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Veröffentlicht am 09.03.2023

Blasser Held in blasser Story

Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
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So, hoffentlich ist jetzt bald mal gut mit Max Bischoff. Auch wenn ich den 3. Mörderfinder-Band nicht sooo schlecht fand, reicht es mir langsam. Bischoff ist für mich einfach nicht so ein starker Charakter, ...

So, hoffentlich ist jetzt bald mal gut mit Max Bischoff. Auch wenn ich den 3. Mörderfinder-Band nicht sooo schlecht fand, reicht es mir langsam. Bischoff ist für mich einfach nicht so ein starker Charakter, dass er eine Endlos-Reihe trägt. Schon bei der "Im Kopf des Mörders"-Reihe hat Max mich nicht vom Hocker gerissen. Umso erstaunter war ich, dass susgerechnet er mit "Mörderfinder" gleich nochmal eine Reihe bekommen hat. Oder - die Frage muss erlaubt sein - ist Arno Strobel einfach nichts besseres eingefallen? "Mörderfinder" lese ich trotzdem - aus Tradition, Gewohnheit und Verbundenheit, weil ich seit einer gefühlten Ewigkeit eben alles von Strobel lese. Seine Thriller gehören bei mir einfach ins Regal. Auch die, die mich weniger begeistern.
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Leider bleibt Max Bischoff auch in diesem Teil wieder ein irgendwie blasser und undefinierbarer "Held". Und blass geht es auch durch den Fall. Der ist zwar nicht uninteressant und auch gewohnt Strobel-gut geschrieben, aber auch nichts Besonderes. Es fehlt an Höhen. Zum Glück aber auch an Tiefen. Strobel bewegt sich hier auf sehr sicherem Terrain. Immerhin kann ich sagen: Mörderfinder 3 ist nicht der schlechteste Bischoff-Thriller. Weil aber nicht so richtig Spannung aufkommt, löst er bei mir auch keine Begeisterungsstürme aus.
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Fazit: Ich hoffe weiter auf einen endlich mal wieder starken Stand Alone mit richtig guten und neuen Charakteren und einem mitreißenden Plot. Vielleicht bekomme ich den ja im Herbst?

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Als Hörbuch okay

Ballet School – Der Tanz deines Lebens
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Ich brauchte mal eine kurze Lesepause. Aber so ganz ohne eine Geschichte halte ich es auch nicht aus. Deshalb war jetzt genau der richtige Zeitpunkt für "Ballet School - Der Tanz deines Lebens" von Gina ...

Ich brauchte mal eine kurze Lesepause. Aber so ganz ohne eine Geschichte halte ich es auch nicht aus. Deshalb war jetzt genau der richtige Zeitpunkt für "Ballet School - Der Tanz deines Lebens" von Gina Mayer. Die nette kleine Ballett-Story hatte ich schon länger im Visier. Das Hörbuch ist gerade mal 3 Stunden und 46 Minuten lang. Perfekt, habe ich gedacht - obwohl ich mit Ballett ja eigentlich so gar nix am Hut habe. Gut, "Anna" habe ich früher geliebt - aber das war's dann auch schon zu dem Thema.
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In "Ballet School" geht es um April, die aus heiterem Himmel dann doch in die tanzenden Fußstapfen ihrer verstorbenen Mama treten will. Ruckzuck ist sie auf einem Level mit anderen, die schon jahrelang Unterricht haben. Und natürlich bewirbt sie sich dann auch gleich an der renommiertesten Ballettschule überhaupt…
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Was wir hier haben ist eine Kindergeschichte. Empfohlen ab 9 Jahren. Wie aus einem Disney-Film, der bestimmt einen ganz tollen Soundtrack hätte. Familientauglich. Nett. Süß. Ein bisschen märchenhaft. Durchweg harmlos, weil schwierige Themen doch ziemlich unter den Teppich gekehrt werden. Die Story ist jetzt weder besonders noch bahnbrechend. Und ich bin eben schon weit jenseits der Zielgruppe - obwohl ich ja durchaus ab und zu gerne Kinderbücher lese. Hier war ich kurz davor, zum Cover-Opfer zu werden - und wäre dann beim Lesen wohl ziemlich enttäuscht gewesen. Gut, dass ich es letztendlich beim Hörbuch belassen habe. In dieser Form war es ganz okay. Das liegt allein an Sprecherin Sascha Icks. Sie hat stimmlich echt alles aus der Story rausgeht und sie dadurch gehörig aufgewertet. Ihr Zuzuhören war einfach und hat großen Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Als Hörbuch okay

