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Veröffentlicht am 22.02.2023

Eine wahre Liebeserklärung an das Lesen und ein absolutes Must-Have für alle Buchliebhaber*innen!

Book Love
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Da mir „Quiet Girl“ von Debbie Tung total gut gefallen hat, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel als ich hörte, dass dieses Jahr eine weitere Graphic Novel von ihr im Loewe Verlag erscheinen wird. ...

Da mir „Quiet Girl“ von Debbie Tung total gut gefallen hat, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel als ich hörte, dass dieses Jahr eine weitere Graphic Novel von ihr im Loewe Verlag erscheinen wird. Als ich dann sah, was für einem großartigen Thema sie sich dieses Mal widmet, ist meine Vorfreude nur noch größer geworden. „Book Love“ musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Debbie ist ein absoluter Bücherwurm. Für sie gibt es nichts Schöneres als in Geschichten einzutauchen und den ganzen Tag nur mit Lesen zu verbringen. Bücher sind ihre Freunde und da sie niemals das Haus verlässt, ohne nicht mindestens ein Buch dabei zu haben, fühlt sie sich niemals einsam. Ihr Freund kann dem Lesen nur wenig abgewinnen und findet das Verhalten seiner Freundin oft recht merkwürdig, aber er akzeptiert ihre Marotten und ist mittlerweile daran gewöhnt, dass Debbie an keiner Buchhandlung vorbeigehen kann, ohne einen großen Stapel neuer Bücher zu kaufen. Debbie ist einfach durch und durch büchersüchtig, Bücher sind ihr Leben und werden es für immer sein.

Schon damals, als ich „Quiet Girl“ las, hatte ich ständig diese Momente in denen ich dachte: Das bin ich, Debbie Tung führt quasi mein Leben. Diese Woche habe ich zu ihrem neuen Werk gegriffen und nun bin ich mir vollkommen sicher, dass Debbie und ich Seelenverwandte sein müssen. „Book Love“ könnte wirklich eine Biographie von mir sein und ich gehe fest davon aus, dass jeder andere buchaffine Mensch genau dasselbe sagen wird. Diese Graphic Novel ist wahrlich ein Fest und ein absolutes Must-Have für alle, die Bücher und das Lesen lieben!

Vom Handlungsaufbau und der Gestaltung her erinnert „Book Love“ sehr an „Quiet Girl“. Auch hier gibt es keine fortlaufende Geschichte sondern nur kleine einzelne Sketches, und erzählt wird das Ganze im Comicstil, sprich: viele unterschiedlich große Panels, die einen hohen Bildanteil und nur wenige kurze Sätze enthalten. Das Buch ist einfach toll und sehr liebevoll aufgemacht und da es kaum Text enthält, hat man es im Nu durchgesuchtet. Ich habe die gut 144 Seiten im einem Zug gelesen und mich zu nahezu 100 % in den beschriebenen Situationen wiedererkennen können.

In vielen kurzen Anekdoten erzählt uns unsere sympathische Protagonistin Debbie von ihrem Alltag, der geprägt ist von ihrer großen Leidenschaft für Bücher. So berichtet sie uns unter anderem davon, wie wundervoll es ist, sich von Büchern in neue magische Welten mitnehmen zu lassen und dass sie nichts lieber tun möchte als den ganzen Tag nur mit Lesen zu verbringen. Sie gibt uns Tipps wie man sein Bücherregal sortieren kann und was gegen Leseflauten hilft, sie erzählt davon, dass sie niemals in den Urlaub fahren könnte ohne einen Koffer voller Bücher mitzunehmen und dass es ein Ding der Unmöglichkeit für sie ist, an einer Buchhandlung vorbeizugehen ohne ihr einen Besuch abzustatten (und mit ganz vielen Büchern wieder herauszukommen, hihi). Wir begleiten Debbie dabei, wie sie in Buchläden verstohlen an Büchern schnuppert und sie streichelt und erleben mit wie sehr sie sich immer freut, wenn sie jemanden sieht, der gerade ein Buch liest, dass sie auch kennt und liebt. Es kommen aber auch die weniger schönen Momente und Ängste eines Bücherwurms zur Sprache wie beispielsweise wenn ein Buch mit einem Cliffhanger endet und man erfährt, dass der nächste Band erst in einem Jahr erscheinen wird. Oder die Rückstände von Aufklebern auf den Covern, über die man sich echt aufregen kann. Oder die Trauer darüber, wenn eine Buchhandlung schließt. Und die Furcht davor, Bücher zu verleihen, da es passieren könnte, dass man sie entweder nie zurückbekommt oder in einem schlechten Zustand.

