Profilbild von Booklove91

Booklove91

Lesejury Star
offline

Booklove91 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Booklove91 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2023

Ein Fremder. Ein Versprechen. Ein tödliches Spiel, dem du nicht entkommen kannst.

Ein Freund
0

Meine Meinung und Inhalt

"Das Böse trägt kein schwarzes Gewand und winkt auch nicht aus der Dunkelheit unter dem Bett. Es gibt sich nicht zu erkennen. Das Böse kommt langsam, spricht ruhig und geduldig. ...

Meine Meinung und Inhalt

"Das Böse trägt kein schwarzes Gewand und winkt auch nicht aus der Dunkelheit unter dem Bett. Es gibt sich nicht zu erkennen. Das Böse kommt langsam, spricht ruhig und geduldig. Es ist wie ein Schatten, es ist eine Person, die vorgibt, freundlich zu sein, damit sie dich für immer zum Schweigen bringen kann." (ZITAT)

Weil die Polizei im Fall seiner Tochter nicht weiter kommt, ist Danny überrascht, als ein Fremder ihm Informationen anbietet. Im Gegenzug soll Danny seinem neuen Freund ebenfalls helfen. Er willigt ein, dabei ahnt er nicht, auf welch makaberes Spiel er sich eingelassen hat – denn der Freund nutzt Danny lediglich für seine eigenen Zwecke, für ein Spiel, das sein Leben nicht bloß verändern, sondern beenden wird.


Gallagher schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven, welche von Beginn an etwas umfangreich erschienen. Mich hat der Schreibstil zusammen mit der Story fesseln können. Der Thriller hat einige überraschende Wendungen und macht dieses Buch zu einem soliden Thriller.

"Danny trat einen Schritt vor, und durch seine Betäubung hindurch spürte er, wie der Schaft der Waffe gegen seine Brust stieß. Er bewegte seine rechte Hand und überwand das Spiel im Abzug – er nahm erneut bewusst wahr, wie es sich anfühlte, das Metall zurückzuziehen. »Vielleicht können wir so unseren Weg weitergehen.« " (ZITAT)


Charlie Gallagher war 13 Jahre lang Polizist in Großbritannien. Während dieser Zeit durchlief er verschiedenen Stellen in der Polizei bis hin zum Detectiv. Er schreibt Thriller, die wenig immer einen großen Anteil von Polizeiarbeit enthalten. Zusammen mit seiner Familie lebt er an der Südküste von Kent.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2023

Glaube und Hoffnung

Zwischen Scherben
0

Meine Meinung und Inhalt


David lebt eine Illusion. Niemand weiß, dass er die Nächte in einer Ruine im Wald verbringt. Dass seine Familie ihn verstoßen hat. Seine Mitschüler und seine Lehrer sehen nur, ...

Meine Meinung und Inhalt


David lebt eine Illusion. Niemand weiß, dass er die Nächte in einer Ruine im Wald verbringt. Dass seine Familie ihn verstoßen hat. Seine Mitschüler und seine Lehrer sehen nur, was er ihnen erlaubt zu sehen. Aber nichts ist schwerer, als sich selbst zu täuschen. Stück für Stück zerbricht David daran, ein fremdes Leben, den Traum eines geliebten Menschen, zu leben, weil ihm der Glaube an sich selbst fehlt.


Die bewegende Geschichte rund um David hat mir sehr gefallen. Es regt zum Nachdenken an, dass man auf sich und auch auf andere achten muss. Ein wirklich tolles Buch.



Annemarie Bruhns ist Jahrgang 1985 und lebt in Brandenburg. Schreiben ist für sie die Flucht aus dem Alltag. Aber nicht als Reise in fremde, fantastische Welten, sondern zu den Problemen ihrer Protagonistinnen und Protagonisten, die nach Schicksalsschlägen im Leben ihren Weg suchen. Die Erschaffung und Entwicklung von Romanfiguren mit ihren Gefühlen, Träumen und Zweifeln ist ein einzigartiges Erlebnis und steht im Mittelpunkt ihres Schreibens.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2023

Schönes Debüt

Ohne mich
0

Meine Meinung und Inhalt


"Auf eine Art hatte der Ehemann sehr wohl zu mir gepasst. Leider war es genau die Art, mit der man sich in die Scheiße reitet." (ZITAT)


Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. ...

Meine Meinung und Inhalt


"Auf eine Art hatte der Ehemann sehr wohl zu mir gepasst. Leider war es genau die Art, mit der man sich in die Scheiße reitet." (ZITAT)


Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Melancholie und das "Durchs-Lebens-Stolpern" der Protagonistin begleitet man mit Mitgefühl und Emphatie. Auch die Selbstversuche, wie kein Alkohol und das Yoga Retreat waren gut geschildert. Die Story hat mir gefallen, war eine aus dem Leben geriffene Erzählung nach einem Scheitern und wieder Aufstehen. Die Sprache von Schüttpelz packt mich als Leser, denn die Autorin schreibt kurzweilig, geht selten zu sehr in die Tiefe von Ereignissen, beschreibt aber gleichzeitig sehr bildlich Situationen und Gedanken, die nachvollziehbar sind. Schüttpelz trifft die Wunden Punkte und beleuchtet Verhaltensweisen. Für mich ist "Ohne mich" ein gelungenes Debüt.