Ballet School – Der Tanz deines Lebens
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Ich brauchte mal eine kurze Lesepause. Aber so ganz ohne eine Geschichte halte ich es auch nicht aus. Deshalb war jetzt genau der richtige Zeitpunkt für "Ballet School - Der Tanz deines Lebens" von Gina ...

Ich brauchte mal eine kurze Lesepause. Aber so ganz ohne eine Geschichte halte ich es auch nicht aus. Deshalb war jetzt genau der richtige Zeitpunkt für "Ballet School - Der Tanz deines Lebens" von Gina Mayer. Die nette kleine Ballett-Story hatte ich schon länger im Visier. Das Hörbuch ist gerade mal 3 Stunden und 46 Minuten lang. Perfekt, habe ich gedacht - obwohl ich mit Ballett ja eigentlich so gar nix am Hut habe. Gut, "Anna" habe ich früher geliebt - aber das war's dann auch schon zu dem Thema.
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In "Ballet School" geht es um April, die aus heiterem Himmel dann doch in die tanzenden Fußstapfen ihrer verstorbenen Mama treten will. Ruckzuck ist sie auf einem Level mit anderen, die schon jahrelang Unterricht haben. Und natürlich bewirbt sie sich dann auch gleich an der renommiertesten Ballettschule überhaupt…
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Was wir hier haben ist eine Kindergeschichte. Empfohlen ab 9 Jahren. Wie aus einem Disney-Film, der bestimmt einen ganz tollen Soundtrack hätte. Familientauglich. Nett. Süß. Ein bisschen märchenhaft. Durchweg harmlos, weil schwierige Themen doch ziemlich unter den Teppich gekehrt werden. Die Story ist jetzt weder besonders noch bahnbrechend. Und ich bin eben schon weit jenseits der Zielgruppe - obwohl ich ja durchaus ab und zu gerne Kinderbücher lese. Hier war ich kurz davor, zum Cover-Opfer zu werden - und wäre dann beim Lesen wohl ziemlich enttäuscht gewesen. Gut, dass ich es letztendlich beim Hörbuch belassen habe. In dieser Form war es ganz okay. Das liegt allein an Sprecherin Sascha Icks. Sie hat stimmlich echt alles aus der Story rausgeht und sie dadurch gehörig aufgewertet. Ihr Zuzuhören war einfach und hat großen Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Filmreifes Kopfkino

Etage 13 - Es gibt kein Entkommen, und deine Zeit läuft ab
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"Etage 13" ist der neue Thriller von C.M. Ewan. Nachdem ich "Das Ferienhaus" im vergangenen Jahr nicht schlecht fand, war ich jetzt sehr neugierig auf den Nachfolger.
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Darum geht’s: Kate Harding hat einen ...