Ich bin beim Durchschmökern aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herausgekommen, weil das Ganze so witzig und süß dargestellt wird und ich mich so sehr in allem wiedergefunden und es so gefühlt habe. Gleichzeitig haben mich die verschiedenen Szenen auch richtig glücklich gemacht und ein gutes Gefühl gegeben. Es ist einfach so schön (und irgendwie auch beruhigend) zu wissen, dass man mit diesen ganzen verrückten Eigenarten nicht alleine ist (wie das ständige Kaufen von neuen Büchern, obwohl man noch so viele ungelesene hat, räusper) und es viele weitere Menschen da draußen gibt, die die große Liebe für Bücher mit einem teilen.
Büchernerds spricht Debbie Tung hier wirklich direkt aus der Seele, dieses Buch ist einfach so wahr. Weniger Lesebegeisterte dagegen werden das meiste vermutlich ziemlich schräg und komisch finden und über so manches nur den Kopf schütteln. Dennoch kann ich auch dieser Sorte Menschen „Book Love“ nur ans Herz legen. Für diejenigen, die uns Buchliebhaber*innen endlich besser verstehen wollen, ist diese Graphic Novel einfach die ideale Lektüre.

Absolut bezaubernd sind dann natürlich auch die Illustrationen von Debbie Tung. Ihre humorvollen und ausdrucksstarken schwarz-weiß Zeichnungen spiegeln ihre Bücherliebe und die unterschiedlichen Emotionen einfach bestens wider. Eines meiner Highlights waren diese großen glückseligen Augen, die Debbie zum Beispiel dann macht, wenn sie sich neue Bücher kauft. Auf dem Cover könnt ihr diese Mimik sehen. Sieht sie nicht herrlich aus?

Fazit: „Book Love – Eine Liebeserklärung an das Lesen“ von Debbie Tung ist wirklich eine wahre Hommage an das gedruckte Wort und gehört in das Bücherregal eines jeden bibliophilen Menschen. Ich kann „Book Love“ nur empfehlen, selten habe ich mich so verstanden gefühlt wie hier. Debbie Tung ist es einfach perfekt gelungen, die ganzen Eigenheiten von uns Buchverrückten in ihren Comicstrips darzustellen. Also ich feiere dieses Buch einfach nur und vergebe daher gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Einfach zauberhaft! Ein wundervolles Bilderbuch.

Der Knackserich
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Als ich zum ersten Mal vom Knackserich hörte, wusste ich sofort, dass ich dieses putzige Kerlchen kennenlernen muss. In das Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und der Klappentext klang ...

Als ich zum ersten Mal vom Knackserich hörte, wusste ich sofort, dass ich dieses putzige Kerlchen kennenlernen muss. In das Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und der Klappentext klang nach einer superniedlichen Story. Ich ließ das Buch also nur zu gerne bei mir einziehen.

Bestimmt kennt ihr das: Man liegt abends im Bett und versucht einzuschlafen und vernimmt auf einmal lauter gruselige Geräusche. Ein lautes Knarzen, Quietschen, Klopfen oder Knacksen. Wisst ihr, wer für diese nächtlichen Laute verantwortlich ist? Nicht? Na, ein Knackserich! Das sind so kleine drollige und überaus freundliche Wichte, die schon seit langer Zeit unter uns wohnen und uns Menschen schützen und behüten. Sie bringen Glück in unsere Häuser und Wohnungen und vertreiben jeglichen Grusel, Bibber und Graus. Du hast noch nie einen Knackserich gesehen? Nun, das liegt vermutlich daran, dass die Knackseriche ziemlich scheue Gesellen sind und sich nur nachts aus ihren Verstecken wagen. Manchmal kann es aber doch passieren, dass ein Kind einen Knackserich sieht. So wie die junge Prinzessin in diesem Buch. Diese wohnt in einem prachtvollen Schloss und hat alles, was sie braucht – bis auf Freunde, mit denen sie spielen kann. Die Prinzessin ist das ganze Jahr über alleine, kein Wunder also, dass sie sich oft sehr einsam fühlt und langweilt. Doch dann begegnet sie eines Nachts einem kleinen mutigen Knackserich. Die beiden freunden sich miteinander an und sind so glücklich wie nie zuvor.

Schon damals, als ich das Cover in der Verlagsvorschau sah, war mir sofort klar, dass sich dahinter eine ganz entzückende Geschichte verbirgt, die mein Herz im Sturm erobern wird. Und wisst ihr was? Ich habe damit goldrichtig gelegen, mich hat dieses Buch komplett verzaubern können.

„Der Knackserich“ ist eine wundervoll geschriebene und illustrierte Freundschaftsgeschichte ab 3 Jahren, die jungen Kindern auf eine spielerische Art und Weise die Furcht vor nächtlichen und gruseligen Geräuschen nehmen soll. Und vielleicht auch dem ein oder anderen Erwachsenen, denn wer kennt es nicht, dieses unheimliche Geknackse und Geknarze im Haus, das vor allem in der stillen dunklen Nacht oft zu vernehmen ist.
Melanie Baumert und Wiebke Rauers haben all ihren Mut zusammengenommen und sind dem Ganzen auf den Grund gegangen. Ihre Nachforschungen haben ergeben, dass diese knacksenden und knarzenden Laute keineswegs etwas Gefährliches sind, vor dem man sich fürchten muss. Im Gegenteil sogar, sie bedeuten Schutz und Sicherheit, denn dahinter steckt garantiert ein Knackserich.

Die Idee, diese nächtlichen Geräusche mit kleinen knuffigen Wichten zu erklären und Kindern so ihren Schrecken davor zu nehmen, finde ich absolut großartig. Dieses Buch ist einfach die ideale Gute-Nacht-Geschichte, denn mit ihr wird ganz bestimmt jeder ohne ein Angstgefühl ins Land der Träume finden. Sehr gut gefallen hat mir zudem auch, dass verdeutlicht wird, dass man auch dann die allerbesten Freunde sein kann, wenn man völlig verschieden ist. Die Freundschaft zwischen unseren beiden Hauptfiguren wird einfach zauberhaft beschrieben, mir hat es das Herz erwärmt zu sehen, wie die Prinzessin und der Knackserich sich anfreunden, wie sie miteinander spielen und immer füreinander da sind.

Erzählt wird die Geschichte in Reimform, wovon ich ebenfalls richtig begeistert bin. Reime kommen nicht nur bei den jungen Zuhörer*innen sehr gut an, auch für die vorlesende Person ist dieser Erzählstil immer schön, da sich der Text so prima vortragen lässt. Die Reime in „Der Knackserich“ habe ich als äußerst gelungen empfunden, zum Vorlesen ist das Buch in meinen Augen daher perfekt geeignet.

Neben der Melanie Baumert hat auch die Wiebke Rauers einen tollen Job gemacht. Ihre Illustrationen sind wie gewohnt unglaublich süß und witzig gezeichnet und strahlen dank der bunten Farbgestaltung eine fröhlich-gemütliche Atmosphäre aus. Man fühlt sich einfach sofort rundum wohl zwischen den Seiten. Ich habe mich direkt in die Bilder verliebt und das Schmunzeln oft gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, vor allem die Mimik der Figuren fand ich herrlich. Die Knackseriche mit ihren Kulleraugen und die Prinzessin mit ihrem Strubbelkopf und der großen Brille sehen aber auch wirklich zum Knuddeln aus, man muss sie einfach gernhaben.

Fazit: „Der Knackserich“ von Melanie Baumert und Wiebke Rauers ist ein zuckersüßes Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, das in wunderbaren Reimen von einer ganz besonderen herzerwärmenden Freundschaft erzählt und zum Verlieben schön illustriert ist. Es nimmt Kindern die Angst und den Grusel vor nächtlichen Geräuschen und begleitet sie mit einem guten Gefühl in den Schlaf. Ich kann dieses fantasievolle, lustige und farbenfrohe Bilderbuch nur empfehlen, aus meinem Bücherregal ist es ab jetzt nicht mehr wegzudenken. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.02.2023

Eine wundervolle Fortsetzung voller tollem Irland-Zauber, Schmetterlinge und Magie!

Hüterin der Schmetterlinge - Unter den Flügeln der Aurora
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Da der erste Band von „Die Hüterin der Schmetterlinge“ ein echtes Highlight für mich war, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl weitergehen wird.

Stella ...

Da der erste Band von „Die Hüterin der Schmetterlinge“ ein echtes Highlight für mich war, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl weitergehen wird.

Stella reist zu ihrer Cousine Mara nach Irland, da diese sie um Hilfe gebeten hat. Die Aurorafalter von Maras Familie benehmen sich seit einiger Zeit äußerst seltsam, sie treten nur noch in großen Schwärmen auf und versetzen die Dorfbewohner in Angst und Unruhe. Was hat es mit dem sonderbaren Verhalten der Aurorafalter nur auf sich? Ob vielleicht die Nachtfalter-Gilde dahinter steckt? Diese verbindet schließlich schon seit langem eine große Feindschaft mit Maras Familie, die der Tagesfalter-Gilde angehören, und möchte sie am liebsten loswerden. Wird es Stella wohl schaffen, hinter das Rätsel der Aurorafalter zu kommen und für Frieden zwischen den Gilden zu sorgen?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es hierbei um den zweiten Teil der „Die Hüterin der Schmetterlinge“ – Serie. Solltet ihr den ersten Band noch nicht kennen, rate ich euch sehr, dies erst einmal nachzuholen, ehe ihr zur Fortsetzung greift. Das Wichtigste wird im Verlauf der Geschichte zwar kurz erklärt, aber da die Bände aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall besser, wenn man sie in ihrer chronologischen Reihenfolge liest.

Mir waren die Ereignisse aus dem Vorgänger zum Glück noch recht präsent. Ich habe daher ohne Probleme in die Story hineingefunden und war sofort wieder mittendrin im Geschehen. Anders jedoch als erste Band, der uns nach Frankreich in die Provence mitgenommen hat, entführt uns der zweite gleich zu Beginn nach Irland, wo wir uns dann auch das gesamte Buch über aufhalten werden. Mir hat das neue Setting richtig gut gefallen. Bücher, die in Irland spielen, habe ich schon immer wahnsinnig gerne gelesen, ich liebe einfach diese besondere mythische Atmosphäre, die dieses Land verströmt. Was dies anbelangt bin ich auch definitiv völlig auf meine Kosten. Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, beschreibt sie sämtliche Orte erneut überaus stimmungsvoll und bildhaft, sodass man sich Irlands malerische Landschaft mit den vielen grünen Hügeln und Wiesen und den Burgruinen ganz genau vorstellen kann und direkt das Gefühl hat, selbst dort zu sein.
Leider hat der Kulissenwechsel nur zur Folge, dass Stellas Familie und Victor nicht wirklich in der Geschichte auftauchen. Fand ich einerseits natürlich schon schade, vor allem Victor habe ich etwas vermisst, aber da wir dafür viele neue interessante Personen kennenlernen dürfen wie Maras Familie und der dort lebende Clan der Nachtfalter-Gilde, hat es mich letztendlich dann eigentlich doch nicht gestört, dass wir auf die Figuren aus dem Reihenauftakt größtenteils verzichten müssen. Einen Stern abziehen werde ich deswegen jedenfalls nicht, dafür hat mir das Buch insgesamt einfach zu gut gefallen.

Mich hat auch dieser Band von Anfang bis Ende mitreißen und begeistern können. Wie schon Stellas erstes Abenteuer, so kann auch ihr zweites mit lauter mysteriösen Vorkommnissen und so einigen Überraschungen aufwarten, sodass man als Leser*in ordentlich ins Mitfiebern und Miträtseln gerät. Das Cover mit seiner herrlich geheimnisvollen Ausstrahlung verspricht da somit eindeutig nicht zu viel. Was es mit dem merkwürdigen Verhalten der Aurorafalter auf sich hat, war mir zwar recht schnell klar, aber ich habe die Mädchen dennoch nur zu gerne auf ihren Ermittlungen begleitet und ihre Nachforschungen ganz gebannt verfolgt.
Auch ein leichtes Duftapotheke-Feeling kommt dank der magischen Erzeugnisse der Gilden wieder auf, was mich sehr gefreut hat. Ich fand es aufregend und faszinierend zu erfahren, was für Produkte die Gilden in Irland herstellen und welche außergewöhnliche Wirkungen sie besitzen.