"Das liegt jetzt alles hinter mir wie die schlaglöchrige Landstraße, die zur Autobahn führt, wie Schälen vorm Kochen, wie das Dreckigmach vorm Putzen. Ich bin das nicht mehr, die femme fatale, die berauschte, ich war das viel zu lange." (ZITAT)


Sie hat sich mit Mitte zwanzig in eine Ehe gestürzt – überstürzt, sagen die Freunde, sagt die Familie. Aber es hat sich damals verwegen und gut angefühlt. Es hat etwas bedeutet. Aber was? Frisch getrennt beendet sie ihr Jura-Studium und Referendariat. Doch statt sich wie die meisten auf den Weg nach Berlin zu machen, bleibt sie erst einmal im beschaulichen Münster. Dort stolpert sie durch die Tage, taumelt durch die Nächte, lässt keinen Drink aus und kaum eine Begegnung. Sie sieht ihre Umgebung glasklar, lügt sich selbst aber ganz schön in die Tasche. Jung sein, Ehefrau sein und Feministin, Musikerin, aber auch Juristin – manchmal passt einfach nichts mehr zusammen. Von dem Jahr nach dem Ende einer großen Liebe, vor dem Beginn eines neuen Lebens erzählt der Debütroman von Esther Schüttpelz.




Esther Schüttpelz, geboren 1993 in Werne, studierte Jura in Münster und arbeitete kurz als Rechtsanwältin, bevor sie ernsthaft zu schreiben begann. Sie macht Musik und schreibt eigene Songs. Sie lebt in Berlin.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2023

Adalbert Hanzon

Der Halbmörder
0

Meine Meinung und Inhalt

"Mit zunehmendem Alter mag ich mich
selbst immer weniger, aber es tut gut, festhalten zu können,
dass es zumindest einen alten Sack in unserer Stadt gibt, der ...

Meine Meinung und Inhalt

"Mit zunehmendem Alter mag ich mich
selbst immer weniger, aber es tut gut, festhalten zu können,
dass es zumindest einen alten Sack in unserer Stadt gibt, der
noch schlimmer ist als ich. " (ZITAT)


"Der Halbmörder" war für mich anders, als die bisherigen Bücher, die ich von Hakan Nesser gelesen hatte. Dieses Buch konnte mich gut unterhalten und zugleich überraschen. Der unverkennbar gute Schreibstil des schwedischen Autors verleitet zum Weiterlesen.


„Trotz allem, was du vielleicht glaubst, bist du nicht wichtig für die Welt.“ Das waren die Worte, die Adalbert Hanzons Vater ihm als Kind mitgab. Vielleicht nicht das ermutigendste Motto, aber Adalbert kommt trotzdem ganz gut zurecht. Zumindest bis die Liebe und der Wahnsinn, der so oft darauf folgt, zuschlagen.

43 Jahre und eine Haftstrafe später ist Adalbert Hanzon ein dem Alkohol zugeneigter älterer Herr mit Rückenproblemen und zunehmend nachlassendem Gedächtnis. Plötzlich holt ihn die Vergangenheit ein: bei einem Apothekenbesuch glaubt er die einzige Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat, wiederzuerkennen.

Und die einzigen Menschen, die ihm helfen können, Licht in das Dunkel zu bringen, was vor fast einem halben Jahrhundert passiert ist, sind sein nervtötender Nachbar und seine allzu gesprächige Cousine. Aber Not ist die Mutter der Erfindung, und Adalbert fest entschlossen, der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

"Wo fängt man an? Vielleicht mit dem Ersten, was in der Erinnerung auf-
taucht, und wenn nichts auftaucht, ist es wohl besser, man
fängt erst gar nicht an." (ZITAT)


Håkan Nesser ist einer der erfolgreichsten Autoren des modernen Schwedenkrimis. Am 21. Februar 1950 in Kumla, Schweden geboren, arbeitete er zunächst als Lehrer. Nebenher begann er mit dem Schreiben – und nutzte dafür zum Beispiel die Unterrichtszeit, während derer seine Schüler über ihren Aufsätzen brüteten. Sein Debüt gab er mit dem Roman „Koreografen“ (1988). Sein Inspektor van Veeteren erblickt 1993 in „Det grovmaskiga nätet“ („Das grobmaschige Netz“, 1999) das Licht der Krimiwelt. Die Serie mit van Veeteren umfasst zehn Bände und wurde mehrfach ausgezeichnet. Dem deutschen Fernsehpublikum ist sie zudem durch die Verfilmungen für das schwedische Fernsehen bekannt. Seit 2006 arbeitet Nesser an einer zweiten Krimireihe rund um den Kriminalinspektor Gunnar Barbarotti, in der er die üblichen Pfade des Kriminalromans verlässt. So entwirft er im ersten Band „Mensch ohne Hund“ eine schwedische Familiensaga, der zweite Roman „Eine ganz andere Geschichte“ wird aus der Sicht des Mörders geschildert. Der Roman „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ und der Jugendroman „Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla“ zählen in Schweden zur Schullektüre. Håkan Nesser lebt in Stockholm und auf der Insel Gotland


