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Veröffentlicht am 12.03.2023

Bilder im Nebel

Elsbeth
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Selten hat mich ein Buch so berührt, dass ich es stellenweise erstmal an die Seite legen musste, weil es mich so bewegt hat und ich das Gelesene erstmal sacken lassen musste.
Der Roman handelt von Elsbeth, ...

Selten hat mich ein Buch so berührt, dass ich es stellenweise erstmal an die Seite legen musste, weil es mich so bewegt hat und ich das Gelesene erstmal sacken lassen musste.
Der Roman handelt von Elsbeth, einer Frau, um die 80, die auf ein bewegtes Leben zurückblickt. Und während sie in der Gegenwart immer mehr in die Demenz abgleitet, erinnert sie sich an ihre Kindheit und Jugend.
So spielt das Buch auf zwei Zeitebenen – einmal im Heute, in ihrem jetzigen Leben mit ihrem Mann Theo, der möchte, dass sie seine Einsamkeit vertreibt und Haus und Garten in Ordnung hält. Der ihr aber gleichzeitig das, was ihr am meisten am Herzen liegt untersagt: nämlich zu malen. Das ist ihre große Leidenschaft und Passion und sie malt so gut, dass ein befreundeter Arzt sie dazu drängt, weiter zu malen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Es kommt einem oft so vor, als wäre das der einzige Mensch, der sie in ihrer Ganzheit und ihrer gesamten Persönlichkeit wahr- und ernstnimmt.
Und während ihr die Tage unter den Fingern zerrinnt, erinnert sie sich an Früher – an den Krieg und an die Vertreibung aus dem Sudentenland. Die Flucht, das mühsame Überleben und an ihre erste große Liebe. An den Neuanfang und an die Familie. So schlimm diese Zeit auch für sie war, es kommt einem fast so vor, dass sie mit Theo an ihrer Seite schlimmere Dinge erlebt und das ist als Leser kaum aushaltbar. Aber man hat auch den Eindruck, dass ihre Demenz sie davor bewahrt den tatsächlichen Zustand ihres trostlosen Da-Seins zu erkennen.
Mich hat das Buch sehr berührt und manchmal war es kaum aushaltbar, vor allem weil man weiß, dass das in dieser Form kein Einzelfall ist.
Ein bewegendes Buch, welches mich noch lange beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Liebe in den Bergen Teil 2

Frühlingsglücksgefühle
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Wer schon „Herbstzeitleuchten“ geliebt hat, ist mit der Fortsetzung gut beraten. Allerdings lässt sich dieser Band auch ohne Vorkenntnisse lesen – allerdings ist es schon schön, auf alte Bekannte aus dem ...

Wer schon „Herbstzeitleuchten“ geliebt hat, ist mit der Fortsetzung gut beraten. Allerdings lässt sich dieser Band auch ohne Vorkenntnisse lesen – allerdings ist es schon schön, auf alte Bekannte aus dem ersten Band zu treffen und mitzuverfolgen, wie es mit ihnen weitergegangen ist.
Diesmal steht Leni im Mittelpunkt – jene Leni, die eine Hütte auf einer Alm betreibt und sich damit einen langgehegten Wunsch erfüllt. Da der Vorbesitzer krank geworden ist, konnte sie die Hütte nun vollständig übernehmen und ist damit auch für die Instandsetzung der Gebäude zuständig und nach einen harten Winter ist einiges zu tun.
Und dann ist da noch eine alte Wunde, die noch nicht verheilt ist und an der sie noch schwer trägt. Eine Enttäuschung aus der Schulzeit, die sie noch immer verfolgt und die wieder aufreißt, als der Verursacher plötzlich in der Tür steht. Ein Handwerker, der ihr geschickt wurde, um die Materialienhütte wieder aufzubauen, die den Schnee nicht gut überstanden hat… und dann bricht alles wieder auf. Alte Geschichten kommen hoch und auch der frühere Freund hat seine Geschichte und seine Vergangenheit.
Ein wundervoller Roman, rund ums Erblühen der Krokussen auf den Almen, um zarte Bande und über eine alte Geschichte, die noch ihre Kreise bis in die Gegenwart zieht. Wird es den Beiden gelingen, die geschlagene Wunde zu reinigen und wird es einen Neuanfang geben?
Der Autorin ist wieder eine wundervolle Geschichte aus der Feder geflossen, die einen alles um einen herum vergessen lässt. Sie hat eine warme Art zu erzählen und eine Szenerie vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, dass man längst mitten in den Geschehnissen dabei ist und ein Teil von ihr wird. Ich liebe ihre Art zu schreiben und kann mich voll in die Geschichte fallen lassen – kaum jemand schafft es, mich so an eine Story zu fesseln, dass ich erst wieder zu mir komme, wenn das Buch gelesen ist.
Eine Hommage an das Leben und die Liebe und ein Aufruf, Dinge anzusprechen und zu klären und nichts auf die lange Bank zu schieben. Man kann ihnen nicht entfliehen, sie verfolgen einen auf Schritt und Tritt.

