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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2023

Lecker vegan

The Veg Box
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Mit diesem Kochbuch haben sich die Brüder Stephen und David Flynn direkt in mein Herz geschrieben. Ihr wisst schon, Liebe geht durch den Magen, heißt es. Und hier stimmt es total. The Veg Box, so der Name ...

Mit diesem Kochbuch haben sich die Brüder Stephen und David Flynn direkt in mein Herz geschrieben. Ihr wisst schon, Liebe geht durch den Magen, heißt es. Und hier stimmt es total. The Veg Box, so der Name des Buches, ist äußerst praktisch aufgebaut. Auf den ersten Seiten stellen sich die Brüder erstmal sich, ihr Unternehmen und ihre Geschäftsphilosophie vor.

Danach gibt es zehn Gemüse, aus denen jeweils zehn Rezepte entwickelt werden, macht also insgesamt 100 Rezepte. Ganz klar, ich habe bisher nicht alle ausprobiert und manche (Rote Bete!) werde ich vielleicht niemals testen. Aber alles, was gekocht wurde, beinhaltete zwar meistens eine Menge Schnippelei, wurde aber zu einem echten Gaumenhit.

Die Gemüse: Aubergine, Lauch, Möhren, Kartoffeln, Rote Bete, Brokkoli, Pilze, Kohl, Blumenkohl und Zucchini. Irgendeines davon gibt es das ganze Jahre über, sodass man fast immer (nehmen wir mal Aubergine aus) relativ regional kaufen kann. Die Anleitungen zum Kochen sind einfach erklärt und auch für Anfänger problemlos nachvollziehbar. Natürlich sollte man seinen eigenen Ofen kennen - manchmal braucht's etwas längere oder kürzere Zeiten im Backofen, aber das ist völlig normal. Es ist absolut unnötig, sich sklavisch an die Vorgaben zu halten - man kann ersetzen oder weglassen und das Essen wird trotzdem noch absolut schmackhaft.

Für mich stellt dieses Kochbuch eine ernsthafte Bereicherung in meiner Küche dar und ich werde mich da von vorne bis hinten weiter durchkochen. Und wer weiß: Vielleicht traue ich mich doch noch mal an die Rote Bete heran - bis heute (es gab den Wohlfühl-Cottage-Pie) haben mich die Brüder Flynn nicht einmal enttäuscht. Große Empfehlung!

Veröffentlicht am 27.02.2023

Sundog-Konvoi

Nocterra 1
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Vor dreizehn Jahren kam die Dunkelheit über die Erde. Und mit der Dunkelheit kamen die Schatten: Menschen und Tiere, die sich so verwandelten, mutierten, dass sie sich auf alles stürzten und töteten, was ...

Vor dreizehn Jahren kam die Dunkelheit über die Erde. Und mit der Dunkelheit kamen die Schatten: Menschen und Tiere, die sich so verwandelten, mutierten, dass sie sich auf alles stürzten und töteten, was noch normal lebte. Val und ihr Adoptivbruder Em verloren dabei nicht nur Hab und Gut, sondern auch ihre Eltern. Seit Val fahren kann, ist sie einer der "Fährmänner": Männer und Frauen, die mit riesigen, gepanzerten Trucks durch die Dunkelheit fahren und Güter und Personen transportieren. Eines Tages erfährt Val, dass es eine Zuflucht gibt, wo Licht - Sonnenlicht - existieren soll. Doch auf dem Weg dahin wird sie nicht nur von den Schatten und einem geheimnisvollen Gegner verfolgt, sondern muss aufpassen, dass sie nicht auch noch ihren Bruder verliert.

Was für eine außergewöhnlich gut erzählte Geschichte! Die Idee mit der Dunkelheit und den dadurch resultierenden Mutationen habe ich auf diese Art noch nicht gelesen. Natürlich bleiben jede Menge Fragen: Was löst die Dunkelheit aus? Die Sonne kann nicht erloschen sein, sonst wäre es megakalt. Woher haben die Überlebenden Strom? Wie halten sie die Straßen instand? Aber der Schreibstil mit immer wieder Rückblenden und die Zeichnungen überzeugen auf ganzer Linie und lassen die Graphic Novel zu einem Pageturner werden. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es mit Val, ihrem Bruder und ihren Verbündeten weitergeht.

Veröffentlicht am 18.02.2023

Immer wieder Donnerstag

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)
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Nachdem die letzten Fälle äußerst erfolgreich von unseren beliebtesten Senioren diesseits und jenseits des Kanals gelöst worden sind, muss ein neuer Fall her. Und dieses Mal ist es Joyce, die auswählt. ...