Apropos Gilden: Die langjährige Fehde zwischen den beiden Verbänden spielt natürlich ebenfalls wieder eine große Rolle. Zu Stellas Bedauern sind auch in Irland die Tages- und Nachtfalter-Familien stark miteinander verfeindet, was unsere Protagonistin in erster Linie dank Caitlin, Maras Nachbarin und Mitschülerin, zu spüren bekommt. Auf Caitlin wird Stella kurz nach ihrer Ankunft treffen und es ist sofort offensichtlich, wie sehr diese Stellas Cousine hasst.
Mir war Cailtin zunächst ziemlich unsympathisch, aber ich fand es dennoch super, dass wir neben Stellas Kapiteln auch Passagen aus ihrer Sicht zu lesen bekommen und somit Einblicke in die Gilde der Nachtfalter erhalten. Caitlin übernimmt hier also quasi den Part von Victor, der uns ja im vorherigen Band als personaler Erzähler zusammen mit Stella von den Geschehnissen berichtet hat.
Ich fand Perspektivwechsel erneut äußerst gelungen, da sie das Ganze nur noch spannender machen und man zudem sehr schön mitverfolgen kann, wie in Caitlin langsam ein Umdenken stattfindet und sie damit beginnt, sich Stella und Mara anzunähern.
Die Themen Zusammenhalt, Freundschaft, Frieden und Akzeptanz werden auch hier ganz groß geschrieben, was ich einfach wundervoll finde. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Stella mehr über ihren verschwundenen Vater und ihre Rolle als Hüterin der Schmetterlinge herausfinden wird. Da bin ich nun mehr als gespannt, wie es im nächsten Band wohl weitergehen wird, hoffentlich müssen wir uns auf diesen nicht allzu lange gedulden.

Fazit: Ein neues spannendes Abenteuer voller wunderbarem Irland-Zauber, Geheimnisse, Schmetterlinge und Magie!
Ruth Rahlff ist mit „Unter den Flügeln der Aurora“ eine tolle Fortsetzung geglückt, die ihrem Vorgänger in nichts nachsteht und große Lust auf mehr macht. Mich hat auch dieser Band vollkommen verzaubern können. Mir hat es total viel Spaß gemacht, unsere Heldin Stella nach Irland zu begleiten und ich freue mich schon sehr auf mein nächstes Wiedersehen mit ihr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.02.2023

Bewegend, ehrlich, hoffnungsvoll. Ein wichtiges und mutmachendes Buch!

Silberregen glitzert nicht
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Da mir Christine Werners Jugendbuchdebüt „Blitzeinschlag im TerriTorium“ so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Werk „Silberregen glitzert nicht“ hörte. Cover, Titel ...

Da mir Christine Werners Jugendbuchdebüt „Blitzeinschlag im TerriTorium“ so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Werk „Silberregen glitzert nicht“ hörte. Cover, Titel und Klappentext sprachen mich direkt an – für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Emely ist die Älteste von drei Geschwistern und ein ganz normales Mädchen. Mit ihrem besten Freund Mathis fährt sie oft Skateboard und isst beim Zandonella ein Eis und zusammen mit ihrer Mutter schaut sie sich gerne Quizsendungen im Fernsehen an. Für sie ist ihre Mutter die unschlagbare Königin des Silberregens! Oder zumindest war sie das einmal. In der letzten Zeit ist irgendwie alles anders. Ihre Mutter kommt morgens kaum noch aus dem Bett und schläft fast den ganzen Tag und überall in der Wohnung liegen dieses kleinen Silberpapierchen herum. Da der Vater viel auf der Autobahn unterwegs ist und wegen des dichten Verkehrs oft erst spät nach Hause kommt, muss Emely sich meist um alles kümmern. Mittlerweile ist es ihre Aufgabe, ihre Geschwister in den Kindergarten und in die Krippe zu bringen und einkaufen zu gehen. Emily gibt jeden Tag alles, damit ihre Familie weiter funktioniert und niemandem etwas auffällt. Doch irgendwann wird einfach alles zu viel und Emely beginnt sich zu fragen, ob man manche Geheimnisse nicht vielleicht besser mit anderen teilen sollte.

Wie oben bereits erwähnt, hat mich Christine Werner mit ihrem Jugendbuchdebüt absolut begeistern können. An ihr neues Buch bin ich dementsprechend natürlich mit hohen Erwartungen herangegangen und um euch nicht unnötig auf die Folter zu spannen: Ich wurde abermals nicht enttäuscht! Für mich hat sich auch mein zweites Werk von Christine Werner als ein echtes Lesehighlight entpuppt. Der deutschen Autorin ist es in meinen Augen einfach erstklassig gelungen, ein aktuelles, aber leider viel zu tabuisiertes Thema kindgerecht zu verpacken. Auf eine schonungslos realistische und gleichermaßen verständnisvolle und altersgerechte Weise erzählt Christine Werner in „Silberregen glitzert nicht“ davon, wie es sich auf die Familie auswirkt, wenn ein Elternteil an Tablettensucht leidet. Als Leserin taucht man tief ein in die Gefühls- und Gedankenwelt der ältesten Tochter Emely ein und erlebt hautnah mit, was für Folgen das Suchtverhalten ihrer Mutter insbesondere für sie hat.

Emely, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, war mir auf Anhieb sympathisch und obwohl ich einige Jährchen älter bin als sie, habe ich mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können. Ich habe richtig mit unserer Protagonistin mitgefühlt und ihr inneres Chaos und ihre stetig wachsende Verzweiflung nur zu gut nachvollziehen können.
Emely schwankt ständig zwischen dem Pflichtgefühl, für ihre jüngeren Geschwister da zu sein, der Sorge, sich nicht gut genug um sie zu kümmern und dem Wunsch, Zeit mit ihrem besten Freund zu verbringen und mit ihm zusammen im Skaterpark neue Tricks zu üben. Auf ihren Schultern wiegt eine wirklich schwere Last, die zunehmend größer wird. Die Mutter hat deutlich mehr schlechte Tage als gute und verlässt nur selten das Bett, der Vater ist wegen seiner Arbeit kaum zu Hause und die Geschwister sind viel zu klein um für sich selbst zu sorgen. Das meiste bleibt somit an Emely hängen, was diese aber zu verheimlichen versucht. Emely ist sich natürlich durchaus im Klaren darüber, dass bei ihr zu Hause gerade mächtig etwas schiefläuft, doch anstatt sich jemanden anzuvertrauen, bemüht sie sich darum, alles nach außen hin normal wirken zu lassen, damit niemand Verdacht schöpft. Den daraus resultierenden Druck für sie kann man als Leser
in nur zu deutlich spüren. Zum einen dank der anschaulichen Darstellung ihres Innenlebens, aber auch der manchmal etwas hastig wirkende Erzählstil mit seinen vielen kurzen Sätzen spiegelt Emelys stressigen Alltag perfekt wider.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass das Problem der Mutter nie so wirklich beim Namen genannt wird. Es gibt nur Hinweise darauf, dass sie an einer Tablettensucht leidet, wie die vielen Silberpapierchen, die überall in der Wohnung herumliegen. Ich persönlich finde, dass dieser Aspekt äußerst gut unterstreicht, wie wenig Emely zunächst wahrhaben möchte, dass ihre Familie Hilfe braucht und wie verloren und überfordert sie sich mit der Situation fühlt.

Ich habe an vielen Stellen zutiefst mit Emely mitgelitten, gleichzeitig habe ich sie aber auch sehr für ihre Stärke bewundert. Ich fand es beeindruckend zu sehen, was sie in ihrem Alter alles schafft und meistert. Sofern ich nichts überlesen habe, wird nicht gesagt, wie alt sie ist, ich jedenfalls habe sie auf etwa 12 Jahre geschätzt. Viel zu jung also, um in die Rolle eines Erwachsenen zu schlüpfen und all das zu tun, was eigentlich die Aufgabe der Eltern ist.

Die Grundstimmung ist aufgrund der ernsten Thematik eine recht traurige, aber da Christine Werner alles mit einer genau richtigen Portion Witz, Gefühl und Leichtigkeit behandelt, wird sie niemals zu bedrückend. So lockern vor allem Emelys Quizfragen, die immer wieder auftauchen, die Handlung gekonnt auf und nehmen dem Ganzen etwas von der Schwere. Und dann wäre da doch noch Mathis, Emelys weltbester Freund, der ebenfalls dazu beiträgt, dass die Geschichte an keiner Stelle zu schmerzlich wird.

So jemanden wie Mathis sollte jeder Mensch in seinem Leben haben. Mathis merkt natürlich irgendwann, dass mit seiner Freundin etwas nicht stimmt und sie etwas vor ihm verbirgt. Mich hat es berührt zu sehen, wie er vorsichtig auf Emely zugeht, wie er zu ihr hält und versucht ihr zu helfen.
Ob Mathis etwas erreichen kann und wie die Erzählung ausgehen wird, werde ich euch hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich, für mich, kann jedenfalls nur sagen, dass ich echt begeistert davon bin, wie Christine Werner dieses große Tabuthema in einem Kinderroman ab 11 Jahren verpackt hat. Emelys Geschichte geht unter die Haut und zu Herzen und sie enthält eine ganz wichtige Botschaft, die betroffenen Kindern Mut machen und Kraft spenden wird: Du bist nicht allein! Es ist okay, wenn etwas nicht okay ist, es ist okay, dir helfen zu lassen. Vertraue dich anderen an, es gibt Menschen, an die du dich wenden kannst und die für dich da sind.

Fazit: „Silberregen glitzert nicht“ von Christine Werner ist so ein Buch, bei welchem ich sehr hoffe, dass es die Aufmerksamkeit erhalten wird, die es verdient. Es erzählt einfach eine so tolle und einfühlsame Geschichte über ein sehr wichtiges Thema, es ist ehrlich und authentisch und wühlt auf, gleichzeitig ist es aber auch sehr bewegend und schenkt Hoffnung und macht Mut. „Silberregen glitzert nicht“ ist ein starkes Buch, welches ich wirklich jedem, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsen, nur ans Herz legen kann. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Einfach zauberhaft und so herrlich kreativ und witzig!

Papa kann nicht einschlafen
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Ich bin eine große Buchbilderliebhaberin und stets auf der Suche nach neuen Schätzchen für meine Sammlung. Als ich beim Stöbern auf „Papa kann nicht einschlafen“ stieß, konnten der ulkige Titel und das ...

Ich bin eine große Buchbilderliebhaberin und stets auf der Suche nach neuen Schätzchen für meine Sammlung. Als ich beim Stöbern auf „Papa kann nicht einschlafen“ stieß, konnten der ulkige Titel und das reizende Cover meine Neugierde sofort wecken. Für mich stand eigentlich schon zu dem Zeitpunkt fest, dass ich das Buch haben muss. Nachdem ich bin mir dann aber noch den Klappentext durchgelesen hatte, war ich nur noch mehr Feuer und Flamme. Ich ließ das gemeinsame Werk des Ehepaars Anna Lena und René Amthor daher sehr gerne bei mir einziehen.

Hannes und sein Kuschelotter Herr Walter liegen im Bett und schlafen tief und fest, als sie plötzlich durch ein seltsames Geräusch geweckt werden. Durch den Türspalt sieht Hannes, dass das Licht im Wohnzimmer brennt und da, war da nicht ein Schatten? Wer oder was kann das nur sein? Ein Gespenst vielleicht? Oder die schlafwandelnde Nachbarin von gegenüber? Doch dann schaut Hannes genauer hin und erkennt, wer ihn da ihn aus dem Schlaf gerissen hat: Es ist sein Papa, der nicht einschlafen kann, weil Mama so laut schnarcht. Was für ein Glück, dass er einen so schlauen Sohn hat, der die weltbesten Einschlafhilfen kennt. Eine warme Tasse Kakao ist der ideale Begleiter ins Land der Träume. Danach erlaubt Hannes seinem Papa sogar noch großzügig, bei ihm und Herrn Walter in seinem Bett zu übernachten. Als Papa fast eingeschlummert, schreckt er plötzlich wieder auf. Er hat ganz vergessen sich nach dem Kakaotrinken die Zähne zu putzen! Das geht natürlich gar nicht. Um ihn danach wieder müde zu machen, schlägt Hannes vor, Ziegen zu zählen. Das klappt zunächst auch sehr gut, doch dann verzählt sich Papa. Und ist wieder ein bisschen wacher. Aber Hannes gibt nicht auf und versorgt seinen Vater mit weiteren Ratschlägen, die ihm dabei helfen sollen, endlich einzuschlafen. Aber nichts hilft. Hannes bietet ihm schließlich eines seiner Stofftiere an. Seine Wahl fällt auf seine Kuschelspinne, doch nanu, warum wird Papa denn auf einmal so blass? Hat Papa etwa Angst vor Spinnen? Als sich herausstellt, dass im Elternschlafzimmer eine kleine Spinne an der Wand sitzt, ist sich Hannes ziemlich sicher, dass Mamas Geschnarche nicht der wirkliche Grund dafür ist, wieso Papa kein Auge zutut.