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Veröffentlicht am 28.02.2023

eine berührende Reise einer Jugendlichen, die einen das eigene Leben überdenken lässt

Lea und das blaue Glück
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Lea ist 17 – und am letzten Tag vor Ferienbeginn erhält sie in der Schule die Aufgabe, sich auf der Suche nach dem Glück zu machen. Was ist es? Was macht es aus? Welche Farbe hat es?
Und so begibt sie ...

Lea ist 17 – und am letzten Tag vor Ferienbeginn erhält sie in der Schule die Aufgabe, sich auf der Suche nach dem Glück zu machen. Was ist es? Was macht es aus? Welche Farbe hat es?
Und so begibt sie sich kurz darauf auf einen Roadtrip mit dem Fahrrad und begegnet dabei unterschiedlichen Menschen und Situationen, immer begleitet von einem mächtigen Wächter: einem Adler, der ihr den Weg zu weisen scheint.
Dieses Buch ist immer in drei Abschnitte unterteilt: zum einen dürfen wir Lea auf ihrem Weg begleiten und miterleben, was sie erleben und erleiden muss und dann sind da Sequenzen einer Traumwelt, die ihr Kraft zu geben scheinen und die sie das erfahren lasst, was ihr im tatsächlichen Leben fehlt. Und nicht zuletzt, dürfen wir noch die Innenansicht der Personen lesen, denen sie begegnet ist und erfahren, was ihr Leben so ausmacht.
Eine grandiose Mischung. Besonders in der Ausgabe des Hörbuches, welches die Autorin selbst eingesprochen hat, kommt das so richtig gut zur Geltung. Ich habe das Buch zuerst gelesen, in meinem ganz eigenen Tempo und habe es mir dann nochmal als Hörbuch angehört – welches nochmal andere Areale in mir angesprochen zu haben scheint.
Der Autorin gelingt es in diesem Buch schwere Wahrheiten auszusprechen. Ehrlich, offen und schonungslos und doch immer liebevoll und mit einem Quäntchen Hoffnung. So kommen Themen wie Depressionen, Selbstverletzung, Vergewaltigung und auch Vernachlässigung zu Sprache und noch so viel mehr. Dennoch ist es kein schweres, belastendes Buch – sondern viel mehr eines, welches Mut macht, sich aufzumachen.
Dazu bricht sie eine Lanze für die Wut – die in uns allen wohnt und die meist nicht beachtet wird und nicht erwünscht ist – sie ist eine mächtige Kraft, die uns vorantreiben kann und die es wahrzunehmen gilt.
Ein wundervolles Buch, voller Lebensweisheiten und Hoffnung. Alles ist irgendwie miteinander verwoben und Entscheidungen ziehen Kreise auch im Leben anderer Menschen, mit denen wir verbunden sind.
Es lässt die eigene Lebensreise nochmal in einem ganz anderen Licht erstrahlen und berührt ganz tief im Sein. Und nicht zuletzt überlegt man, welche Farbe das Glück im eigenen Leben hat.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Ennas fünfter und persönlichster Fall

Enna Andersen und die verlorene Zeit
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Wer die Vorgängerbände gelesen hat, weiß, dass Ennas Eltern vor mehr als 20 Jahren grausam ermordet wurden und sie es nur einem glücklichen Zufall zu verdanken hat, noch am Leben zu sein.
Schnell wurde ...

Wer die Vorgängerbände gelesen hat, weiß, dass Ennas Eltern vor mehr als 20 Jahren grausam ermordet wurden und sie es nur einem glücklichen Zufall zu verdanken hat, noch am Leben zu sein.
Schnell wurde damals ein Schuldiger gefunden und in Haft genommen. Dieser kämpft nun seit einiger Zeit um eine Wiederaufnahme des Verfahrens, weil er seine Unschuld beteuert.
Nun ist Enna endlich bereit, sich den Geschehnissen zu stellen und so will sie ihren Urlaub dazu nutzen, um herauszufinden, wer ihr damals ihre Eltern und damit ihre Kindheit geraubt hat.
Schnell hat sie durch die Vorarbeit eines privaten Ermittlers, ein paar Verdächtige auf der Agenda. Zum Glück kann sie auf Rückendeckung aus ihrem Team bauen, denn an manche Informationen käme sie als Privatperson nur schwer dran.
Wieder ist es der Autorin gelungen an das Erfolgsrezept der Enna Andersen Reihe anzuknüpfen. Aber auch für Neueinsteiger ist das Buch geeignet – man muss die Vorgänger nicht gelesen haben, um gut unterhalten zu werden, aber es ist natürlich schön, wenn man die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitverfolgen kann.
Es ist Ennas persönlichster Fall und wird sie am Ende Frieden finden können? Sie wirbelt auf jeden Fall eine Menge Staub auf und Enna wäre nicht Enna, wenn sie auch diesmal wieder nicht immer gut überlegt handelt. Somit bringt sie sich – mal wieder – in Gefahr und setzt alles dran, Licht in die Ereignisse um den Mord zu bringen.
Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und habe das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet – es freut mich, dass es immer weiter Potential um das Cold-Case-Ermittlerteam gibt und wir sicher auf eine Fortsetzung setzen können. Aber es war nur logisch, dass sie irgendwann dem Mörder ihrer Eltern auf die Spur kommen wollte – jetzt war die Zeit reif.
Es lohnt sich beim ersten Band anzufangen, um die ganze Bandbreite an Geschehnissen einordnen zu können. Aber an sich ist jeder Fall in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werde.

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Veröffentlicht am 24.01.2023

Packend, aufwühlende und spannend bis zur letzten Seite

Das Buch - Schreib um dein Leben!
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Seit Jahren treibt ein Serienmörder sein Unwesen und obwohl die Polizei seine DNA besitzt, kommt sie keinen Schritt weiter. Die Opfer verbindet nichts miteinander, nur die Puppe, die am Tatort zurückgelassen ...

Seit Jahren treibt ein Serienmörder sein Unwesen und obwohl die Polizei seine DNA besitzt, kommt sie keinen Schritt weiter. Die Opfer verbindet nichts miteinander, nur die Puppe, die am Tatort zurückgelassen wird und ihm zu dem Namen „Puppenmörder“ verhilft, schafft einen Zusammenhang.
Er tötet meist einmal im Jahr, immer auf unterschiedliche Weisen und lässt eine Leiche zurück, bis zu dem Tag, an dem in der Wohnung von Kara Bender, einer erfolgreichen Autorin, eine Puppe samt einem Schriftzug an der Wand aufgefunden wird – aber von ihren sterblichen Überresten fehlt jede Spur.
Sie wacht in einem Kellerverlies auf und wird vor die Wahl gestellt: entweder Du schreibst über mein Leben oder du wirst getötet. Welche Wahl bleibt ihr? Und so beginnt der Täter ihr sein Leben in allen Details zu schildern und sie hat nichts weiter zu tun, dies zu einem packenden Buch zusammenzustellen. Nur entspringen die Taten diesmal nicht ihrer Phantasie, sondern bilden das Leben des Puppenmörder ab. Seine Mutter sagte eins zu ihm, dass die Welt noch von ihm hören wird und daher arbeitet er an einer Enthüllung in Form eines Buches, das Kara schreiben muss, um am Leben zu bleiben.
Es ist ein unglaublich spannendes Buch, welches den Leser von Anfang an in seinen Bann zieht. Seite um Seite baut sich die Spannung auf und der Spannungsbogen wird gekonnt bis zum Finale aufrechterhalten. Die Autorin spielt mit den Lesern, in dem sie durch die Rückblenden und durch das Buch im Buch Sympathien schafft – und man stellenweise so etwas wie Mitleid mit dem Täter entwickelt.
Ich habe es mit großer Spannung gelesen und mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt. Die Krönung des Ganzen ist dann aber fast der Abspann – der Teil der trockenen Danksagungen - den die Autorin ganz fantastisch formuliert hat. Von mir eine begeisterte Leserstimme, die das Buch sehr gerne weiterempfiehlt. Dieser Thriller hat alles, was man von diesem Genre erwartet. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und bin mit einem grandiosen Ende belohnt worden. Alles löst sich stimmig auf und endet mit einem Cliffhanger, der fast schon auf eine Fortsetzung hoffen lassen könnte.

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