Nachdem die letzten Fälle äußerst erfolgreich von unseren beliebtesten Senioren diesseits und jenseits des Kanals gelöst worden sind, muss ein neuer Fall her. Und dieses Mal ist es Joyce, die auswählt. Vor zehn Jahren starb eine Journalistin; der Mord wurde nie geklärt. Joyce hat die Hoffnung, im Laufe der Ermittlungen auch den berühmten Moderator Mike Waghorn zu treffen, auf den sie gar nicht so insgeheim ein bisschen steht. Und plötzlich befinden sich die vier im Zentrum von Geldwäsche, Mehrfachmorden, Kryptowährungen, Fernsehauftritten, Entführungen - und das meistens alles noch vor dem Frühstück. Zum Glück haben sie beste Verbindungen und beste Verbündete, sonst würde es manchmal verdammt knapp werden ...

Ich liebe diese Reihe, diesen verrückten Cast, diese verrückten Einfälle und Ideen des Autors, das kann ich nicht anders sagen. Hier ist alles immer schräg: die Ereignisse, die Dialoge, die Leute. Ist vieles völlig undenkbar, übertrieben, absurd? Aber sicher! Ist mir das bei dieser Reihe völlig egal? Aber so was von! Die Geschichten sind humorvoll, cosy, voller Wärme und Freundschaft. Und manchmal auch bittersüß, weil man weiß, dass es nicht ewig so weitergehen kann, schließlich sind unsere Protagonisten bereits um die 80. Und dennoch wünsche ich mir eine Netflix-Serie und dass dem Autoren die Ideen niemals ausgehen. Schließlich gibt es immer wieder einen Donnerstag.

Veröffentlicht am 06.02.2023

Once upon a murderer

Good Girl, Bad Blood
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Pip ist eine ziemlich bekannte Persönlichkeit in Little Kilton geworden, seit sie den Fall um Andie Bell geklärt hat. Doch so etwas will sie nie wieder tun, lieber konzentriert sie sich auf ihren Podcast ...

Pip ist eine ziemlich bekannte Persönlichkeit in Little Kilton geworden, seit sie den Fall um Andie Bell geklärt hat. Doch so etwas will sie nie wieder tun, lieber konzentriert sie sich auf ihren Podcast über True Crimes, den sie betreibt. Doch dann verschwindet plötzlich der große Bruder ihres Freundes Connor, und Pip ist niemand, der sich abwendet, wenn ein Freund Hilfe braucht. Doch als sie anfängt, Nachforschungen anzustellen, sticht sie erneut in ein Wespennest. Und dann ist da auch noch der Prozess um Max, den sie und Ravi verfolgen, Drogendealer und Freunde, die zu Feinden werden.

Tatsächlich gefiel mir dieser Fall noch besser als der erste. Pip ist mittlerweile zu einer sehr methodisch und rational vorgehenden jungen Frau geworden, die sich sehr für das einsetzt, was sie für wichtig hält. Es gibt erschütternde Erkenntnisse und Ereignisse, die einem das Herz brechen können. Und dann wird es düster. Es scheint, dass keine Gerechtigkeit mehr existiert und am Ende fragt man sich selbst, inwiefern sich Rache von Recht unterscheidet. Wir haben hier einen spannenden Jugendthriller vorliegen, der sich zum Teil auf Ereignisse des vorherigen bezieht, und der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.01.2023

Ein kleiner Schritt für eine Maus

Armstrong
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Es war einmal eine kleine Maus. Die besaß ein Teleskop, durch welches sie den Mond beobachtete und alles, was sie sah, aufzeichnete. Doch als sie anderen Mäusen von ihren Erkenntnissen berichtete, glaubten ...

Es war einmal eine kleine Maus. Die besaß ein Teleskop, durch welches sie den Mond beobachtete und alles, was sie sah, aufzeichnete. Doch als sie anderen Mäusen von ihren Erkenntnissen berichtete, glaubten sie ihr nicht. Sie hielten den Mond für einen riesigen Käse. Nur einer wusste, dass der kleine, graue Mäuserich recht hatte: der gealterte Lindbergh - die Maus natürlich, nicht der Mensch. Und dieser gab dem jungen Entdecker den entscheidenden Schub, weiterzumachen. Nicht nur zu schauen, sondern eine Rakete zu bauen und selbst zum Mond zu fliegen, gegen alle Widerstände wie Hunde und sogar das FBI.

Wie süß und liebevoll immer seine Geschichten erzählt, ist wirklich einzigartig. Ich weiß, das schreibe ich bei jedem der Bücher, die ich von ihm rezensiere, aber es ist auch einfach die Wahrheit. Die Illustrationen sind so vielfältig, so schön, so einzigartig, dass man sich darin verlieren kann. Dazu kommt, dass er interessante Geschichten erzählt, die nicht nur Kinder dazu animiert, mehr über die wahren Hintergründe dessen zu erfahren, was er zeichnet. Dass er am Ende immer auch eine kurze gezeichnete Zusammenfassung der historischen Fakten und der (menschlichen) Entdecker und Forscher bringt, macht das Ganze noch besser und authentischer. Ich bin jedenfalls gespannt, was uns aus Kuhlmanns Feder noch erwarten wird.