Ich habe inzwischen schon so einige Bilderbücher gelesen, die davon handeln, dass Kinder nicht einschlafen können. Aber eine Geschichte, in der es mal andersherum ist und sich ein Elternteil bei seinem Kind hilfreiche Einschlaftricks holt, kannte ich bislang noch nicht. Ich war von dieser originellen Idee sofort ganz angetan und sehr auf die Umsetzung gespannt. Erwartungsvoll bin ich also in das Buch eingetaucht – und wie ich es mir schon gedacht habe, hat es mich vollkommen verzaubern können.
In meinen Augen haben Anna Lena und René Amthor mit „Papa kann nicht einschlafen“ ein überaus entzückendes Bilderbuch herausgebracht, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass es bei vielen ein neuer Liebling im Kinderbuchregal werden wird. Es macht einfach nur unheimlich viel Spaß, Hannes und seinen Papa auf ihren nächtlichen Eskapaden zu begleiten und mitzuverfolgen, wie der Sohnemann alles gibt, damit der Vater endlich seine Nachtruhe findet. Man kommt aus dem Schmunzeln dabei gar nicht mehr heraus, weil das Ganze einfach so herzallerliebst und lustig ist.

Ich habe das Buch quasi mit einem Dauerlächeln auf den Lippen gelesen, da mich das Zusammenspiel zwischen Vater und Sohn so gerührt hat. Hannes ist einfach ein bezaubernder Junge, mein Herz hat er im Sturm erobert. Er umsorgt seinen Papa genauso liebevoll wie sich sonst die Eltern um ihre Kindern kümmern. Und wie diese, so ist es auch für unseren jungen pfiffigen Helden gar nicht so leicht, dem Vater erfolgreich zur Nachtruhe zu verhelfen. Dem Papa fallen einfach ständig neue Dinge ein, die er noch tun muss, damit er schlafen kann, oder es passiert irgendetwas, was ihn wieder hochfahren lässt. Und leider wird er dadurch immer wieder ein kleines bisschen wacher.
Die beschriebene Situation wird den meisten Vorleserinnen und Zuhörerinnen bestimmt mehr als bekannt vorkommen, schließlich finden junge Kinder Schlafen oft ziemlich langweilig und wollen viel lieber andere, deutlich spannendere Sachen tun. Oder es gibt etwas, was sie verängstigst und daran hindert einzuschlafen. Auch dieser Umstand kommt hier zur Sprache, sodass sich garantiert viele Erwachsene und ihre Kinder in der Geschichte wiederfinden werden.

Die Erzählung enthält ein paar wirklich schöne Botschaften, die uns auf eine kindgerechte und charmante Art und Weise nähergebracht werden. So zeigt sie uns, dass auch Erwachsene Angst haben dürfen und sich ihren Ängsten stellen müssen. Zudem wird verdeutlicht, dass man gemeinsam viel stärker ist als alleine und eine Menge schaffen und erreichen kann. Die Geschichte ist somit auch lehrreich und pädagogisch wertvoll, was ich einfach wunderbar finde. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass es kleine Wiederholungen wird, die zum Mitmachen einladen und die bei den jungen Zuhörer*innen sicherlich richtig gut ankommen werden.

Absolut hinreißend sind dann natürlich auch die farbenfrohen Illustrationen von René Amthor, die das Geschehen im Text, allen voran die warmherzige Interaktion zwischen Papa und Sohn, perfekt wiedergeben. Die Gesichtsausdrücke, insbesondere das Mienenspiel des Vaters, sind einfach zu schön, aber auch die Mimik der anderen Figuren, wie die der Kuscheltiere, sorgen für so einige breite Schmunzler. Es ist einfach die reinste Freude, die witzigen Zeichnungen zu betrachten und da das Zuhause der Familie so etwas Heimeliges und Gemütliches ausstrahlt, fühlt man sich vom ersten Moment an rundum wohl zwischen den Seiten.

Fazit: Eine zauberhafte Gute-Laune-Gute-Nacht-Geschichte über das Nicht-Einschlafen-können und Angsthaben.
Das Ehepaar Anna Lena und René Amthor hat mit „Papa kann nicht einschlafen“ ein zuckersüßes kreatives Bilderbuch ab 4 Jahren erschaffen, mit welchem sie uns ein gelungenes Gesamtpaket aus lauter wundervollen Zutaten bescheren. Ein herrlich amüsanter Rollentausch, eine ordentliche Portion Witz und Situationskomik, viele tolle Einschlaftipps und herzerwärmende Papa-Sohn-Momente, großartige Illustrationen und ein paar wichtige Botschaften – all das erwartet euch hier. Also ich bin total begeistert, ich kann „Papa kann nicht einschlafen“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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