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2022

Begegnungen

Die Kunst des Verschwindens
0

Meine Meinung und Inhalt

Ich habe schon einige Bücher von Melanie Raabe gelesen und wollte nun dieses Buch lesen, da es dieses mal kein Thriller ist. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir nach wie vor ...

Meine Meinung und Inhalt

Ich habe schon einige Bücher von Melanie Raabe gelesen und wollte nun dieses Buch lesen, da es dieses mal kein Thriller ist. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir nach wie vor sehr gut. In dieser Geschichte geht es um Momente / Begegnungen, die augenscheinlich zufällig sind, aber das Leben nachhaltig prägen und verändern können. Eine wirklich packende und überraschende Geschichte, vor allem, weil man zu Beginn nicht wirklich ahnt, wie sich die Geschichte entwickelt. Man begleitet abwechselnd Nico und Ellen und deren Zusammentreffen.

Und dann verschwindet Ellen spurlos. Die halbe Welt sucht nach der Schauspielerin. Nico stößt dabei auf seltsame Rätsel: Anscheinend war die Begegnung der beiden Frau kein Zufall.

Raabe hat die Story gut abgerundet und eine wirklich schöne lesenswerte Geschichte geschaffen. Der Wechsel von der Thriller-Literatur ist Melanie Raabe gekonnt gelungen und es scheint, „Die Kunst des Verschwindens“ ist ihr bisher größtes Herzensprojekt.



"Das ist weit. Aber das schafft du. Und dann musst du nie wieder etwas schaffen. Na los. Ich setze mich wieder in Bewegung. Tue einen Schritt und noch einen und noch einen." (ZITAT)


Inhalt:

Gibt es das, eine Seelenverwandtschaft zwischen bislang Unbekannten? Ist es manchmal leichter, mit einer Fremden zu sprechen als mit den Menschen, die man schon lange kennt und liebt? Als die junge Fotografin Nico zufällig zwischen den Jahren der Schauspielerin Ellen Kirsch auf den nächtlichen, winterlichen Straßen Berlins begegnet, fühlt sie fast unmittelbar eine unheimliche Nähe, die sie sich nicht erklären kann. Was haben sie schon gemeinsam, der inzwischen weltberühmte Hollywoodstar und die noch um Anerkennung ringende Fotografin? Was sieht Ellen in ihr, was sie selbst nicht erkennen kann? Vor allem aber: Warum schert sich Nico darum, dass Ellen eines Tages einfach wieder aus ihrem Leben verschwindet? Und zwar so plötzlich, wie sie gekommen ist? Als Nico endlich begreift, warum sie nicht loslassen kann, macht sie sich auf die Suche – nicht nur nach Ellen, sondern auch nach ihrer Mutter und ihrer eigenen Geschichte.



"»Was ist der Sinn des Lebens?«
Sie runzelt die Stirn.
»Im Ernst?«
»Klar«, sage ich.
»Das Leben ist ein Rätsel«, sagt sie. »Und das ist auch gut so. Ich glaube,
es gibt einen Grund, weshalb wir nicht so genau wissen, weshalb wir hier sind. Ich glaube, es wäre fürchterlich, wenn wir es wüssten. Und es wäre furchtbar langweilig.«" (ZITAT)


Die 1981 in Jena geborene Melanie Raabe wuchs in einem Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen auf. Nach dem Schulabschluss zog sie nach Bochum und studierte an der dortigen Uni Medienwissenschaft und Literatur.

2015 stellte sie im Rahmen der Leipziger Buchmesse ihren ersten Roman „Die Falle“ vor. Schon bevor das Buch herauskam, wurden die Rechte daran in verschiedene europäische Länder und den englischsprachigen Raum verkauft. Auch die Filmrechte wurden bei der Berlinale erfolgreich veräußert. In dem spannenden Thriller geht es um die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrad, die ihr Haus seit elf Jahren nicht mehr verlassen hat. Als sie im Fernsehen einen Mann sieht, in dem sie den Mörder ihrer Schwester zu erkennen glaubt, will sie ihm eine Falle stellen – mit sich selbst als Köder.

2016 erschien Melanie Raabes zweiter Roman „Die Wahrheit“. Die Autorin erhielt bereits mehrere Preise, darunter den Deutschen Kurzkrimi-Preis und den Stuttgarter Krimipreis. Melanie Raabe betreibt einen eigenen Interview-Blog und ist offizielle Botschafterin der Stiftung Lesen. Heute lebt sie in Köln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere