Sayo und Kiriyama kommen sich auf ungewöhnliche Weise näher. Nachdem Kiriyama sich auf der Arbeit für einige Tage krank meldet, besucht Sayo ihn zu Hause, bringt ihm Essen und pflegt ihn ein wenig. Nach ...
Sayo und Kiriyama kommen sich auf ungewöhnliche Weise näher. Nachdem Kiriyama sich auf der Arbeit für einige Tage krank meldet, besucht Sayo ihn zu Hause, bringt ihm Essen und pflegt ihn ein wenig. Nach dieser Fürsorge von Sayo öffnet sich auch Kiriyama. Er drängt sich ihr zunehmens auf, jedoch auf eine angenehme Weise, da es nicht nur um ihr "Spiel" geht, sondern er ihr hilft und für sie da ist, als sich die Karrierefrau immer mehr Arbeit aufträgt.
Im zweiten Band gibt es Gegensätze in der Gefühlswelt von Sayo. Einerseits genießt sie das erotische Spiel mit ihm, andererseits fragt sie sich, ob sie sich aufrichtig in ihn verlieben könnte, zeitgleich scheint sie die Möglichkeit aber unterbinden zu wollen, indem sie sich mehr und mehr in ihren Job eingräbt. Nichts desto trotz bleibt Kiriyama ihr trotz aller Überlegungen ein Rätsel.
Die dargestellte Erotik ist stilvoll und nicht vulgär.
Sayo wurde gerade von ihrem Freund abserviert. Sie ist eben mehr mit ihrer Arbeit verbunden als mit den Männern, mit denen sie geht. Da wird der Karrierefrau ein neuer Kollege unterstellt; Kiriyama. Kiriyama ...
Sayo wurde gerade von ihrem Freund abserviert. Sie ist eben mehr mit ihrer Arbeit verbunden als mit den Männern, mit denen sie geht. Da wird der Karrierefrau ein neuer Kollege unterstellt; Kiriyama. Kiriyama ist direkt und macht ihr Avancen. Nein, keine romantischen Absichten stecken hinter seinen Annäherungsversuchen, es ist pure körperliche Lust, die er auszuleben sucht. Sayo lässt sich auf das Spiel ein, das Kiriyama ihr vorschlägt, und für Sayo beginnt eine leidenschaftliche Affäre...
Ich habe seit Ewigkeiten keine Mangas gelesen, Game hat mich durch sein Thema und seinen Zeichenstil sofort angesprochen. Kiriyama ist ein undurchschaubarer Charakter, Sayo leicht unentschlossen, denn sie hofft auf eine Art wahre Liebe in ihrem Leben, die im Gegensatz zu ihrer Karriere steht. An ihr hätte ich mir bisher ein wenig mehr Bestimmtheit gewünscht, aber ich vermute, dass meine Erwartungen diesbezüglich einem westlichen Stil entspringen, den es in dieser Ausprägung in Japan nicht gibt. Die dargestellte Erotik ist stilvoll und nicht vulgär.
In „Undine“ verirrt sich der Ritter Hans von Ringstetten bei einem starken Unwetter im Wald. Er befindet sich auf einer Fahrt, einem Edelfräulein am Hofe, Ursula, ein Geschenk im Wald zu finden, da er ...
In „Undine“ verirrt sich der Ritter Hans von Ringstetten bei einem starken Unwetter im Wald. Er befindet sich auf einer Fahrt, einem Edelfräulein am Hofe, Ursula, ein Geschenk im Wald zu finden, da er eine Herausforderung angenommen hat. Vom Fischer und seiner Frau wird er für die Nacht beherbergt. In der Hütte des Fischers begegnet der Ritter der Tochter des alten Fischerehepaares, Undine. Er erfährt, dass Undine nicht die leibliche Tochter der Fischer ist, sie hätten sie am See im Wald gefunden und sie seither in ihrer Obhut gehabt. Undine ist ein Wassergeist. Hans ist so angetan von Undine, dass er sie mit zurück an den Hof von Ursula nimmt.
Die werden ein Paar, sehr zum Verdruss von Ursula, die sich zurückgesetzt fühlt, da sie damit gerechnet hatte, die Gemahlin von Hans zu werden. Doch Ursula fügt sich und verlebt mit Undine und Hans gemeinsam ihre Tage, bis Ursula von Undine erfährt, dass sie die leibliche Tochter des Fischerehepaares ist. Ursula bezichtigt Undine mit dem Teufel im Bunde zu sein, jedoch kann bewiesen werden, dass Undine die Wahrheit gesprochen hat. Ursula wird von der Herzogin verstoßen und muss den Hof verlassen. In Lumpen gehüllt bittet Ursula einige Tage später Undine um Vergebung, die den Vorschlag macht, Ursula könne mit zu Burg Ringstetten kommen, um mit Hans und ihr in Freundschaft zu leben.
Dort angekommen kommt es zu einem Zwist zwischen den Frauen, als Ursula kritisiert, dass Undine alle Wasserläufe in der Berg versiegelt. Unter vier Augen offenbart Undine Hans, der für Ursula Partei zu ergreifen suchte, dass sie nur versuche die Wassergeister auszusperren, welche die Vermählung der beiden nicht gutheißen. Ursula ringt sich die Entscheidung ab zu ihren leiblichen Eltern in den Wald zu ziehen. Hans will Ursula nicht allein durch den dunklen Wald lassen, also entschließen sich Hans, Ursula und Undine gemeinsam über die Donau zu dem Fischerpaar zu reisen. Auf der Flussfahrt flüstert Ursula Hans zu was für eine schlechte Verbindung ein Mensch und ein Wassergeist sei, und Hans beginnt es zu glauben. Er schreit Undine an, woraufhin sie sich weinend in die Fluten stürzt.
Hans macht sich große Vorwürfe, denn Undines Geist erscheint ihm, allmählich aber gibt er sich der Zuwendung von Ursula hin, und die beiden heiraten. Eines Tages ordnet Ursula an, dass alle versiegelten Wasserquellen, die Undine einst verschlossen hatten, geöffnet werden sollten. Die ausgesperrten Wassergeister reißen in strömenden Fluten das Schloss mitsamt seinen Bewohnern in Stücke. Hans, dem Undine erscheint, gesteht sich seine Schuld freimütig ein und bittet Undine um Vergebung. Sie trägt einen Schleier, den er sie zu heben bittet. Die beiden küssen sich, und in diesem Moment versinkt die Burg in den reißenden Fluten. Undine taucht daraus hervor, wirft einen Blick auf den toten Hans zwischen all den anderen Körpern und bedauert, wie sehr sie ihn geliebt hätte.
Die Illustrationen sind unglaublich und laden zum träumen ein. Sie haben eine düstere Schönheit, die durch das transparente Papier zwischen den Seiten noch verstärkt wird. Man wird förmlich mit in die Fluten gezogen als Leser.
Benjamin Lacombe hat die Undine-Sage hier wirklich toll nach der Version von Jean Giraudoux nacherzählt. In dieser verliert Undine nach der Rache für die Untreue von Hans ihr Gedächnis, woraufhin sich ihre letzten, nüchtern gesprochenen Worte in der Geschichte erklären.
"Das Einhorn ohne Horn vorn" ist ein niedliches kleinformatiges Bilderbuch, das von einem hornlosen rosa Einhorn handelt. Die Geschicht ist - wie der Titel - in Reimform gehalten. Das Einhorn fragt sich, ...
"Das Einhorn ohne Horn vorn" ist ein niedliches kleinformatiges Bilderbuch, das von einem hornlosen rosa Einhorn handelt. Die Geschicht ist - wie der Titel - in Reimform gehalten. Das Einhorn fragt sich, ob ihm nicht etwas fehlt und es anders sein sollte. Die anderen Tiere, die Ziege und das Nashorn, bieten zwar freundlich ihre Hilfe an ihre Hörner zu teilen, aber so ganz das richtige ist es nicht. Das Pferd hingegen sagt dem Einhorn, dass es gut sei so wie es ist und nichts geändert werden müsse. Am Ende, mit ein wenig Geduld (und Pollenstaub) bekommt das Einhorn sein Horn vorn ganz automatisch.
Tröstende Worte für jemanden, der sich eigentlich gar keine Sorgen machen müsste, weil er richtig ist so wie er gegenwärtig existiert!
„Eins“, das sind eigentlich zwei und doch wieder nicht. Grace und Tippi sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen.
Die Geschichte wird aus Grace' Sicht erzählt. Ihre Erzählung beginnt ...
„Eins“, das sind eigentlich zwei und doch wieder nicht. Grace und Tippi sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen.
Die Geschichte wird aus Grace' Sicht erzählt. Ihre Erzählung beginnt zu einem Zeitpunkt, als ihre Mutter und ihr Vater den Zwillingen eröffnen, dass sie nicht länger Mittel für einen Hauslehrer beziehen, es ihnen jedoch ermöglicht wird das Geschwisterpaar auf eine private Schule in der Nähe zu schicken.
In der Schule finden sie nicht nur Leute, die sie entsetzt anstarren, sie bemitleiden oder als „Freaks“ titulieren, sondern auch Freundschaft.
Das Buch erzählt nicht nur die unmittelbaren Geschehnisse um Grace und Tippi, sondern am Rande (und doch zentral) sind auch die Probleme präsent, welche die Familienangehörigen belasten. Aber darüber lest selbst, ich möchte nicht zu viel verraten!
Dass die Geschichte aus der Sicht von Grace erzählt wird, finde ich sehr passend, denn Tippi ist die offensivere der beiden Schwestern, die kein Blatt vor den Mund nimmt und offen ihre Gedanken ausspricht, was Grace zur stillen Beobachterin macht, die dem Leser die Ereignisse und ihre Gedanken dazu offenbart.
Die Gestaltung der Geschichte mutete mir zunächst seltsam an. Es handelt sich um tagebuchähnliche Einträge in einer neumodischen Art lyrischer Form; es ist nicht so, dass sich die Worte reimen, der Text ist flüssig durchzulesen, jedoch sind die Sätze und Worte so in Zeilen arrangiert, dass man das Gefühl hat, man würde ein Gedicht lesen. Dahinter steckt ein Sinn, wie sich zeigt, während die Geschichte sich entspinnt.
Es ist ein wundervoll emotionales aber auch humorvolles Buch, das mir so manch eine Träne abgekämpft hat.