"Etage 13" ist der neue Thriller von C.M. Ewan. Nachdem ich "Das Ferienhaus" im vergangenen Jahr nicht schlecht fand, war ich jetzt sehr neugierig auf den Nachfolger.
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Darum geht’s: Kate Harding hat einen Vorstellungstermin bei einer hippen Firma. Das Bewerbungsgespräch wird schnell zum Psychospiel und ihr Gegenüber zur Bedrohung…
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Uuuhhh, das Szenario hat mir gefallen. Erhöhter Puls. Hämmernder Herzschlag. Das hatte ich schon bei "Das Ferienhaus". Und diese Thriller-Bedürfnisse werden auch diesmal wieder gut bedient. Ja, das Buch ist definitiv ein Pageturner. Aaaber … mir persönlich setzt Ewan doch etwas zu viel auf Action. Kates Suche nach einem Ausweg ist im ersten Drittel des Buches zwar spannend zu lesen. Aber ich habe ich mich doch ständig gefragt: WARUM das alles??? Bis man darüber mehr erfährt, vergeht eine Weile.
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Nach dem Storymodus "Abrissbirne" schaltet der Plot zur Hälfte des Buches zumindest phasenweise noch in "Etwas mehr Tiefgang" um. Da habe ich endlich Antworten auf meine Fragen nach dem "Wieso, weshalb, warum" bekommen und mehr über die Motivation erfahren. Dieses "Was dahinter steckt" macht für mich in diesem Fall die starken Momente des Buches aus und hätte gerne viel mehr im Vordergrund stehen können. Insgesamt blitzt der Kern des Ganzen leider nur unter allzu vielen Action-Trümmern hin und wieder durch. Und das ist schade. Ja, Ewan kann Action. Das hat er schon in "Das Ferienhaus" bewiesen. Aber in "Etage 13" deutet sich an, dass der Autor noch viel mehr drauf hat. Ich hätte mir mehr Ausgewogenheit, eine bessere Balance zwischen oberflächlicher Action und psychologischer Tiefe gewünscht. Der Plot hätte es hergegeben.
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Fazit: "Etage 13" ist dem Vorgänger "Das Ferienhaus" sehr ähnlich. Ein Buch wie ein Action-Film, durch den man atemlos hindurch hetzt. In dieser Hinsicht erfüllt Ewan die Erwartungen voll und ganz. Würde da nicht zuweilen eine sanftere und sensible Seite durchblitzen. Davon etwas mehr und im Gegenzug etwas weniger "Hau drauf", dann würde mir das Buch richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Ganz unterhaltsam aber nicht richtig überzeugend

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)
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Mit "Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel" legt Richard Osman bereits den 3. Krimi um die Senioren Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim vor. Sie leben in der Residenz Coopers Chase und möbeln ihren ...

Mit "Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel" legt Richard Osman bereits den 3. Krimi um die Senioren Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim vor. Sie leben in der Residenz Coopers Chase und möbeln ihren Alltag auf, indem sie sich Cold Cases widmen. Die vorherigen beiden Bücher habe ich nicht gelesen. Bewertungen dazu haben mir aber ständig das Gefühl vermittelt, ich müsste die Reihe kennenlernen. Das habe ich jetzt getan.
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Die Reihe wird als britisch-charmanter Cosy Crime mit vier Senioren-Ermittlern beworben. Typische Cosy-Vibes sind bei mir aber nicht angekommen. Auch sie Story und die Protagonisten haben mich nicht rundum begeistert. Was ich wiederum mag, ist der doch recht spezielle Stil von Richard Osman. Humor und Handlung sind skurril bis abstrus. Das hat mir gefallen.
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Die Senioren wollen herausfinden, was vor 10 Jahren mit der Journalistin Bethany Waite passiert ist. Abgekoppelt von den Ermittlungen wird Ex-Geheimagentin Elizabeth entführt und mit einem besonderen Auftrag konfrontiert. Die abgefahrenen Momente, die mit diesem Teil der Handlung in Verbindung stehen, haben mir am besten gefallen. Ansonsten fand ich den Krimi mit seinen vielen Personen doch etwas unübersichtlich. Und eigentlich hätte ich es besser gefunden, wenn sich der Autor für einen der beiden Handlungsstränge entschieden, diesen konsequent verfolgt und bis ins kleinste ausgearbeitet hätte.
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Meine Mitgliedschaft im Donnerstagsmordclub hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt. In der Regel springe ich auf Cosy Crime sofort an. In diesem Fall haben mich Story und Charaktere aber nicht so richtig gepackt und sind mir teilweise zu sehr an der Oberfläche geblieben. Spannung kam weniger auf als gedacht. Und auch die Atmosphäre ist nicht ganz so gemütlich, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Den speziellen Osman-Humor mochte ich dagegen recht gern - wenn auch einige Witze ein bisschen verpuffen.
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Fazit: Ich habe so viel Gutes über den Donnerstagsmordclub gehört. Der 3. Krimi der Reihe ist auch intelligente Unterhaltung - hätte aber mehr Charme, Herz und Seele vertragen. Vielleicht sind die beiden Vorgänger besser. Eventuell ist der neue Fall eher was für bereits eingefleischte Fans.

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