihre Art auch komisch. Auf eine andere Art hat sie mich manchmal jedoch genervt. Auch ihr Hund und treuer Freund Halbsieben war eine Bereicherung für die Geschichte, aber manche Szenen waren mir einfach zu drüber. So erging es mir auch mit anderen Protagonisten, wie zum Beispiel Elizabeths Tochter. Zwischendurch war ich dann wieder traurig, über das was sie sich alles gefallen lassen muss, und im nächsten Moment musste ich lachen darüber, wie sie die Situation für sich zum Guten verkehrt hat. Ich mochte es auch wie sich alles ineinandergefügt hat und die Handlungsstränge zueinanderpassten. Die meiste Zeit fühlte ich mich sehr gut unterhalten. Und ich bin froh es gelesen zu haben. Es wird vielleicht nicht eines meiner liebsten Bücher, aber eines das ich sicher nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wetter nichts als Wetter

Bretonische Brandung
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„Bretonische Brandung“ von Jean-Luc Bannalec
Eigentlich sollte nun endlich mal seine Mutter zu Besuch kommen. Stattdessen wird Kommissar Dupin in seinen zweiten großen Fall verwickelt. Und das auch noch ...

„Bretonische Brandung“ von Jean-Luc Bannalec
Eigentlich sollte nun endlich mal seine Mutter zu Besuch kommen. Stattdessen wird Kommissar Dupin in seinen zweiten großen Fall verwickelt. Und das auch noch einige Seemeilen vom Festland entfernt, auf den Glénan-Inseln. Dupin bekommt es gleich mit drei Leichen zu tun, und das passt ihm alles gar nicht. Nicht nur, dass ihn das alles von seinem notwendigen Kaffee abhält, auch weitere kulinarische Genüsse, werden gestört und unterbrochen durch die unverschämten Forderungen des Präfekten. Der Fall hat es ganz schön in sich, denn wirklich traurig ist niemand über den Tod der drei Ermordeten. Denn ersten Band dieser Reihe habe ich bereits vor drei Jahren während unseres Bretagne-Urlaubs gelesen. Und ich kann nur sagen, es ist dort genauso schön, wie im Buch beschrieben. Auch wie der Autor die Eigenarten der Bevölkerung einfängt, ist sehr gut auf den Punkt gebracht. Dupin selber ist nicht unbedingt ein Sympath, aber das macht für mich auch den Reiz dieser Reihe aus. Die ständigen Stichelleien zwischen Dupin und seinen Mitarbeitern bringen Stimmung in die Ermittlungsarbeiten. Der Fall selber war spannend und es gab eine große Menge an Verdächtigen. So war miträtseln angesagt und das mag ich immer besonders. Das Buch hat in jedem Fall Urlaubsfeeling geweckt.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Getrennte Liebe

Fast ein Leben
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Ende der 70er Jahre ist Erica gerade mit der Schule fertig. Bevor sie ihr Studium in England beginnt, möchte sie das süße Leben in Paris kennenlernen, ihren Horizont erweitern und sich endlich erwachsen ...

Ende der 70er Jahre ist Erica gerade mit der Schule fertig. Bevor sie ihr Studium in England beginnt, möchte sie das süße Leben in Paris kennenlernen, ihren Horizont erweitern und sich endlich erwachsen fühlen. Zufällig trifft sie auf Laure, eine Studentin der Kunsttheorie. Sie verlieben sich ineinander und genießen zwei unvergessliche Monate in Paris. Laure hatte nie vor sich zu verlieben und schon gar nicht in eine Touristin, doch als Erica zurück nach England geht, ist sie am Boden zerstört und bleibt mit gebrochenem Herzen zurück. Anfang der 80er Jahre ist es für Erica nicht denkbar sich vor ihrer Familie zu Laure zu bekennen und so wählt sie ein heterosexuelles Leben und träumt dennoch von Laure. Die beiden begegnen sich auf ihrem Lebensweg noch einige Male. Diese Treffen sind hoch emotional und strahlend und dennoch von viel Schmerz umrahmt. Die Liebe zwischen den beiden Frauen hatte zu Beginn etwas Reines, entwickelte sich im Laufe der Jahre aber zu einer Belastung. Den Beginn des Romans empfand ich als wirklich schön und besonders. Im Laufe der Geschichte stellte sich jedoch eine Vorhersagbarkeit ein, sodass Überraschungen ausblieben. Und das Ende empfand ich als zu gewollt. Es ist eine schöne tragische Liebesgeschichte, geprägt von Gesellschaftlichen Zwängen der 80er und 90er Jahre und ihren Auswirkungen, mit viel französischem Flair und britischem Understatement.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Düsteres Island

Home Before Dark
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An einem Abend vor 10 Jahren ist Marsibils Schwester Stina auf dem Heimweg spurlos verschwunden. Nur ihre blutige Jacke wurde gefunden. Marsibil lebt mittlerweile in Reykjavik, doch für dieses grauenhafte ...

An einem Abend vor 10 Jahren ist Marsibils Schwester Stina auf dem Heimweg spurlos verschwunden. Nur ihre blutige Jacke wurde gefunden. Marsibil lebt mittlerweile in Reykjavik, doch für dieses grauenhafte Jubiläum kehrt sie zurück in ihr Heimatdorf ins Haus ihrer Eltern. Dort geschehen seltsame Dinge und erschreckende Albträume und Erinnerungen suchen sie heim. Und ihr geheimer Brieffreund meldet sich plötzlich wieder bei ihr. Der mit dem sie sich in jener schicksalshaften Nacht treffen wollte und von dem sie seit 10 Jahren nichts mehr gehört hat. Die Geschichte wirkt von Anfang an sehr düster und atmosphärisch. Man spürt, dass doch jeder der Protagonisten sein eigens Geheimnis hat. Ich fand die Geschichte sehr temporeich und spannend. Irgendwann in der Mitte waren es mir dann doch ein paar zu viel ungelöste Rätsel und die Protagonisten zu sehr verwoben miteinander. Wenn man da nicht zackig weiterliest, kann man schnell den Überblick verlieren. Am Ende war ich mir sicher die Lösung zu kennen und wurde dann doch kalt erwischt. Mir hat das Buch gut gefallen. Ein solider, atmosphärischer Thriller zum wegsuchten.

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