An den Haaren herbeigezogen
If We Were PerfectLeider konnte mich "If we were perfect" überhaupt nicht überzeugen. Der vierte Band der Reihe blieb für mich weit hinter den Erwartungen zurück. Bisher hatte ich lediglich den ersten Teil, "If We Ever ...
Leider konnte mich "If we were perfect" überhaupt nicht überzeugen. Der vierte Band der Reihe blieb für mich weit hinter den Erwartungen zurück. Bisher hatte ich lediglich den ersten Teil, "If We Ever Meet Again", gelesen, den ich zwar auch nicht überragend, aber insgesamt solide fand. Die Geschichte um Farrah und Blake hatte immerhin einen gewissen Charme und eine solide Dynamik.
In If We Were Perfect steht nun die Beziehung von Sammy und Olivia im Mittelpunkt – ein klassischer Second-Chance-Roman. Leider konnte mich genau dieser Aspekt nicht erreichen. Besonders irritierend fand ich den zweiten Trennungsgrund der beiden: Er wirkte dermaßen konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, dass die gesamte Handlung für mich an Glaubwürdigkeit verlor. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Die Vorstellung, dass ein Unternehmen eine derart absurde Forderung stellt – und dass zwei erwachsene Menschen sich daraufhin tatsächlich trennen, ist ebenfalls sehr realitätsfern und wirkte völlig konstruiert und unrealistisch. Es wirkte eher wie ein erzwungener Konflikt, der ausschließlich dazu diente, künstlich Drama zu erzeugen.
Auch die Spice Scenen wirkten unnatürlich und unangenehm.
Was mich zusätzlich gestört hat, war die teilweise sehr klischeehafte Darstellung der Figuren. Es fehlte an echter Entwicklung – ich hatte oft das Gefühl, dass die Handlungen nicht zu den Charakteren passten, sondern eher dem Plot zuliebe verändert wurden und es viele konstruierte Zufälle gab.
Insgesamt war das Buch für mich leider eine Enttäuschung. Dennoch möchte ich Ana Huang als Autorin nicht komplett abschreiben und möchte gerne der Twisted-Reihe noch eine Chance geben.